01.08.2010, 08:17 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren
Umfrage

73%

Freddy Krueger (Nightmare on Elm Street)

27%

Jason ( Freitag der 13.)

Insgesamt 15 Stimmen
Neue Benutzer

Hotsteppa (Gestern, 22:49)

Leonehaare (Gestern, 18:51)

Coshida (Gestern, 17:56)

camilla (30.07.2010, 17:14)

Kayah (30.07.2010, 16:34)

Statistik

865 Mitglieder - 1 818 Themen - 9 421 Beiträge (durchschnittlich 9,02 Beiträge/Tag)
Unser neuestes Mitglied heißt: Hotsteppa.

Das Forum ist erfolgreich auf den neuen Server umgezogen. Sollte euch noch irgendwas auffallen bitte melden. Weiter gehts :) Euer Musik-Forum - Team

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

151

02.04.2009, 09:16

„Isaac Hayes“:

Isaac Lee Hayes (* 20. August 1942 in Covington, Tennessee; † 10. August 2008 in Memphis, Tennessee) war ein US-amerikanischer Soulmusiker und Komponist. Im Jahr 2002 wurde Hayes in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Leben:
Nachdem er sich eigenständig Piano, Orgel und Saxophon beigebracht hatte, spielte Hayes in jungen Jahren in etlichen Bands und gewann mehrere Talentwettbewerbe. Es folgte 1964 ein Vertrag als Keyboarder bei der Plattenfirma Stax Records in Memphis, wo er schnell zum erfolgreichsten Komponisten und Produzenten aufstieg.

In der eigenen Hausband spielte er neben zahlreichen Soulgrößen wie Otis Redding, Wilson Pickett und Carla Thomas, dann wandte er sich aber mehr der eigenen Komposition zu und ging mit David Porter eine enge Zusammenarbeit ein. Sie komponierten zahlreiche Songs, darunter etliche Hits wie Soul Man und Hold On, I’m Coming für Sam & Dave und für Carla Thomas.

Im Jahre 1967 veröffentlichte Hayes sein erstes Soloalbum Presenting Isaac Hayes; den kommerziellen Durchbruch schaffte aber erst das 1969 erscheinende Rekordalbum Hot Buttered Soul. Das Album war mit seinen komplexen Arrangements maßgeblich für die Entstehung eines neuen Soul-Sounds und änderte den Memphis-Soul grundlegend. Auf der Bühne verkörperte er stets mit seinem glattrasiertem Schädel, seiner Sonnenbrille und seinen Goldketten das, was später auch die Figur „Shaft“ darstellte: Ein Idol, das mit James Browns Worten vermittelte: „I’m black and I’m proud“.

1971 gelang ihm der weltweite Durchbruch mit dem Titelsong zu dem Blaxploitation-Film Shaft. Er gewann den Oscar, den Golden Globe, zwei Grammys, den NAACP Award und den Edison Award. Das Soundtrackalbum erreichte Platin-Status, was einem afroamerikanischen Künstler noch nie zuvor gelungen war.

Nachdem er sich 1975 von Stax Records getrennt hatte, blieb er weiterhin erfolgreich, auch durch seine Zusammenarbeit mit etlichen Künstlern wie zum Beispiel mit Dionne Warwick. Neben seiner Arbeit als Musiker und Filmkomponist versuchte sich Hayes aber auch erfolgreich als Schauspieler. Er wirkte in Nebenrollen in TV-Serien wie Detektiv Rockford – Anruf genügt, Hunter, Das A-Team und Miami Vice mit. Daneben sah man ihn aber auch in Spielfilmen wie Die Klapperschlange (1981) von John Carpenter, in Truck Turner oder 1993 in Robin Hood – Helden in Strumpfhosen und lieh im Original der US-Serie South Park dem Chefkoch seine Stimme. Die Popularität der Zeichentrickserie verschaffte Hayes im Dezember 1998 durch die Singleauskopplung des Lieds Chocolate Salty Balls (P. S. I Love You) unter dem Namen der Figur einen ersten Platz in den UK-Charts.

Isaac Hayes trat der Church of Scientology bei. Seine Arbeit für die Fernsehserie South Park kündigte er im März 2006, nachdem Scientology in einer Folge der Serie stark kritisiert worden war. Nach eigenen Angaben war der Grund für das Verlassen der Serie jedoch ein kurz zuvor erlittener Herzinfarkt.

Hayes war einer der erfolgreichsten DJs des New Yorker Radiosenders Kiss FM. Weiterhin arbeitete er an Werbejingles für Pepsi und Burger King.

Am 10. August 2008 verstarb Isaac Hayes im Alter von 65 Jahren in seinem Haus in Memphis.

Auszeichnungen:
* Oscar (Academy Awards)

1972: Bester Song für Theme from "Shaft"
1972: Beste Filmmusik für Shaft (Nominierung)

* Grammy Award

1972: Bestes Instrumentalarrangement für Theme From "Shaft" (arrangiert von Johnny Allen)
1972: Beste Originalmusik geschrieben für einen Film oder ein Fernsehspecial für Shaft
1973: Beste Instrumentaldarbietung – Pop für Black Moses

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

152

02.04.2009, 09:17

„Roger Miller“:

Roger Dean Miller (* 2. Januar 1936 in Fort Worth (Texas); † 25. Oktober 1992 in Los Angeles, Kalifornien), war ein US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter.

Anfänge:
Nach dem frühen Tod seines Vaters wurde Roger von in Oklahoma lebenden Verwandten aufgezogen. Seine Kindheit war von Armut geprägt. Einzige Abwechslung waren Radiosendungen wie "Grand Ole Opry" und "Light Crust Doughboys". Zusätzlichen Zugang zur Country-Musik fand er über seinen Schwager Sheb Wooley, der damals am Anfang einer Karriere stand.

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Armee, wo er zeitweilig in einer Country-Band spielte, zog Miller 1957 nach Nashville. Hier bemühte er sich zunächst vergeblich um einen Schallplattenvertrag. Um in der Musik-City Fuß zu fassen, arbeitete er als Hotelpage. Nach und nach fand er Eingang in die lokale Szene. Als Sessionmusiker wirkte er bei Aufnahmen von Winnie Pearl und Faron Young mit. Für das Mercury-Label wurden einige erfolglose Singles produziert. Schließlich begann er, für den Musikverlag Tree Publishing Songs zu schreiben.

Eine Zeit lang arbeitete er in Amarillo, Texas als Feuerwehrmann. Hier lernte er Ray Price kennen, der ihn als Drummer in seine Begleitband, die Cherokee Cowboys, aufnahm. 1958 erzielte Price mit dem von Roger Miller geschriebenen Song Invitation To The Blues einen Top Ten Hit. Auch andere waren mit seinen Liedern erfolgreich. Jim Reeves erreichte mit Bill Bayou gar die Spitzenposition der Country-Charts.

Karriere:
Nach seinen Erfolgen als Songwriter versuchte sich Miller erneut als Interpret. Zunächst für DECCA und dann für RCA wurden einige mäßig erfolgreiche Singles eingespielt. Als höchste Hitparadenposition wurde 1961 mit When Two Worlds Collide Platz zehn erreicht.

RCA entließ ihm aus dem Vertrag und Miller zog nach Hollywood, wo er sein Geld mit Auftritten in Fernsehshows verdiente. 1964 unterschrieb er beim Smash-Label. Gleich mit seiner ersten Single, Dang Me, gelang ihm der endgültige Durchbruch. Der Song hielt sich sechs Wochen an der Spitze der Country-Charts und schaffte es bis in die Top Ten der Pop-Hitparade.

Auch die nächsten Singles waren erfolgreich. 1965 erschien der Song, der bis heute untrennbar mit seinem Namen verbunden ist: King Of The Road. Es waren vor allem seine hintergründigen und oft humorvollen Texte, die eine neue Qualität in die Country-Musik einbrachten. Er war der erste, der komplette Geschichten in seinen Songs erzählte und begründete damit eine Tradition, die von Leuten wie Kris Kristofferson und Tom T. Hall fortgeführt wurde.

King Of The Road ist unstrittiger Höhepunkt Roger Millers Karriere. Er brachte ihm fünf Grammys und weitere Auszeichnungen ein. Die Plattenverkäufe ließen bald nach, seine Songs wurden aber weiterhin von anderen Stars erfolgreich interpretiert. Sein Geld investierte er in eine Hotelkette.

Anfang der siebziger Jahre wechselte er zum Columbia-Label. Aber auch hier konnten keine nennenswerten Erfolge erzielt werden. 1973 wurde er in die Nashville Songwriters Hall of Fame gewählt. Ein letztes Mal stand er 1985 im Mittelpunkt des Interesses, als er mit Big River ein Broadway-Musical schrieb, das ihm zwei Tony Awards einbrachte.

Am 25. Oktober 1992 starb Roger Miller an Kehlkopfkrebs. Drei Jahre später wurde er in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. In Erick, Oklahoma, der Stadt in der er aufwuchs, ist der "Roger Miller Boulevard" nach ihm benannt.

Bekannteste Songs:
* King of the Road
* Dang Me
* Chug-a-Lug
* Little Green Apples
* England Swings
* Engine Engine Number Nine
* In the Summer Time
* Do-Wacka-Do
* You Can't Roller Skate in a Buffalo Herd

Diskografie:

Alben:
* 1964 – Roger And Out (Smash)
* 1964 – Roger Miller (Featuring Dang Me & The New Hit Chug-A-Lug) (Smash)
* 1964 – Roger Miller (Camden)
* 1965 – Wild Child-Roger Miller (Starday)
* 1965 – The Country Side Of Roger Miller (Starday)
* 1965 – Roger Miller-The 3rd Time Around (Smash)
* 1965 – Roger Miller-Golden Hits (Smash)
* 1965 – The One & Only Roger Miller (Camden)
* 1965 – The Return Of Roger Miller (Smash)
* 1966 – Words And Music (Smash)
* 1967 – Walkin' In The Sunshine (Smash)
* 1967 – Waterhole 3 (Smash)
* 1968 – A Tender Look At Love (Smash)
* 1969 – Man Of Distinction (Mercury)
* 1970 – Roger Miller 1970 (Smash)
* 1970 – A Trip In The Country (Mercury)
* 1972 – The Best Of Roger Miller (Mercury)
* 1973 – Dear Folks, Sorry I Haven't Written Lately (Columbia)
* 2007 - A Man Like Me - The Early Years (Werkausgabe; Bear Family Records)

Auszeichnungen:
* 1964 – Grammy Award: Best Country Song: "Dang Me"
* 1964 – Grammy Award: Best New Country and Western Artist
* 1964 – Grammy Award: Best Country and Western Recording, Single: "Dang Me"
* 1964 – Grammy Award: Best Country and Western Performance, Male: "Dang Me"
* 1964 – Grammy Award: Best Country and Western Album: "Dang Me"/"Chug-a-Lug"
* 1965 – Jukebox Artist of the Year
* 1965 – Grammy Award: Best Country Song: "King of the Road"
* 1965 – Grammy Award: Best Country Vocal Performance, Male: "King of the Road"
* 1965 – Grammy Award: Best Country and Western Recording, Single: "King of the Road"
* 1965 – Grammy Award: Best Contemporary Vocal Performance, Male: "King of the Road"
* 1965 – Grammy Award: Best Contemporary (Rock 'N Roll), Single: "King of the Road"
* 1965 – Grammy Award: Best Country and Western Album: "The Return of Roger Miller"
* 1965 – Academy of Country Music: "Best Songwriter"
* 1965 – Academy of Country Music: "Man of the Year"
* 1985 – Tony Award: Best Score: "Big River"
* 1988 – Academy of Country Music: Pioneer Award
* 1995 – Aufnahme in die Country Music Hall of Fame
* 1997 – Grammy Hall of Fame Song: "Dang Me"
* 1998 – Grammy Hall of Fame Song: "King Of The Road"

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

153

02.04.2009, 09:18

“Eddie Kendricks”:

Eddie Kendricks, eigentlich Edward James Kendrick (* 17. Dezember 1939 in Montgomery, Alabama; † 5. Oktober 1992 in Birmingham, Alabama) war ein US-amerikanischer Soulsänger und ehemals Leadsänger der Temptations.

Die Karriere des Soulsängers Eddie Kendricks begann zunächst in den späten 50er Jahren bei dem Gesangstrio The Primes, ehe er 1960 mit seinem Freund Paul Williams zusammen zu den Temptations stieß. 1962 erhielt die Gruppe einen Plattenvertrag beim legendären Motown-Label. Eddie Kendricks sanfte, glockenhelle Falsettstimme prägte die ersten Hits der Temptations wie The Way You Do The Things You Do, I´ll Be In Trouble, The Girls Is Alright With Me und Girl. Doch durch den Erfolg von My Girl wurde er zunehmend von David Ruffin als Leadsänger in den Hintergrund gedrängt.

1971 verließ Kendricks die Temptations, um eine Karriere als Solist zu starten. Just My Imagination war der letzte Hit der Temptations bei dem seine Stimme zu hören war. Gleich mit Keep On Truckin´, der ersten Single-Auskopplung aus seinem Solo-Debüt All By Myself, glückte ihm 1971 ein Nr. 1-Hit in den US-Charts. Drei Jahre später konnte er diesen Erfolg mit der Tanznummer Boogie Down aus der gleichnamigen LP noch einmal wiederholen. Danach flaute das Interesse an der Musik der ehemaligen Temptations-Stimme, trotz weiterer gelungener Solo-Alben, deutlich ab.

1987 tat sich Kendricks für ein Album mit seinem ehemaligen Kollegen David Ruffin zusammen und war auch mit diesem gemeinsam Stargast bei einem Konzert des berühmten soulbeeinflussten US-Popduos Hall & Oates. 1989 wurde er als Mitglied der Temptations in die Rock ´n Roll Hall Of Fame aufgenommen.

Eddie Kendricks erlag am 5. Oktober 1992 im Alter von 52 Jahren einem Krebsleiden.

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

154

02.04.2009, 09:19

“Tiny Tim”:

Tiny Tim (ein Pseudonym nach einer Figur aus Charles Dickens’ A Christmas Carol), bürgerlich Herberto Buckingham Khaury, (* 12. April 1932 in New York, NY, USA; † 30. November 1996 im Hennepin County, Minnesota) war ein US-amerikanischer Popmusiker und Entertainer. Er gilt als eine der schillerndsten und zugleich obskursten Gestalten der Popgeschichte.

Biografie:
Herberto Buckingham Khaury wurde in New York als Sohn des Libanesen Butros Hanna Khaury (unbekannt – 2. April 1971) und der Polin Tillie Staff (15. Januar 1893 – 9. Juli 1986) geboren. Über seine Kindheit ist nur sehr wenig bekannt. Angeblich fing er schon sehr früh an, sich sein Gesicht blass zu pudern, sich rote Bäckchen zu schminken und sein Haar lang wachsen zu lassen. Dies verlieh ihm ein für die 1940er und 1950er Jahre recht exotisches Äußeres.

Seinen Zeitgenossen imponierte vor allem sein enormes musikalisches Wissen. Nachdem er unter den Namen Julian Foxglove, Larry Love oder Derry Dover, sich selbst auf der Ukulele begleitend, unter anderem in U-Bahnen den Fahrgästen etwas vorgesungen hatte, war Tiny Tim in den 1960ern schließlich zu einer festen Größe der US-amerikanischen Subkultur geworden und spätestens nach seinem Auftritt beim legendären Isle of Wight Festival 1970 auch in Europa weitläufig bekannt.

1970 machte er Schlagzeilen als er vor laufenden TV-Kameras die damals erst 17-jährige Victoria Mae Budinger, genannt Miss Vicky, heiratete. Aus der Ehe ging eine Tochter namens Tulip (dt. Tulpe) hervor, die er nach seinem einzigen Single-Hit Tiptoe Through The Tulips (dt. Auf Zehenspitzen durch die Tulpen) benannt hatte.

1977, kurz nach seiner Scheidung, heiratete er Jan Alweiss. Diese zweite Verbindung währte jedoch nicht lange und auch Tiny Tims Ruhm ließ nach. Er litt unter Alkoholismus und Diabetes.

