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27.05.2008, 12:14

Indiana Jones IV - Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
(Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull)
Action-Abenteuer
USA 2008
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
122 Minuten
Verleih: Universal

Kinostart: 22.05.2008

Trailer
http://www.trailerseite.de/archiv/traile…ls-trailer.html


Regie
Steven Spielberg

Drehbuch
David Koepp

Schauspieler
Harrison Ford als Indiana Jones
Cate Blanchett als Irina Spalko
Karen Allen als Marion Ravenwood
Shia LaBeouf als Mutt Williams
Ray Winstone als 'Mac' George McHale
John Hurt als Professor Oxley

Kurzbeschreibung:
Ein "Indiana Jones" für das neue Jahrtausend und gleichzeitig eine Rückkehr zum Beginn der legendären Abenteuer-Reihe, die vor einem guten Vierteljahrhundert mit "Jäger des verlorenen Schatzes" begann und allein in Deutschland mehr als zehn Millionen Kinobesucher begeisterte. Verstärkung bekommt Indiana Jones (Harrison Ford) auf seiner diesmal in den 50er Jahren angesiedelten Jagd nach mysteriösen Artefakten von einer alten Bekannten, der hand- und trinkfesten Marion Ravenwood (Karen Allen) und einem neuen Verwandten, seinem Sohn (Shia LaBeouf aus "Transformers"). Dazu gesellen sich hochkarätige Stars wie die Oscarpreisträger Cate Blanchett und Jim Broadbent sowie John Hurt als Marions Vater. (Pressetext)

Kritik:
Endlich ist er da. 19 Jahre nach Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, mehr als sieben Jahre nachdem wir das erste mal über ihn berichteten, nach mehrfachem Wechsel der Drehbuchautoren, nach ewigem Hin und Her kommt er nun endlich in die Kinos: Indiana Jones 4.
Diesmal ist es ein Kristallschädel, wegen dem Indy durch die halbe Weltgeschichte reist, mit den bösen Russen im Nacken und einem nassforschen Jüngling im Schlepptau, dessen Mutter Marion Ravenwood Indy-Fans in guter Erinnerung sein dürfte.

In den letzten 19 Jahren hat sich die Filmwelt weit gedreht. Die Zeitrafferaufnahme, in der der Kopf des Bösewichts am Ende des letzten Kreuzzuges zu Tode alterte, wirkt heute wie ein Relikt aus einer längst vergessenen Zeit, und in diese Zeit wollte Steven Spielberg mit dem vierten Film offensichtlich zurückkehren. Vor allem der erste Akt ist auffallend bedächtig inszeniert, so als brauche Spielberg eine Weile, das Kind in sich wieder zu entdecken, das er für seine letzten Filme in den Keller gesperrt hatte. So richtig flott wird es erst in der zweiten Hälfte, und selbst dann bleibt die Inszenierung betont unmodern, mit deutlich erkennbaren Bluescreen-Sequenzen und arkaner Actionregie. Hier und da gibt es echte Bildgewalt zu bestaunen, doch jüngere Zuschauer sind mit dem kommenden dritten Mumie-Abenteuer vermutlich besser beraten. Doch Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels soll wohl auch kein Film für das junge Publikum sein. Es ist ein Film für diejenigen, die keine vier Schnitte pro Sekunde brauchen, die die ersten drei Teile genauso für ihren Wortwitz lieben wie für die Actioneinlagen und die ein Fecht-Duell auf fahrenden Jeeps ebenso charmant finden wie die dicke rote Linie, mit der sich die Helden über die Landkarte bewegen.

Schwerer fällt die romantische Toleranz ausgerechnet beim zentralen Plot-Element. Die Bundeslade, die Sankara-Steine und der heilige Gral waren vor allem MacGuffins, die Jones und Co. von Schauplatz zu Schauplatz motivierten. Der Kristallschädel fungiert mehr als eine Art schweizer Taschenmesser. Er öffnet Türen, schützt vor Riesenameisen und Eingeborenen und lehrt antike Sprachen. Hätte man ihn 50 Jahre später gefunden, könnte er vermutlich auf Google Maps zugreifen. Das Finale ruft schließlich die Querelen um das Drehbuch ins Gedächtnis, denn hier wäre eine Drehbuchfassung mehr oder vielleicht auch eine weniger von Vorteil gewesen. Schlimmer als die absurde Pointe ist die Tatsache, dass die Figuren unwichtiger nicht sein könnten. John Hurt spielt den scheinbar verrückten Professor Oxley, der den Schädel die meiste Zeit trägt und dessen Wünsche ausspricht. Ohne die Bedrohung durch die Russen hätte er ihn auch alleine ans Ziel bringen können, denn Titelheld Jones verbringt eine beträchtliche Zeit damit, tatenlos den CGI-Effekten zuzusehen, die gegen Ende dann doch noch aufgefahren werden.

