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01.04.2009, 23:09

„Carl Perkins“:

Carl Lee Perkins (* 9. April 1932 in Tiptonville, Tennessee, USA; † 19. Januar 1998 in Jackson, Tennessee) war ein US-amerikanischer Musiker und gilt als Pionier des Rockabilly.

Leben:

Jugend:
Carl Perkins Eltern waren Fonie und Louise Brantley Perkins, seine Brüder hießen Jay und Clayton. Sein Vater arbeitete auf einer gepachteten Baumwollfarm, die die Familie mehr schlecht als recht ernährte. Perkins wuchs in der Kleinstadt Tiptonville im Nordwesten Tennessees auf. Zu seinen frühesten musikalischen Einflüssen gehörte Gospel-Musik, die von schwarzen Arbeitern auf den Baumwollfeldern gesungen wurde. Seine erste Gitarre bekam Carl Perkins, als er sieben Jahre alt war. Das Instrument hatte sein Vater aus einer Zigarrenschachtel, einem Besenstiel und Draht gebaut.

1950 zog die Familie nach Jackson, Tennessee. Dort gründete Carl Perkins mit seinen Brüdern eine Gruppe, die sich The Perkins Brothers nannte. Carl spielte E-Gitarre und übernahm den Großteil des Gesangs, Jay spielte akustische Rhythmusgitarre und Clayton übernahm den Bass. W. S. Holland ergänzte die Gruppe am Schlagzeug. Sie spielten in lokalen Clubs und hatten einige Radioauftritte beim örtlichen Sender WDXT. Um den Lebensunterhalt zu sichern, arbeitete Carl Perkins als Bäcker.

Am 24. Januar 1953 heiratete Perkins seine Freundin Valda Crider, mit der er drei Söhne und eine Tochter bekam.

Aufstieg (50er) und Alkoholsucht (60er):
Am 25. Januar 1955 unterschrieb Carl Perkins einen Plattenvertrag bei Flip Records, einem Label von Sun Records in Memphis. Seine erste Veröffentlichung war Movie Magg, ein Stück, das er bereits im Alter von 14 Jahren komponiert hatte. Die Platte verkaufte sich mäßig, eröffnete ihm aber die Möglichkeit, bei Konzerten von Elvis Presley im Vorprogramm aufzutreten.

Der Inhaber von Sun Records, Sam Phillips glaubte, er könne mit dem richtigen Song aus Perkins einen Rockabilly-Star machen. Dieser Song war Blue Suede Shoes. Das Lied basiert auf einer Geschichte von Johnny Cash .

Blue Suede Shoes wurde im Dezember 1955 aufgenommen und erschien am 1. Januar 1956 auf dem Sun-Label. Es dauerte etwas, aber nach einigen Promotion-Auftritten verkaufte sich die Platte millionenfach. Dann hatte Perkins einen schweren Autounfall, bei dem er einen Schädel- und einen Armbruch erlitt. Statt die Gunst der Stunde für Anschlusserfolge nutzen zu können, musste er die Zeit im Krankenhaus verbringen. Elvis Presley nahm eine eigene sehr erfolgreiche Version von Blue Suede Shoes auf. Man kann sagen, dass der sagenhafte Aufstieg Presleys dazu beitrug, dass Carl Perkins nie der Sprung nach ganz oben gelang. Perkins meinte später in einem Interview dazu: „I was bucking a good-looking cat called Elvis who had beautiful hair, wasn't married, and had all kinds of great moves." Perkins begann, übermäßig Alkohol zu trinken; nach eigenen Aussagen kämpfte er bis 1967 mit seiner Alkoholsucht.

Während seiner Aufnahmen vom 4. Dezember 1956 fanden sich die anderen Sun-Größen Elvis Presley, Johnny Cash und Jerry Lee Lewis im Studio ein und spielten mit ihm eine Jamsession, die als Million Dollar Quartet in die Geschichte des Rock 'n' Roll eingehen sollte.

Carl Perkins gehörte bis in die 1970er Jahre zur festen Formation der Johnny-Cash-Show. Dort trat er nicht nur als Sideman von Cash auf, sondern war mit eigenen Songs ein selbstständiger Music-Act. Perkins spielte auch bei Cashs Konzerten At Folsom Prison 1968 und At San Quentin 1969 als weiterer Rhythmusgitarrist neben Luther Perkins bzw. Bob Wootton und trat 1969 im Madison Square Garden zusätzlich auch noch als Einzelkünstler auf.

Comeback (80er) und Tod (90er):
Die Beatles waren große Bewunderer von Perkins. Das zeigte sich in den Coverversionen, die sie von seinen Stücken aufnahmen (Matchbox, Honey Don't und Everybody's Trying To Be My Baby). Dass der Respekt durchaus gegenseitig war, zeigt diese Aussage, die Carl Perkins zu den Coverversionen der Beatles machte: „They put a nice suit on rockabilly. They never really strayed from the simplicity of it. They just beautified it.“ Die Wertschätzung schlug sich auch später in Perkins Zusammenarbeit mit Paul McCartney nieder. Auf dessen 1982er Album Tug Of War gibt es das Duett Get It mit Perkins, der auch Gitarre spielte.

1985 kam es in London zu einem besonderen Konzert: Für ein TV-Special trat Carl Perkins mit illustren Kollegen in einer Rockabilly Session auf. Dabei waren u.a. George Harrison, Eric Clapton, Ringo Starr, Dave Edmunds und Rosanne Cash, sowie Slim Jim Phantom und Lee Rocker von den Stray Cats.

Ein Jahr später nahm Perkins in den Sun Studios in Memphis mit den alten Weggefährten Johnny Cash , Jerry Lee Lewis und Roy Orbison das Album Class of '55 auf. Die Platte war ein Tribut an ihre frühen Jahre beim Sun-Label und zum Teil die Wiederholung einer informellen Jam-Session, die mit Presley, Lewis und Cash am 4. Dezember 1956 stattgefunden hatte.

1987 ehrte man Perkins Verdienste um die Rockmusik mit der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland, Ohio. Eine weitere späte Ehrung erfuhr Perkins 1996, als er nach langer Zeit ein weiteres Studioalbum Go Cat Go! mit vielen namhaften Gaststars wie Paul McCartney, Johnny Cash , Willie Nelson, Tom Petty, Paul Simon, Bono und Ringo Starr aufnehmen konnte.

Carl Perkins starb 1998 im Alter von 65 Jahren an den Folgen mehrerer Schlaganfälle. Sein Grab befindet sich auf dem Ridgecrest Friedhof in Jackson, Tennessee.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:10

"Joe Sentieri":

Joe Sentieri (eigentlich Rino Luigi Sentieri; * 3. März 1925 in Genua; † 27. März 2007 in Pescara) war ein italienischer Schlagersänger und Schauspieler.

Seinen ersten Erfolg hatte er 1959 in der Musiksendung "Canzonissima" mit seiner Interpretation des Liedes "Piove (Ciao, ciao bambina)", mit dem Domenico Modugno im selben Jahr einen Nummer 1-Hit hatte. "Ritroviamoci" und "Milioni di scintille" erreichten 1959 Platz 2 und Platz 5 der Charts. 1960 belegte er mit "Quando vien la sera" den 3. Platz beim San-Remo-Festival. In der italienischen Hitparade stieg das Lied auf Nummer 2. Einen weiteren Top-10-Erfolg gab es mit dem Song "E' mezzanotte", der auf Platz 8 kam.

Sein international bekanntester Song ist "Uno Dei Tanti". Das von Carlo Donida und Giulio Rapetti (auch als Mogol bekannt) komponierte Werk kam 1961 heraus. 1963 schrieben Jerry Leiber und Mike Stoller dazu einen englischen Text. Unter dem Titel "I (Who have nothing)" wurde der Song zum Welthit und über 30 mal gecovert, darunter von Tom Jones, Gladys Knight, Manfred Mann's Earth Band, Ben E. King, Sylvester James, Luther Vandross und Shirley Bassey.

Weitere Lieder, die sich in der italienischen Hitparade platzieren konnten, waren Libellule (1961), Lei (1961), Cipria di sole (1962), Tobia (1962), Fermate il mondo (1963) und Quando ci si vuol bene... (come noi) (1963).

In den 1960er und 1970er Jahren war Sentieri in einigen Kinofilmen zu sehen, darunter "Urlatori alla sbarra" (1960) mit Adriano Celentano und Mina (Regie: Lucio Fulci) und "Recht und Leidenschaft" (1970) mit Ornella Muti (Regie: Damiano Damiani).

Am 27. März 2007 starb er im Alter von 82 Jahren an einer Hirnblutung im Krankenhaus Santo Spirito in Pescara.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:11

„Roy Rogers“:

Roy Rogers (* 5. November 1911 in Cincinnati, Ohio; † 6. Juli 1998 in Apple Valley, Kalifornien; Geburtsname Leonard Franklin Slye) war ein US-amerikanischer Country-Sänger und Schauspieler, der vor allem als „singender Cowboy“ in zahlreichen Western zwischen 1938 und 1953 bekannt wurde. Als Gründer der Band Sons of the Pioneers zählt er zu den berühmtesten Stars der Country-Musik.

Leben:
Roy Rogers kam bereits früh mit Musik in Berührung (sein Vater spielte Gitarre, seine Mutter sang). Nach Jahren voller Armut und harter Arbeit (Rogers sagte einmal, John Steinbecks Roman Früchte des Zorns hätte die Biographie seiner Familie sein können) trampte er 1930 nach Kalifornien, wo er sich eine Zeit lang als Tagelöhner durchschlug. Über einen Gesangswettbewerb gelang ihm der Einstieg in die lokale Musikszene. Hier traf er auf Bob Nolan und Tim Spencer, mit denen er 1933 das Pioneer Trio gründete, aus dem die Sons of the Pioneers hervorgingen. Die Gruppe feierte bald große Erfolge.

Trotz regelmäßiger Konzerte und Radioaufnahmen fanden die Sons of the Pioneers Zeit, kleinere Rollen in Western-Filmen anzunehmen. 1937 ersetzte Roy Rogers den Westernstar Gene Autry, der sich mit seinem Studio zerstritten hatte. Bereits nach wenigen Filmen hatte er Gene Autry in der Publikumsgunst übertroffen und war zum bekanntesten Cowboy-Darsteller geworden. Es gab Roy Rogers-Actionfiguren, Roy Rogers-Romane, einen Roy Rogers-Comic und mehr als 2000 Fanclubs. Allein mit der Vermarktung der Fanartikel verdiente er 50 Millionen Dollar im Jahr.

1947 heiratete er in dritter Ehe seine Film- und Gesangspartnerin Dale Evans, mit der er mehrere Kinder adoptierte. Gemeinsam sangen sie das von ihr geschriebene Titellied Happy trails to you, until we meet again... ihrer Fernsehshow The Roy Rogers Show.

Parallel zu seinen schauspielerischen Aktivitäten nahm Roy Rogers weiterhin Schallplatten auf, gelegentlich gemeinsam mit seinen alten Freunden von den Pioneers oder gemeinsam mit seiner Frau. 1972 gelang ihm mit Candy Kisses noch einmal ein Hit. 1991 entstand das Album Tribute, mit dem viele aktuelle Stars der Country-Musik wie Clint Black oder Randy Travis den 79jährigen Roy Rogers ehrten. Rogers wurde gleich zweimal in die Country Music Hall of Fame aufgenommen, 1980 als Mitglied der Sons of the Pioneers und 1988 als Solokünstler.

Rogers war bekennender Christ und Freimaurer und zugleich ein vehementer Gegner von Waffenkontrolle, der in Fernsehspots für die NRA auftrat.

Sonstiges:
Im Film Robin Hood, König der Vagabunden (The Adventures of Robin Hood, 1938 ) reitet Olivia de Havilland auf einem Pferd mit Namen Golden Cloud. Nach dem Film wurde es von Roy Rogers gekauft und unter dem neuen Namen Trigger eines der bekanntesten Tiere im Showbusiness. Trigger wurde nach seinem Tod im Jahre 1965 präpariert und im Roy Rogers and Dale Evans Museum (Branson, Missouri) ausgestellt. Ebenfalls dort zu besichtigen ist Rogers' Schäferhund Bullet, der ihn in zahlreichen seiner Filme begleitet.

Von der Seite seiner Mutter her war Rogers indianischer Abstammung. 1967 wählte ihn eine Gruppe von Indianerstämmen zum „Herausragenden indianischen Bürger des Jahres“.

Elton John veröffentlichte 1973 auf seinem Album "Goodbye Yellow Brick Road" ein Lied das den Titel Roy Rogers trug, da für ihn Roy Rogers den amerikanischen Traum verkörperte.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:12

"Rubén González":

Rubén González (* 26. Mai 1919 in Santa Clara, Kuba; † 8. Dezember 2003 in Havanna) war ein kubanischer Pianist. González gilt als bedeutendster Pianist des kubanischen Musikstils Son und als Legende der kubanischen Musik.

Er wurde am Konservatorium in Cienfuegos ausgebildet und begann Medizin zu studieren. 1941 zwangen ihn Geldprobleme zum Abbruch seines Studiums, und er nahm wieder die Pianistenlaufbahn in Angriff, allerdings nicht im klassischen Fach, sondern mit traditioneller kubanischer Folklore. Im Jahr 1943 spielte er mit Arsenio Rodríguez seine erste Schallplatte ein. Bald wurde er auch über die Grenzen Kubas hinaus in Lateinamerika bekannt.