Nach einem Comeback um das Jahr 1988 wurde er wieder kreativer und machte neue Studioaufnahmen, die aber erst 1995 veröffentlicht wurden. Unterdessen heiratete er ein drittes Mal. Seine neue Frau hieß Sue Gardner.

Tiny Tim erlag Ende 1996 einem Herzstillstand nach vorangegangenem Infarkt. Fotos zeigen den Entertainer im Sarg mit seiner Ukulele aufgebahrt. Sie soll ihm mit ins Grab gegeben worden sein.

Image und musikalisches Schaffen:
Markant war neben seiner Stimme, die zwischen Falsettsopran und Bariton variierte, seine außergewöhnliche Physiognomie. Er war 1,90 m groß, aber recht füllig und trug zumeist etwas zu kleine und sehr eng geschnittene Anzüge. Außerdem hatte er eine große, prägnante Hakennase.

Anfänglich bewegte er sich musikalisch in der Tradition des Vaudeville- und Revuegesangs, griff aber auch gängige Pophits der Zeit auf, wobei er sich selbst auf seiner Ukulele begleitete. Etwa Mitte der 1970er, mit zunehmender Berühmtheit, veränderte er seinen Stil in Richtung Pop und Glam-Rock.

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

155

02.04.2009, 13:51

“Benny Hill”:

Benny Hill (eigentlich Alfred Hawthorn Hill; * 21. Januar 1924 in Southampton; † 20. April 1992 in Teddington) war ein britischer Schauspieler, Komödiant und Sänger.

Leben:
Benny Hill wurde als Alfred Hawthorn Hill in Southampton, Hampshire, England, geboren. Er besuchte dort die Schule. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Milchmann, Verkäufer, Bühnenassistent und Amateurschauspieler. Sein Fernsehdebüt war 1949. Anfang der 1950er Jahre wurde er ein populärer Radiomoderator. 1955 bekam er bei der BBC seine erste Fernsehshow. Sein Filmdebut gab er 1956 in Who Done It?.

1969 wechselte er von der BBC zu Thames Television und startete seine Sketchserie The Benny Hill Show, die bis 1989 produziert und in über 100 Länder verkauft wurde. Die Sketche, in denen Hill stets in verschiedenen Verkleidungen und Rollen auftrat, waren oft geprägt von sexueller Doppeldeutigkeit. Hill war ein Meister seines Fachs, der alle wichtigen Techniken der Komik, wie Slapstick, Pantomime oder Parodie beherrschte und einsetzte. Er wurde somit zum international populärsten britischen Komiker, und gerade in den USA wurden seine Shows weit mehr geschätzt als in seiner Heimat.

Benny Hill gewann verschiedene Preise wie: Daily Mail TV Personality of the Year 1954; TV Times Hall of Fame 1978-79; TV Times Funniest Man on TV 1981-82; Sonderpreis des Festivals „Goldene Rose von Montreux“ 1984, Charlie Chaplin International Award for Comedy 1991.

1989 wurde seine Show eingestellt, vor allem auf Betreiben von Frauenrechtlerinnen, die die häufigen sexuellen Anspielungen in seinen Sketchen als frauenverachtend anprangerten. Hill zog sich zurück. Er starb vereinsamt am 20. April 1992 in seinem Appartement in Teddington, London, vermutlich an einem Herzinfarkt. Er wurde erst einige Tage später gefunden. Es hieß, er habe sich mit all seinem Schmuck bestatten lassen. Nachdem sein Grab daraufhin mehrfach aufgegraben wurde, entschlossen sich seine Angehörigen eine Betonplatte über den Sarg gießen zu lassen.

Hill war auch als Musiker erfolgreich: 1971 war er mit dem Spaßsong „Ernie (The Fastest Milkman In The West)“ vier Wochen lang auf Platz 1 der britischen Charts.

Fernsehserien:
* Hi There 1949
* The Service Show 1952
* Show Case 1953
* The Benny Hill Show 1969-1989; in Deutschland teilweise ausgestrahlt 1975, 1981 und 1988 in der ARD, 1992/93, 1995 und 2002 bei RTL bzw. RTL 2.

Filme:
* Who Done It? 1956
* Light Up the Sky 1960
* Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten 1965
* Chitty Chitty Bang Bang (Tschitti Tschitti Bäng Bäng) 1968
* Charlie staubt Millionen ab 1969
* The Waiters 1969
* The Best of Benny Hill 1974

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

156

02.04.2009, 13:53

„La Lupe“:

Lupe Victoria Yolí Raymond (* 23. Dezember 1936; †29. Februar 1992), besser bekannt unter ihrem Künstlernamen La Lupe, war eine lateinamerikanische Sängerin.

Geboren wurde sie als Tochter eines Arbeiters der Bacardi-Destillerie in Santiago de Cubas Viertel San Pedrito. Vor ihrer Sängerinnenkarriere wurde sie Lehrerin. 1958 heiratete sie und trat mit ihrem Mann Eulogio "Yoyo" Reyes und einer weiteren Sängerin auf. Dieses Trio "Los Tropicuba" löste sich 1960 auf. La Lupe begann eine Solokarriere in einem Nachtclub in Havanna, La Red. Ihr erstes Album, Con el Diablo en el Cuerpo (Mit dem Teufel im Körper) brachte 1961 das Label Discuba heraus.

1962 wanderte sie in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. In New York City trat sie in dem Cabaret La Barraca auf, wo sie von Mongo Santamaría entdeckt wurde. In den nächsten fünf Jahren brachte sie zehn Alben heraus.

Sie sang in verschiedenen Stilen kubanischer Musik wie Son Montuno und Bolero, aber auch in anderen karibischen Stilen wie Merengue, Boogaloo, Plena und Bomba. In den 1960er Jahren hatte sie großen Erfolg in New York City mit Tito Puente. Sie war die erste lateinamerikanische Sängerin, die ein ausverkauftes Konzert im Madison Square Garden gab. Sie coverte viele englische Lieder auf spanisch oder ihrem English mit Akzent, unter anderem Yesterday, "Twist & Shout", Dominique von The Singing Nun, "Unchained Melody", Fever und America vom Musical West Side Story.

Sie war Anhängerin der Santeria. In den späten 1970er Jahren beendete ihr Label Fania Records den Vertrag, vor allem, weil man auf die weniger umstrittene Celia Cruz setzte. Anfang der 1980er Jahre war Lupe mittellos. Sie starb in der Bronx und hinterließ ihren Mann William Garcia, ihre Tochter Rainbow , und ihren Sohn von Eulogio Reyes, Rene Camaro.

In den 1990er Jahren wurde das Interesse an ihr dadurch widerbelebt, dass Regisseur Pedro Almodóvar ihren Bolero "Puro Teatro" für seinen Film Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs verwendete. 2002 wurde die East 140th Street in der Bronx zu ihrem Gedenken in La Lupe Way umbenannt.

Diskographie:
* "Con el Diablo en el Cuerpo", 1960.
* "La Lupe is Back", 1961.
* "Mongo Introduces La Lupe", 1963.
* "The King Swings, the Incredible Lupe Sings", 1965. (mit Tito Puente).
* "Tú y Yo", 1965. (mit Tito Puente).
* "Homenaje a Rafael Hernández", 1966. (mit Tito Puente).
* "La Lupe y su Alma Venezolana", 1966.
* "A mí me llaman La Lupe", 1966.
* "The King and I", 1967. (mit Tito Puente).
* "The Queen Does Her Own Thing", 1967.
* "Two Sides of La Lupe", 1968.
* " Queen of Latin Soul", 1968.
* "La Lupe's Era", 1968.
* "La Lupe is The Queen ", 1969.
* "Definitely La Yiyiyi", 1969.
* "That Genius Called The Queen ", 1970.
* "La Lupe en Madrid", 1971.
* "Stop, I'm Free Again", 1972.
* ¿Pero Cómo va ser?, 1973.
* "Un Encuentro con La Lupe", 1974.
* "Lo Mejor De la Lupe" Compilation, 1974.
* "One of a Kind", 1977.
* "Apasionada" Compilation, 1978.
* "La Pareja", 1978. (mit Tito Puente).
* "En Algo Nuevo", 1980.

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

157

02.04.2009, 13:54

“Jeff Porcaro”:

Jeffrey Thomas „Jeff“ Porcaro (* 1. April 1954 in Hartford, Connecticut; † 5. August 1992 in Hollywood, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schlagzeuger und Gründungsmitglied der kalifornischen Rock-Gruppe Toto. Porcaro gilt noch heute als einer der einflussreichsten und meistgehörten Schlagzeuger überhaupt.

Leben/Karriere:
Seine Arbeit als Studiodrummer in Los Angeles war so begehrt, dass er bereits als knapp 20-jähriger mit Sonny & Cher auf Tournee ging. Erst als ihm Freunde rieten, doch endlich mit den befreundeten Studiomusikern David Paich, David Hungate und seinem Bruder Steve Porcaro die Band Toto zu gründen, konnte Porcaro seine legendären Grooves einem größeren Publikum darbieten. Über Nacht wurde der Top-Gitarrist Steve Lukather zur Band geholt, der während des Castings den nicht weniger talentierten Michael Landau (Richard Marx, Karizma) ausstach.

Porcaro spielte auf legendären Alben wie The Wall (Pink Floyd) (Track: Mother) oder für Künstler wie Frank Sinatra, Richard Marx, Madonna , Elton John , David Gilmour, Roger Waters (Amused to Death), Bruce Springsteen, Al Jarreau, Michael Jackson (Beat It, Heal The World), Barbra Streisand, Steely Dan, Tommy Denander u.v.m.

Seine größten Vorbilder Bernard Purdie (Steely Dan) und John Bonham (Led Zeppelin) hatten so großen Einfluss auf Jeff, dass er ihre stilistischen Merkmale im legendären Shuffle-Groove Rosanna des IV-Albums von Toto verewigte. Ein Groove, der zu den markantesten des Rock-Drummings zählt und für den er noch heute sehr verehrt wird.

Nach Beendigung der Aufnahmen zum damals aktuellen Toto-Album Kingdom of Desire nahm Porcaro im Sommer 1992 kurz vor der bevorstehenden Welttournee der Band eine Auszeit. Er benutzte ein Insekten-Pestizid im Garten seines Hauses in Hidden Hills, auf das er anaphylaktisch reagierte und einen Kreislaufzusammenbruch bekam. Zwar wurde er schnellstmöglich in die Notaufnahme gebracht, doch er starb zwei Stunden später, am frühen Abend des 5. August 1992 an den Folgen des Herzstillstandes. Sein Herz war durch einen ihm selbst nicht bekannten angeborenen Herzfehler geschwächt, an dem bereits sein Großvater und sein Onkel in frühen Jahren gestorben waren. Hinzu kam Arterienverkalkung, die von seinem hohen Zigarettenkonsum herrührte. Gerüchte, nach denen er an Kokainmissbrauch gestorben sei, wurden durch die Autopsie widerlegt.

Fünf Tage später, am 10. August 1992, wurde Jeff Porcaro im Forest Lawn Memorial Park in den Hollywood Hills unter der Anteilnahme von ca. 1.500 Trauergästen beigesetzt.

Sonstiges:
Es heißt, Bruce Springsteen hätte Jeff eine Million Dollar geboten, wenn er mit ihm auf Tournee gegangen wäre. Jeff soll das Angebot aber abgelehnt haben, da er lieber mit Toto touren wollte. Hätte er das Angebot angenommen, wäre es vermutlich nicht zu dem Pestizidunfall gekommen, denn am selben Tag spielte Springsteen mit der Band in Florida. Einen Tag später widmete Springsteen den Song Human Touch dem verstorbenen Drummer.

Diskografie:

Mit Toto:
* 1978: Toto
* 1979: Hydra
* 1980: Turn Back
* 1982: TOTO IV
* 1984: Dune OST
* 1984: Isolation
* 1986: Fahrenheit
* 1988: The Seventh One
* 1990: Past to Present
* 1992: Kingdom of Desire
* 1998: Toto XX
* 2002: Greatest Hits Live (In Concert at Le Zenith, Paris, 19. Oktober 1990, DVD)

Alben anderer Künstler (Auszug): * 1973: Bittersweet White Light (Cher)
* 1977: Baby It's Me (Diana Ross)
* 1978: Energy (Pointer Sisters), Songbird (Barbra Streisand), Excitable Boy (Warren Zevon)
* 1979: The Wall (Pink Floyd)
* 1981: Living Eyes (Bee Gees)
* 1982: Thriller (Michael Jackson), I Can't Stand Still (Don Henley), Jump Up (Elton John), The Nightfly (Donald Fagen), One From The Heart (Tom Waits)
* 1983: Jarreau (Al Jarreau), Hearts and Bones (Paul Simon)
* 1984: Civilized Man (Joe Cocker)
* 1984: About face (David Gilmour)
* 1985: Behind the Sun (Eric Clapton)
* 1987: Hai Hai (Roger Hodgson)
* 1989: The Works (Nik Kershaw)
* 1989: Los Lobotomys Live (Los Lobotomys)
* 1990: I'm Breathless (Madonna), Laura Branigan (Laura Branigan), Love Hurts (Cher)
* 1991: Dangerous (Michael Jackson), Rush Street (Richard Marx)
* 1991: On Every Street (Dire Straits)
* 1992: Human Touch (Bruce Springsteen)
* 1993: Paid Vacation (Richard Marx)
* 1996: Louder Than Words (Lionel Richie)
* 2001: Ceremony of Innocence (Radioactive)

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

158

02.04.2009, 13:56

“Wolfgang Schulz”:

Wolfgang 'Schobert' Schulz (* 2. Juli 1941 in Stettin; † 24. September 1992 in Berlin) war ein deutscher Liedermacher, Komponist und Musikproduzent, der als Mitglied des Liedermacher-Duos Schobert und Black in den 1970er Jahren seine größten Erfolge hatte.

Biographie:
Wolfgang „Schobert“ Schulz sang ab 1961 mit seinem Schulkameraden Reinhard Mey und Christian Pechner, dem Bruder seiner späteren Frau Vivi, als „Les trois Affamés“ (Die drei Verhungerten) englische, französìsche und spanische Folklore sowie selbstvertonte Balladen von François Villon und Gedichte von Georg von der Vring (u. a. auch mit Peter Rohland).

Im Herbst 1965 traf Schobert auf Lothar „Black“ Lechleiter, der seit 1961/62 in verschiedenen Gruppen Folklore-Musik gemacht hatte. Beide verstanden sich auf Anhieb und gründeten noch im Herbst 1965 das Duo „Schobert & Black“. Im Sommer 1966, kurz nach Geburt seines Sohnes David, traten sie auf dem festival Chanson Folklore International auf Burg Waldeck erstmals auf. Ihr Repertoire bestand zunächst aus Graßhoff-Vertonungen und Nachdichtungen französischer Chansons. Später sangen sie hauptsächlich Chansons sowie politisch-satirische und lustige Lieder aus eigener Feder.

Schobert sang dabei sowohl kritische politische als auch Nonsens-Lieder. Legendär wurden die Schobert & Black Limericks. Bei ihren Auftritten waren Schoberts Ansagen und Überleitungen meist eigenständige Textwerke voller Sprachwitz und -akrobatik, die an Dauer die vorgetragenen Lieder oft deutlich übertrafen. Schobert lieferte dazu auch noch die Kompositionen und Arrangements sowie viele Texte, die zum Teil in Zusammenarbeit mit Schoberts Schulfreund Wolfgang Eickelberg entstanden. Darüber hinaus schrieb Schobert auch für Kollegen wie Joana, Antonia Maass und Inga & Wolf oder produzierte Künstler wie Hanns Dieter Hüsch, für dessen Album „Abendlieder“ Schobert z. B. sämtliche Titel als Orchesterarrangements ausarbeitete.

Im Jahre 1975 wurden Schulz und Lechleiter mit dem Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson ausgezeichnet. Im Jahre 1985 beschlossen beide, nach zwanzig Jahren Zusammenarbeit zukünftig künstlerisch getrennte Wege zu gehen.

In den folgenden sieben Jahren wurde es ruhig um Wolfgang Schulz, der 1992 in Berlin während der Arbeit an einer Solo-LP an plötzlichem Herzversagen starb.