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels bietet eine Menge Angriffspunkte, doch unterm Strich läuft es auf eines hinaus: Es ist ein Indiana-Jones-Film. Wer sich auf Kabbeleien zwischen Harrison Ford und der nach wie vor bezaubernden Karen Allen freut, auf plakative Feindbilder und Jones’ immer wiederkehrenden Hut, kann seiner Nostalgie freien Lauf lassen und einfach seinen Spaß haben.

Autor: Felix "Flex" Dencker (http://www.moviegod.de/kino/kritik/1324/…istallschaedels)


George Lucas plant "Indiana Jones 5"
Bisher durften nur eine Handvoll Journalisten und die Cocktail schlürfenden Premierengäste in Cannes erleben, wie Harrison Ford alias Henry Jones jr. zu Schlapphut und Peitsche greift...
Die Fans müssen sich dagegen noch bis Donnerstag gedulden, um "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" im Kino erleben zu können. Trotzdem ist Produzent George Lucas schon zwei Schritte weiter: Er bastelt bereits am Konzept zu "Indy 5" - und will Harrison Ford dabei in Rente schicken:

"Ich habe Harrison und Steven Spielberg zwar noch nichts davon gesagt, aber ich habe eine Idee, wie es im nächsten Film weiter gehen könnte", enthüllt Hollywoods Experte für Kinomärchen. "Der Plan ist, dass Shia LaBeouf die Hauptfigur wird und Harrison nur Gastauftritte hat wie früher Sean Connery."

Wachablösung?
Indy ohne Harrison Ford? Das ist eigentlich unvorstellbar. Zwar macht Jungstar Shia LaBeouf als Indys Sohn neben Haudegen Harrison eine gute Figur, aber Ford ist nun mal das Beste an den Kultfilmen um den schlagkräftigen Archäologen. Das gilt gerade auch für den neuen Film, der im Schlussdrittel doch eine arg fantastische Wendung nimmt. Einzig Harrison Ford verleiht dem überbordenden Spektakel mit seinem Raubein-Charme das gewisse Etwas.

Vielleicht kam aber Harrison Ford die Idee für den Rückzug auf Raten ja sogar selbst. Schließlich ist es kaum vorstellbar, dass Lucas eine solche Idee ausbrütet, ohne das vorher mit Harrison zu besprechen. Wahrscheinlich werden diesem die vielen Stunts, die im Film so überzeugend wie eh und je wirken, dann doch langsam zu viel. Ford ist immerhin 65, da kann man Hut und Peitsche schon mal dem Nachwuchs übergeben - obwohl Indy seinem Junior im vierten Film noch auf die Finger klopft, als dieser einmal frech nach seiner kultigen Kopfbedeckung greift...

Gizmo

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27.05.2008, 12:38

Von mir 8 von 10 Punkten :yeah4 :yeah4 :yeah4

ENDLICH ist er da! :cheer Fast 20 Jahre haben wir jetzt auf den 4 Teil warten müssen, voller Sehnsucht wie bei Stirb Langsam!

Man hat versucht unbefangen heranzugehen, trotz der vielen Kritik im Vorfeld, Ford ist zu alt, Aliens in einem Indy-Film usw. usw.!

Die Magie hatte mich dann auch gleich wieder gefangen genommen! Der Start ist wirklich Indy-typisch, dazu die riesige Lagerhalle aus dem ersten Teil, wo die Bundeslade am Ende eingelagert wurde. Einfach genial. Auch das es diesmal die gleichen Gegner sind, diese sich aber nicht mehr "Nazis" schimpfen sondern "Russen", passt zu einem Indyfilm. Okay, Cate Blanchet hat für mich auch schon besser gespielt, aber sie gibt einen passablen Oberbösewicht ab. Ihre starken Momente hat sie wenn sie ungläubig Indy hinterherschauen muss (wie bei den Wasserfällen), looool, das ist echt gut.

Die Story wird gut vorangetrieben, ist aber alles andere als überragend. Vor allem das unglaubwürdige Ende, oder die zwischenzeitliche Rettung vor einer Atombombemexplosion in einem Kühlschrank (!), naja. Aber Indy hatte schon immer seine übertriebenen Momente, solange sie sich in das Flair des Films schmiegen, sieht man darüber hinweg. Auch das selbst ein Dutzend Russen ständig mit Maschinengewehrsalven auf unseren alternen Helden ballern und dieser nicht einen Kratzer abbekommt....! :pfeifen1 Selber schuld wenn sie so schlechte Schützen sind! :grins5

Man merkt Harrison Fors sein Alter an, keine Frage, es wird auch oft genug damit kokettiert im Film, die Specialeffects sind gewollt in "schlechter" Qualität, halt auf alt getrimmt. Alles in allem bekommt man einfach Gänsehaut wenn Indy seinen Hut aufsetzt oder anfängt die Peitsche zu schwingen.