Nachdem er in den 1980er Jahren seine Karriere eigentlich schon beendet hatte, gelang ihm im Jahr 1997 mit dem von Ry Cooder produzierten Album "Buena Vista Social Club" und dem gleichnamigen, 1999 erschienenen Dokumentarfilm von Wim Wenders ein Comeback, das ihn auch in Europa und den USA zu einer Berühmtheit machte. Gemeinsam mit Ry Cooder, Compay Segundo, Ibrahim Ferrer, Eliades Ochoa und Omara Portuondo trat González weltweit noch diverse Male auf. Seine letzten Konzerte gab er 2002 in Mexiko und Kuba. Danach zwangen ihn seine Arthrose sowie Lungen- und Nierenprobleme endgültig zum Ende der Karriere.

Nach langer Bettlägerigkeit starb González am 8. Dezember 2003 in Havanna an den Folgen einer schweren Arthrose.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:12

„Justin Tubb“:

Justin Wayne Tubb (* 20. August 1935 in San Antonio, Texas; † 24. Januar 1998 ) war ein US-amerikanischer Country-Musiker und Songwriter. Er ist der älteste Sohn des legendären Country-Sängers Ernest Tubb.

Kindheit:
Seine Kindheit verbrachte Justin Tubb die meiste Zeit mit seiner Mutter Elaine, die sich 1948 von Ernest Tubb scheiden ließ, in Texas. Eigentlich wollte der junge Tubb Sportreporter werden, doch Musik interessierte ihn schon immer. Als ständiger Zuschauer der Louisiana Hayride und Zeuge der letzten Show Hank Williams' vor dessen Tod, lernte er früh Gitarre zu spielen.

Karriere:
Tubbs professionelle Karriere als Musiker begann, als er nach Nashville, Tennessee zog und in Lokalen und Bars auftrat. Er folgte dem Rat seines Vaters und wurde DJ in Gallatin, wo er von Zeit zu Zeit auch seine eigenen Songs vortrug. 1953 erhielt er bei dem Label seines Vaters Ernest, Decca Records, einen Schallplattenvertrag. Seine erste Single Story Of My Life erschien im Oktober 1953. Anfänglich hatten seine Solo-Aufnahmen nur wenig Erfolg. Mit Goldie Hill hatte er dann erstmal einen Charterfolg. Ihr Song Looking Back To See erreichte die Top-Fünf der Billboard Charts; gefolgt von Sure Fire Kisses. 1956 erreichte er mit dem Marvin Rainwater-Cover I Gotta Go Get My Baby Platz acht der Charts.

Schon ein Jahr zuvor war er Mitglied der Grand Ole Opry, der bekanntesten und erfolgreichsten Radioshow USA, geworden. Anfang der 1960er Jahre unterzeichnete Tubb bei Starday. Von der Opry wurde er kurzzeitig ausgeschlossen, da er aufgrund seiner Tourneen nicht das geforderte Maß an Auftritten in der Sendung erfüllte. 1963 wechselte er zu RCA Victor, wo er seine letzte Chartplatzierung mit But Wait There’s More hatte. Er trat weiterhin in der Opry auf, unternahm Tourneen und veröffentlichte Singles, seine erfolgreichste Zeit als Sänger war jedoch vorbei. Als Komponist hatte er danach aber weitaus mehr Erfolg. Stars wie Hawkshaw Hawkins (Lonesome 7-7203) und Del Reeves (Be Glad) nahmen seine Songs auf und hatten damit Erfolg. Mit Titeln wie Thanks, Troubador, Thanks und Just Me and You, Daddy zollte er seinem 1984 verstobenen Vater Respekt.

Justin Tubb verstarb am 24. Januar 1998 im Alter von 74 Jahren.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:13

"Henri Salvador":

Henri Salvador (* 18. Juli 1917 in Sinnamary, Französisch-Guayana; † 13. Februar 2008 in Paris) war ein französischer Chansonnier, Gitarrist und Fernseh-Moderator. Er arbeitete auch als Komiker, Verleger, Musiker und Schauspieler. Salvador zählte zu den Begründern des französischen Rock 'n' Rolls und prägte das kulturelle Leben Frankreichs viele Jahrzehnte. Salvador wurde auch weltberühmt weil er mit Dans mon île die Bossa Nova erfand, als er das Tempo des Samba drosselte und das Atem und die Melodie betonte.

Henri Salvador kam am 18. Juli 1917 in Französisch-Guayana als Sohn karibischer Eltern zur Welt. Sein Vater Clovis war spanischer Abstammung, seine Großmutter mütterlicherseits, Antonine Paterne, stammte aus der Karibik. Er hatte zwei Geschwister. Als er sieben Jahre alt war, zogen Salvadors Eltern nach Paris, wo er noch im frühen Teenageralter die Jazzmusiker Louis Armstrong und Duke Ellington schätzen lernte. Seither stand sein Berufswunsch fest. Gegen den Widerstand der Eltern, die für ihn eine bodenständige Anwaltskarriere ins Auge fassten, wollte Henri Salvador Musiker werden.

Von Beginn an zeigte Salvador außerordentliches musikalisches Talent. Zunächst noch der Geige und der Trompete zugetan, entdeckte er mit 16 Jahren seine Leidenschaft für die Gitarre und brachte es auf dem Instrument in kürzester Zeit zur Meisterschaft. Nach Gastspielen in verschiedenen Jazz-Combos machte Salvadors komödiantisches Talent ihn 1936 mit dem Violinisten Eddy South bekannt, was in einem gemeinsamen Auftritt endete. Im Anschluss daran lernte Salvador sein großes Idol Django Reinhardt kennen und arbeitete für eine kurze Zeit als Begleitmusiker mit ihm auf Tourneen. Er kooperierte eng mit Boris Vian, spielte aber ebenso Bebop oder Jazz.

Kurze Zeit später legte der heraufziehende Krieg in Europa seinen Schatten auch über die Karriere von Henri Salvador. Er verpflichtete sich 1937 für vier Jahre bei der Armee, wo er bis 1941 Dienst tat. Er floh schließlich in das unbesetzte Frankreich und von dort weiter nach Spanien. In der Band von Ray Ventura tourte er bis zum Ende des Krieges durch Südamerika und kehrte 1945 nach Frankreich zurück, wo er sein Karriere als Solomusiker in Angriff nahm.

Aus Südamerika brachte Salvador neue Rhythmen mit, die den Einfluss seines großen Vorbildes Django Reinhardt in den Hintergrund drängten und ihm dabei halfen, seinen eigenen Stil zu entwickeln. Seine ersten Schallplatten im 7“-Format erblickten 1947 das Licht der Welt und bereiteten den Weg für einen der größten Klassiker aus der Feder von Henri Salvador: „Le Loup, La Biche Et Le Chavalier (Une Chanson Douce)“ aus dem Jahr 1949.

In den 1950er Jahren zeigte Salvador einmal mehr seine Wandlungsfähigkeit. Zu Beginn des Jahrzehnts noch ständiger Gast auf den Bühnen Frankreichs, gab er 1955 sein ersten Gastspiel in den Vereinigten Staaten. Der Musikliebhaber wurde sofort vom anbrechenden Rock'n'Roll-Hype erfasst, so dass er nach einem Auftritt in der Ed Sullivan Show und seiner Rückkehr nach Frankreich zu einem der Pioniere des Rock'n'Roll wurde.

Zusammen mit seinem Songwriting-Partner Boris Vian machte Salvador unter dem Pseudonym Henri Cording die Franzosen mit den neuen Grooves vertraut. Die Zusammenarbeit der beiden dauerte bis zu Vians Tod im Jahr 1959. In der kurzen Zeit komponierte das Duo über 400 Songs. Das folgende Jahrzehnt wurde zum populärsten von Henri Salvador. Den Startschuss gab das Livealbum „Alhambra“ aus dem Jahr 1960, dem zahlreiche Hitsingles auf Salvadors neu gegründetem Label Disques Salvador folgten.

„Le Lion Est Mort Ce Soir“ von 1962 gehört genauso zu seinen größten Hits wie „Syracuse“ oder „Juanita Banana“, die beide auf Salvadors Label Rigolo erscheinen, das er zusammen mit seiner Frau Jacqueline ins Leben ruft. Fernsehshows in Italien und Frankreich machen den lebenslustigen Franzosen auch auf der Mattscheibe zum Star, bevor er sich in den 1970er Jahren als erfolgreicher Sänger von Kinderliedern profiliert. Vertonungen der Disney-Soundtracks zu „Robin Hood“ und „Pinocchio“ fallen in diese Zeit. Ab 1975 war er Gastgeber einer Show im französischen Fernsehen. Er entdeckte Keren Ann und Art Mengo.

1979 ließ Salvador die Zeit mit Vian in Form des Longplayers „Salvador/Vian“ nochmals aufleben und kehrte 1982 auf die Bühne zurück, was sein Album „Live du Spectacle De La Porte De Pantin“ eindrücklich dokumentiert. Die neuerwachte Bühnen- und Aufnahmeaktivität von Henri Salvador fand 1996 in einem Duett mit Ray Charles ihren vorläufigen Höhepunkt. Nach vierjähriger Pause meldete sich der über 80-jährige Lebemann 2000 mit dem Erfolgsalbum „Chambre Avec Vue“ zurück und gab 2004 seinen Fans auf der DVD „Bonsoir Amis“ einen Eindruck seiner trotz des hohen Alters noch immer jugendlichen Bühnenpräsenz.

Mit seinem Album „Chambre Avec Vue“ (2000) erlebte er mit über 80 Jahren noch einmal ein Comeback und machte sich bei der jungen Generation bekannt. Mit vielen talentierten jungen Songwritern an seiner Seite brachte Salvador südamerikanische Bossa-Rhythmen, jazzigen Swing, französischen Chanson und leichten Pop zusammen und eroberte damit die Herzen von Musikliebhabern rund um den Globus. Salvador traf mit seinem südländischen Entertainer-Charme einen ähnlichen Nerv wie die Musiker des Buena Vista Social Club mit ihren Songs.

Nach der Gold-Auszeichnung für „Chambre Avec Vue“ tourte er einer ausgedehnten Tournee, die ihn von Frankreich aus durch ganz Europa, Kanada, die USA und Brasilien bis in die Karibik führte. Zwischendurch nahm er das Album „Ma Chère Et Tendre“ auf, das den Erfolg von „Chambre Avec Vue“ wiederholen konnte und ihm die Ernennung zum Kommandeurs der Ehrenlegion einbrachte. Eine Ehre, die nur sehr wenigen Persönlichkeiten außerhalb des Militärs zuteil wird.

2005 erhielt er den brasilianischen Ehrenorden für kulturelle Verdienste, der ihm vom Sänger und Kulturminister Gilberto Gil und dem brasilianischen Präsidenten Lula überreicht wurde. Mit dem Preis sollte sein Einfluss auf die brasilianische Kultur, vor allem auf Bossa Nova, gewürdigt werden.

2006 veröffentlichte Salvador ein neues Album. In „Révérence“ zeigte er seine tiefe Zuneigung Brasilien gegenüber, das Album wurde auch teilweise dort aufgenommen. Gastmusiker waren unter anderem Gilberto Gil und Caetano Veloso.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:14

„Charlie Feathers“:

Charlie Feathers (* 12. Juni 1932 in Slayden, Mississippi als Arthur Lyndbergh Feathers; † 29. August 1998 in Memphis, Tennessee) war ein US-amerikanischer Country- und Rockabilly-Musiker. Er galt als einer der führendsten Vertreter seines Genres, obwohl es keine seiner Singles in die Charts schaffte. Seine bekanntesten Songs sind Tongue-Tied Jill, One Hand Loose und Jungle Fever.

Leben:

Kindheit und Jugend:
Geboren als eins von sieben Kindern der Farmbesitzer Leonard und Lucy Feathers, begann Charlie Feathers mit neun Jahren Gitarre zu spielen. Schon früh hörte er der wöchentlich ausgestrahlten WSM Grand Ole Opry zu. Auf den Feldern der Farm wurde er stark von dem Blues und Worksongs der afroamerikanischen Arbeiter beeinflusst sowie von Bill Monroe und Hank Williams. Nachdem er die Schule ohne Abschluss verlassen hatte, arbeitete er mit seinem Vater zunächst in Cairo, Illinois, danach auf den Ölfeldern in Texas.

Karriere:
Anfang der 1950er Jahre zog Feathers nach Memphis, Tennessee, wo er im Mai 1951 Rosemary Hardy heiratete. Nach einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus aufgrund einer Erkrankung an Meningitis beschloss Feathers Musiker zu werden. Durch seine Krankheit war Feathers vom Wehrdienst befreit worden und wurde 1953 Mitglied im Saturday Night Jamboree, einer lokalen Live-Radioshow. Zu dieser Zeit spielte Feathers jedoch noch Country-Musik. Ende 1954 wurde der Plattenlabel-Besitzer Sam Phillips auf den jungen Feathers aufmerksam und ließ ihn mit den Musikern Quinton Claunch und Bill Cantrell bei ihm zuhause Demos von dem Country-Stück I’ve Been Deceived machen. Im Februar spielte er bei seiner ersten Studio-Session die Titel Peppin‘ Eyes und I’ve Been Deceived ein, die kurz darauf erst bei Flip, einem Sublabel von Phillips Sun Records, und dann bei Sun veröffentlicht wurden. Bedingt durch die guten regionalen Verkäufe der Platte folgten weitere Sessions. Den von ihm und Stan Kesler geschriebene Song I Forgot To Remember To Forget nahm Feathers als Demo auf; in der Version des jungen Elvis Presley wurde der Titel zu einem Nummer-Eins-Hit.