Diskographie:

Schobert & Black:
* 1967 Lästersongs und moralische Lìeder (xenophon)
* 1968 Deutschland oder was beißt mìch da? (xenophon)
* 1971 Löns mir ein grünes Lied (Philips)
* 1972 Mein einziger Freund (Telefunken)
* 1972 Das Holzwollschnitzelwerk (Telefunken)
* 1973 Schobert & Black & Roski: Euch zuliebe (Telefunken)
* 1973 Lebend live (Telefunken)
* 1974 Gut geht's uns (Telefunken)
* 1974 Parsifal GmbH & Co KG (Telefunken)
* 1975 Starportrait (Intercord)
* 1975 Das ganze Jahr (Telefunken)
* 1976 Radschläge (Telefunken)
* 1977 In unsrer Eigenschaft als Freund (Telefunken)
* 1978 Na denn live (Telefunken)
* 1979 Schobert & Black & Inga: ...denn ich bin ein Untertan (Telefunken)
* 2001 Lebend (best of live) (EBM)
* 2002 Na Denn (live Folge 2) (EBM)
* 2004 So weit, so Gehöft! (EBM)
* 2004 Schobert & Black, die singenden Bärte (Neuveröffentlichung von Lästersongs... und Deutschland oder...) (Conträr)

Wolfgang 'Schobert' Schulz (* mit Peter Rohland):

* 1965 Landstreicherballaden* (Polydor)
* 1968 Lieder des François Villon* (Edition Peter Rohland)
* 1976 Abendlieder von und mit Hanns Dieter Hüsch (Intercord)
* 1977 Peter Rohland: Das Gesamtwerk* (Thorofon)

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

159

02.04.2009, 13:57

"Thomas Hösli":

Thomas Hösli (* 17. Dezember 1965 in Luzern; † 23. August 2007 ebenda) war ein Schweizer Musiker (Punk, Rock, Chanson)

Thomas Hösli wohnte in Luzern.

Hösli begann in den 1980ern mit Steven's Nude Club, nach Soloprojekten und weiteren Kollaborationen unter dem Namen M.D. Moon und Gilbert Dessert spielt er ab 1996 zusammen mit Ricardo Regidor im Duo Hösli und Ricardo.

Das Duo spielte bitter-ironische Chansons, veröffentlichte drei Alben, eine Live-Platte und einen Film.

Hösli starb an Lungenkrebs.

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

160

02.04.2009, 13:57

“Johnny Paris”:

John M. Pocisk (Johnny Paris) wurde am 29.08.1940 in Walbridge / Ohio geboren, wurde als Bandleader und Saxophonist der Gruppe “Johnny and the Hurricanes” (Red River Rock, Revival Rock, Rockin’ T …) bekannt. Er starb am 01.05.2006 in Ann Arbor/ Michigan.

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

161

02.04.2009, 13:58

"Larry David Norman":

Larry David Norman (* 8. April 1947 in Corpus Christi, Texas; † 24. Februar 2008 in Portland, Oregon) war ein US-amerikanischer Sänger und Komponist. Er galt als einer der wichtigsten Vorreiter moderner christlicher Musik.

Larry Norman wuchs im Schwarzenghetto in San Francisco auf und erklärte später, dies sei der Grund, warum er mit der traditionellen weißen Kirchenmusik nichts anfangen konnte. Er war Mitglied der Rockband People!. Diese Band veröffentlichte ihre erste Schallplatte 1968 und landete in den Top 20 der US-Charts mit dem Lied I Love You. Norman verließ die Band 1969 und veröffentlichte sein erstes Soloalbum, Upon This Rock.

Norman war einer der ersten Künstler, der ernstzunehmende moderne Musik mit christlichen Texten veröffentlichte. In seinem 1972 veröffentlichten Lied Why Should The Devil Have All The Good Music legte er einen Grundstein für viele andere Künstler, in dem er darlegte, dass man sehr wohl als Christ leben kann und dazu Rock anhören oder sogar spielen kann. Der Text des Liedes basiert auf einem Zitat von William Booth, dem Gründer der Heilsarmee. Später wurde Norman oft als Großvater des Jesus Rock bezeichnet. Billboard nannte ihn den wichtigsten Song-Schreiber seit Paul Simon. Im Jahr 1972 hatte Norman sein Debut als Schauspieler im zweiten Teil von The Blob. In den siebziger Jahren produzierte Norman die ersten Alben seines Freundes Randy Stonehill.

Norman gründete 1975 das Plattenlabel Solid Rock Records. Dieses veröffentlichte Stonehills Welcome to Paradise und Alben von Daniel Amos, Tom Howard und Mark Heards Appalachian Melody. Er überlebte 1978 nur knapp einen Flugzeugabsturz und erlitt dabei schwere Hirnschädigungen, die aber nach Jahren vollständig ausheilten. Während der nächsten zwölf Jahre erschien kein Studioalbum von ihm. Meinungsverschiedenheiten mit seiner Plattenfirma Word Records endeten mit der Auflösung des Labels Solid Rock Records 1980. Norman zog nach Europa und gründete das Label Phydeaux. Im Jahr 1990 erhielt er den Lifetime Achievement Award des Christian Artists Seminar. Im selben Jahr gab er legendäre sieben Konzerte im Moskauer Olympiastadion mit je 35.000 Zuschauern.

Im Jahr 1992 erlitt er einen schweren Herzinfarkt. Eine Operation schien zwecklos, da die Ärzte annahmen, dass er keine Überlebenschance mehr habe. Ein Chirurg wagte die Operation, setzte einen neuartigen Herzschrittmacher ein und Norman überlebte. Längere Reisen und Auftritte waren ihm seitdem kaum mehr möglich. Am 24. Juni 2005 gab Larry Norman sein offiziell letztes US-Konzert in Salem (Oregon). Da sein Gesundheitszustand sich wieder besserte, folgten jedoch nach diesem offiziell letzten Konzert noch weitere, so auch 2007 wieder Konzerte in Europa. Er lebte zuletzt in Portland, wo er im Februar 2008 im Alter von 60 Jahren starb.

2001 wurde er von der Gospel Music Association in die Gospel Music Hall of Fame aufgenommen.


Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

162

02.04.2009, 13:59

„Jim Pepper“:

Jim Pepper (* 18. Juni 1940 in Salem (Oregon) als James Gilbert Pepper II; † 10. Februar 1992 in Portland (Oregon)) war ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Saxophonist, Flötist) und indianischer Sänger.

Leben und Wirken:
Sein Vater Gilbert, ein Kaw-Indianer, war Bäcker, Musiker und oftmals ausgezeichneter Preistänzer bei Powwows, seine Mutter Floy, eine Muskogee, arbeitete als Lehrerin. Mit 15 Jahren lernte Jim Pepper im Selbstunterricht und mit Hilfe seines Vaters Tenorsaxophon. 1964 zog er nach New York City, um Jazzmusiker zu werden, nachdem er bereits zuvor in Kalifornien mit Pharoah Sanders gespielt hatte. Gemeinsam mit Larry Coryell gründete er die Band Free Spirits, die - als Vorläufer des Jazz-Rock mit Jazzimprovisationen über Rock- oder R&B-Rhythmen experimentierte.

Ornette Coleman und Don Cherry bestärkten Pepper in seinen Versuchen, traditionelle Indianermusik mit Jazz zu kombinieren. Auf seiner Platte Pow Wow nahm er indianische Songs auf, unter anderem den neu arrangierten traditionellen Peyote-Gesang Witchi-Tai-To, der es in die Hitparade schaffte. Die LP war nicht mehr als ein Achtungserfolg, so dass Pepper sich vom Musikgeschäft zurückzog und in Alaska Berufsfischer wurde. Trotz einer Auszeichnung mit einem Pressepreis 1974 in San Francisco kehrte er nach Alaska zurück, wo er die Sängerin Caren Knight kennenlernte, die seine Lebensgefährtin wurde. Es kam zu vereinzelten Auftritten mit Westcoast-Jazzern in Juneau und Anchorage, aber auch zu Einladungen an die Westküste.

Erst 1979 kehrte Pepper durch die Initiative von Don Cherry auf die Jazzszene zurück, tourte mit diesem durch Westafrika und spielte im Liberation Music Orchestra und in den Bands der Schlagzeuger Bob Moses und Paul Motian. Auf seiner eigenen Platte Comin' & Goin' konnte Pepper das Konzept von Pow Wow verbessert umsetzen und gemeinsam mit Don Cherry, Naná Vasconcelos, Collin Walcott und auch John Scofield neun indianische Stücke in einen zeitgenössischen Jazzkontext so adaptieren, dass ihre Spiritualität erhalten blieb. Pepper unterstützte das American Indian Movement und spielte, sang und tanzte auch auf traditionellen Powwows.

Seit seiner Wiederkehr auf die Bühne spielte er regelmäßig in Europa und wurde dort auch in unterschiedlichen Kontexten auf Platte dokumentiert. Mit Schlagzeuger John Betsch und Ed Schuller bildete er eine Working Band, die teilweise mit Marty Cook oder Mal Waldron zum Quartett erweitert wurde. Peppers Spiel auf dem Tenorsaxophon zeichnete sich durch eine eigene Melodik mit unverwechselbaren Patterns und hochenergetischen, aber relativ kurzen Überblas-"Pfeilen" aus.

Jim Pepper starb an Lymphdrüsenkrebs im 52. Lebensjahr. Don Cherry hielt eine Rede an seinem Grab, in New York fand ein Memorial-Konzert mit zahlreichen Mitwirkenden statt. Der Komponist Gunther Schuller würdigte 1998 Peppers Musik, indem er sie für Jazzensemble und Symphonieorchester neu arrangierte. Das Schaffen Peppers zeichnet der Dokumentarfilm Pepper's Pow Wow (1995) von Sandra Sunrising Osawa nach. Wolf Kampmann zufolge verhinderte sein früher Tod „den Aufstieg des Saxophonisten zu einer Leitfigur des Ethno-Jazz”.

2005 ehrte die parlamentarische Versammlung des Staates Oregon Jim Pepper und sein musikalisches Erbe. Am 7. April 2007 wurde Peppers Saxophon im Rahmen einer Feierstunde, bei der Peppers Musik aufgeführt wurde, dem National Museum of the American Indian überreicht.

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

163

02.04.2009, 14:00

"Daniel Paul „Danny“ Federici":

Daniel Paul „Danny“ Federici (* 23. Januar 1950 in Flemington, New Jersey; † 17. April 2008 in New York City, New York) war ein amerikanischer Musiker. Seine größten Erfolge feierte er mit der E Street Band um den amerikanischen Rockmusiker Bruce Springsteen.

Im Alter von sieben Jahren wurde er – ähnlich wie Bruce Springsteen – von einer Fernseh-Show inspiriert, ein Instrument zu erlernen. Nur waren es in seinem Fall nicht die Ed Sullivan Show und nicht die Gitarre, sondern die Lawrence Welk Show und das Akkordeon. In den späten 1960er-Jahren (erstmals wohl 1967) traf er Bruce Springsteen in Asbury Park, wo viele junge Musiker versuchten, sich in diversen Bands über Wasser zu halten. Schon in Springsteens Heavy-Metal-Band „Steel Mill“ war Federici dabei, später in der „Bruce Springsteen Band“ und seit Anfang der 1970er als Gründungsmitglied der „E Street Band“. Von der Band bekam er auch seinen Spitznamen „Phantom“, weil er auf der Bühne immer so gut wie unsichtbar blieb. Seine Instrumente waren neben dem Akkordeon die Orgel (Vox Continental, Farfisa, Hammond B3) und gelegentlich das Glockenspiel wie bei „Badlands“ zu hören.

Mit Bruce Springsteen und der E Street Band feierte Federici viele Erfolge, den größten sicherlich mit der LP „Born in the USA“ und der anschließenden Welttournee 1984/85. Nachdem Springsteen die E Street Band 1988/89 (vorübergehend) aufgelöst hatte, widmete sich Federici zunächst ganz seiner Familie. Später veröffentlichte er ein „Flemington“ genanntes Album mit instrumentalem Jazzrock. Ein zweites Album mit ähnlichen Stücken, „Out of a Dream“, folgte 2005.

Ungefähr zu dieser Zeit wurde bei ihm eine besonders gefährliche Form von Hautkrebs diagnostiziert. Davon erfuhr die Öffentlichkeit zunächst jedoch nichts. Federici war 2007 an den Aufnahmen zu Bruce Springsteens CD „Magic“ beteiligt und tourte anschließend mit der E Street Band durch die USA. Erst gegen Ende dieses ersten Teils der „Magic“-Tour wurde bekanntgegeben, dass Federici die Band aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Europa würde begleiten können. Charles Giordano rückte an seine Stelle. Nach Rückkehr der Band in die USA spielte Federici am 20. März 2008 in Indianapolis noch ein letztes Konzert mit der E Street Band, der er seit über 35 Jahren angehörte.

Danny Federici hinterließ seine Frau, einen Sohn und zwei Töchter.

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

164

02.04.2009, 14:01

„William Mathias“:

William James Mathias (* 1. November 1934 in Whitland, Carmarthenshire; † 29. Juli 1992 in Menai Bridge, Anglesey) war ein walisischer Komponist.

Leben:
William Mathias begann früh mit dem Klavierspiel und ersten Kompositionsversuchen. Nach Studien am University College of Wales in Aberystwyth wechselte er 1956 an die Royal Academy of Music, wo Lennox Berkeley sein Lehrer wurde. 1965 wurde er zum Fellow der Royal Academy ernannt. 1968 erhielt Mathias den Arnold Bax Society Prize, und 1981 wurde er mit dem John Edwards Memorial Award ausgezeichnet. Als Professor für Musik leitete er zwischen 1970 und 1988 das Department of Music der University of Wales in Bangor. Neben seiner kompositorischen Arbeit war er auch als Dirigent und Pianist tätig. 1972 rief er das North Wales International Music Festival in St. Asaph ins Leben, dessen Leitung er bis zu seinem Tod 1992 innehatte. Sein Grab befindet sich an der St. Asaph Cathedral.

Werk:
Das kompositorische Werk von William Mathias umfasst neben einer Oper (The Servants, 1980) unter anderem 3 Sinfonien, Solokonzerte (darunter 3 Klavierkonzerte), Kammermusik und zahlreiche Kompositionen für Orgel. Viele seiner Werke entstanden für die Anglikanische Liturgie; besondere Bekanntheit erlangte das Anthem Let the people praise Thee, O God, komponiert 1981 für die Hochzeit von Prinz Charles und Diana.

Die Musik von Mathias ist tonal und lässt Einflüsse unter anderem von Bartók, Hindemith, Strawinsky oder Tippett erkennen.

Werkverzeichnis (unvollständig):

Chorwerke:
* Festival Te Deum in C Major
* Bell Carol
* Sweet was the Song
* A Babe is Born op. 55 (1971)
* Ave Rex op. 45
* Ceremony after a Fire Raid
* A May Magnificat
* Salvator Mundi
* Jonah
* Learsongs
* Lux Aeterna
* Riddles
* A Royal Garland
* Shakespeare Songs
* This Worlde's Joie
* Three Medieval Lyrics
* Sir Christemas
* Let the People Praise Thee, O God

Opern:
* The Servants (1980)

Orchesterwerke:
* Divertimento for String Orchestra, op.7 (1958 )
* Dance Overture, op.16 (1961)
* Invocation and Dance, op.17 (1961)
* Serenade for Small Orchestra, op.18 (1963)
* Prelude, Aria and Finale for String Orchestra, op.25 (1964)
* Sinfonietta, op.34 (1967)
* Celtic Dances, op.60 (1972)
* Laudi, op.62 (1973)
* Vistas, op.69 (1975)
* Symphony No. 2, op.90 (Summer Music)
* Symphony No. 3 (1991)

Solokonzerte:
* Horn Concerto
* Clarinet Concerto
* Harp Concerto (1970)
* Organ Concerto (1984)
* Oboe Concerto (1989)
* Violin Concerto (1992)

Kammermusik:
* Zodiac Trio für Flöte, Viola und Harfe (1976)
* Bläserquintett op. 22 (1963)
* Sonatina für Flöte und Klavier op. 98 (1953)
* Clarinet Sonatina (1957)

Orgelmusik:
* Antiphonies
* Berceuse
* Carillon
* Canzonetta op. 78, No. 2
* Chorale (1966)
* Fanfare
* Fantasy for Organ
* Fenestra
* Invocations
* Jubilate op. 67
* Partita
* Postlude (1962)
* Processional op. 96
* Recessional (1964)
* Toccata Giocosa op. 36, No. 2 (1967)
* Variations on a Hymn Tune

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

165

02.04.2009, 14:02

"Baden Powell":

Baden Powell de Aquino, kurz Baden Powell (* 6. August 1937 in Itaperuna/Varre e Sai, Bundesstaat Rio de Janeiro; † 26. September 2000 in Rio de Janeiro, Bundesstaat Rio de Janeiro) war einer der bedeutendsten brasilianischen Gitarristen.