Warum reicht es dann nicht zu 10 Punkten? Ehrlich gesagt hat der Film eher nur 6-7 Punkte verdient, die 8 Punkte gibt es nur weil es halt Indy ist.

Ganz, ganz übel ist für mich halt mal wieder der Shia LaBeouf , der Darsteller aus Transformers. Sorry, aber selten gab es eine solche Fehlbesetzung! Wenn er am Anfang auf Marlon Brando macht, seine Schmalzlocken frisiert und Indy ständig als Rentner anmacht, dann ist das nicht wirklich spektakulär. Auch die alberne Szenen mit dem Fechten auf den beiden Jeeps und anschließender Tarzaneinlage als lianenschwingender "Idiot", boah, das war echt grottig. Wenn man dann River Phönix (viel zu früh verstorben) in Indinana Jones3 als jungen Indy sieht, dann sind das schauspielerische Welten die die beiden trennen. Da hatte River mehr Schauspielgefühl im linken Zeh als der neue "Jungstar" Shia LaBeouf es wohl jemals haben wird. Wobei in Disturbia hat er ja gezeigt das er eigentlich schon etwas schauspielern kann, aber leider nicht im neuen Indy.

Wenn Lucas es wahr macht und in Indy 5 ihm die Hauptrolle gibt, dann wird etwas passieren was ich niemals für möglich gehalten hätte: Ich werde mir einen Indyfilm NICHT ansehen, weil dann würde das gleiche wie bei Highlander oder Matrix passieren: Eine Fortsetzung zerstört eine legendäre Filmreihe bzw. Film.

Die anderen Nebenfiguren, über Marion Ravenvood, ihren verwirrten Vater (was ich erst jetzt im nachhinien kapiert habe. Im Film nicht registriert das es ihr Vater ist. Hab zwischenzeitlich sogar gedacht das wäre ihr Ehemann, der Stiefvater von Mutt Williams gewesen) und den restlichen Gegnern kann man leider nur sagen das sie sehr blass blieben und jederzeit austauschbar gewesen sind. in den anderen Teilen gab es den jungen Shorty (Teil 2), Sean Connery (Vater Teil 3), die jeweiligen Begleiterinnen usw. die jeweils eine doch gewisse Tiefe in ihren gespielten Personen hatten.

Alles in allem aber auf jeden Fall ein sehenswerter Film, der über 2 Stunden gut zu unterhalten weiss, zum Teil an den alten Flair anknüpfen kann, und leider doch einige Schwächen hat. Über diese sieht aber jeder Fan gerne hinweg..... :flirt1 :flirt1 :flirt1 :yeah4

Swamplord

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3

08.11.2008, 11:40

Hey!

Ich fand den Film ganz gut. Voller Wortwitz und genügend Actionszenen. Ich will mich weiter nicht dazu äußern, müsste mir vorher nochmal die Vorgänger angucken. Wenn aber ein Thema zu "Stirb langsam" käme, würde ich mit Worten sicherlich nicht sparen^^

Nebenbei: Finde deine Einleitung richtig gut ;) :thumbsup:
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Quellen:
Wikipedia:
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Lars

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05.03.2009, 17:48

Also ich persönlich fand den neuen Indy leider überhaupt nicht überzeugend. Zu sehr wurde meiner Meinung nach versucht neue Ideen einzubringen, die das ganze aber letztlich einfach nur total abgedreht haben wirken lassen.
Aliens, Kristallschädel, ein Ufo in einer alten Ruine - gut, dass Indiana Jones immer schon ein bisschen zwischen Realität und Fiktion lag ist ja durchaus in Ordnung, aber in diesem Film wurde viel zu sehr auf die Science Fiction-Elemente gesetzt und die guten alten Indy-Sachen, die Suche nach wirklich interessanten Artefakten, deren Existenz auch in unserer Realität nicht ganz klar ist (Heilige Gral mal als Beispiel), wurden total vernachlässigt.

Außerdem ist Harrison Ford(zweifelsfrei ein grandioser Schauspieler) mittlerweile etwas zu alt für die Rolle und dass jetzt Shia LaBeouf als sein plötzlich wiederkehrender Sohn etwas Schwung einbringen soll wirkt auch nur wie ein hilfloser Versuch, den 'alten Indy-Schinken' wieder schmackhafter zu machen.

Für mich also ein absoluter Reinfall, von 10 Punkten würde ich maximal 5 geben. Und die auch nur für die - wie immer - tolle schauspielerische Leistung von LaBeouf und Ford.

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