Ende 1955 folgte bei Sun eine zweite Single, doch sein Vertrag lief aus. Zusammen mit Jerry Hufman (Gitarre), Jody Chastain (Steel Guitar) und Shorty Torence (Bass) gründete er eine Band und spielte Phillips den Rockabilly-Titel Bottle To The Baby vor, doch Phillips ließ sich nicht mehr umstimmen. Nachdem Jody Chastain zum Kontrabass gewechselt war und der Schlagzeuger Jimmy Sword Torance ersetzte, benannte sich die Gruppe in The Musical Warriors um und reiste durch die Südstaaten, wo sie auf Barn Dances und im Radio auftraten. Nach der Tour unterschrieb Feathers bei Meteor Records in Memphis. Dort veröffentlichten Feathers und seine Band einen seiner bekanntesten Titel, Tongue-Tied Jill, zusammen mit der Corrine, Corrina-Version Get With It. Das weitaus größere Label King Records wurde kurz danach auf Feathers aufmerksam und nahm ihn zusammen mit seiner Band unter Vertrag. Als Feathers zu King kam, hatte das Label nur wenig Erfahrung mit Rockabilly-Musik: „They had no idea about bass slapping and them things“, sagte Feathers später dazu.

Während ihrer Zeit bei King spielten Feathers und die Musical Warriors die bekanntesten Songs ihrer Karriere ein, wie One Hand Loose, Everybody’s Lovin‘ My Baby und Bottle To The Baby. Nachdem Feathers jedoch keinerlei finanzielle Gegenleistung bekam, verließ er King. Mit seiner Band bekam er trotzdem die Gelegenheit, einige Auftritte im KRLD Big D Jamboree zu absolvieren. Bis 1960 blieben Feathers und die Musical Warriors zusammen, traten auf und veröffentlichten Singles bei Kay und Hi Records. Ihre letzte gemeinsame Platte kam im Juli 1960 unter dem Pseudonym „Charlie Morgan“ bei Wal-May Records heraus. In den folgenden Jahren war Feathers bei verschiedenen Labels wie Memphis, Holliday Inn oder Vetco unter Vertrag. Sein 1974 bei Ronnie Weisers Rollin‘ Rock Records erschienener Song That Certain Female wurde 2005 bei dem Spielfilm Kill Bill verwendet.

Nachdem Feathers 1976 bei der London Sun Sound Show aufgetreten war, gelang ihm im Zuge des Rockabilly-Revivals ein großes Comeback. Feathers nahm verschiedene Alben auf und unternahm Tourneen durch Europa und die USA. In den 1980er Jahren verschlechterte sich Feathers Gesundheit zusehends und er musste sich für einige Zeit aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Nach einigen Monaten kehrte er auf die Bühne zurück, auch wenn er nur noch im Rollstuhl auftreten konnte.

Charlie Feathers starb am 29. August 1998 im Alter von 66 Jahren in Memphis, Tennessee; drei Tage, nachdem er aufgrund eines Schlaganfalls in ein Koma gefallen war. Feathers wurde postum in die Rockabilly Hall of Fame aufgenommen.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:15

"Anna Moffo":

Anna Moffo (* 27. Juni 1932 in Wayne, Pennsylvania, USA; † 9. März 2006 in New York City) war eine US-amerikanische Opernsängerin (lyrischer Sopran). Moffo war vor allem in den 1960er Jahren erfolgreich, als die Schönheit ihrer Stimme und ihres Äußeren miteinander konkurrierten, bevor ihr früher stimmlicher Ruin Ende der 1960er Jahre einsetzte. In den 1970er Jahren machte sie mehrere Comeback-Versuche. In Italien hatte sie die Anna Moffo Show von 1960 bis 1973 und galt als eine der zehn schönsten Frauen Italiens.

Anna Moffo war die Tochter des italo-amerikanischen Schuhmachers Nicolas Moffo und seiner Frau Regina (Cinti). Auf der High School hatte sie zunächst als Basketballspielerin Erfolg und war in der Hockey-Mannschaft die Spielführerin. Daneben trat sie auch als Sängerin in Liederabenden, auf Hochzeiten, Beerdigungen und in Chören auf. Nach Angaben von Moffo wollten ihre Eltern, dass sie nach ihrem Schulabschluss eine katholische Nonne werden sollte. Stattdessen gewann sie einen Freiplatz für eine vierjährige Ausbildung am «Curtis Institute of Music» in Philadelphia, nachdem sie die einzige Opernarie vorsang, die sie kannte: Un bel di vedremo... aus Puccinis Madama Butterfly. Sie studierte dort Gesang und Klavier und schloss mit Auszeichnung ab.

1954 nahm sie an einem Sängerwettbewerb des Philadelphia Orchestra teil, den sie auch gewann. Ihr Preis war ein Fulbright-Stipendium, mit dem sie nach Rom zur Accademia di Santa Cecilia ging, um die italienische Sprache und Gesang zu studieren. 1955 gab sie als Norina ihr Operndebüt in Donizettis «Don Pasquale» in Spoleto. Ihren Durchbruch erlangte sie im nächsten Jahr, als sie die Hauptrolle in Puccinis «Madama Butterfly» für eine Fernsehübertragung gab, bei der Mario Lanfranchi Regie führte. Zugleich war Lanfranchi auch ein Produzent für die Schallplattenfirma RCA Victor und beim italienischen Fernsehen RAI. Bereits im selben Jahr machte sie auch erste Aufnahmen bei RAI (Madama Butterfly, Sonnambula, La Figlia del Reggimento und Falstaff). Moffo und er heirateten im Jahr 1957. Lanfranchi überforderte jedoch ihre Stimme, da er sie in durchschnittlich zwölf neuen Rollen in den ersten vier Jahren ihrer Karriere einsetzte.

1957 debütierte sie an der Mailänder Scala, am 10. August 1957 bei den Salzburger Festspielen sowie am 15. September 1957 an der Wiener Staatsoper als Nanetta in Giuseppe Verdis Falstaff unter dem Dirigat von Herbert von Karajan. An der Staatsoper trat sie als Gilda in Rigoletto, in der Titelrolle von Jules Massenets Manon, als Marguerite in Charles Gounods Faust, als Micaela in Georges Bizets Carmen, als Mimi in Giacomo Puccinis La Bohème sowie als Violetta in La Traviata auf.

Ihr Debüt in den USA gab Moffo 1957 in La Bohème an der Lyric Opera of Chicago. 1959 erfolgte ihr erstes Engagement an der Metropolitan Opera in New York (La Traviata). Ihren letzten Auftritt an der Metropolitan Opera hatte Moffo 1976. Zuletzt sang sie 1983 bei einer Gala in dem Opernhaus.

Besonderer Hervorhebung bedarf ihre Rolle als Violetta Valery in La Traviata, über die Michael Parouty resümierte: „Eine Zeit lang gehörte es zum guten Ton, eine Anna Moffo mit Herablassung zu betrachten: Starfigur und Kinokarriere, sinnlicher, glamouröser Gesang und eine Theatralik, die ihre Nähe zu Hollywood veriet. Doch unleugbar ist sie eine gewandte und intelligente Darstellerin der Violetta, ihr hintertriebener Charme ist nicht ohne Reiz, und ihre Stimme hat etwas wahrhaft Strahlendes.“

1972 wurde sie von Lanfranchi geschieden und heiratete 1974 den früheren RCA-Präsidenten Robert Sarnoff, der 1997 starb.

Die Operndiva, die zuletzt in Manhattan lebte, starb nach Angaben ihrer Stieftochter Rosita Sarnoff an einem Schlaganfall.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:16

„Jackie Lee Cochran“:

Jackie Lee Cochran (* 5. Februar 1934 als Jack Cochran in Dalton, Georgia; † 15. März 1998 in Kalifornien) war ein US-amerikanischer Rockabilly-Musiker. Sein Beiname war „Jack the Cat“.

Leben:

Kindheit und Jugend:
Cochran hatte einen im Alter von zwei Jahren verstorbenen Zwillingsbruder. Sein Vater schenkte ihm zu seinem sechsten Geburtstag eine Gitarre. Seine Eltern Luther und Jean führten keine glückliche Ehe, Sein Vater wurde wegen Mordes zu 30 Jahren Haft verurteilt, daher verbrachte Cochran seine Kindheit und Jugend oft bei Verwandten in Louisiana, Meridian, Mississippi und bei seiner Großmutter in Gadsden, Alabama. Cochrans Vater wurde nach zwölf Jahren begnadigt und wanderte danach nach Jamaika aus.

Karriere:
In Gadsen knüpfte Cockran erste Kontakte zur lokalen Musikszene, was seiner Großmutter aber missfiel, denn sie wollte ihren Enkel beim Militär unterbringen. So drängte sie Cochran zum Eintritt in die US Air Force. Stationiert in San Antonio, reiste Cochran jedes Wochenende nach Abilene, um in der Radioshow von Slim Willet aufzutreten. Seine dortigen Auftritte brachten im die Aufmerksamkeit der Leitung des KRLD Big D Jamborees ein. Kurz danach wurde er Mitglied im Big D Jamboree. Als er nach Selma, Alabama versetzt wurde, gründete er die Country-Band The Flying C Ranch Boys, mit denen er abends in Bars und Lokalen sowie bei dem Radiosender WBAM auftrat. Nach seiner Entlassung aus der Luftwaffe 1955 wurde Cochran Mitglied von Jimmy Swans Band in Hattiesburg. Als Cochran zusammen mit dem jungen Elvis Presley in New Orleans auftrat, wechselte er sofort zum Rockabilly.

Cochran engagierte den Manager Pat O‘Donnell, der das Image vom „Jack the Cat“ um Cochran aufbaute. Durch O’Donnell bekam Cochran einen Plattenvertrag bei Sims Records. Seine erste Single, Riverside Jump auf der A-Seite und Hip Shakin‘ Mama auf der B-Seite, erschien im Juni 1956. Nach weiteren Auftritten im Big D Jamboree erhielt er eine Anfrage der Spade Cooley Show aus Kalifornien, dort aufzutreten. Gegen den Willen seines Managers zog Cochran an die Westküste und absolvierte dort Auftritte in der Spade Cooley Show. Auf Vermittlung von „Uncle“ Art Satherley erhielt er Cochran einen Vertrag bei Decca Records. Sein Titel Ruby Pearl verkaufte sich gut und stieg fast in die Billboard Charts ein, doch sein ehemaliger Manager ließ den Vertrag bei Decca rückgängig machen. Decca ließ die Single zum Pech Cochrans ebenfalls fallen.

Nach einem kurzen Aufenthalt bei Viv Records begann Cochran bei der Douglas Aircraft Company zu arbeiten. Die Musik hatte er vorerst aufgegeben. Doch nachdem er bei Jaguar Records eine Single veröffentlichte, gab er wieder Auftritte und infolge des Rockabilly-Revivals in den 1970er Jahren erlangte Cochran ungeahnte Popularität. 1973 veröffentlichte er bei Ronnie Weisers Rollin‘ Rock Records ein Album und spielte 1981 erstmals in Norwegen. Es folgten weitere Auftritte in Europa, vor allem in England. Gleichzeitig nahm Cochran weitere Alben auf.

Jackie Lee Cochran verstarb am 15. März 1998 in seinem Apartment in Kalifornien im Alter von 64 Jahren.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:16

“Randy California”:

Randy California (* 20. Februar 1951 in Los Angeles; † 2. Januar 1997 in Molokai, Hawaii), eigentlich Randy Wolfe, war ein US-amerikanischer Rockgitarrist.

Mit 15 Jahren spielte California einen Sommer lang in New York mit Jimi Hendrix in dessen Band Jimi James & The Blue Flames. Hendrix war es auch, der ihn California nannte, um ihn von dem anderen Randy in der Band zu unterscheiden.

Mit seinem Stiefvater Ed Cassidy gründete California anschließend in Los Angeles die Band Spirit, mit der er bis 1970 vier Alben produzierte. California schrieb die meisten Songs und war auch Sänger der Band. Er schrieb den Spirit-Hit "I Got A Line On You" (1969). Einer der größten Erfolge feierte Spirit bei der 2. Rocknacht des Rockpalast.

1973 veröffentlichte California sein bekanntestes Soloalbum "Kaptain Kopter and the Fabulous Twirly Birds". In der Folgezeit wechselten Aufnahmen mit Spirit und Soloalben.

Randy California ertrank am 2. Januar 1997 beim Schwimmen im Meer vor Molokai, Hawaii. Er geriet mit seinem 12-jährigen Sohn Quinn in eine Strömung, die ihn - nachdem er seinen Sohn in Sicherheit geschoben hatte - aufs offene Meer hinauszog. Seine Leiche wurde nie gefunden.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:17

"Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch":

Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch (* 27. März 1927 in Baku; † 27. April 2007 in Moskau) war ein russischer Cellist, Dirigent, Pianist und Humanist. Er gilt als einer der bedeutendsten Cellisten aller Zeiten.

Als Sohn eines Cellisten und einer Pianistin wurde Rostropowitsch in Baku geboren. Anfangs spielte er Violine, was ihm aber riesige Probleme bereitete. "Es war mir einfach zu schwierig, so ein Instrument zu erlernen", sagte er in einem Interview in Moskau 1973. Schlussfolgernd begann er mit dem Cello. Vor seinem Studium besuchte er die Gnjessin-Musikschule in Moskau. Im Alter von 16 Jahren kam Rostropowitsch 1943 an das Moskauer Konservatorium, wo er bis 1948 studierte. Seine Fächer waren neben Klavier und Violoncello auch Dirigieren und Komposition. Zu seinen Lehrern zählten Schostakowitsch und Prokofjew.