Baden Powell war der Sohn von Lino de Aquino, und seiner Frau Adelina. Der Vater, der Geige und Gitarre spielte, war begeisterter Pfadfinder und nannte daher seinen Sohn nach Robert Baden-Powell. Mit sieben begann er Gitarre zu spielen, studierte bis zum vierzehnten Lebensjahr klassische Gitarre und erwarb ein Diplom am Konservatorium in Rio de Janeiro. Mit fünfzehn war er professioneller Musiker, mit zwanzig begann er erfolgreich zu komponieren. Wichtig für seine musikalische Entwicklung waren sein Vater Lino, sein Gitarrenlehrer Jaime Florence, sowie die Dichter Vinicius de Moraes und Paulo Cesar Pinheiro, die Schöpfer bekannter brasilianischer Lieder waren, die heute zu den Klassikern zählen. Sein größter kompositorischer Beitrag waren die 1966 mit Vinicius de Moraes entstandenen "Os-Afro Sambas".

Der deutsche Jazzautor Joachim Ernst Berendt nahm mehrere Platten mit Baden Powell auf, die in Europa Beachtung fanden. Seine Schallplatte "Tristeza on Guitar" wurde 1966 auch international erfolgreich. 1967 holte ihn Berendt zu den Berliner Jazztagen. Dieser Auftritt bildete den Auftakt einer erfolgreichen Karriere in Europa. 1970 unternahm das "Baden Powell Quartet" eine erste Europa- und Japantournee.

Zahlreiche Schallplattenveröffentlichungen zeigten einen experimentierenden und improvisierenden Musiker, der auch Barock-Modulationen in seine Synthese von Samba und Jazz einzubinden wusste. Es entstanden Aufnahmen von hohem musikalischem Wert, die eine Verschmelzung afro-brasilianischer und europäischer Musikkultur darstellten. Die Zusammenarbeit mit Berendt endete 1971.

Der Einfluss des Jazz blieb, doch die brasilianischen Wurzeln in seiner Musik begannen, seine Platten zu dominieren. Die virtuose Vermischung der Stile macht den Reiz seiner frühen Platten aus. Baden Powell erwarb sich als einer der weltbesten Akustikgitarristen weltweite Anerkennung.

Die ausgedehnten Tourneen und das Nachtleben forderten Mitte der Siebziger von dem sensiblen Gitarristen ihren Tribut. Baden Powell erkrankte durch seinen unkontrollierten Alkoholkonsum ernsthaft und seine künstlerische Schöpferkraft ließ nach. Die öffentlichen Auftritte und Aufnahmen wurden seltener. 1983 zog er mit seiner Frau Silvia und seinen zwei Söhnen nach Baden-Baden und lebte dort für einige Jahre zurückgezogen.

Das familiäre Zusammenleben brachte Ruhe und das Gleichgewicht in sein Leben. Er begann wieder aufzutreten. Mit den Solokonzerten in Europa knüpfte er eine kurze Zeit an frühere Erfolge an. Sein Spiel wurde ruhiger und konzentrierter und in seinem Konzertrepertoire mehrten sich die Kompositionen anderer brasilianischer Künstler, denen er die Anerkennung entgegenbrachte, die ihm persönlich in der Heimat lange Zeit verwehrt wurde.

Nach fünf Jahren Rückzug im Schwarzwald und der Veröffentlichung dreier Schallplatten: Felicidades, Live 1982 und Brani Rari e Inediti kehrte er nach Brasilien zurück und veröffentlichte 1988 das Album Rio das Valsas, das sich durch große gitarristische Atmosphäre, Reife und Dichte auszeichnete. Die Platte wirkt wie eine Liebeserklärung an seine Heimat und an sein Instrument.

Seine musikalische Produktivität nahm wieder zu. Er gab regelmäßig Konzerte und veröffentlichte einige beachtliche Einspielungen. Bis in die letzten Lebensmonate widmete er sich unablässig neuen Projekten. Im Mai 2000 spielte Baden Powell eines seiner letzten Alben ein - "Lembrancas" (Erinnerungen), das Alterswerk eines großen Meisters der brasilianischen Gitarre.

Er widmete sich zudem auch der musikalischen Ausbildung seiner Söhne Philippe Baden Powell de Aquino (Klavier) und Louis Marcel Powell de Aquino (Gitarre), die beide professionell als Musiker in Brasilien und Paris arbeiten und eigene Schallplatten und Kompositionen veröffentlicht haben.

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

166

02.04.2009, 14:03

„Alfred Uhl“:

Alfred Uhl (* 5. Juni 1909 in Wien; † 8. Juni 1992 ebenda) war ein österreichischer Komponist und Dirigent.

Leben:
Uhl studierte als Schüler von Franz Schmidt an der Wiener Musikakademie (heute: Musikuniversität Wien) Komposition, und bekleidete dortselbst zwischen 1943 und 1979 eine Professur für Komposition und Musiktheorie. Mit der Uraufführung des Oratoriums "Gilgamesch" erzielte er 1957 seinen Durchbruch als Komponist. Daneben erwarb er sich große Verdienste als Musikpädagoge und verfasste ein bis heute grundlegendes Übungswerk für Klarinette.

Musikstil:
Anfänglich in der Tradition der Wiener Spätromantik, entfaltete sich bald sein Zug zum Musikantischen. Gemäßigt modern, blieb Uhl Zeit seines Lebens der Tonalität verhaftet und versuchte eine zeitgemäße, doch eingängige Melodik mit differenzierter Rhythmik zu verbinden. Seine Werke verraten einen unverkennbaren Eigenstil, der gerne humoristische Akzente setzt.

Mitgliedschaften und Ehrungen:
* 1970-75 Präsident der AKM (Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger)
* 1959 Großer Österreichischer Staatspreis (gemeinsam mit Theodor Berger)
* 1980 Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst

Werkverzeichnis:
(in Auswahl. Werke, von denen sich Alfred Uhl aus künstlerischen Gründen später distanzierte, wurden nicht aufgenommen)

Vokalmusik:

Bühnenwerke:
1949 Rondeau (Ballett). Tänzerische Variationen nach Themen von Molière
1959 Katzenmusik. Heitere Ballettoper für Groß und Klein in 3 Bildern (Libretto: Karl Friedrich Alys)
1962/65 Der mysteriöse Herr X. Oper in 1 Vorspiel und 3 Akten (Libretto: Theo Lingen)

Werke für Chor und Orchester:
1926/27 Messe in h-Moll für Soli, Chor, Orchester und Orgel
1954/56 (1967/68 revidiert) Gilgamesch. Oratorisches Musikdrama für Soli, Sprecher, gemischten Chor, Knabenchor, großes Orchester und Orgel
1960 (1963 rev.) "Wer einsam ist, der hat es gut". Heitere Kantate für Soli, gemischten Chor und Orchester nach Gedichten von Wilhelm Busch, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz

Werke für Chor und Klavier:
1937 Ein lustiges Spiel für Kinder (Otto Brandt). Hörspiel für KinderChor und Klavier
1963 "Die Zeit" (Morgenstern) für Männerchor und Klavier
1990 Tierischer Ernst (Busch, Brandt, Heinrich Gattermeyer, Morgenstern, Ringelnatz). Eine Folge heiterer Tierlieder für Soli, Chor-Doppelquartett und Klavier

Werke für Chor a cappella:
1960 3 Bagatellen für gem. Chor a cappella
1970 "Bumerang" (Ringelnatz) für Männerchor a cappella
1971 "Tierischer Ernst" (Gattermeyer) für gem. Chor a cappella

Werke für Gesang und Instrumente:
1922 Vergänglichkeit (J. M. Wunderlich). Lied für Altstimme (Mezzosopran) und Klavier
1924 Marienlied (Wunderlich) für Sopran und Kammerensemble
1924 Abendlandschaft (Eichendorff). Lied für Sopran und Klavier
1924 Mittagsruh (Joseph von Eichendorff). Lied für Sopran und Klavier
1924 Die Sperlinge (Eichendorff).Lied für Mezzosopran und Klavier
1925 Bitte (Nikolaus Lenau). Lied für Singst. und Klavier
1925 Frische Fahrt (Eichendorff). Lied für Singst. und Klavier
1925 Gleichheit (Eichendorff). Lied für Sopran und Klavier
1925 Wegweiser (Eichendorff). Lied für Sopran und Klavier
1926 Im Walde (Eichendorff). Lied für Mezzosopran und Klavier
1926 Lieblingsplätzchen (aus "Des Knaben Wunderhorn"). Lied für Singst. und Klavier
1927 Abschied (Eichendorff). Lied für Mezzosopran und Klavier
1928 Buße. Lied für Bariton und Klavier
1929 Herbstweh (Eichendorff). Lied für Mezzosopran und Klavier
1935 Die Schnupftabaksdose (Ringelnatz). Lied mit Klavierbegeleitung
1935 Sehnsucht zurück (Herbert Strutz). Lied mit Klavierbegleitung
1937 Zwischen acht und zehn (N. Böse). Musik zu einem Lustspiel für Singstimme und Klavier
1946 "Mir ist ein schön's braun Maidelein" für Gesang und Streichtrio
1952 Couplet von der Zwölftonmusik. Humoristisches Couplet für 2 Tenöre mit Schrammelquartettbegleitung
1952 "So ruhig geh ich meinen Pfad" (Eichendorff). Lied für Singstimme und Klavier

Instrumentalmusik:

Werke für Orchester:
1929 Präludium für großes Orchester
1936 Kleine Spielmusik für Trompetenchor
1938 Lobgesang der Arbeit. Sinfonische Suite für großes Orchester
1939 "Wiener Walzer" für großes Orchester
1939 "Musik der Arbeit" für kleines Orchester
1942 Fanfare (F-Dur) für Blechbläser
1937 Sinfonischer Marsch für Blechbläser
1944 7 Miniaturen für Kammerorchester
1944/45 4 Capricen von Musikanten, fahrenden Sängern, Gauklern und Komödianten. für Orchester
1945 Sonate für Orchester
1947 Introduktion und Variationen über eine Melodie aus dem 16. Jahrhundert für Streichorchester ("Es geht eine dunkle Wolk' herein ...")
1953 Serenade für 12 Blasinstrumente und Kontrabass
1966 "Concerto a ballo" für Orchester
1977 Sinfonietta für großes Orchester
1978/79 Festfanfare für großen Trompetenchor (früher: "Akademie-Festfanfare")
1980 3 Skizzen für Orchester
1984 Concerto für Kammerorchester

Werke für Soloinstrument und Orchester:
1943 Konzertante Sinfonie für Soloklarinette und Orchester (1987 Fassung für Fagott und Orchester)
1949 (1986 rev.) Concertino für Solovioline und 22 Bläser.
1963 Kleines Konzert für Violine und Orchester

Kammermusik:
1923 Andante für Violine, Violoncello und Orgel (1923 Fassung für Violine, Violoncello und Klavier)
1923 Andante für Violoncello und Orgel
1923 "Stimmungsbild" für Viola und Klavier
1923 Streichtrio
1924 Sarabande für Violine und Klavier
1924 "Widmung" für Violoncello und Klavier
1924 10 Divertimenti für Viola und Violoncello
1926 "Norwegisches Küstenlied" für Violine, Violoncello und Klavier / Orgel
1926/30 Kleine Suite für Violine, Viola und Gitarre
1927 Klavierquartett in h-Moll [nur der 1. Satz vorhanden]
1928 (1981 rev.) Trio für Violine, Viola und Gitarre
1929 "Wiener Weisen" für Violine, Viola und Gitarre
1930 Septett für 3 Violinen, 2 Violen, Violoncello und Klarinette
1931 Sonatine für Violoncello und Klavier
1932 "Kleine Burleske" für Streichquartett
1935 Rondo für 2 Soloviolinen
1937 (1988 rev.) Kleines Konzert für Klarinette, Viola und Klavier (weitere Fassungen: 1972 für Violine, Violoncello und Klavier; 1988 für Klarinette, Altsaxophon und Klavier; 1991/92 Konzert für Fagott und Streichquartett)
1938 Spielmusik für Mandoline und Streichtrio
1939 "5 frohe Weisen für den Wr. Weihnachtsmarkt" für 3 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte und 2 Hörner
1942 Divertimento für 3 Klarinetten und Bassklarinette
1944 "Eine vergnügliche Musik" für 8 Bläser.
1945/46 (1969 rev.) 1. Streichquartett
1953 Improvisation über altdeutsche Volksweisen für Viola d'amore, Bassetthorn und doppelchörige Laute
1961 "Jubiläumsquartett" für 2 Violinen, Viola und Violoncello
1963/64 4 Tanzstücke für Streichquartett, Klarinette, Fagott und Horn
1965 "Humoreske" für Bläserquintett
1969 "Eine vergnügliche Spielmusik" für 3 Violinen und Violoncello
1970 "Allerlei Spielmusik" für Spielmusikgruppen
1982 "Commedia musicale" für Klarinette, Viola und Klavier (1987 Fassung für 2 Klaviere)
1982 3 Stücke für Flöte und Gitarre
1985/86 3 Tanzstücke für Bläseroktett
1986 "Scherzo capriccioso" für Fagott und Klavier (1986 Fassung für Bassklarinette und Klavier; 1989 Fassung für Bläseroktett)

Werke für Soloinstrumente:
1922 "Wiener Weisen" für Klavier
1925 Musik zu einem Lustspiel für Klavier
1927 2. Tanzsuite für Klavier
1937/39 10 kleine Stücke für Gitarre
1938 48 Etüden für Klarinette
1937 Sonate für Gitarre
1969 Neufassung: "Sonata classica" für Gitarre
1970 15 Etüden für Fagott
1971 20 Etüden für Viola (mittelschwer bis schwer)
1972 30 Etüden für Viola (leicht bis mittelschwer)
1974 4 kleine Stücke für Klavier
1974 Kleine Suite für Viola solo (aus "20 Etüden für Viola")
1979 Drosser Musettewalzer für Klavier

Filmmusik:
1932 Gebändigte Zeit (Schweizer Uhrenindustrie)
1932 Der Weg nach dem Süden
1933 Abessinienflug (Mittelholzer)
1933 Alpenflug (Mittelholzer)
1933 Appenzellerland
1933 Im Dienste des Alltags
1933 Mensch im Schnee
1933 Toggenburg
1935 Seldwyla
1935 Symphonie des Wassers
1935 Tessiner Bergbauern
1935 Tessiner Seen
1936 Frauennot - Frauenglück
1936 So lebt China
1939 Aus Rüstkammern deutscher Vergangenheit
1939 Fristlos entlassen
1950 Das gestohlene Jahr
1951 Schwindel im 3/4-Takt
1952 Frühlingsstimmen
1953 Der Verschwender
1957 Hochstätten des Geistes
1958 Stadt meiner Träume (mit Klavierkonzert-Ausschnitt vom Komponisten)

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

167

02.04.2009, 14:04

"Billy Preston":

Billy Preston (* 2. September 1946 in Houston, Texas; † 6. Juni 2006 in Scottsdale, Arizona) war ein US-amerikanischer Soulmusiker und Hammond-Orgel-Spieler.