Rostropowitsch wurde zunächst als Cellist weltberühmt. Seine internationale Karriere startete 1964 mit einem Konzert in Deutschland. Um 1970 begann er jedoch auch zu dirigieren. Neben seinem musikalischen Interesse war er stets auch politisch sehr engagiert. Ab 1971 bekam er Ausreiseverbot, weil er den Literatur-Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn, der beim sowjetischen Regime in Ungnade gefallen war, bei sich aufnahm. 1974 verließ er nach schweren Konflikten mit der Regierung die Sowjetunion und wurde Chefdirigent des National Symphony Orchestra in Washington DC, welcher er bis 1994 blieb. Er konzertierte jedoch auch weiterhin als ein sehr aktiver Cellist. 1976 erhielt er den Ernst von Siemens Musikpreis.

1978 wurden ihm die sowjetische Staatsbürgerschaft und alle sowjetischen Auszeichnungen aberkannt. Danach nahm er die Schweizer Staatsbürgerschaft an. Er lebte allerdings in Washington und Paris.

Rostropowitsch setzte sich, nicht nur in seinem eigenen Land, für Demokratie und Menschenrechte ein. Er gab zahlreiche Konzerte, mit denen er sich für Dissidenten und Bürgerrechtler aus Osteuropa einsetzte. Einen Tag nach dem Fall der Mauer reiste er nach Berlin und spielte am 11. November 1989 am Checkpoint Charlie für die wiedervereinigten Berliner Cello. 1990 wurde er durch Michail Gorbatschow, den damaligen Präsidenten der Sowjetunion, rehabilitiert und erhielt die Staatsbürgerschaft und seine Rechte wieder zurück. Während des Putschversuchs in Moskau im August 1991 reiste er spontan in die Hauptstadt, um die Demokratie zu verteidigen.

Rostropowitsch gilt als einer der bedeutendsten Cellisten aller Zeiten. Besonders nachdrücklich setzte er sich für die Musik zeitgenössischer Komponisten ein. Er war an den Uraufführungen zahlreicher Werke beteiligt – als Cellist an mehr als 100, als Dirigent an etwa 65. Zu den Komponisten, die für ihn Stücke komponierten, zählen Nikolai Mjaskowski, Sergei Prokofjew, Aram Chatschaturjan, Dmitri Kabalewski, Dmitri Schostakowitsch, Witold Lutos³awski, Benjamin Britten, Henri Dutilleux, Arno Babadschanjan, Leonard Bernstein, Pierre Boulez, Alfred Schnittke sowie Sofia Gubaidulina. Sein Instrument war eine Duport Stradivarius aus dem Jahr 1711. Zu seinen bekanntesten Schülern zählen unter anderem Mischa Maisky, David Geringas, Chang Han-na und Natalia Gutman.

Rostropowitsch war seit 1955 mit der Sopranistin Galina Wischnewskaja verheiratet, mit der er zwei Töchter hatte.

Im Jahre 2002 erhielt er die Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

Am Freitag, dem 27. April 2007, verstarb Rostropowitsch im Alter von 80 Jahren. Wladimir Putin würdigte ihn mit den Worten: „Das ist ein enormer Verlust für die russische Kultur“. Der Trauergottesdienst wurde am 29. April 2007 in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau gehalten.
Rostropowitsch wurde nach russisch-orthodoxem Ritus auf dem Friedhof des Neujungfrauenklosters beerdigt.

Einige Wochen vor seinem Tod erhielt Rostropowitsch von Putin persönlich das Verdienstkreuz "Orden für die Verdienste um das Vaterland" der ersten Klasse - die höchste russische Auszeichnung.

Seine Foundation zur Förderung junger Künstler hatte Rostropowitsch der Kronberg Academy angeschlossen, die er mitprägte. Dort bestimmt die Trauer das Cellofestival 2007 u. a. mit einer Ausstellung und einem am Gedenktag 3. 10. enthüllten Denkmal (Büste) im Park.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:18

„Max Brand“:

Max Brand (* 26. April 1896 in Lemberg; † 4. April 1980 in Langenzersdorf) war ein österreichischer Komponist und Pionier der Synthesizer- und elektronischen Musik.

Leben:
Der Komponist Max Brand übersiedelte um 1900 mit seinen Eltern nach Wien. Nach dem Besuch verschiedener Privatschulen studierte er Komposition bei Franz Schreker zuerst in Wien und dann in Berlin. Sein Schaffen stand unter großem Einfluss von Arnold Schönberg und dessen Kreis.

In Deutschland erlebte Max Brand seine erfolgreichste Zeit. Den Höhepunkt bildeten die vielen und sehr erfolgreichen Aufführungen seiner Oper „Der Maschinist Hopkins“, die 1929 in Duisburg uraufgeführt wurde. Er gründet das „mimoplastische Theater für Ballett“ und die „Wiener Opernproduktion“ am Raimundtheater. Doch der Erfolg legte sich schon vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Max Brand kehrte vorübergehend nach Wien zurück und emigrierte aufgrund seiner jüdischen Abstammung 1937 über Prag, die Schweiz, Brasilien (wo er den Komponisten Heitor Villa-Lobos kennenlernte) in die USA, wo er von Beginn der 40er Jahre bis 1975 lebte. In den 50er Jahren lernte er den Elektrotechniker Robert Moog kennen. Dieser baute für Max Brand den ersten Synthesizer. In New York hatte Max Brand ein Tonstudio in seiner Wohnung eingerichtet. Im Jahre 1975 kehrte Max Brand nach Österreich zurück, wo er am 4. April 1980 als ein in Österreich unbekannter Musiker starb. Er wurde in der Feuerhalle des Wiener Zentralfriedhofes eingeäschert.

Sein Tonstudio mit dem ältesten Synthesizer befindet sich im Max Brand Archiv der Langenzersdorfer Museen.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:19

„Max Steiner“:

Maximilian Raoul Steiner (* 10. Mai 1888 in Wien, † 28. Dezember 1971 in Beverly Hills, Hollywood) war ein österreichisch-US-amerikanischer Komponist und einer der am häufigsten ausgezeichneten Komponisten des US-amerikanischen Films.

Leben:
Steiner stammte aus einer Theaterdynastie; sein Großvater Maximilian Steiner war u.a. Direktor am Theater an der Wien und sein Vater Gabor Steiner war in Wien ebenfalls Theaterdirektor.

Er war bereits als Kind erstaunlich musikbegabt und absolvierte die Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst bereits mit 16 Jahren. Bereits mit 15 Jahren debutierte Steiner 1903 mit seiner Operette Die schöne Griechin. Seine Ausbildung erhielt er u. a. von Gustav Mahler.

In den Jahren 1904 bis 1914 wirkte Steiner als Dirigent und Arrangeur in Großbritannien; meistenteils in London. Anschließend übersiedelte er nach Amerika, wo er zunächst als Komponist, Arrangeur und Dirigent tätig war. 1916 komponierte er seine erste Filmmusik.

1929 wurde man in Hollywood auf sein Talent aufmerksam und engagierte ihn. 1933 gelang Steiner mit der Musik zum Film King Kong und die weiße Frau ein sensationeller Erfolg. Als Co-Komponist wurde dem jungen Bernhard Kaun dieser Erfolg erst später zuteil. Erstmals in der Geschichte des Film unterlegten Steiner und Kaun dabei Dialoge mit Musik, was die dramatische Wirkung erheblich steigerte. 1935 wurde ihm für die Musik zu Der Verräter (Regie: John Ford) sein erster Oscar zuerkannt.

In seiner Zeit bei Warner Brothers zwischen 1937 und 1953 wurde er noch zweimal damit geehrt: 1942 für Reise aus der Vergangenheit und 1944 Als Du Abschied nahmst. Aus seiner Feder stammt auch die Fanfare der Filmfirma Warner Brothers, welche dann immer den Beginn deren Filme einleitete. Nach einer Anekdote komponierte er sie quasi nebenbei.

Steiner komponierte an die 300 Filmmusiken, von denen die meisten als Klassiker gelten. Er schrieb praktisch für alle Filmgenres, die Hollywood kennt, Filmmusik. Vom Western mit Errol Flynn, über Kriminalfilme mit Humphrey Bogart (auch für den Klassiker Casablanca mit ihm) bis zum Monumentalfilm Vom Winde verweht oder auch für Fernsehserien wie Sugarfoot (1957), Maverick (1957), 77 Sunset Strip (1958 ) oder The Lawless Years (1959).

1953 gründete Steiner einen eigenen Musikverlag und konnte dadurch seine Werke noch besser vermarkten.

Die „Max Steiner Society“ verleiht Ehrenmitgliedschaften für besonders gelungene Interpretationen seiner Musik. Aus Deutschland ist der Komponist Martin Böttcher Ehrenmitglied in der Gesellschaft.

Max Steiner gilt als einer der produktivsten und erfolgreichsten Komponisten Hollywoods. Er wurde insgesamt 18 mal für den Oscar nominiert. Eine weitere Ehrung erfuhr Steiner posthum: eine Fotografie von Steiners rechter Hand, mit der er Noten auf ein Blatt Papier schreibt, schmückt seit 2003 eine us-amerikanische 37¢-Briefmarke.

Im Alter von 83 Jahren starb Maximilian Raoul Steiner am 28. Dezember 1971 in Beverly Hills, USA. Bei der Adresse 1551 Vine Street ist für ihn ein Stern eingelassen auf dem Hollywood Walk of Fame.

Auszeichnungen:
Nominierungen für den Academy Award (Oscar):
* 1935 für Tanz mit mir! (The Gay Divorcee) UND „Die letzte Patrouille“ (The Lost Patrol)
* 1937 für „Der Garten Allahs“ (The Garden of Allah)
* 1939 für „Jezebel – Die boshafte Lady“ (Jezebel)
* 1940 für „Opfer einer großen Liebe“ (Dark Victory) UND „Vom Winde verweht“ (Gone with the Wind)
* 1941 für „Das Geheimnis von Malampur“ (The Letter)
* 1942 für „Sergeant York“
* 1944 für „Casablanca“
* 1945 für „Mark Twains Abenteuer“ (The Adventures of Mark Twain)
* 1946 für „Rhapsodie in Blau“ (Rhapsody in Blue)
* 1946 für „Tag und Nacht denk' ich an Dich“ (Night and Day)
* 1948 für My Wild Irish Rose UND „Unser Leben mit Vater“ (Life with Father)
* 1949 für „Schweigende Lippen“ (Johnny Belinda)
* 1950 für „Der Stachel des Bösen“ (Beyond the Forest)
* 1951 für „Der Rebell“ (The Flame and the Arrow)
* 1953 für „Jazz Singer“ (The Jazz Singer) UND „Die Heilige von Fatima“ (The Miracle of Our Lady of Fatima)
* 1955 für „Die Caine war ihr Schicksal“ (The Caine Mutiny)
* 1956 für „Urlaub bis zum Wecken“ (Battle Cry)

Oscars (Academy Award):
* 1936 für „Der Verräter“ (The Informer)
* 1943 für „Reise aus der Vergangenheit“ (Now, Voyager)
* 1945 für „Als du Abschied nahmst“ (Since You Went Away)

Golden Globe:
* 1947 für „Unser Leben mit Vater“ (Life With Father)

Filme (Auswahl):
* 1933: King Kong und die weiße Frau (King Kong)
* 1934: Of Human Bondage
* 1934: Anne of Green Gables
* 1935: Der Verräter (The Informer)
* 1935: Die drei Musketiere (The Three Musketeers)
* 1935: Der Untergang von Pompeji (The Last Days of Pompeii)
* 1935: She – Herrscherin einer versunkenen Welt (She)
* 1936: Der kleine Lord (Little Lord Fauntleroy)
* 1936: Der letzte Mohikaner (The Last of the Mohicans)
* 1936: Marine gegen Liebeskummer (Follow the Fleet6)
* 1936: Der Garten Allahs (The Garden of Allah)
* 1936: Der Verrat des Surat Khan (The Charge of the Light Brigade)
* 1937: Das Leben des Emile Zola (The Life of Emile Zola)
* 1937: Ein Stern geht auf (A Star Is Born)
* 1937: Kid Galahad – Mit harten Fäusten (Kid Galahad)
* 1938: Toms Abenteuer (The Adventures of Tom Sawyer)
* 1938: Jezebel – Die boshafte Lady (Jezebel)
* 1938: Chicago – Engel mit schmutzigen Gesichtern (Angels with Dirty Faces)
* 1939: Herr des wilden Westens (Dodge City)
* 1939: Opfer einer großen Liebe (Dark Victory)
* 1939: Todesangst bei jeder Dämmerung (Each Dawn I Die)
* 1939: Vom Winde verweht (Gone With The Wind)
* 1940: Goldschmuggel nach Virginia (Virginia City)
* 1940: Paul Ehrlich – Ein Leben für die Forschung (Dr. Ehrlich's Magic Bullet)
* 1941: Sein letztes Kommando (They Died with Their Boots On)
* 1942: Helden der Lüfte (Captains of the Clouds)
* 1942: Reise aus der Vergangenheit (Now, Voyager)
* 1942: Casablanca (zuerst engl.)
* 1944: Arsen und Spitzenhäubchen (Arsenic and Old Lace)
* 1945: Rhapsody in Blue
* 1946: Morgen ist die Ewigkeit (Tomorrow Is Forever)
* 1947: Verfolgt (1947) (Pursued)
* 1948: Der Schatz der Sierra Madre (The Treasure of the Sierra Madre)
* 1948: Gangster in Key Largo (Key Largo)
* 1949: Die Straße der Erfolgreichen (Flamingo Road)
* 1949: Ein Mann wie Sprengstoff (The Fountainhead)
* 1949: Sprung in den Tod (White Heat)
* 1950: Die Glasmenagerie (The Glass Menagerie)
* 1950: Der Rebell (The Flame and the Arrow)
* 1951: Die Teufelsbrigade (Distant Drums)
* 1954: Die Caine war ihr Schicksal (The Caine Mutiny)
* 1956: Der schwarze Falke (The Searchers)
* 1957: Von Panzern überrollt (Darby's Rangers)
* 1958: Im Höllentempo nach Fort Dobbs (Fort Dobbs)
* 1959: Der Galgenbaum (The Hanging Tree)
* 1959: A Summer Place

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:20

"Armin Stöwe":

Armin Stöwe (* 1950 in Göttingen; † 2005 nahe Berlin; auch: Armin Stoewe geschrieben) war ein deutscher Keyboarder, Synthesizer- und Elektronikmusiker sowie vielseitiger Elektronikentwickler.

1972 veröffentlichte Armin Stöwe das erste Album seiner 1969 gegründeten Band SIXTY NINE unter dem Titel Circle of the Crayfish. Im gleichen Jahr traten SIXTY NINE beim Giant-Pop-Festival in Würzburg, der Hard Rock-Night in Saarbrücken und dem Höxter-Festival auf und ließen 1973 ca. 100 weitere Konzerte folgen, wobei Stöwe und sein Partner Roland Schupp u. a. mit Golden Earring und West, Bruce & Laing auftraten. Für das 1974 erschienene Doppelalbum Sixty Nine Live wurden Mitschnitte aus Mainz und Hamburg verwendet. 1976 lernte Stöwe die Musiker Reinhard Karwatky und Ingo Werner kennen, mit denen er das Musik-Trio AIR bildete.

Seit Mitte der 1970er Jahre entwickelte Armin Stöwe zudem gemeinsam mit Ingo Werner (erst im eigenen GENERAL ELECTRONIC PLASTIC STUDIO, später dann im gemeinsamen Tonstudio Stöwe-Werner) die Konzeption eines polyrhythmischen, polyphonen und polydynamischen Sequenzers, dessen Auftrag zur Realisierung an Ingenieur Wolfgang Palm (PPG Synthesizer) in Hamburg ging. Während Palm das Gerät zur Serienreife weiterentwickelte und in sein PPG-Konzept integrierte, arbeitete Stöwe parallel mit diversen Musik-Computern, Synthesizer-Systemen und programmierte auf MP-Basis Musiksoftware für Mini-Sequenzer und polyrhythmische Pulsgeber, entwickelte und baute Effektgeräte wie einen 10 Kanal-Flanger, einen 24-Band-Stereo-Vocoder, einen 64-Step-Digitalsequenzer oder Rhythmusgeräte. Am 10. und 13. September 1980 ehrte die ars electronica Stöwes Gesamtleistung im Bereich der elektronischen Musiker mit zwei Auftritten der Gruppe AIR. Während dieser Zeit erfolgten zudem mehrere Jazz- und Elektronik-Produktionen Stöwes, auch mit anderen Musikern.

Stöwes Event-Generator für das PPG Waveterm 340 (PPG Event-Generator System 380, 16stimmiger, polyrhythmischer Sequenzer für zwei Wave-Computer-Systeme) wurde ein großer Erfolg, den er 1985 mit der Eigenentwicklung eines innovativen Raumklang-Beschallungssystems namens OCTON (mit acht Lautsprechern für jede Ecke eines Raumes) nochmals zu erreichen versuchte. Diese Entwicklung konnte sich jedoch nicht durchsetzen, obwohl Stöwe sie 1986 auf der Musikmesse in Frankfurt und wenig später bei einer Veranstaltung des BDI vorstellte. Erst zehn Jahre später erreichte das Dolby Surround System ähnliche Klangeindrücke.

2005 verstarb Armin Stöwe in der Nähe von Berlin durch Suizid. Stöwe hatte sich dort nach der Wende eine alte Kaserne der NVA gekauft, in welcher er Synthesizer-Raritäten wie PPG-Computer, Oberheim Synthesizer, ein MOOG-Modular-System und hunderte weitere Sachen ausgestellt hatte. Nach seinem Tod musste der künstlerische und technische Nachlass Armin Stöwes verkauft werden.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:21

„Faron Young“:

Faron Young (* 25. Februar 1932 in Shreveport, Louisiana; † 10. Dezember 1996) war ein US-amerikanischer Country-Sänger.

Anfänge:
Faron Young wuchs auf der Farm seiner Eltern im ländlichen Louisiana auf. Von seinem Football-Trainer beeinflusst fand er früh Zugang zur Country-Musik. Nachdem er erste Erfahrungen in einer High School Band gesammelt hatte, gelang ihm Anfang der fünfziger Jahre der Einstieg in die populäre Louisiana Hayride Show. Hier traf er auf den aufstrebenden Star Webb Pierce, der ihn als Sänger anheuerte. Bei einem kleineren Label wurden erste Platten eingespielt.

Karriere:
1952 hörte der Produzent Ken Nelson Faron Young zufälligerweise im Autoradio und nahm ihn im gleichen Jahr für das Capitol Label unter Vertrag. Kurz darauf wurde er aber zur Armee eingezogen. In Korea wurde er als Truppenbetreuer eingesetzt. Er hatte sogar die Möglichkeit, Schallplatten aufzunehmen. Anfang 1953 erreichte seine Single Goin' Steady Platz zwei der Country-Charts. Seine nächsten Aufnahmen waren ähnlich erfolgreich.

1955 wurde Young aus der Armee entlassen. Wenig später schaffte er mit Live Fast, Love Hard, Die Young seinen ersten Nummer-1-Hit. Im gleichen Jahr übernahm er erstmals eine Filmrolle. Seine Auftritte in Hidden Guns und anschließend in einer Fernsehserie brachte ihm den Spitznamen Singing Sheriff ein. Seine Erfolge als Country-Sänger hielten an. Der Don Gibson Song Sweet Dreams erreichte Platz zwei der Country-Charts. 1961 schaffte Young mit von dem damals völlig unbekannten Songwriter Willie Nelson geschriebenen Hello Walls erneut einen Top-Hit, der sich auch hoch in den Pop-Charts platzieren konnte. Es wurde gerade zu einem Markenzeichen Youngs, junge aufstrebende Musiker und Songwriter zu fördern.

Ein Jahr später wechselte er zum Mercury Label, wo er sich zunächst in Richtung Nashville Sound umorientierte. Erst Ende des Jahrzehnts kehrte er zum Honky Tonk zurück und wurde mit deutlich steigenden Verkaufszahlen belohnt. 1969 erreichte er mit Wine Me Up noch einmal Platz Zwei. Seinen letzten Nummer-1-Hit schaffte er 1971 mit der Ballade It's Four In The Morning.

Die letzten Jahre:
Ab Mitte der siebziger Jahre wurden die Erfolge seltener. Er wechselte noch einmal das Label. Seine geschäftlichen Aktivitäten traten zunehmend in den Vordergrund. Er war in Nashville an Bürogebäuden beteiligt und gehörte zu den Herausgebern der Zeitschrift Music City News.

Nach massiven gesundheitlichen Problemen erschoss sich Faron Young am 9. Dezember 1996. Einen Tag später wurde er offiziell für tot erklärt. Im Jahre 2000 erhielt er postum die größte Auszeichnung der Country-Musik: Er wurde in die Country Music Hall of Fame aufgenommen.

Varia:
1985 schrieb die britische Band Prefab Sprout einen Song über Faron Young, den sie auf ihrem Album Steve McQueen (in den USA unter dem Titel Two Wheels Good) veröffentlichten.

Quelle: Wikipedia
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01.04.2009, 23:22

„Miklós Rózsa“: (Teil 1)

Miklós Rózsa (* 18. April 1907 in Budapest; † 27. Juli 1995 in Los Angeles) war ein ungarisch-amerikanischer Komponist. Er gilt als einer der bedeutendsten Filmkomponisten und schrieb unter anderem die Musik zum Monumental-Klassiker Ben Hur. Daneben umfasst sein Werkverzeichnis auch Orchester- und Kammermusik für den Konzertsaal. Rózsa komponierte in einem überwiegend an der Tonalität orientierten, gemäßigt modernen Stil.

Leben und Werk:
Miklós Rózsa wurde am 18. April 1907 als Sohn eines wohlhabenden Fabrikbesitzers in Budapest geboren. Seine Jugendjahre verbrachte er oft auf dem Landsitz der Familie in Nagylócz, wo er sich für Leben und Kultur der einfachen Landbevölkerung zu interessieren begann. Im Alter von fünf Jahren erlernte er das Violinspiel bei Lajos Berkovits, einem Schüler des bekannten Violinisten und Komponisten Jenö Hubay.

Dem Beispiel der seinerzeit in etablierten Budapester Musikkreisen „berüchtigten“ Avantgardisten Béla Bartók und Zoltán Kodály folgend notierte Rózsa schon in seiner Jugend in den umliegenden Dörfern die Volkslieder der ländlichen Bevölkerung, auf die er in späteren Werken wie den Variationen über ein ungarisches Bauernlied, op.4 zurückgriff. „Ich war nie ein systematischer Volksliedsammler ... Mich interessierte einzig die Musik, die mich dauernd umgab und in Ausdruck und Rhythmus sehr beeindruckte. Ich lief nur mit einem kleinen schwarzen Notenbuch herum und schrieb alle Melodien nieder. Der Text kümmerte mich nicht“, sagte Rózsa Jahrzehnte später in einem Interview mit dem Filmmusikexperten Christopher Palmer. Die spezielle Melodik und Harmonik der ungarischen Volksmusik prägte auch den reifen Stil Rózsas.

Studium in Leipzig:
1926 nahm er sein Studium in Musik am Konservatorium in Leipzig auf, parallel dazu studierte er zunächst auf Drängen seines Vaters auch Chemie an der dortigen Universität, was er jedoch noch im selben Jahr aufgab. Rózsas Professor in Komposition war Hermann Grabner, ein Schüler von Max Reger. Dessen charakteristische chromatische Kontrapunktik sollte großen Einfluss auf einige der frühen Werke Rózsas haben, so. z.B. das Quintett für Klavier und Streichquartett, op.2.

Rózsas erstes „offizielles“ Werk, das Streich-Trio, op.1 (1928, eigentlich Trio-Serenade) wurde von Grabner mit Begeisterung aufgenommen. Auf dessen Empfehlung hin vermittelte der damalige Thomaskantor Karl Straube den Druck des Stücks, wie auch des Klavierquintetts, bei dem Verlag Breitkopf & Härtel. B&H veröffentlichte in den nächsten fünfzig Jahren den Großteil von Rózsas Konzertwerken. In diese Zeit fällt auch das erste, nie veröffentlichte Violinkonzert.

1929 beendete er sein Studium cum laude. Zunächst blieb er in Leipzig und arbeitete zusammen mit seinem ehemaligen Kommilitonen Wolfgang Fortner als Assistent Grabners. Nach einem Konzert seiner Kammermusik an der École Normale de Musique in Paris ließ er sich jedoch im Mai 1932 dort als freischaffender Komponist nieder.

Die Jahre in Paris und London:
In seine Pariser Jahre fallen Werke wie Thema, Variationen und Finale, op.13 (1933, bei Eulenburg), die Sonate für zwei Violinen, op.15 (1933, überarbeitet 1973) und die Serenade für kleines Orchester, die in der 1946 bearbeiteten Fassung als op.25 verlegt wurde. In dieser Zeit freundete sich Rózsa mit dem ebenfalls in Paris lebenden Schweizer Komponisten Arthur Honegger an, bestritt mit ihm auch 1934 ein gemeinsames Kammerkonzert. Es war Honegger, der den jungen Rózsa auf die Idee brachte, sein Einkommen mit Filmmusik aufzubessern. Honegger bewies ihm mit seiner Partitur zu dem Film Les Miserables, dass man durchaus anspruchsvolle orchestrale Musik für das Medium Film schreiben konnte. In diesem neuem Arbeitsfeld verdingte sich Rózsa zunächst als „Fanfarenschreiber“ für die Wochenschauen der Pathé-Organisation, eine künstlerisch wie finanziell äußerst unbefriedigende Tätigkeit. Wohl auch deshalb benutzte er für die Auftragsarbeiten das Pseudonym „Nic Tomay“.

Da die Zahl der Jobs in der französischen Filmindustrie begrenzt schien, übersiedelte Rózsa nach London, wo er auf Einladung Jaques Feyders seine erste Filmmusik für A Knight without Armour (1937) schrieb. Für das unabhängige Studio seines Landsmanns Alexander Korda folgten schnell weitere Partituren, darunter zu nennen Die vier Federn (The Four Feathers) und The Spy in Black (beide 1939). Als die Arbeiten für das aufwändige Kostümspektakel Der Dieb von Bagdad wegen der Bombenangriffe der Luftwaffe auf London in Gefahr gerieten, wurde der Dreh kurzerhand 1940 nach Los Angeles verlegt, wo sich Rózsa endgültig niederließ.