Er begann mit drei Jahren – auf dem Schoß seiner Mutter sitzend – Klavier zu spielen. Preston arbeitete mit einigen der Größten in der Musikindustrie zusammen: den Beatles, den Rolling Stones , Little Richard, Ray Charles, George Harrison, Eric Clapton, Bob Dylan, Sam Cooke, Sammy Davis Jr., Sly Stone, Aretha Franklin, den Jackson Five, Quincy Jones und den Red Hot Chili Peppers.

Wegen seiner Zusammenarbeit mit den Beatles wurde Preston als der „fünfte Beatle“ bezeichnet.

Als Kind spielte Preston in Los Angeles als Kirchenorganist. 1956 begleitete er Mahalia Jackson in einer Fernsehshow. Im Film St. Louis Blues spielte er den jungen W. C. Handy.

1962 kam er mit Little Richard erstmals nach Europa und trat in Hamburg im Star-Club mit den noch unbekannten Beatles auf. Danach begleitete er u.a. Sam Cooke und Ray Charles.

Neben seiner Tätigkeit als Gastmusiker nahm er seit Mitte der 1960er Jahre immer wieder auch eigene Platten auf, von denen sich einige Singles in den Charts platzieren konnten (u.a. „Will It Go Round in Circles“ (eine US-Nummer-Eins 1973), „Nothing from Nothing“ (eine US-Nummer-Eins 1974), „With You I'm Born Again“ (Duett mit Syreeta aus dem Kinofilm „Die Chance seines Lebens“) (1979)). Zusammen mit Bruce Fischer und Dennis Wilson (Text) schrieb er das elegische „You Are So Beautiful“, das später von Joe Cocker erfolgreich gecovert wurde. Der Titel gehört zu den am häufigsten gecoverten Liedern der Popmusik.

Der Stil seiner Soloprojekte entwickelte sich im Laufe seiner Karriere. Waren es zunächst von Ray Charles und Gospelmusik inspirierte R&B-Instrumentaltitel, so wandelte er sich in den 1970ern zu einem Interpreten tanzbarer schneller Soulmusik. Seine Duette mit Stevie Wonders Ex-Frau Syreeta Wright waren dagegen langsame Balladen.

Die Beatles holten Preston für ihre Alben Let It Be und Abbey Road nach London. Beim letzten Auftritt der Beatles auf dem Dach des Apple-Hauses in der Londoner Savile Row spielte er das E-Piano. Die Zusammenarbeit setzte er mit den einzelnen Beatles (außer Paul McCartney) auf ihren Solopfaden fort und nahm 1971 am Konzert für Bangladesh und 2002 am "Concert for George" in der Royal Albert Hall teil.

Bei den Rolling Stones spielte Preston auf den Alben Sticky Fingers, Exile on Main Street und Goat's Head Soup als Gastmusiker. Außerdem begleitete er sie als Keyboarder auf der Europatournee 1973, wo er mit Stones-Gitarrist Mick Taylor in der Begleitband im Vorprogramm spielte und auch ein Live-Album aufnahm. In den Rolling-Stones-Konzerten rundete Preston die brillanten Darbietungen der Band mit seinen musikalischen Beiträgen kongenial ab (besonders eindrücklich dokumentiert auf den Bootlegs The Stars In The Sky They Never Lie und Brussels Affair). Bei den US-Tournee 1975 und der Europa-Tournee 1976 nahm Preston in der Band einen so prominenten Platz ein, dass seine Hits Nothing from nothing und Outta space im Konzert gespielt wurden. Seine laszive Show gemeinsam mit Mick Jagger sorgte darüber hinaus wegen ihrer homoerotischen Anklänge bei beiden Tourneen für Aufsehen.

Später war Preston - vielleicht auf Grund von Suchtproblemen - nicht mehr bei Projekten der Rolling Stones beteiligt. 2001 spielte er das Clavinet für die Single Just Because von Nikka Costa. Als begleitender Keyboarder und Organist ging er auch mit Eric Clapton regelmäßig auf Tour, so noch zuletzt 2004 bei Claptons Europatournee, die ihn auch nach Deutschland führte. Außerdem arbeitete er mit so unterschiedlichen Künstlern wie Aretha Franklin, Sly & the Family Stone oder Bob Dylan zusammen und war auch an der letzten CD von Ray Charles ("Genius Loves Company" aus dem Jahre 2004) beteiligt.

Der unverwechselbare Stil seines Hammond-Orgel-Spiels, der sich durch virtuose Glissandi und einfühlsame Melodieführung auswies, machte ihn zu einem der begehrtesten Session-Musiker und wurde in besonderer Weise 1996 von Joe Cocker mit dem gemeinsamen Album Organic gewürdigt.

1992 war Preston wegen Drogenbesitzes verurteilt worden und hatte eine Entziehungskur hinter sich gebracht. Seine Gesundheit war durch jahrelangen Missbrauch von Drogen und Alkohol angegriffen, seine Nieren nicht voll funktionsfähig. Daran änderte auch eine Transplantation Anfang der 2000er Jahre nichts. 1997 war er wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Am 21. November 2005 fiel er in Folge hohen Blutdrucks und Komplikationen wie Nierenversagen ins Koma, aus dem er nicht mehr erwachte. Er starb am 6. Juni 2006. Als eine seiner letzten Arbeiten ist er auf dem Red Hot Chili Peppers Album Stadium Arcadium bei dem Song Warlocks zu hören, den er in kritischem Gesundheitszustand aufgenommen hat. Eric Clapton, auf dessen Album The Road to Escondido Preston als letztes mitwirkte, widmete am 6. Juni 2006 bei einem Konzert in Leipzig mit den Worten „This one is for Billy“ seinen Song „Back Home“ dem verstorbenen Billy Preston.

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

168

02.04.2009, 14:05

„Lawrence Welk“:

Lawrence Welk (* 11. März 1903 in Strasburg in North Dakota; † 17. Mai 1992 in Santa Monica) war ein US-amerikanischer Big Band Leader, der in den USA durch seine TV-Show bekannt war.

Welk wurde als Sohn eines Farmers mit deutschstämmigen (elsässischen) Wurzeln in North Dakota geboren. Zu Hause wurde deutsch gesprochen, englisch lernte er erst mit 21 Jahren, als er die Farm verließ um in Tanzbands zu spielen. Bald hatte er seine eigene Band, die im Bereich North und South Dakota spielte. Nebenbei belegte er Musikunterricht an der McPhail School of Music in Minneapolis. Sie spielten „Sweet Music“ und Tanzmusik (in den frühen 1920ern auch gelegentlich mehr Dixieland-Jazz orientierte Musik). Der Ausdruck „Champagne Music“ blieb nach einem Auftritt in Pittsburgh an seiner Band haften (in seinen späteren Shows durch Seifenblasen visualisiert). In den 1940er Jahren spielten sie regelmäßig sehr erfolgreich im Aragon Ballroom in Chicago sowie regelmäßig im Roosevelt Hotel in New York City. Die Band hatte auch eine eigene Radio Show und produzierte häufig „Soundies“ (eine Art Music-Video Vorläufer), bevor sich Welk mit seiner Band in Los Angeles niederließ, wo er ab 1951 vom Aragon Ballroom in Venice Beach die „Lawrence Welk“ Show über KTLA-Radio produzierte. 1956 bis 1971 hatte er eine eigene Show im Fernsehen bei ABC. Seine Show lief aber auf vielen Sendern weiter bis 1982. Seinen größten Erfolg hatte er 1961 mit der Instrumentalversion des deutschen Hits Kalkutta liegt am Ganges, geschrieben von Hans Bradtke und Heino Gaze, die es unter dem Titel Calcutta sogar bis auf Platz 1 der Pop-Charts brachte. Mit dem Album Calcutta stieg er ebenfalls bis an die Spitze der Hitparade. Insgesamt hatte Lawrence Welk zwischen 1956 und 1973 42 Alben in den Charts, davon 10 unter den Top 10, und mehrere Single-Hits.

Da er ein guter Geschäftsmann war (Musikverlage, Immobilien), galt Welk nach Bob Hope als wohlhabendster Entertainer in Hollywood.

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

169

02.04.2009, 14:06

„Hans Vogt“:

Hans Vogt (* 14. Mai 1911 in Danzig; † 19. Mai 1992 in Metterich, Eifel) war ein deutscher Komponist.

Vogt studierte von 1929 bis 1934 an der Akademie der Künste in Berlin bei Georg Schumann. Er war dann Kapellmeister in Bielefeld und Detmold und von 1938 bis 1944 Musikdirektor in Stralsund. Seit 1951 leitete er eine Kompositionsklasse an der Musikhochschule Mannheim-Heidelberg.

Er komponierte zwei Opern ("Die Stadt hinter dem Strom" nach dem Roman von Hermann Kasack und "Athenerkomödie" von Christopher Middleton nach einem Fragment von Menander), eine Sinfonie, zwei Orchesterkonzerte, zwei Klavierkonzerte, je ein Konzert für Violine und Violoncello sowie ein Konzert für Bratsche und Kammerorchester, kammermusikalische Werke, ein Oratorium, eine Passionsmusik, eine Kantate, ein Magnificat, ein Requiem, Chormusik und Lieder.

Werke:

Bühnenwerke:
* Die Stadt hinter dem Strom. Oratorische Oper in 3 Akten. Text von Hermann Kasack nach seinem gleichnamigen Roman. Bärenreiter/Alkor, 1953-54.
* Athenerkomödie (The Metropolitans). Oper giocosa in einem Akt. Text nach einem Fragment des Menander von Christopher Middleton. Deutsch von Erich Fried und Hans Vogt. Bärenreiter/Alkor, 1962; Neufassung 1987.

Orchesterwerke und Solokonzerte mit Orchester:
* Konzert für mehrchöriges Orchester. Bärenreiter/Alkor, 1950.
* Rhythmische Suite für Streichorchester Bärenreiter/Alkor, 1952.
* Konzert für Klavier und Orchester. Bärenreiter/Alkor, 1955.
* Konzert für Orchester. Bärenreiter/Alkor, 1960.
* Monologe - 4 Stücke für Orchester. Bärenreiter/Alkor, 1964.
* Konzertante Divertimenti für Klavier und Orchester Bärenreiter/Alkor, 1968/1982.
* Azioni Sinfoniche - Sette pezzi in due parte per orchestra. Bote & Bock, 1971.
* Strophen, orchestral und vokal über eine Ode des Horaz, deren Vertonung durch Petrus Tritonius (1507) und ihre Nachdichtung von Eduard Mörike für Orchester und Bariton solo. Bärenreiter/Alkor, 1975.
* Konzert für Violine und Orchester. Bote & Bock, 1981.
* Konzert für Violoncello und Orchester. Bote & Bock, 1981.
* Sinfonie in einem Satz - Dona nobis pacem für Orchester. Bote & Bock, 1984.
* Serenade & Tarantella für konzertierende Bratsche und Kammerensemble Bote & Bock, 1986.
* Tim Finnigan's Wake - Divertimento über ein irisches Lied für (Amateur-)Streichorchester und konzertierende Oboe. Bote & Bock, 1987.
* Gestalten-Szenen-Schatten - Zyklus für Streichorchester. Bärenreiter/Alkor, 1988.
* Apreslude - Musik für großes Orchester (Mezzosopr, ad lib.) in 3 Sätzen nach einem Gedicht von Gottfried Benn. Bote & Bock, 1988.
* ...bunte Zonen und glühhelle Pole... - Musik für Orchester. Bote & Bock, 1992.
* Fantasia super "Sollt ich meinem Gott nicht singen? für Orgel, 3 Trompeten und 4 Posaunen. Bärenreiter, o.A.

Vokalwerke:

Weltliche Vokalwerke:
* Masken - lyrische Suite nach Gedichten von Hermann Kasack für Sopran solo, Streichorchester und Schlagzeug. Bärenreiter/Alkor, 1956.
* Vier englische Lieder nach Gedichten von Christopher Fry, W. H. Auden, T. S. Eliot und Gerard M. Hopkins für Sopran solo und Kammerensemble. Mannheimer Musik Verlag, 1957.
* Fabeln des Äsop - Texte nach einer anonymen deutschen Ausgabe des 18. Jahrhunderts. Für gem. Chor, Klarinette, Bass und Schlagzeug. 1959.
* Poems from Herman Moon's London Hour Book nach Gedichten von Christopher Middleton - Zyklus für Vokalquartett und Klavier. 1960.
* Sine Nomine - für Tenor solo, gem. Chor und Orchester nach Gedichten von Gertrud Kolmar und Hermann Kasack. Bärenreiter/Alkor, 1964.
* Drei Madrigale nach Gedichten von W. H. Auden, für gemischten Chor a cappella. Bärenreiter, 1973.
* Strophen, orchestral und vokal über eine Ode des Horaz, deren Vertonung durch Petrus Tritonius (1507) und ihre Nachdichtung von Eduard Mörike für Orchester und Bariton solo. Bärenreiter/Alkor, 1975.
* Drei deutsche Madrigale für gemischten Chor und Schlagzeug. Bärenreiter, 1983-89.
* Apreslude - Musik für großes Orchester (Mezzosopr. ad lib.) in 3 Sätzen nach einem Gedicht von Gottfried Benn. Bote & Bock, 1988.

Geistliche Vokalwerke:
* De profundis clamavi ad te, Domine, Psalm 129 für gemischten Chor a capella. Bärenreiter, 1951.
* Historie der Verkündung - Kammeroratorium für 3 Solo-Frauenstimmen, gem. Chor und 13 Soloinstrumente. Bärenreiter, 1955.
* Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich - Passionsmusik für Tenor solo, gem. Chor und Schlagzeug. Bärenreiter, 1963.
* Magnificat für Sopran solo, gem. Chor und Orchester. Bärenreiter/Alkor, 1966.
* Requiem für Sopran- und Bass-Solo, gemischten Chor und Schlagzeug. Breitkopf & Härtel, 1969.
* Canticum Simeonis für gemischten Chor und Flöte. Bärenreiter, 1976.
* Historie vom Propheten Jona - Kammeroratorium nach dem alten Testament und Texten von Hilde Domin für gem. Chor, Alt- und Tenor-Solo und 6 Instrumente. Bärenreiter, 1979.
* Drei geistliche Gesänge nach barocken Dichtungen für Bariton und Orgel. Bärenreiter, 1981/83.

Kammermusik:

Kammermusik ohne Klavier oder Cembalo:
* Trio für Flöte, Viola und Harfe. 1951, Neufassung 1989.
* Streichquartett I. Bote & Bock, 1960.
* Streichquintett. Bote & Bock, 1967.
* Streichtrio. Bote & Bock, 1969/70.
* Giuoco degli flauti für 5 Flöten und Schlagzeug, 1974.
* Streichquartett II. Bote & Bock, 1975.
* Antiphonen für Oboeninstrumente und Orgel. Bote & Bock, 1976.
* Sonatina per Violino e Contrabasso. Bote & Bock, 1976.
* Streichquartett III. Bote & Bock, 1977.
* Movimenti - Duo für Violine und Viloncello. Bote & Bock, 1985.
* Rondo sereno (1980), Fassung für Violine und Viola. Bote & Bock, 1987.
* Oktett für Streicher. 1988.
* Sonata per quattro archi. Bote & Bock, 1989.
* Ballata notturna - Streichsextett. Bote & Bock, 1990.
* Rondo sereno für Violoncello und Contrabaß. Bote & Bock, 1990.
* Fantasie über das Magnificat für Violine solo. Bote & Bock, 1990.
* Streichquartett IV. Bote & Bock, 1984, Neufassung 1991.
* La Danza - Studie für Contrabaß solo. Bote & Bock, 1991.
* Sonate für Bratsche und Harfe. Bote & Bock, 1992.
* Preludio, Presto e Pezzo variato für Violoncello solo. Bote & Bock, ohne Zeitangabe.