Karriere in Hollywood:
In den folgenden Jahren etablierte sich Rózsa schnell als einer der führenden Filmkomponisten Hollywoods, dessen Arbeiten mit insgesamt drei Academy Awards für die „beste Originalkomposition“ und zehn weiteren Nominierungen belohnt wurden. Seine Oscars gewann Rózsa für Ich kämpfe um dich (Spellbound, 1945), Ein Doppelleben (1948 ) und schließlich 1959 für Ben-Hur, an dem er ein Jahr arbeitete. Insgesamt schrieb er zwischen 1937 und 1982 annähernd einhundert Partituren für abendfüllende Spielfilme. Besonders bekannt wurden Rózsas Arbeiten in den Filmgenres Kriminalfilm (z.B. die Film Noirs The Killers (1946), The Naked City (1948 ), und John Hustons Asphalt-Dschungel (1950)), Melodram (Billy Wilders Alkoholikerdrama Das verlorene Wochenende (1945)), The Red House (1947) bzw. Schiff ohne Heimat (Plymouth Adventure, 1952) und natürlich den Epen und historischen Abenteuerfilmen Quo Vadis? (1951), Ivanhoe – Der schwarze Ritter (1952), Julius Caesar (1953), Die Ritter der Tafelrunde (Knights of the Round Table, 1953), Ben-Hur, König der Könige (1960) und schließlich El Cid von 1961).

Rózsas oft dissonante, an der Harmonik des frühen 20. Jahrhunderts und an der Musik Bartóks und Kodálys geschulte Filmkompositionen brachten ihm oft Schwierigkeiten mit dem musikalischen Establishment der Hollywoodstudios ein, die eine spätromantische Tonsprache favorisierten. In Bezug auf seinen populären Kollegen Victor Young bezeichnete Rózsa diesen Stil einmal als „Broadway-cum-Rachmaninoff“. Trotz der Konflikte blieb Rózsa seiner eigenen Klangsprache treu, weshalb seine Filmpartituren auch jederzeit binnen weniger Takte als seine Arbeiten identifizierbar sind. Ein herausragendes Element mehrerer Partituren in den 1940er-Jahren war Rózsas Verwendung des Theremins, eines im Klang der Violine ähnlichen elektronischen Instruments, bei dem die Töne durch Bewegungen des Spielers entlang einer unsichtbaren Luftsäule erzeugt werden. Nachdem Rózsa das Instrument in die Filmmusik eingeführt hatte (in Hitchcocks „Ich kämpfe um dich“ (Spellbound, 1945)), wurde es noch von etlichen seiner Kollegen verwendet, so etwa Bernard Herrmann (für „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ - The Day the Earth Stood Still, 1955) und Roy Webb („Die Wendeltreppe“, - The Spiral Staircase, 1945).

Gleichzeitig sorgten Rózsas prägnante Melodien und die Dynamik der Musik dafür, dass sich seine Partituren auch außerhalb ihres ursprünglichen Verwendungszwecks, nämlich als selbständige Tonträger, seit Jahrzehnten auf Schallplatte und später Compact Disc großer Beliebtheit erfreuen. Mit weit über 60 Tonträgern gehört Miklós Rózsa zu den am besten diskografisch dokumentierten Filmkomponisten. Seine Vorliebe, die Stimmungen einer Filmszene und die Psychologie dahinter in ihrer Gesamtheit musikalisch zu erfassen, statt mit dem sogenannten Mickey-Mousing jede Bewegung eines Schauspielers und jedes physische Ereignis einzeln zu illustrieren, haben dafür gesorgt, dass seine Musik vom Film losgelöst stets als unabhängiges musikalisches Erlebnis bestehen kann. Diese Methode hat ihm jedoch auch die Kritik solcher Kommentatoren eingetragen, die ihn als „Generalisten“ bezeichnen, der sich „zu fein gewesen“ sei, minutiös alle Elemente jeder Szene herauszuarbeiten.

Auf Empfehlung seines Agenten ließ sich der bis dahin freie Rózsa 1948 von dem seinerzeit prestigeträchtigsten Hollywoodstudio, der Metro-Goldwyn-Mayer Gesellschaft in Burbank, unter Vertrag nehmen - allerdings nur mit der Zusicherung, dass ihm für seine Arbeit an Konzertwerken in jedem Sommer drei Monate (unbezahlten) Urlaubs gewährt würden - und dass er seine Tätigkeit als Professor für Filmkomposition an der University of Southern California würde fortsetzen dürfen. Zu seinen Studenten an der USC gehörte Jerry Goldsmith, dessen Interesse an Filmmusik durch Rózsas Partitur zu Spellbound geweckt worden war. Rózsa räumte später ein, dass von allen seinen Studenten Goldsmith der einzige gewesen sei, der es als Filmkomponist bis ganz nach oben geschafft habe. „Denn eines konnte ich den jungen Leuten nicht beibringen: Wie man einen Job bekommt.“

1962 lief sein Vertrag mit der MGM aus. Ab Mitte der 60er Jahre waren traditionelle symphonische Filmpartituren immer weniger gefragt, und so konzentrierte sich Rózsa als freier Komponist fortan wieder mehr auf seine Konzertwerke, die er während seiner Filmkarriere jedoch nie ganz aufgegeben hatte. So fallen in seine Jahre bei MGM die beiden wohl bedeutendsten klassischen Werke, das Streichquartett Nr.1, op.22 (1950, das Rózsa während der Arbeit an der opulenten Partitur zu Quo Vadis komponiert - sozusagen als „Gegenmittel“, wie er später schrieb) - und das Konzert für Violine und Orchester, op.24 (1953, geschrieben für und uraufgeführt von Jascha Heifetz). In den sechziger Jahren folgten noch drei weitere große Virtuosenkonzerte, je eines für Klavier und Cello und die Sinfonia Concertante für Violine, Cello und Orchester von 1966. Mit dem Bratschenkonzert von 1979 schließt sich der Kreis von Rózsas konzertanten Werken.
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„Miklós Rózsa“: (Teil 2)

1982 verfasste Rózsa seine letzte Filmpartitur, zu der Steve Martin-Komödie Tote tragen keine Karos. Diese Arbeit ist insofern interessant, als der Film aus Schnipseln klassischer Kriminalfilme der vierziger Jahre zusammengesetzt ist, von denen einige Rózsa damals schon vertont hatte. Aus den späten Jahren seiner Filmkarriere ragen noch Das Privatleben des Sherlock Holmes (1970), in dem Rózsa auf Bitte des Regisseurs Billy Wilder Themen aus seinem Violinkonzert verarbeitete, die mit einem César ausgezeichnete Partitur zu Alain Resnais's Drama Providence (1977) und der nostalgische Spionagethriller Die Nadel (Eye of the Needle, 1981) heraus.

Die letzten Jahre:
Ein schwerer Schlaganfall im September 1982, der Rózsas linke Körperhälfte paralysierte, beendete seine Karriere als Komponist von Film- und Orchestermusik. In den achtziger Jahren schrieb er deshalb nurmehr einige Stücke für Soloinstrumente, darunter zu nennen die Sonate für Solo-Violine, op.40 (1986). Sein letztes Werk war die kurze Introduction and Allegro für Solobratsche, op.44, von 1988. Rózsas letzte Lebensjahre waren von schwerer Krankheit überschattet. Dem deutschen Regisseur Markus Rosenmüller gelang es jedoch, ihn für die Filmmusikdokumentation Der Klang der Bilder von 1995 zu interviewen.

Im Juli desselben Jahres starb Miklós Rózsa an den Spätfolgen seines Schlaganfalls. Er war von 1943 bis zu seinem Tod mit Margaret Finlason verheiratet und Vater zweier Kinder.

Kurz vor seinem Schlaganfall hatte er sein Leben und Werk in einer Autobiografie niedergelegt, die den beziehungsreichen Titel A Double Life trägt. Rózsa bekennt darin u.a., niemals ein besonderer Freund des Mediums Film gewesen zu sein, das er in erster Linie als „Broterwerb“ betrachtete. Dennoch, so betont er ausdrücklich, habe er wie seine Kollegen immer sein Bestes für seinen Arbeitgeber getan und auch seinen eigenen Stil, wenn auch in für das Medium vereinfachter Form, nie verleugnet. Seine Konzertwerke erfreuten sich zu ihrer Entstehungszeit großer Beliebtheit und wurden von den führenden Dirigenten und Interpreten jener Tage aufgeführt, darunter Bruno Walter, Eugene Ormandy, Charles Münch, Sir Georg Solti und Leonard Bernstein. In den letzten anderthalb Jahrzehnten ist das Interesse an Rózsas konzertanten Werken erneut stark angewachsen, was sich in zahlreichen Aufnahmen niederschlug.

Personalstil:
Die Tonsprache Miklós Rózsas wird von zwei Elementen dominiert. Das eine wurde durch seine strenge deutsche akademische Ausbildung geprägt - seine Vorliebe für kontrapunktischen Satz und fugale Formen, die sogar in den Filmmusiken stets deutlich erkennbar blieb. Obwohl Rózsa nach eigenem Bekunden keine besondere Vorliebe für die Musik Max Regers hatte, so hatte sein Kompositionslehrer Grabner, der ein Schüler Regers war, ihn doch offenbar so intensiv mit dessen Musik vertraut gemacht, dass Anklänge an Regers Stil besonders in den frühen Werken kaum zu verleugnen sind.

So überrascht es auch nicht, dass zu Rózsas gelungensten Werken jene gehören, die für Streicherensemble (Quartette) bzw. Streichorchester (Concerto for Strings, op.17) gesetzt sind - bieten sich doch kontrapunktische Strukturen besonders für eine reine Streicherbesetzung an.

Die Kontrapunktik vereint sich mit dem zweiten bedeutenden Stilmerkmal, Rózsas Melodik, die wie schon oben erklärt auf die ungarische Volksmusik zurückgeht. Selten zitiert Rózsa tatsächliche Volkslieder, aber seine eigenen Melodien sind doch unverkennbar von ungarischem Gepräge. Hierin folgt er seinen Vorbildern Bartók und Kodály, wobei Rózsa harmonisch nie so frei war wie Bartók, sondern bis in seine letzten Stücke hinein den akademischen Wurzeln seiner Ausbildung verpflichtet blieb. Dieser „Zwiespalt“ ist immer wieder als ungelöster Konflikt in Rózsas Werken auffindbar.

Daneben sind auch Einflüsse von Richard Strauss, Claude Debussy und Maurice Ravel erkennbar, jedoch stets „kanalisiert“ durch Rózsas eigene Melodik.

Diskografisches:
Miklós Rózsa war ein Pionier was die Einspielung von Filmmusiken auf Schallplatte für den freien Verkauf angeht. Die Suite aus der Musik zu Das Dschungelbuch von 1942, mit dem NBC Symphony Orchestra und dem jungen Schauspieler Sabu als Erzähler, war die erste ihrer Art in der Geschichte der amerikanischen Filmmusik. Auch in den folgenden Jahrzehnten betrieb Rózsa, im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen, aktiv die Veröffentlichung seiner Filmarbeiten, meist in Form von Neueinspielungen.

Im Rahmen dieser Tätigkeit hielt sich Rózsa seit den 1950er-Jahren häufig in Deutschland auf. Eine besondere Arbeitsbeziehung verband ihn mit den Nürnberger Symphonikern, mit denen er schon Ende des Jahrzehnts Suiten aus seinen Film Noirs und der Biografie Vincent van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft (1956, im Original Lust for Life) einspielte. 1982 nahm Rózsas Kollege Elmer Bernstein dort als „Geburtstagsgeschenk“ für ihn eine umfangreiche Retrospektive auf. Im selben Jahr hatte Rózsa zum letzten Mal selbst den Taktstock geschwungen und zwar für eine Neuaufnahme des Dieb von Bagdad, ebenfalls in Nürnberg.

Als bedeutendsten diskografischen Beitrag Rózsas zur Filmmusik müssen jedoch jene Aufnahmen gelten, die er in den 1970er-Jahren für das Label Polydor in London mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter dem Signum „Rózsa Conducts Ròzsa“ machte. Diese Serie von Schallplatten illustrierte Rózsas Filmkarriere auf herausragende Weise. Leider gelten die Bänder dieser Produktionen als verschollen, weshalb sie nicht auf CD erscheinen konnten.

Fast alle von Rózsas 44 mit Opuszahlen versehenen Konzertwerke wurden inzwischen vollständig und teils auch mehrfach, eingespielt. Herausragend darunter sind sicher die Aufnahmen des Violinkonzerts: 1956 mit dem Widmungsträger Jascha Heifetz, 1995 von Igor Gruppman, 2003 mit dem Amerikaner Robert McDuffie für Telarc und zuletzt 2007 von Anastasia Khitruk für Naxos. Janos Starker und Leonard Pennario dokumentierten die für sie geschriebenen Konzerte für Cello bzw. Klavier ebenfalls auf Tonträger, in jüngerer Zeit auch Lynn Harrell bzw. Evelyn Chen. In der Mitte der neunziger Jahre spielte das Label Koch International unter dem Dirigenten James Sedares in Neuseeland fast alle erhaltenen Orchesterwerke Rózsas digital ein. Die Kammermusik ist bisher weit weniger gut erfasst.

Filmografie (Auswahl):
* 1939: Vier Federn (The Four Feathers)
* 1940: Der Dieb von Bagdad (The Thief of Bagdad)
* 1941: Lord Nelsons letzte Liebe (Lady Hamilton)
* 1942: Das Dschungelbuch (Jungle Book)
* 1944: Frau ohne Gewissen (Double Indemnity)
* 1945: Ich kämpfe um dich (Spellbound)
* 1945: Das verlorene Wochenende (The Lost Weekend)
* 1946: Die seltsame Liebe der Martha Ivers (The Strange Love of Martha Ivers)
* 1946: Rächer der Unterwelt (The Killers)
* 1947: Ein Doppelleben (A Double Life)
* 1950: Asphalt Dschungel (The Asphalt Jungle)
* 1951: Quo Vadis? (Quo Vadis)
* 1952: Ivanhoe – Der schwarze Ritter (Ivanhoe)
* 1953: Julius Caesar
* 1954: Das Tal der Könige (Valley of the Kings)
* 1954: Grünes Feuer (Green Fire)
* 1956: Mein Wille ist Gesetz (Tribute to a Bad Man)
* 1956: Van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft (Lust for Life)
* 1957: Hongkong war ihr Schicksal (The Seventh Sin)
* 1959: Ben Hur
* 1959: Die Welt, das Fleisch und der Teufel (The World, the Flesh and the Devil)
* 1961: König der Könige (King Of Kings)
* 1961: El Cid
* 1962: Sodom und Gomorrha (Sodom and Gomorrah)
* 1968: Die fünf Verdächtigen (The Power)
* 1968: Die grünen Teufel (The Green Berets)
* 1970: Das Privatleben des Sherlock Holmes (The Private Life of Sherlock Holmes)
* 1977: Providence
* 1979: Tödliche Umarmung (Last Embrace)
* 1979: Flucht in die Zukunft (Time after Time)
* 1981: Die Nadel (Eye of the Needle)
* 1982: Tote tragen keine Karos (Dead Men Don't Wear Plaid)

Auszeichnungen für seine Filmmusiken:
* 1942: Oscar Nominierung für Lydia
* 1943: Oscar Nominierung für Jungle Book
* 1945: Oscar-Nominierung für Frau ohne Gewissen
* 1946: Oscar-Nominierung für Das verlorene Wochenende
* 1946: Oscar für Ich kämpfe um dich
* 1947: Oscar-Nominierung für Rächer der Unterwelt
* 1948: Oscar für Ein Doppelleben
* 1952: Oscar-Nominierung für Quo vadis?
* 1953: Oscar-Nominierung für Ivanhoe – Der schwarze Ritter
* 1954: Oscar-Nominierung für Julius Caesar
* 1960: Oscar für Ben Hur
* 1962: Oscar-Nominierung für El Cid

Konzertwerke (Auswahl):
* 1927: Serenade, op.1 (Trio für Violine, Bratsche und Cello)
* 1928: Quintett für Klavier und Streichquartett, op.2
* 1933: Thema, Variationen und Finale für Orchester, op.13
* 1938: Drei ungarische Skizzen, für Orchester, op.14
* 1943: Konzert für Streichorchester, op.17
* 1950: Streichquartett Nr.1, op.22
* 1952: The Vintner's Daughter - Variationen über ein französisches Volkslied, op.23 (23a für Orchester)
* 1953: Konzert für Violine und Orchester, op.24 („für Jascha Heifetz“)
* 1966: Sinfonia Concertante für Violine, Cello und Orchester, op.29
* 1967: Konzert für Klavier und Orchester, op.31
* 1968: Konzert für Violoncello und Orchester, op.32 („für Janos Starker“)
* 1972: Tripartita für Orchester, op.34
* 1979: Konzert für Viola und Orchester, op.37
* 1981: Streichquartett Nr.2, op.38
* 1986: Sonate für Violine (Solo), op.40

Quelle: Wikipedia
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„Henry Mancini“:

Henry Mancini, eigentlich Enrico Nicola Mancini (* 16. April 1924 in Cleveland, Ohio; † 14. Juni 1994 in Beverly Hills, Kalifornien) war einer der bedeutendsten US-amerikanischen Komponisten. Seine musikalischen Schwerpunkte lagen im Bereich Jazz, besonders im Swing. Zu Mancinis bekanntesten Kompositionen gehören die Filmmusik zu Der rosarote Panther (darunter die Titelmelodie) sowie das Lied Moon River aus seiner Musik zum Film Frühstück bei Tiffany.

Leben und Werk:
Henry Mancinis Eltern (Quinto Mancini und Anna Pece) waren in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg aus Italien, genauer den Abruzzen, in das „Gelobte Land“ USA gekommen, wo sie sich kennenlernten und heirateten. Musste Quinto noch als Stahlarbeiter sein Geld verdienen, war doch die Liebe zur Musik vorhanden. Er brachte sein einziges Kind Henry dazu, Piccolo- und Querflöte zu lernen, und sowohl er als auch Henry spielten diese Instrumente in der Einwanderer-Folklore-Band „The Sons of Italy“ im kleinen Aliquippa, Pennsylvanien. Das Repertoire bestand vornehmlich aus italienischen Opernouvertüren, Märschen und populären Liedern der Heimat im Alten Europa. Mit 12 Jahren begann Mancini, Klavier zu lernen. Nach Abschluss der High School ging er an die renommierte Juilliard School of Music in New York. Ein Jahr später wurde er bereits, Amerika war mittlerweile in den 2. Weltkrieg eingetreten, zum Militärdienst einberufen und war 1945 bei der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen beteiligt.

Mancinis große Leidenschaft war und blieb Big Band, Swing und Jazz. Bereits in den vierziger Jahren hatte Mancini Kontakt zu den Swing- und Jazzgrößen der Zeit, insbesondere zu Benny Goodman. Diesem sandte er einige seiner eigenen Arrangements. Goodman bot ihm eine Anstellung an und so schloss Mancini sich 1946 der neu formierten Glenn-Miller-Band an. (Miller war verschollen, das Orchester wurde von Tex Beneke geleitet.) Nach dem Krieg erweiterte Mancini seine Kompositions- und Tonsatzkenntnisse noch mit Studien bei den bekannten Komponisten Ernst Krenek und Mario Castelnuovo-Tedesco.

1952 gab ihm das Universal-Studio eine zweiwöchige Anstellung für einen Abbott und Costello-Film: Abbott and Costello Go to Mars (1953). Die Zusammenarbeit hielt schließlich sechs Jahre. In dieser Zeit arbeitete sich Mancini als Komponist und Arrangeur durch alle denkbaren Filmgenres, meistens aber ohne in den Filmcredits aufgeführt zu werden. So war er z.B. auch für die Filme Der Schrecken vom Amazonas (1954), Die Rache des Ungeheuers (1955), Metaluna IV antwortet nicht (1955) und Tarantula (1955) tätig. Arbeitsteilungen von verschiedenen Komponisten waren zu der Zeit aus Zeitgründen notwendig und üblich. Weitere bekannte Komponisten der Universal-Musikabteilung unter der Leitung von Joseph Gershenson waren der österreichische Emigrant Hans J. Salter und Herman Stein.

Der Erfolg von Mancinis Bearbeitungen für die Filme Die Glenn Miller Story (1955, erste Oscar-Nominierung) und „Die Benny Goodman Story“ (1954) eröffnete ihm die Möglichkeit, für weitere Filme neue Musikstile einzuführen. Mancini war mit Alex North (Endstation Sehnsucht), Elmer Bernstein (Der Mann mit dem goldenen Arm) und Leith Stevens (Der Wilde) einer der Ersten, die den Jazz in die bisher spätromantisch geprägte orchestrale Film- und Fernsehmusik einführten. Als beste Leistung seiner Universal-Zeit bezeichnete Mancini die Musik zu dem Orson-Welles-Film Im Zeichen des Bösen (1958 ), die zu dieser Zeit die erste große Filmmusik mit lateinamerikanischem Jazz war.

Die Zusammenarbeit mit dem Filmregisseur Blake Edwards, zuerst für die Fernsehserien Peter Gunn (1958 ) und „Mister Lucky“ (1960/61), gab Mancini die Möglichkeit, seinen populären Stil zu entwickeln und wurde zu der erfolgreichsten Periode seines Schaffens, mit Musiken zu Frühstück bei Tiffany (1961, darin eines seiner bekanntesten Lieder „Moon River“), Die Tage des Weines und der Rosen (1962), zu den Krimikomödien mit Peter Sellers um den Rosaroten Panther (ab 1963), zu Das große Rennen rund um die Welt (1965), Der letzte Zug (1962), Der Partyschreck, 10 – Die Traumfrau, Victor/Victoria und viele weitere. Edwards und Mancini arbeiteten bei nahezu 30 Filmen zusammen.

Der zweite Regisseur, der Mancini half, große Musik-Scores zu entwickeln, war Stanley Donen, für den er u.a. die Musik zu Charade (1963) und Arabeske (1966) komponierte. Daneben gab es viele weitere Regisseure, die von Mancinis Musik profitierten, so Howard Hawks, für dessen Film Hatari! (1962) Mancini - neben dem überraschend elegischen, originell instrumentierten Hauptmotiv - den zum Evergreen gewordenen „Baby Elephant Walk“ schrieb, Martin Ritt mit seinem Film Verflucht bis zum jüngsten Tag (1970), Vittorio De Sica mit Sonnenblumen (1970), Norman Jewison mit Gaily, Gaily (1969), Paul Newman mit Sie möchten Giganten sein (1971) und Die Glasmenagerie (1987), Stanley Kramer mit Oklahoma Crude (1973), George Roy Hill mit Tollkühne Flieger (1975), Arthur Hiller mit Trans-Amerika-Express (1976) und Ted Kotcheff mit Die Schlemmer-Orgie (1978 ). Insgesamt gehen über 480 Film- und Fernsehkompositionen auf das Konto von Henry Mancini.

Henry Mancini wurde für 18 Oscars nominiert und gewann ihn viermal. Außerdem gewann er 20 Grammys und zwei Emmys. Mancini nahm über 50 kommerzielle Musikalben für RCA auf. Diese machten ihn zu einem der populärsten Vertreter der Easy Listening - Musik, obwohl ihm dieses Label nicht gerecht wird. Er schrieb nicht nur geistvolle Stücke im Jazz-, Swing-, Latin- und Soul-Stil, sondern auch großorchestrale Partituren, wie zum Beispiel Lifeforce – Die tödliche Bedrohung (1985) und Basil, der große Mäusedetektiv (1986).

1996 wurde das Henry Mancini Institute gegründet, in dem Nachwuchsmusiker professionelle Erfahrungen für ihre Karriere im Musikgeschäft sammeln konnten. Es wurde von Patrick Williams geleitet, auch Jack Elliott war beteiligt. Ende 2006 musste das Institut aus finanziellen Gründen schließen.

Mancini war bis zu seinem Tod mit der Sängerin Virginia O'Connor verheiratet und hat Zwillingstöchter, Monica und Felice, sowie einen Sohn, Christopher. Monica begann nach dem Tod ihres Vaters eine eigene Gesangskarriere, nahm CDs auf und wurde zu einer der einfühlsamsten Interpretinnen der besten Songs ihres Vaters. Am 13. April 2004 erschien in den USA anlässlich seines 80. Geburtstags eine 37¢-Gedenk-Briefmarke, die sein Portrait zeigt und verschiedene seiner Kompositionen auflistet.

Henry Mancini hatte einen unverwechselbaren eigenen Stil, der sich durch große Leichtigkeit und oft verblüffende Einfachheit und Klarheit auszeichnete. Um Mancinis Musikverständnis zu charakterisieren, könnte man einen berühmten Ausspruch des österreichischen Schriftstellers Hugo von Hofmannsthal bemühen, der sinngemäss so lautet: „Man muß die Tiefe verstecken. Wo? An der Oberfläche.“ Mancinis Musik ist meist sehr einschmeichelnd und unwiderstehlich gefällig, in einer allerdings höchst geistreichen Weise.

Er war darin ein Meister der kultivierten musikalischen Verführung, außerdem Bonvivant und Gentleman der alten Schule, der gutes Essen, feinen Wein und elegante Kleidung liebte. Das zeigt sich gewissermaßen auch in seiner Musik. Ihre typischen Ingredienzen sind moderner, ästhetischer Romantizismus, frischer Charme, zurückhaltende Noblesse, Sophistication, Eleganz und ein ironisch frecher Humor, der aber nie aggressiv wirkt. Mancini war vor allem von Swing, Jazz, Lateinamerikanischer Musik und der verfeinerten Klangkultur der französischen Impressionisten (Debussy, Ravel) beeinflusst. Sein Sinn für feinste Klangnuancen und ungewöhnliche Instrumentierungen, verbunden mit einem Gespür für elegante melodische Linien, machten ihn zu einem herausragenden Filmkomponisten. Für seine besten Kompositionen hielt er selbst das elegische Titelthema aus dem Audrey-Hepburn-Film Zwei auf gleichem Weg (1967, Regie: Stanley Donen) und seine Oscar-gekrönte Musik zu dem Blake Edwards Film Victor/Victoria (1982).

Quelle: Wikipedia (gekürzt)
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„Tom Fogerty“ (CCR)

Tom Fogerty (* 9. November 1941 in Berkeley, Kalifornien, als Thomas Fogerty; † 6. September 1990 in Scottsdale, Arizona) war ein US-amerikanischer Musiker und Gitarrist.

Er war Rhythmusgitarrist der amerikanischen Rockband Creedence Clearwater Revival und stand dort im Schatten seines Bruders John Fogerty, der in der gleichen Band Leadsänger und Leadgitarrist war. Tom Fogerty konnte jedoch seine Begabung nur in geringem Maße einbringen, da alle Stücke von Creedence Clearwater Revival durch John komponiert, getextet und arrangiert wurden, außer bei dem Album "Mardi Gras", bei dem erstmals Stu und Doug eigene Kompositionen mit ein bringen durften.