Kammermusik mit Klavier oder Cembalo:
* Sonata alla toccata für Klavier. Bote & Bock, 1957/1971.
* Quintett für Flöte, Oboe Violine, Fagott und Cembalo. Mannheimer Musik Verlag, 1958.
* Sonate für Flöte und Klavier. 1958.
* Sonate für Klavier vierhändig. Bärenreiter/Alkor, 1959.
* Konzertante Sonate für 17 Soloinstrumente. Bärenreiter/Alkor, 1959.
* Dialoge für Klavier, Violine und Violoncello. Bote & Bock, 1960.
* Musik für zwei Klaviere. Bote & Bock, 1967.
* Elemente zu einer Sonate für Violoncello und Klavier. Bote & Bock, 1973.
* Sonata lirica für Violine und Klavier. Bote & Bock, 1983.
* Vier Versuche für Tasteninstrumente. Bärenreiter, 1985.
* Tim Finnigan's Wake - für Oboe und Klavier. Bote & Bock, 1987.

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

170

02.04.2009, 14:06

„Miles Davis“: (Teil 1)

Miles Dewey Davis III. (* 26. Mai 1926 in Alton, Illinois; † 28. September 1991 in Santa Monica, Kalifornien) war ein afroamerikanischer Trompeter, Komponist und Bandleader.

Davis gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Jazz-Geschichte. Er war und ist bekannt für seine Improvisationen mit wenigen und lang anhaltenden Tönen. So schaffte er einen großen Kontrast zu den Musikern seiner Zeit, besonders im Bebop. Alles in allem legte Davis konzeptionell immer wieder neue Grundsteine, indem er nie konservativ auf einem Jazz-Stil beharrte, sondern immer mit der Zeit ging und mit jungen Musikern experimentierte. Zahllose Jazz-Größen haben ihren Durchbruch der Zusammenarbeit mit Davis zu verdanken.

Leben:

Jugend (1926–1944):
Miles Davis stammte aus einem vermögenden Elternhaus. Sein Vater verdiente als Zahnarzt verhältnismäßig gut. Außerdem besaß die Familie eine Farm. Dort lernte Miles Davis auch reiten.

Bereits 1927 zog er mit seinen Eltern nach East St. Louis in ein Viertel ohne Rassentrennung um, wo er seine gesamte Kindheit verbrachte. Mit neun Jahren bekam er von einem Freund seines Vaters seine erste Trompete geschenkt, aber erst als er mit 13 ein neues Instrument und Unterricht bekam, machte er wirklich Fortschritte.

Während seiner High-School-Zeit freundete sich Davis mit Clark Terry an. Das „coole“ Auftreten und der Trompetenstil des sechs Jahre älteren Mannes hatten großen Einfluss auf Miles Davis. Mit 16 trat er in die Musikergewerkschaft ein und mit 17 spielte er ein Jahr lang bei Eddie Randles Blue Devils. Während dieser Zeit bekam er das Angebot, mit der Tiny Bradshaw Band auf Tour zu gehen, aber seine Mutter bestand darauf, dass er die High School beendete.

Ebenfalls 1944 bekam seine Freundin Irene Birth eine Tochter. Da Irene aber auch noch andere Liebschaften hatte, wusste Miles Davis nicht sicher, ob Cheryl sein Kind war. Er übernahm aber die finanzielle Verantwortung für sie.

Bebop und Cool Jazz (1944–1955):
Im selben Jahr noch (1944) zog Davis nach New York City unter dem Vorwand, die Juilliard School of Music zu besuchen. Tatsächlich aber machte er sich sofort auf die Suche nach Dizzy Gillespie und Charlie Parker. Bereits nach wenigen Semestern brach er das Studium ab, da die dortige Ausbildung zu eingeschränkt, klassisch und für Davis' Geschmack zu „weiß“ war. Dazu Miles Davis selbst in seiner Autobiographie:

"Ich erinnere mich noch an einen Kurs in Musikgeschichte. Die Lehrerin war eine Weiße. Sie stand vor der Klasse und erklärte, dass die Schwarzen den Blues spielen, weil sie arm sind und Baumwolle pflücken müssen. Deshalb seien sie traurig und daher käme der Blues, von ihrer Traurigkeit. Meine Hand schoss hoch wie der Blitz, ich stand auf und sagte: "Ich komme aus East St. Louis und habe einen reichen Vater, er ist Zahnarzt. Ich spiel aber auch den Blues. Mein Vater hat in seinem ganzen Leben keine Baumwolle gepflückt und ich bin heute früh kein bisschen traurig aufgewacht und hab dann einen Blues gespielt. Da steckt schon ein bisschen mehr dahinter." Die Tante wurde richtig grün im Gesicht und sagte kein Wort mehr. Mann, was die uns erzählt hat, kam aus einem Buch, das muss einer geschrieben haben, der keine Ahnung von dem hatte, worüber er sich ausließ."

Sein Vater hatte Verständnis für seinen Sohn. So sprach er (ebenfalls in Miles' Autobiographie zu lesen): "Miles, hörst Du den Vogel da draußen? Das ist 'ne Spottdrossel. Sie hat keine eigene Stimme, sie macht nur die Stimmen der anderen nach und das willst du nicht. Wenn du dein eigener Herr sein willst, musst du deine eigene Stimme finden. Darum geht's. Sei also nur du selbst."

Gleichzeitig warf er aber Parker und Lester Young vor, sich zu wenig mit dieser Musik auseinanderzusetzen. Davis ging öfter in die öffentliche Bibliothek, um sich die Partituren von Igor Fjodorowitsch Strawinski, Alban Berg, Sergei Sergejewitsch Prokofjew und anderen auszuleihen. Mittlerweile war er Mitglied in Charlie Parkers Quintett. 1945 machte er seine ersten Plattenaufnahmen zusammen mit Charlie Parker. Davis’ Trompetenstil war bereits ausgeprägt, doch es mangelte ihm an Selbstvertrauen und an der technischen Virtuosität seiner Vorbilder.

1946 ging Davis für einige Zeit mit Charlie Parker und Dizzy Gillespie nach Los Angeles, um den Bebop auch an der Westküste bekannt zu machen. Im selben Jahr brachte Irene ihr zweites Kind Gregory auf die Welt. Als Charlie Parkers Heroinabhängigkeit immer mehr zum Problem wurde, begann Miles Davis sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren und arbeitete mit Gerry Mulligan, Gil Evans und anderen auf die Gründung eines Nonetts hin. Dies war gleichzeitig der Beginn einer 20-jährigen Zusammenarbeit mit Gil Evans. Um den gewünschten Sound zu erreichen, wurden für den Jazz so ungewöhnliche Instrumente wie die Tuba und das Horn eingesetzt. Im September 1948 trat diese Gruppe dann zum ersten Mal auf. Bereits ein Jahr später löste sich das Nonett wieder auf, hatte aber vorher zwölf Aufnahmen für Capitol Records gemacht, die als 78er-Schallplatten nicht allzu erfolgreich verkauft wurden. Die Aufnahmen wurden erst 1957 richtig berühmt, als sie gesammelt unter dem Titel Birth Of The Cool veröffentlicht wurden. Der Einfluss war aber schon vorher in der Jazzszene zu spüren, da sie zur Ausbildung des „Cool Jazz“ beitrugen, der von Chet Baker, Stan Getz und Shorty Rogers aufgenommen wurde und bald tonangebend wurde.

In New York war Davis ständig in Kontakt mit Drogen. Als er 1950 vom Pariser Jazzfestival zurückkehrte, wo er sich unglücklich in Juliette Gréco verliebt hatte, und sich dann in den USA wieder den Rassismusproblemen ausgesetzt sah, während er in Paris wie ein Star behandelt worden war, wurde Davis immer mehr drogenabhängig. Er teilte diese Abhängigkeit mit vielen seiner Kollegen, so zum Beispiel Chet Baker, Billie Holiday, Sonny Rollins, Stan Getz. Für die nächsten Jahre spielte Davis zwar viele Sessions, zumeist jedoch uninspiriert. Aufgrund seiner Sucht und des damit verbundenen Imageschadens konnte er nur für kleine Labels wie Prestige oder Blue Note Aufnahmen machen. Er schaffte es auch nicht, eine feste Gruppe zusammenzuhalten. Um sich von den Drogen zu befreien zog er 1954 nach East St. Louis und wurde dort mit Unterstützung seines Vaters seine Abhängigkeit los. Um nicht ständig in Kontakt mit den New Yorker Drogenszene zu kommen, ging er vorerst nach Detroit, wo er auch musikalisch wieder zu Kräften kam.

Im März 1954 kam er dann wieder nach New York. Dort entdeckte er bald darauf den Harmon-Dämpfer aus Metall, den er mit entferntem Stiel spielte. Dieser Dämpfer prägte fortan den Sound vieler seiner Stücke und er sollte ihn Zeit seines Lebens verwenden. Im Laufe des nächsten Jahres machte er mehrere wichtige Aufnahmen für das Prestige-Label. Aufgrund der Weiterentwicklung der Tontechnik zur Langspielplatte war es mittlerweile möglich Jazzstücke aufzunehmen, die länger als 3 Minuten waren. Davis hatte jetzt die Möglichkeit, sein Können bei längeren Soli unter Beweis zu stellen. So zum Beispiel beim über 13 Minuten langen Walkin’, das für die Jazzmusiker der Zeit ein wegweisendes Stück war, von den Kritikern aber noch nicht in entsprechendem Maße anerkannt wurde.

Sein großes Comeback hatte Miles Davis im Juli 1955, als er unangekündigt beim Newport Jazz Festival für drei Stücke auf die Bühne kam und zu Monks 'Round Midnight ein legendäres Solo spielte. Dieser Auftritt führte dazu, dass George Avakian ihn bei Columbia unter Vertrag nahm, obwohl er gleichzeitig noch einen Vertrag bei Prestige zu erfüllen hatte. Die Erlaubnis dafür erreichte er bei Prestige, indem er sie überzeugte, dass Prestige bei den noch ausstehenden Aufnahmen von der Werbung der wesentlich größeren Plattenfirma Columbia profitieren würde.
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

171

02.04.2009, 14:07

„Miles Davis“: (Teil 2)

Das erste Quintett und Sextett (1955–1958 ):
1955 gründete Davis dann sein berühmtes Miles Davis Quintett. Die Band bestand aus John Coltrane (Tenorsaxophon), Red Garland (Klavier), Paul Chambers (Bass) und Philly Joe Jones (Schlagzeug). Das Quintett wurde schnell berühmt. Um den Vertrag bei Prestige zu erfüllen, nahm die Band an nur zwei Tagen insgesamt vier Alben auf (Workin’, Cookin’, Steamin’ und Relaxin’). Dass die Qualität der Alben unter dieser Fließbandarbeit praktisch nicht gelitten hatte zeigt wie gut das Quintett damals funktionierte. Für Columbia nehmen sie fast zur selben Zeit das Album ’Round About Midnight auf, auf dem die Gruppe noch fokussierter und sorgfältiger zu Werke geht. Zu dieser Zeit wurde Miles Davis zu einem echten Star in der Jazzszene. Seine distanzierte und coole Haltung – er drehte dem Publikum bei Auftritten des öfteren den Rücken zu und verließ bei den Soli seiner Kollegen die Bühne – waren der Inbegriff dessen was zu der Zeit hip und cool war. Sein selbstbewusstes Auftreten in der Öffentlichkeit war vielen Schwarzen damals ein Vorbild.

1957 nimmt Davis gemeinsam mit dem Arrangeur Gil Evans, mit dem er bereits auf Birth Of The Cool zusammengearbeitet hatte, das Album Miles Ahead auf, das aufwändig orchestriert ist und ihm wenig improvisatorischen Spielraum lässt. Trotzdem ist er sehr zufrieden mit seiner Arbeit. Ausnahmsweise spielt er fast alle Aufnahmen mit dem Flügelhorn ein. Das Album wird ein kommerzieller Erfolg. Aufgrund ihrer Drogenexzesse ersetzte Davis Coltrane und Jones durch Sonny Rollins und Arthur Taylor. Doch er ist mit dem Sound des neuen Quintetts nicht hundertprozentig zufrieden und engagiert Cannonball Adderley. Mittlerweile haben Rollins und Red Garland das Quintett verlassen. Neuer Pianist wurde Tommy Flanagan. Als John Coltrane seine Drogensucht überwunden hatte, wollte Davis ihn zurückholen. Vorher ging er aber nach Paris, um dort mit Kenny Clarkes Quartet zu spielen. Als er Louis Malle vorgestellt wurde, ließ er sich überreden, die Musik für den Film Ascenseur pour l’échafaud (Fahrstuhl zum Schafott) zu schreiben und aufzunehmen. In nur einer Nacht entstanden die Aufnahmen, die Davis mit einer ganz neuen Arbeitsweise im Studio vertraut machten. Statt großer Planung wurde auf kurze Anweisungen und Spontaneität gesetzt. Eine Technik, die auch bei so legendären Alben wie Kind of Blue oder Bitches Brew Anwendung finden sollte.

Zurück in New York gelang es Davis, sein Traumsextett zusammenzustellen, indem er Coltrane und Garland zurück holte. Nach einigen Auftritten spielte die Gruppe das Album Milestones ein, das durch Adderleys Beitrag neben dem Bebop auch etwas bluesigere Stücke hatte. Außerdem wird der neu aufkommende modale Jazz weiterentwickelt. Miles Davis spielte bei der Entwicklung dieser Stilrichtung wieder eine wegweisende Rolle. Bei den Aufnahmen dazu kam es zu einem Streit zwischen Garland und Davis, so dass letzterer bei dem Stück Sid’s Ahead selbst Klavier spielte. Etwa zu der Zeit, als Bill Evans an Garlands Stelle trat, verließ Philly Joe Jones endgültig die Band. Da Jones das Sextett kurz vor einem Auftritt in Boston verließ, musste sein Ersatz Jimmy Cobb aus New York nachreisen und baute sein Instrument auf, während die Band schon spielte: er begann sein Engagement beim Miles Davis Sextett mitten in ’Round Midnight.

Ende Mai stand mit den beiden Neuzugängen eine zuverlässige und musikalisch geschliffenere Version des Sextetts, die in dieser Form sieben Monate bestehen sollte und sich dann für Kind of Blue nochmals im Studio versammelte. Als Bill Evans die Gruppe verließ, weil ihn das ständige Touren auslaugte, wurde kurzzeitig Red Garland zurückgeholt, um ihn dann, als er wieder einmal zu spät zu einem Auftritt kam, durch Wynton Kelly zu ersetzen.

Kind of Blue (1959–1964):
Damit stand die Formation, mit der Miles Davis im Frühjahr 1959 ins Studio ging und sein legendäres Album Kind of Blue aufnahm. Bill Evans kehrte dafür noch einmal zurück und überließ Wynton Kelly nur für das Stück Freddie Freeloader das Klavier. In zwei Sessions am 2. März und 22. April entstand ein Album, das beispielhaft für den modalen Jazz ist und nach Aussage von Columbia Records und der RIAA das meistverkaufte Jazzalbum überhaupt ist. Über 6 Millionen Einheiten sollen davon bisher abgesetzt worden sein.

Doch die großen innovativen Kräfte, die für die Klasse dieses Albums verantwortlich waren, sorgten auch dafür, dass das Sextett nicht allzu lange Bestand hatte. John Coltrane konnte noch zu einer letzten Europatournee im Frühjahr 1960 überredet werden, bevor er ausstieg um seine eigene Band zu gründen. Cannonball Adderley hatte die Gruppe schon im Herbst 1959 verlassen und Davis probierte verschiedene Ersatzmänner für die beiden Saxophonspieler aus, unter anderem Sonny Stitt und Hank Mobley.

Am 21. Dezember 1960 heiratete Miles Davis seine Freundin Frances Taylor. Im April des folgenden Jahres nahm er im Blackhawk in San Francisco zum ersten Mal explizit für eine LP-Veröffentlichung ein Konzert auf. 1961 wurde bei ihm dann die Sichelzellenanämie diagnostiziert. Während es ihm mittlerweile finanziell gut geht und er ein fünfgeschossiges Haus in der Upper West Side von Manhattan bezieht, tritt er musikalisch zu dieser Zeit etwas auf der Stelle.