Wegen Streitigkeiten mit seinem Bruder verließ er 1971 die Band. In den folgenden Jahren erschienen einige Soloplatten, die jedoch wenig Erfolg brachten. Mit seiner Band Ruby (CD Precious Gems) war er live sehr erfolgreich. Außerdem produzierte er eine Platte des Musikers Merl Saunders. Seine Platte Sidekicks wollte die Plattenfirma nicht pressen. Sie erschien erst 1992 nach seinem Tod. Die große Hoffnung der Fans, eine Wiedervereinigung der Gruppe Creedence Clearwater Revival, erfüllte sich nicht.

Tom Fogerty starb im Alter von 48 Jahren an Tuberkulose.

Quelle: Wikipedia
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„Papa John Creach“:

"Papa" John Creach, bisweilen auch Creech geschrieben, (* 28. Mai 1917 in Beaver Falls, Pennsylvania; † 22. Februar 1994) war ein amerikanischer Geiger, der 1970 späte Berühmtheit erlangte, als er mit der Rockband Jefferson Airplane auftrat. Danach spielte er auch bei anderen Rockbands, etwa The Dinosaurs und Hot Tuna.

Creach begann 15-jährig, klassische Musik auf der Geige zu lernen. Als er 18 war, zog die Familie nach Chicago, wo Creach Gastmusiker beim Illinois Symphony Orchestra wurde, während er klassische Violine studierte. Später begann er, in Clubs mit Jazz- und R&B-Bands zu spielen, um Geld zu verdienen. Auch Kirchenmusik gehörte zu seinem Repertoire.

In den 1940ern hatte er ein eigenes Trio, das Johnny Creach Trio (Gitarre, Bass und Geige), das zunächst vor allem in Hotels auftrat, später auch in Bars und Clubs. Zu seinen weiteren Jobs gehörte eine mehrjährige Verpflichtung auf einem Kreuzfahrtschiff.
In Los Angeles lernte er Joey Covington kennen, der später Schlagzeuger bei Jefferson Airplane wurde. Covington machte ihn mit Marty Balin von Jefferson Airplane bekannt, der Creach einlud, im Oktober 1970 mit der Band in San Francisco aufzutreten. Der Erfolg führte zu einer gemeinsamen Tour und späteren Auftritten mit anderen Rockbands, darunter The Dinosaurs und vor allem Hot Tuna. 1993 war er noch einmal mit Jefferson Starship in Europa auf Tournee.

Creach hatte auch einen Auftritt in dem Kinofilm "Ein Aufstand Alter Männer".

Quelle: Wikipedia
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"Jean Sibelius":

Jean Sibelius (* 8. Dezember 1865 in Hämeenlinna; † 20. September 1957 in Järvenpää bei Helsinki; eigentlich Johan Julius Christian, genannt Janne Sibelius) war ein finnlandschwedischer Komponist am Übergang von Spätromantik zur Moderne.

Sibelius studierte u. a. bei dem deutschstämmigen Musikprofessor, Komponisten und Sammler finnischer Volkslieder Richard Faltin und vor allem bei dem in Deutschland ausgebildeten Martin Wegelius, der 1882 das Musikinstitut in Helsinki gegründet hatte. Von 1889 bis 1891 studierte Sibelius in Berlin bei Albert Becker und in Wien bei Karl Goldmark und Robert Fuchs; zeitlebens wichtig blieb die Bruckner-Rezeption der Wiener Jahre.

1891 kehrte er von seinen Studienaufenthalten zurück und arbeitete zunächst in Helsinki als Musiklehrer an der Universität. Die Etablierung als freischaffender Komponist erfolgte erst Jahre später, nachdem er durch eine Staatsrente finanzielle Unabhängigkeit erlangte. 1892 heiratete er die Schwester der Künstler Arvid, Armas und Eero Järnefelt. 1904 bezog die Familie ihr Heim Ainola am Ufer des Tuusula-Sees.

Er komponierte u. a. Sinfonische Dichtungen, Orchestersuiten, sieben Sinfonien, ein Violinkonzert, Kammermusik, Chorwerke und eine Oper.

Sibelius gilt als einer der bedeutendsten Komponisten Finnlands und ist einer der wenigen, die über die Grenzen ihrer Heimat hinaus berühmt wurden. Im deutschsprachigen Raum ist er vor allem durch sein Violinkonzert d-Moll op. 47 sowie seine Sinfonischen Dichtungen bekannt, in denen er Themen aus der finnischen Sagenwelt und Mythologie verarbeitet, wie z. B. aus dem Nationalepos Kalevala. Von großer Bedeutung sind aber auch seine Sinfonien, in denen er, anfänglich noch von Spätromantik und finnischer Volksmusik beeinflusst, zu seinem eigenen orchestralen Stil findet. Dieser Stil zeichnet sich aus durch vorherrschende Transparenz trotz hoher musikalischer Dichte, herbe Schroffheit, eigenwillige Rhythmik und melodisches Pathos. Bereits Ende der 1920er Jahre beendete Sibelius sein kompositorisches Schaffen, über 30 Jahre vor seinem Tod. Seine letzten Werke (op. 113 und op. 114, komponiert um 1929) sind eine freimaurerische Ritualmusik für die Loge in Helsinki, der er seit 1922 angehörte, sowie Cinq Esquisses für Klavier.

Nach ihm ist die Sibelius-Akademie in Helsinki benannt.

Sibelius zu Ehren stiftete die finnische Wihuri Foundation for International Prizes 1953 den Wihuri Sibelius Prize, den sie ihm auch als erstem Preisträger verlieh.

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02.04.2009, 09:12

„Jean Chapel“:

Jean Chapel (* 6. Mai 1925 als Opal Jean Amburgey im Lester County, Kentucky; † 1995) war eine US-amerikanische Country- und Rockabilly-Sängerin. In ihrer Karriere nahm sie für viele verschiedene Plattenfirmen auf und schrieb über 400 Songs.

Anfänge:
Jean Chapel wurde als eines von sechs Kindern ihrer Eltern geboren. Mit elf Jahren lernte sie Gitarre und Banjo spielen. Zusammen mit ihren Schwestern trat sie damals schon öffentlich auf. Mit 13 verließen ihre Schwestern und Chapel ihr zu Hause, um bei dem Radiosender WLAP aufzutreten und zogen nach Lexington, Kentucky. Sie traten unter dem Namen The Sunshine Sister Band auf. Später traten die Schwestern ebenfalls in Atlanta beim WSB Barn Dance auf. 1944 wurde Chapel Mitglied des WLW Renfro Valley Barn Dace, ebenfalls einer bekannten Radiosendung. Ihre Schwester Irene machte bei den Capitol Records später unter dem Namen Martha Carson Karriere.

Karriere:
Nachdem der WSB Barn Dance 1950 abgesetzt wurde, wechselte sie zum WLS National Barn Dance in Chicago, gefolgt von der berühmtesten und erfolgreichsten Radioshow, der Grand Ole Opry. Bei WLS traf sie den jungen Country-Sänger Salty Holmes, den sie später heiratete. Mit ihm nahm sie für die MGM Records einige Platten auf, veröffentlichte aber auch als Solokünstlerin Titel. Nachdem Chapel bei verschiedenen Plattenfirmen unter Vertrag war, wechselte sie 1956 zu den legendären Sun Records in Memphis, Tennessee. Dort nahm sie ihre bekanntesten Titel, Welcome To The Club und I Won’t Be Rockin’ Tonight, auf. Die Titel waren, wie bei Sun üblich, Rockabilly, der damals in den Südstaaten sehr populär war. Die Platte verkaufte sich gut und trug zu ihrem Erfolg wesentlich bei. Sie trat in verschiedenen Fernsehsendungen und weierthin im Radio auf.

Anfang der 1960er Jahre konzentrierte Chapel sich auf ihre Songwriter-Karriere. Sie zog nach Nashville, wo sie Nachbarin von Tammy Wynette wurde, die mit ihren Songs einige Erfolge hatte. Zudem nahmen Stars wie Eddy Arnold, Carl Smith und Dean Martin ihre Titel auf. Bis zu ihrem Tode trat sie öffentlich auf.

Jean Chapel verstarb 1995 im Alter von 70 Jahren.

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02.04.2009, 09:13

„Anne Shelton“:

Anne Shelton (* 10. November 1923 in Dulwich, London; † 31. Juli 1994 in Herstmonceux, England; eigentlich Patricia Jacqueline Sibley) war eine englische Popsängerin, die vor allem in den 1940er und 1950er Jahren großen Erfolg hatte.

Anne Shelton machte ihre ersten Aufnahmen 1940/1941 mit dem Bert Ambrose Orchestra und wurde dadurch bekannt, dass sie im Zweiten Weltkrieg in Radiosendungen und mit Konzertauftritten die britischen Truppen unterhielt. Dabei war sie die erste Sängerin, die eine englische Version von „Lili Marleen“ sang. 1944 trat sie mit Glenn Miller und seinem Orchester auf. Während der Zeit der Luftbrücke sang sie mehrmals für Soldaten in Berlin. 1949 hatte sie in den USA zwei Top-30-Hits, „Be Mine“ und „Galway Bay“. Ebenfalls 1949 nahm sie die „Fortsetzung“ von „Lili Marlene“ auf, Johnny Johnstons „The Wedding of Lilli Marlene“, und war damit sieben Wochen lang die Spitzenreiterin der britischen Notenblatt-Charts (Sheet Music Charts), als es dort noch keine Verkaufscharts für Tonträger gab.

In Großbritannien hatte sie dann aber 1956 auch in den inzwischen eingerichteten Charts einen „offiziellen“ Nummer-Eins-Hit mit dem Song „Lay Down Your Arms“ („Leg' Deine Waffen nieder“), der von Johnny Franz produziert war und bei dem Joe Meek einen seiner ersten Jobs als Toningenieur hatte. Der Song kam ursprünglich aus Schweden, wo er unter dem Titel „Ann-Caroline“ bekannt war. In den USA nahmen die Chordettes eine Coverversion auf, die bis auf Platz 16 der US-Charts stieg.

Zweimal nahm sie am britischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil (mit den Liedern „I Will Light a Candle“ [1961] und „My Continental Love“ [1963]), wurde aber jeweils nur Vierte. 1961 konnte sie aber noch einmal einen Charthit in den Top Ten platzieren - „Sailor“, eine englische Version des deutschen Hits „Seemann“ von Lolita. Sie verlor jedoch das Duell mit Petula Clark, deren Version von „Sailor“ zur selben Zeit ein Nummer-Eins-Hit wurde.

Sie sang und spielte auch schon zu Anfang ihrer Karriere in mehreren Filmen. 1979 sang sie auf Bitte von Regisseur John Schlesinger das Lied „I'll Be Seeing You“ in dessen Film „Yanks - Gestern waren wir noch Fremde“. 1980 sang sie für Queen Mum zu deren 80. Geburtstag das Lied „You'll Never Know“

1990 wurde ihr für ihre Arbeit mit der Not Forgotten Association, einer Wohltätigkeitsorganisation, die sich um behinderte Kriegsveteranen kümmert, der OBE verliehen.

Anne Shelton starb 1994 an einem Herzinfarkt. In ihrem Nachruf schrieb die Daily Mail: „Anne Shelton war für Tausende von Desert Rats die britische Verkörperung der Lili Marlene“.

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02.04.2009, 09:14

„Garnett Silk“:

Garnett Silk (* 2. April 1966; † 10. Dezember 1994) war ein jamaikanischer Reggae-Musiker.

Leben:
Garnett Silk wurde als Garnet Damion Smith in Greenvale, Manchester auf Jamaika geboren. Er war bekannt für seine emotionale, starke, seidige ("silky") Stimme. Während der 1980er-Jahre war er ein der erwartungsvollsten Talente. Er ist noch heute, vor allem in Jamaika, als der neue Bob Marley bekannt. Er starb jedoch 1994 zusammen mit seiner Mutter bei einem Häuserbrand.

Musik:
Sein Debüt-Album war „It's Growing“, sein erster Hit „Hello Mama Africa“. Er arbeite mit Buju Banton und King Tubby zusammen.

Sein vielleicht größtes Werk war, dass er in einer Zeit in der Dancehall und Slackness vorherrschend war, als Sänger mit conscious Texten erfolgreich war und nach seinem Tod immer öfter wieder conscious Texte auftraten.

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02.04.2009, 09:15

„Eva Cassidy”:

Eva Marie Cassidy (* 2. Februar 1963 in Washington (D.C.), USA; † 2. November 1996 in Bowie, Maryland, USA) war eine US-amerikanische Sängerin.

Eva Cassidy lebte in Washington (D.C.) und war zu ihren Lebzeiten als Künstlerin weitgehend unbekannt. 1987 nahm sie ihre erste Platte auf und 1996 in einem kleinen Washingtoner Jazzclub ein Livealbum. Erst zwei Jahre nach ihrem Tod durch eine Hautkrebserkrankung erschien bei einer kleinen Plattenfirma eine Zusammenstellung ihrer Lieder.

Die BBC spielte die Aufnahme von Over the Rainbow aus diesem Album im Radio. Eva Cassidy wurde daraufhin über Nacht in England posthum berühmt. Das Album Songbird verkaufte sich allein in Großbritannien eine Million mal und war 2001 eine der meistverkauften CDs in Großbritannien. Nach dem Erfolg wurden drei weitere CDs mit Archivaufnahmen produziert.

2007 gab es einen Überraschungserfolg, als eine ihrer Aufnahmen des Klassikers What A Wonderful World (Louis Armstrong) mit der Stimme von Katie Melua gemischt wurde. Die Single, die als Benefiz-Single für das britische Rote Kreuz veröffentlicht wurde, erreichte Platz 1 in Großbritannien, obwohl sie ausschließlich von Englands führender Supermarktkette Tesco vermarktet worden war.

Quelle: Wikipedia
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