1963 verließ die Rhythmusgruppe aus Kelly, Chambers und Cobb die Band. Davis formte schnell eine neue Band zusammen mit George Coleman am Saxophon und Ron Carter am Bass. Später stießen noch Schlagzeuger Tony Williams und Pianist Herbie Hancock zu der Gruppe, die 1963 das Album Seven Steps to Heaven aufnahm. Davis war von Anfang an von dieser Formation begeistert. Das Repertoire bestand hauptsächlich aus Bebop und Standards, die man schon von Davis’ früheren Bands kannte, die jetzt aber mit mehr rhythmischer und struktureller Freiheit gespielt wurden.

Ende Februar 1964 starb Davis’ Mutter. Um die Gelenkschmerzen zu lindern, die durch die Sichelzellenanämie entstehen, trank Davis viel Alkohol und nahm Kokain, was auch seine Ehe in schwere Mitleidenschaft zog. Im selben Jahr verließ Coleman das Quintett und der Avantgarde-Saxophonist Sam Rivers übernahm für kurze Zeit. Da Rivers sich aber Richtung Free Jazz orientierte, ein Stil, den Davis ablehnte, suchte er weiter nach einem Saxophonisten. Im Sommer 1964 brachte er Wayne Shorter dazu, Art Blakeys Jazz Messengers zu verlassen und zu ihm zu stoßen. Shorter machte dies nur widerstrebend, da er bei Art Blakey der musikalische Leiter geworden war.

Das zweite Quintett (1965–1968 ):
Mit Tony Williams (Schlagzeug), Herbie Hancock (Piano), Ron Carter (Bass), Miles Davis und dem neu hinzugestoßenen Wayne Shorter stand das zweite große Quintett Miles Davis’, das auch seine letzte akustische Gruppe sein sollte. Diese Besetzung gilt heute als eine der hochkarätigsten der gesamten Jazzgeschichte überhaupt und ist unter Jazzliebhabern auch schlicht als Das zweite Miles Davis Quintett geläufig, ohne dass die Nennung der einzelnen Musiker noch erforderlich ist. Zahlreiche Kompositionen dieser Periode stammten aus der Feder von Wayne Shorter, der - wie auch Herbie Hancock - parallel zu seiner Arbeit bei Miles Davis auch einige bedeutende Platten unter eigenem Namen einspielte. Die von dieser Gruppe eingespielten Aufnahmen gelten aufgrund des hohen Niveaus der improvisatorischen Interaktion als Klassiker. Sie sind ein Musterbeispiel für gelungene Inside-Outside-Improvisation, die das Quintett perfekt beherrschte.

1965 nahm die Formation das Album E.S.P. auf, das neue Kompositionen und ein neues Spielkonzept vorstellte. Im selben Jahr wurde Davis nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung von seiner Frau Frances verlassen. Im April dann muss Davis an der Hüfte operiert werden. Da die Operation fehlschlug, wurde eine weitere im August notwendig, sodass er erst im November wieder auftreten konnte. Kurz vor Weihnachten entstanden bei einem Gastspiel im Chicagoer Plugged Nickel Mitschnitte, die zeigen, wie gut die offene Interaktion der Band mittlerweile funktionierte.

Doch schon im Januar 1966 erkrankte Davis an einer Leberentzündung und musste erneut drei Monate lang aussetzen.
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

172

02.04.2009, 14:08

„Miles Davis“: (Teil 3)

In die folgenden Jahren entstand eine Serie weiterer Schallplatten: Miles Smiles (1966), Sorcerer (1967), Neferiti (1967), Miles in The Sky (1968 ) und Filles de Kilimanjaro (1969). Doch die Verkaufszahlen der Alben sanken rapide, was sicher nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass die Musik des Quintetts rhythmisch und harmonisch ausgesprochen komplex war, und vom breiten Publikum nicht ohne weiteres nachvollzogen werden konnte. Miles Davis erweist sich in der Titelnummer von Nefertiti (1967) jedoch wieder einmal als Neuerer: in dem Stück (für das allerdings Shorter als Komponist ausgewiesen wird) übernimmt die Rhythmusgruppe die improvisatorische Ausgestaltung, während die Bläser in einer Art Ostinato verharren: ein Rollentausch, der als neu im Jazz galt. 1967 stieß Tenorsaxophonist Joe Henderson für einige Zeit zur Band, ohne dass aber Aufnahmen mit ihm entstanden. Im Laufe des Jahres begann die Band mit der ungewöhnlichen Praxis, ihre Livekonzerte in durchgehenden Sets zu spielen, wobei ein Stück nahtlos in das nächste überging. Davis’ Bands sollten diese Technik bis zu seinem vorläufigen Rückzug von der Musik 1975 beibehalten. Ende 1967 begann Davis im Studio mit dem Fender-Rhodes-Piano zu experimentieren. Bereits in den 40ern hatte er Klavierspielen gelernt. Außerdem holte er sich zur Erweiterung seines Quintetts Gitarren ins Studio (unter anderem George Benson). Die meisten Stücke schrieb zu dieser Zeit Wayne Shorter. Auf den Alben Miles Smiles und Filles de Kilimanjaro tauchen zum ersten mal elektrische Instrumente auf und weisen den Weg zu Davis’ Fusion-Phase. 1968 verließen Herbie Hancock und Carter das Quintett und wurden durch Dave Holland (Bass) und Chick Corea (Piano) ersetzt. Auf dem Album Filles de Kilimanjaro sind sowohl die neue als auch die alte Besetzung zu hören. Am 30. September heiratete Davis die 23-jährige Sängerin Betty Mabry, deren Gesicht auch auf dem Cover von Filles de Kilimanjaro zu sehen ist.

Fusion (1969–1975):
Im Februar 1969 nahm Miles Davis das Album In a Silent Way auf. Die Platte wird als erstes echtes Fusionalbum bezeichnet, da es eine Fusion aus Jazz und Rock darstellt. Seine Ehefrau Betty Mabry, die mit Jimi Hendrix befreundet war, wird als großer Einfluss auf Davis’ damalige musikalische Entwicklung gesehen (der Nachfolger Bitches Brew wurde bezeichnenderweise wenige Tage nach dem Woodstock-Festival aufgenommen). Neben seinem Quintett holte Davis für die Aufnahmesession den jungen englischen Gitarristen John McLaughlin ins Studio. Außerdem kam Herbie Hancock zurück, und Joe Zawinul komplettierte die Formation, die damit zusammen mit Chick Corea immerhin drei Keyboarder beinhaltete.

Das neue an dem Album ist die große musikalische Freiheit, die den Musikern zugestanden wird. Ein echtes Songkonzept ist kaum mehr zu erkennen. Außerdem werden die langen Improvisationen von Davis und dem Produzenten Teo Macero intensiv nachbearbeitet. Die Tracks, die schließlich auf dem veröffentlichten Album landen, sind Zusammenschnitte aus verschiedenen Sessions und der Einfluss des Produzenten auf das fertige Produkt ist so groß wie noch nie zuvor bei Miles Davis. Tatsächlich blieb Teo Macero, mit dem Davis seit Sketches of Spain regelmäßig gearbeitet hatte, für die nächste Zeit ein wichtiger Partner für seine Arbeit. Das Album besteht letztendlich nur aus zwei Stücken, die jeweils eine komplette Schallplattenseite füllen. Nach diesen Aufnahmen verließ Tony Williams die Band, um seine Gruppe Lifetime zu gründen. Er wurde durch Jack DeJohnette ersetzt.

Im August ging Davis dann ins Studio, um Bitches Brew (veröffentlicht 1970) aufzunehmen. Das Album gilt als einer der größten Meilensteine in seinem Schaffen. Die Besetzung von In a Silent Way wird noch durch weitere Musiker, zum Beispiel Bennie Maupin erweitert. Das Prinzip von In a Silent Way wurde noch weiter geführt, und es entstand eine völlig neue Interpretation von Jazz.

Im Gegensatz zum bisherigen Jazz bestand die Band nicht einfach aus den üblichen Bläsern, akustischem Klavier und Bass sowie einem Schlagzeug: zum ersten Mal dominierten elektrische Instrumente. Davis begann zu dieser Zeit, den Sound seiner Trompete zu verstärken und durch Effektgeräte wie etwa das Wah-Wah-Pedal zu beeinflussen. Auch spielten bis zu drei Schlagzeuger und zwei Bassisten gleichzeitig. Der Rhythmus wurde auch nicht mehr vom Swing dominiert, sondern von Elementen des Funk und ähnlichen Rockmusikrichtungen. Die Postproduktion, zum Beispiel durch Loops, wurde viel wichtiger als bei traditionellen Jazzaufnahmen und war echter Bestandteil des kreativen Prozesses. Das Stück Pharaoh’s Dance beispielsweise besteht aus 19 Schnitten.

Beide Alben, besonders Bitches Brew, waren auch kommerziell ein großer Erfolg für Miles Davis. Für Bitches Brew bekommt er in den USA zum ersten Mal eine Goldene Schallplatte für damals 400.000 verkaufte Einheiten (heute ist die Grenze in den USA bei 500.000 Stück). Damit ist es zu diesem Zeitpunkt sein meistverkauftes Werk. Erst viel später wurde es von dem elf Jahre vorher veröffentlichten Kind of Blue überholt, das mittlerweile als das meistverkaufte Jazzalbum überhaupt gilt. Während dieser Zeit tourte er mit dem Lost Quintett, bestehend aus ihm, Shorter, Corea, Holland und DeJohnette ergänzt ab Anfang 1970 mit dem Percussionisten Airto Moreira. Ab ca. Mitte desselben Jahres erweiterte Keith Jarrett die Gruppe zum Septett, dessen energiegeladenes Keyboardspiel die einzelnen, ohne Unterbrechung gespielten Sets zu teilweise wilden und spannnungsreichen Höhepunkten trieb. Keith Jarrett selbst sagte in dem aufschlussreichen Interview auf Michael Lerners DVD Another Kind of Blue, dass er eigentlich keinen wirklich musikalischen Beitrag zu dieser Band gegeben hätte, aber vielleicht so etwas wie Energie. Die Gruppe spielte Medleys aus den letzten beiden Alben, den Platten des zweiten Quintetts, aber hin und wieder auch alte Standards, wie zum Beispiel Ray Charles' What I say.

Mit seiner neuen Richtung zog Davis ein großes Publikum aus dem Bereich der Rockmusik an, während er einige alte Fans abschreckte. Davis trat im Vorprogramm von Rockbands wie der Steve Miller Band und Santana auf. Carlos Santana war sich Davis’ musikalischer Bedeutung durchaus bewusst und sagte, dass eigentlich er im Vorprogramm von Davis hätte spielen sollen und nicht umgekehrt. Davis tritt 1970 auch mehrfach in Bill Grahams Fillmore East und Fillmore West auf, beides große Foren der damaligen Rockmusik, und nicht zuletzt auf dem Isle of Wight Festival, einem in seiner musikgeschichtlichen Bedeutung kaum zu unterschätzenden Auftritt. (Sehr gut dokumentiert in Michael Lerners DVD Another Bitches Brew, welche nicht nur den Auftritt selbst in bestechender Qualität dokumentiert, sondern auch durch die Aussagen seiner ehemaligen Bandmitglieder und Weggefährten ein sehr lebendiges Bild dieses Abschnitts in Davis' musikalischer Entwicklung zeichnet.) Der Weggang von Chick Corea Ende 1970 fokussiert und konzentriert die Musik einerseits stärker auf Rock und Funk, andererseits nimmt er ihr auch viel von den Free Jazz Elementen und der komplexen Rhythmik, was Miles Davis zu dieser Zeit durchaus bedauerte, denn er versuchte vergeblich Chick Corea in der Band zu halten. Auch Dave Holland verlässt die Band, um mit Chick Corea das vielbeachtete Free Jazz Trio Circle zu gründen. Seinen Platz übernimmt der junge Stevie Wonder-Bassist Michael Henderson, den Miles Davis Stevie Wonder mit den Worten: "I'll take your fuckin' bass player", abgeworben haben soll. Diese Wahl veränderte die Musik Miles Davis' entscheidend. Das virtuose, funk-orientierte, rhythmussichere und nicht mehr jazzorientierte Spiel dieses überaus begabten Bassisten, gab Miles Davis die Basis, um sein Trompetenspiel radikal zu verändern. Ende des Jahres beginnt Miles Davis die Trompete mit Wah Wah Pedal zu spielen, vermutlich das erste Mal am 17. Dezember 1970 bei dem Cellar Door Auftritt, nachdem der Auftritt vom 16. Dezember noch unplugged über die Bühne geht. Seine Mitmusiker berichteten, dass die elektrisch verstärkte Trompete bereits bei mehreren Auftritten bereitlag aber nicht zum Einsatz kam. Ab dem 18. Dezember ist Miles Davis für die nächsten knapp 5 Jahre nicht mehr unplugged zu hören. Die Cellar Door Auftritte leiten das überaus produktive Tourneejahr 1971 ein, auf welchem Miles Davis' Musik auf den großen Jazzfestivals in Europa und Japan als das Hauptereignis gefeiert wird. Joachim Ernst Berendt, damals Leiter der Berliner Jazztage, bezeichnet Davis' Auftritt in seiner Ansage vor dem Auftritt gar als den bedeutendsten des ganzen Festivals. Die Zeit der Clubauftritte ist vorbei, die Miles Davis Band füllt die großen Konzertsäle dieser Welt. Die Konzerte bestehen nun aus einem einzigen meist knapp zweistündigen ohne Pause gespielten Medley, Miles Davis beginnt die Aufstellung der Band zu verändern, strebt eine mehr kreisförmige Gruppierung der Musiker an und spielt häufig halb abgewandt, mit dem Rücken zum Publikum oder tief gebeugt über dem Wah Wah Pedal, was schließlich zu seinem kontrovers diskutierten Markenzeichen wird.

1972 musste sich Davis einer Gallensteinoperation unterziehen. Das ganze Jahr über hatte er gesundheitliche Schwierigkeiten. Mit dem Album On the Corner versuchte Davis bewusst, das schwarze Massenpublikum zu erreichen. Die Keyboard-Flächen von In a Silent Way und Bitches Brew weichen harten, fast abstrakten Funk-Rhythmen und einem dichten Perkussionsgeflecht. Der Erfolg war jedoch mäßig, die meisten Kritiker verrissen das musikalisch radikale Album in scharfer Form. Erst Jahrzehnte später wurde On the Corner als ein Album anerkannt, das seiner Zeit weit voraus war und bei seiner ursprünglichen Veröffentlichung nicht verstanden wurde.
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

173

02.04.2009, 14:09

„Miles Davis“: (Teil 4)

Im Oktober hatte er einen Autounfall, bei dem er sich beide Knöchel brach. Im Jahr darauf (1973) trennte sich seine Lebensgefährtin Jackie Battle von ihm. Zudem nahm er gegen seine Schmerzen immer mehr Kokain. Auf seinen Konzerten spielte er mittlerweile immer öfter Orgel. Seine Popularität sank wieder. Trotz gesundheitlicher Probleme spielte er weiter zahllose Konzerte und Tourneen. Während der Japan-Tournee im Januar und Februar 1975 nahm er, um die Tour durchstehen zu können, täglich acht Schmerztabletten. Pangaea und Agharta, zwei am 1. Februar 1975 bei dieser Tournee aufgenommene Live-Alben, gelten heute noch als die wichtigsten Live-Alben des Electric Jazz. Kaum jemand kann sich der Magie dieser einzigartigen Aufnahmen entziehen. Die Band bestehend aus Al Foster (Schlagzeug), Mtume (Percussion), Michael Henderson (Bass), Pete Cosey (Gitarrre, Synthesizer, "water drum"), Reggie Lucas (Gitarre) Sonny Fortune (Altsaxophon) Miles Davis (Trompete und Orgel) zeigt sich in einer Geschlossenheit und in einer Weise avantgardistisch, die keinen Vergleich, weder zu ihrer Zeit noch später findet. Diese Aufnahmen sprengen bis heute jeden Rahmen in dem bisher auf dem Gebiet von Jazz, Funk, Rock oder Pop Musik gemacht wurde. Das auf den Alben aufgedruckte "We suggest that you play these records at the highest possible volume to fully appreciate the sound of Miles Davis", konnte jeder, der die Band zwischen 1973 und 1975 sah, live erleben. Mit riesigen in Black Power Farben gehaltenen Lautsprechertürmen, entfachten Miles Davis, konsequent mit dem Rücken zum Publikum spielend, und seine Musiker, hinter dunklen Sonnenbrillen versteckt ein ohrenbetäubend dichtes Geflecht von improvisiertem, nur an wenigem thematischen Material sich entwickelnden Funk-Jazz-Rock, der damals auch die letzten Jazzfans vertrieb und den Rest des Publikums in dem Bewusstsein zurück ließ, einem außergewöhnlichen musikalischen Ereignis beigewohnt zu haben. Nach einem Konzert in St. Louis an Ostern musste er wegen blutender Magengeschwüren ins Krankenhaus eingeliefert werden. Kurz darauf wurden ihm auch 18 Polypen im Kehlkopf entfernt. Am 5. September spielte er im Central Park in New York. Es sollte bis 1981 sein letztes Konzert sein. Weitere geplante Konzerte mussten aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden. Im Dezember wurde er wieder an der Hüfte operiert. Auch künstlerisch fühlte sich Miles Davis ausgelaugt.

Von 1975 bis Anfang 1980 nahm Davis sein Instrument nicht in die Hand. Er nahm große Mengen an Alkohol, Analgetika, Heroin und Kokain zu sich und rauchte viel. Anfang 1978 entstanden mit Gitarrist Larry Coryell Aufnahmen, die allerdings nicht veröffentlicht wurden. Davis spielt darauf nur Keyboard. Columbia veröffentlichte in dieser Zeit Archivaufnahmen, um die Zeit zu überbrücken und Geld zu erwirtschaften, denn Miles Davis hatte, wie sonst nur noch Wladimir Horowitz einen lebenslangen Vertrag bei der CBS, aus dem ihm regelmäßige Bezüge zustanden.

Rückblickend betrachtet vollzog sich die Entwicklung der Musik von Miles Davis zwischen 1968/69 und 1974/75 mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit und Konsequenz. Miles Davis hatte kein Jazzkonzept mehr, sondern ein eigenes Konzept, welches Jazz, klassischer Musik, Blues/Soul/Funk und eben der neuen Rockmusik gleichermaßen offenstand. Während sich Miles Davis 1975 zurückzog, wurde der Fusion Jazz von seinen Weggefährten und anderen weiterentwickelt und fand Einzug in den kommerziellen Mainstream. Führende Vertreter dieser Musik, wie zum Beispiel Herbie Hancock, Chick Corea, John McLaughlin (mit seinem Mahavishnu Orchestra), Wayne Shorter und Joe Zawinul (zusammen in der Formation Weather Report), spielten vorher mit Miles Davis, doch niemals mehr sollte die von ihm mit initiierte Musik eine solche konzeptuelle Offenheit und Vielschichtigkeit erlangen, wie sie Miles Davis in diesen Jahren praktiziert hatte.

Die letzte Dekade (1981–1991):
Mit der Rückkehr von Cicely Tyson in sein Leben begann Miles Davis seinen Drogenkonsum zu reduzieren. Im April fing er auch damit an, mit jungen Chicagoer Musikern (Robert Irving III, Darryl Jones, Vincent Wilburn) zu proben. Im Mai entstanden die ersten Aufnahmen zu The Man with the Horn, seinem Comeback-Album, das 1981 erschien. Das Album kam aber nicht besonders gut an. Auf dem Album spielte unter anderen Mike Stern mit. Davis verzichtete weitestgehend auf Effektgeräte und spielte seine Trompete wieder auf traditionellere Weise. Die Band dagegen ist mehr am Pop orientiert. Mit Mike Stern, Marcus Miller (Bass) und Bill Evans (Saxophon) und anderen begann er wieder zu touren. Seine Mitmusiker bekamen recht schlechte Kritiken, insgesamt hielt sich die Begeisterung über Miles Davis’ neue Musik in Grenzen. Am 27. November 1981 heiratete er die US-amerikanische Schauspielerin Cicely Tyson.

Im Februar 1982 hatte er einen Schlaganfall und für einige Wochen war seine rechte Hand gelähmt. Er behandelte sie mit chinesischen Kräutern und Physiotherapie. Im April ging er schon wieder auf Europatournee.

Während dieser Zeit begann er sich für die Malerei zu interessieren, um sich von Drogen abzulenken. Zunächst zeichnete er primitive Figuren, um dann später viel mit kräftigen Farben zu experimentieren. Die Arbeiten der Mailänder Memphis Group hatte starken Einfluss auf ihn. Später wurden seine Kunstwerke stark von afrikanischen Einflüssen inspiriert. Im Gegensatz zu seiner umfassenden Musikerausbildung arbeitete er bei der Malerei als Autodidakt.

Das 1982 erschienene Live Album We Want Miles, aufgenommen 1981, bekam sehr gute Kritiken und wurde mit einem Grammy ausgezeichnet. 1983 war er durch eine erneute Hüftoperation und eine Lungenentzündung wieder für Monate außer Gefecht gesetzt. 1984 kehrte er auf die Bühne zurück. Mittlerweile war der Gitarrist John Scofield zu seiner Band gestoßen, der an der Produktion von Star People (1983) und Decoy (1984) stark beteiligt war. Davis experimentierte bei diesen Alben mit Soul-Musik und Elektronik. Zu dieser Zeit spielte auch Darryl Jones in seiner Band, der später bei den Rolling Stones Bill Wyman ersetzen sollte.

1985 nahm er dann You’re Under Arrest auf, bei dem er wieder den Stil veränderte. Er spielte Interpretationen von zwei Popsongs, Cyndi Laupers Time After Time und Michael Jacksons Human Nature. Dafür bekam er viel negative Kritik in der Jazzpresse, obwohl der Rest der Platte durchaus gelobt wurde. Davis merkte dazu nur an, dass viele akzeptierte Jazz Standards einfach nur Popsongs aus Broadwaystücken seien. You’re Under Arrest sollte auch Davis’ letztes Album für Columbia sein. Da er verärgert war über das demonstrative Engagement für den jungen Trompetenstar Wynton Marsalis, der Miles Davis für seine ständigen musikalischen Experimente und neuen Wege kritisiert hatte, und das gleichzeitige Desinteresse an Davis’ Aufnahmen wechselte er zu Warner Bros.

Ebenfalls 1985 spielte er in einer Folge von Miami Vice den Drogendealer und Zuhälter Ivory Jones. Einen weiteren Auftritt als Schauspieler hatte er in der australischen Produktion Dingo von 1990, die ein Jahr später in den Kinos erschien. Dazu steuerte er mit Michel Legrand auch den Soundtrack bei. Ebenfalls 1990 arbeitete er am Soundtrack zu The Hot Spot mit, einem Film von Dennis Hopper mit Don Johnson in der Hauptrolle. Dieser Soundtrack war stark von John Lee Hookers Bluesgitarre und dessen Musikstil geprägt. Miles Davis fügte sich aber nahtlos in das musikalische Konzept ein.

Auf dem ersten Album für Warner Brothers Tutu (1986) waren zum ersten mal auf einem Davis-Album programmierte Synthesizer, Samples und Drumloops zu hören. Mit dem Album gewann er 1987 nach Bitches Brew und We Want Miles seinen dritten Grammy. Zusammen mit der Band Toto spielte er auf dem ebenfalls 1986 erschienenen Fahrenheit-Album das Stück Don't Stop Me Now ein, welches er daraufhin auch gerne live spielte. 1988 ließ er sich von Cicely Tyson wieder scheiden. Im gleichen Jahr wurde er in den Malteserorden aufgenommen.

1989 erschien dann seine Autobiografie, die er zusammen mit Quincy Troupe geschrieben hatte. Darin gibt er Auskünfte über sein Schaffen und seine Einflüsse.

Im Januar und Februar 1991 ging er dann mit dem Hip-Hop-Produzenten Easy Mo Bee ins Studio, doch vor seinem Tod wurden nur sechs Tracks zumindest provisorisch fertig. Die restlichen Stücke für das posthum veröffentlichte Album Doo-Bop mischte Easy Mo Bee aus Trompetenlinien unveröffentlichter Studiosessions aus den 80ern zusammen. Damit war Davis auch in seinem letzten Lebensjahr an der aktuellen Entwicklung der Jazzmusik beteiligt.

Am 25. August spielte Miles Davis in Hollywood sein letztes Konzert. Das Stück Hannibal von diesem Konzert ist auf dem 1996 erschienenen Album Live Around The World zu hören.

Anfang September 1991 ließ sich Davis im St. John’s Hospital and Health Care Center in Santa Monica untersuchen. Bei einem Streit mit einem Arzt erlitt er einen schweren Schlaganfall und fiel daraufhin ins Koma. Am 28. September beschloss seine Familie, die künstliche Lebensverlängerung zu beenden. Gerüchte über eine AIDS-Erkrankung wollen bis heute nicht verstummen, sind aber nie verifiziert worden. Miles Davis wurde auf dem Woodlawn Cemetery in der Bronx in New York beerdigt.
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

174

02.04.2009, 14:10

„Miles Davis“: (Teil 5)

Aufnahmen (Auswahl):
Die folgende Liste versucht, bei besonderen Alben die aus heutiger Sicht neu entstandene Richtung im Jazz anzugeben. Dabei muss beachtet werden, dass bei solchen Unterteilungen und Begrifflichkeiten die Grenzen fließend sind.

* The Charlie Parker Story (1945) Bebop
* Birth of the Cool (1949/1950) Cool Jazz
* Miles Davis Volume 1 (1952/1954)
* Walkin’ (1954) Hardbop mit Dave Schildkraut, J. J. Johnson, Horace Silver, Kenny Clarke
* Bags' Groove (1954) mit Sonny Rollins, Milt Jackson und Thelonious Monk
* Miles Davis and the Modern Jazz Giants 1954 mit Milt Jackson und Thelonious Monk
* Blue Moods (1955) mit Teddy Charles und Charles Mingus
* Workin, Cookin, Steamin, Relaxin' with the Miles Davis Quintet (1956) (vier Alben bei Prestige)
* 'Round about Midnight (1957) mit John Coltrane
* Miles Ahead (1957, mit dem Gil Evans Orchestra)
* Ascenseur pour l'échafaud (Fahrstuhl zum Schafott) – Soundtrack zu dem Film von Louis Malle (1958 ) Modaler Jazz
* At Newport (1958 ), mit Bill Evans, Cannonball Adderley
* Porgy and Bess (1958, mit Gil Evans)
* Milestones (1958 ), mit John Coltrane, Cannonball Adderley
* Kind of Blue (1959)
* Sketches of Spain (1960, mit Gil Evans)
* Someday My Prince Will Come (1961, mit John Coltrane, Hank Mobley
* Miles in Antibes (1963) mit George Coleman, Herbie Hancock
* My Funny Valentine (1964)
* Live at the Plugged Nickel 1965 mit Wayne Shorter, Herbie Hancock, Ron Carter, Tony Williams
* E.S.P. (1965)
* Miles Smiles (1966)
* Nefertiti (1967)
* Sorcerer (1967)
* Miles in the Sky (1968 )
* Filles de Kilimanjaro (1968 )
* In a Silent Way (1969) Fusion
* Bitches Brew (1969) mit Chick Corea, Joe Zawinul, John McLaughlin, Jack DeJohnette
* A Tribute to Jack Johnson (1970) mit Steve Grossman, Herbie Hancock, John McLaughlin
* Live-Evil (1970)
* On the Corner (1972)
* Dark Magus (1974)
* Agharta (1975) mit Sonny Fortune
* Pangaea (1975)
* The Man with the Horn (1981) Jazz Pop
* We Want Miles (1982) mit Mike Stern
* Star People (1983)
* Decoy (1984)
* Aura (1984) mit Palle Mikkelborg
* You’re Under Arrest (1985)
* Miles Davis - Live in Montreal (1985) mit Bob Berg, Robert Irving III., John Scofield, Darryl Jones, Steve Thornton, Vincent Wilburn
* Tutu (1986)
* Siesta (1987) mit Marcus Miller
* Amandla (1989)
* Dingo (1991, Soundtrack) Miles Davis und Michel Legrand
* Doo-Bop (1991) Hip-Hop
* Miles Davis und Quincy Jones: Live at Montreux (1991)

Bislang wurden acht Alben von Miles Davis in die „Grammy Hall of Fame“ aufgenommen (Birth of the Cool, Bitches Brew, In a Silent Way, Kind of Blue, Miles Ahead, Milestones, Porgy and Bess, Sketches of Spain).

Quelle: Wikipedia
343

raptor230961

Lebende Musiklegende

Beiträge: 2 250

Level: 38 [?]

Erfahrungspunkte: 1.297.721

Nächstes Level: 1.460.206

Bewertungen - Ø 5

175

02.04.2009, 14:10

“Roy Acuff”:

Roy Claxton Acuff (* 15. September 1903 in Maynardsville, Tennessee; † 23. November 1992), war US-amerikanischer Country-Sänger und Musikverleger. Er war einer der größten und einflussreichsten Stars der Country-Musik in der Zeit zwischen dem Tod von Jimmie Rodgers 1933 und dem Aufstieg von Hank Williams Ende der vierziger Jahre. Er verkaufte mehr als dreißig Millionen Schallplatten und wurde mit den größten Ehrungen seines Genres ausgezeichnet.

Anfänge:
Roy Acuff stand am Beginn einer vielversprechenden Karriere als Profi-Baseball-Spieler, als er durch einen beim Angeln erlittenen Sonnenstich für mehrere Monate ans Bett gefesselt wurde. Notgedrungen gab er seine sportlichen Ambitionen auf und versuchte sich als Musiker. Zunächst schloss er sich einer der für diese Jahre typischen Medicine-Shows an, die von Jahrmarkt zu Jahrmarkt tingelten und mittels Musik und Show-Einlagen Gesundheitsprodukte an den Mann brachten.

1933 schloss er sich den Tennessee Crackerjacks an, die regelmäßig im Radio auftraten. Drei Jahre später nahm er einige Schallplatten auf. Darunter waren auch die Songs, die ihn wenig später berühmt machen sollten: The Great Speckled Bird und Wabash Cannonball. Zwei Jahre später bekam er die Chance, in der Grand Ole Opry aufzutreten. Sein Auftritt war so erfolgreich, dass er für weitere Konzerte unter Vertrag genommen wurde.

Opry-Star und Musikverleger:
Roy Acuff wurde schnell zum beliebtesten Star der Grand Ole Opry. Noch heute ist sein Name nahezu untrennbar mit dieser Institution verbunden. Auch außerhalb der Countryszene wuchs seine Popularität stetig. Nach Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg wurde er zu einer nationalen Symbolfigur. Ab 1944 bewarb er sich mehrmals um den Gouverneursposten von Tennessee.

1942 gründete er mit dem Songwriter Fred Rose in Nashville den Acuff-Rose-Musikverlag, der Stars wie Hank Williams, The Everly Brothers oder Roy Orbison unter Vertrag nehmen sollte.

Nachlassender Erfolg:
Anfang der fünfziger Jahre ließen Acuffs Plattenverkäufe spürbar nach, er konzentrierte sich auf seine Auftritte in der Grand Ole Opry. Mit mehreren Konzerten in Vietnam unterstützte er die dort kämpfenden GIs. Als Sensation wurde es empfunden, als der konservative Acuff sich 1972 an den Aufnahmen zum Album Will the Circle Be Unbroken der unkonventionelleren Nitty Gritty Dirt Band beteiligte, das Platinstatus erreichte.

Ehrungen und Tod:
Roy Acuff erhielt für seine Verdienste um die Plattenindustrie einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und wurde 1962 als erster zu Lebzeiten in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. Im Foyer des Ryman Auditoriums (in dem bis 1974 die Grand Ole Opry beheimatet war) steht eine Bronzeplastik, die Roy Acuff und seine Kollegin und gute Freundin Minnie Pearl auf einer Bank sitzend zeigt.

Roy Acuff starb 1992 im Alter von 89 Jahren.

Quelle: Wikipedia
343

Lesezeichen
musik-forum.net - Alles rund um das Thema Musik - Bands - Szenenews - Veranstaltungen - Neuerscheinungen - Alben
Internet Agentur Bonn | Webdesign Bonn | Lebenslauf | Tierforum
Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits