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30.03.2009, 11:06

Verstorbene Musiker

:( Nachdem gestern "Maurice Jarre", einer der besten Soundtrack-Komponisten gestorben ist eröffne ich hier den Thread, in dem alle Musiker erwähnt werden können, die bereits gestorben sind.

Bitte nicht nur den Namen posten - Danke,
mfg Kurt
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raptor230961

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30.03.2009, 11:06

"Maurice Jarre":

Maurice Jarre (* 13. September 1924 in Lyon; † 29. März 2009 in Los Angeles, Kalifornien) war ein französischer Komponist, der hauptsächlich für seine epischen Filmmusiken bekannt ist.

Wirken:
Jarre schrieb für eine große Zahl von Filmen die Musik, darunter für Jesus von Nazareth, Rivalen unter roter Sonne, Shogun und Club der toten Dichter. Seine Filmmusiken wurden mehrfach für einen Oscar nominiert, den er auch drei Mal gewann: Für Lawrence von Arabien (1963), Doktor Schiwago (1966), und Reise nach Indien (1984); bei allen drei Filmen führte David Lean Regie.

Jarre war der Vater des Komponisten Jean Michel Jarre, welcher für seine elektronische Musik bekannt ist. Allerdings ließ er sich nur wenige Jahre nach der Geburt des Kindes von seiner Frau scheiden und hatte nur sehr wenig Kontakt zur Familie. Eine musikalische Zusammenarbeit mit seinem Sohn lehnte er bis zu seinem Tod ab. Mit der Benennung des Asteroiden (4422) Jarre wurden jedoch beide gemeinsam geehrt.

Auszeichnungen & Nominierungen:
Oscar (Academy Award)
* 1991: Ghost - Nachricht von Sam
* 1989: Gorillas im Nebel
* 1986: Witness
* 1985: Reise nach Indien, Gewinner
* 1978: The Message
* 1973: Das war Roy Bean (Song "Marmalade, Molasses and Honey")
* 1966: Doktor Schiwago, Gewinner
* 1964: Les Dimanches de Ville d'Avray
* 1963: Lawrence von Arabien, Gewinner

Golden Globe
* 2001: Sunshine
* 1996: A Walk in the Clouds, Gewinner
* 1989: Gorillas im Nebel, Gewinner
* 1987: Mosquito Coast
* 1986: Witness
* 1985: A Passage to India, Gewinner
* 1976: Der Mann, der König sein wollte
* 1973: Das war Roy Bean (Song "Marmalade, Molasses and Honey")
* 1967: Paris brûle-t-il?
* 1966: Doktor Schiwago, Gewinner
* 1963: Lawrence von Arabien

* Er gewann 2 BAFTA Awards (1986 für Witness und 1990 für Dead Poets Society).
* Außerdem gewann er 1 Grammy und wurde für 4 weitere nominiert.
* Weiterhin erhielt er dreimal ASCAP Film and Television Music Awards sowie 1993 den Preis für das Lebenswerk.
* 2003 gewann er den World Soundtrack Awards fürs Lebenswerk.
* 2005 erhielt er den Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk.
* 2009 wurde er auf der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet.

Filmografie:
2001
* Uprising („Uprising“)
2000
* Ich träumte von Afrika („I Dreamed of Africa“)
1999
* Ein Hauch von Sonnenschein („The Taste of Sunshine“)
1997
* La Jour et la Nuit
1996
* The Sunchaser („Sunchaser“)
1995
* Dem Himmel so nah („A Walk in the Clouds“)
1993
* Fearless – Jenseits der Angst („Fearless“)
* Mr. Jones
1992
* School Ties
* Der Schatten des Wolfes („Agaguk“)
1991
* Fires Within
* Mama, ich und wir zwei („Only the Lonely“)
1990
* After Dark, My Sweet
* Almost an Angel
* Ghost – Nachricht von Sam („Ghost“)
* Jacob's Ladder – In der Gewalt des Jenseits („Jacob's Ladder“)
* Starfire („Solar Crisis“)
* Jessica und das Rentier („Prancer“)
1989
* Ein himmlischer Liebhaber (Chances Are)
* Der Club der toten Dichter („Dead Poets Society“)
* Enemies: A Love Story
1988
* Distant Thunder
* Gorillas im Nebel („Gorillas in the Mist“)
* Mond über Parador („Moon Over Parador“)
* The Murder of Mary Phagan
* Wildfire
1987
* Eine verhängnisvolle Affäre („Fatal Attraction“)
* Gaby: A True Story
* Julia and Julia
* No Way Out
* Tokyo Blackout
1986
* Apology
* Mosquito Coast („The Mosquito Coast“)
* Solarbabies
* Tai-Pan
1985
* Die Braut („The Bride“)
* Enemy Mine – Geliebter Feind („Enemy Mine“)
* Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel („Mad Max Beyond Thunderdome“)
* Der einzige Zeuge („Witness“)
1984
* Dreamscape – Höllische Träume
* Reise nach Indien („A Passage to India“)
* Top Secret!
1983
* Au Nom De Tous Les Miens
1982
* Firefox
* Young Doctors in Love
* Ein Jahr in der Hölle („The Year of Living Dangerously“)
1981
* Circle of Deceit
* Shogun
* Die Kadetten von Bunker Hill („Taps“)
* Die Fälschung
* Robinson Crusoe and Man Friday
1980
* The Black Marble
* The Last Flight of Noah's Ark
* Lion of the Desert
* Der starke Wille („Resurrection“)
1979
* Die Blechtrommel
* The Magician of Lublin
* Winter Kills
1978
* Crossed Swords
1977
* Jesus von Nazareth („Jesus of Nazareth“)
* March or Die
1976
* Der letzte Tycoon („The Last Tycoon“)
* The Message
* Shout at the Devil
1975
* Great Expectations
* Der Mann, der König sein wollte („The Man Who Would Be King“)
* Mandingo
* Männer des Gesetzes („Posse“)
* Insel am Ende der Welt
1974
* Mr. Sycamore
1973
* Ash Wednesday
* Grandeur Nature
* The Mackintosh Man
1972
* The Effect of Gamma Rays on Man-in-the-Moon Marigolds
* Das war Roy Bean („The Life and Times of Judge Roy Bean“)
* Pope Joan
1971
* Plaza Suite
* Rivalen unter roter Sonne („Red Sun“)
1970
* El Condor
* The Only Game in Town
* Ryans Tochter („Ryan's Daughter“)
* A Season in Hell
1969
* The Damned
* The Extraordinary Seaman
* Topas („Topaz“)
1968
* Todfeinde („5 Card Stud“)
* The Fixer
* Isadora
* Villa Rides!
1966
* Die Nacht der Generäle („The Night of the Generals“)
* Das Mädchen aus der Cherry-Bar („Gambit“)
* Grand Prix
* Brennt Paris? („Paris brûle-t-il?“)
* Die gefürchteten Vier („The Professionals“)
1965
* The Collector
* Doktor Schiwago („Doctor Zhivago“)
* The Train
1964
* Dünkirchen, 2. Juni 1940 („Week-end à Zuydcoote“)
1963
* Deine Zeit ist um („Behold a Pale Horse“)
* Judex
* Mourir à Madrid
1962
* Sonntage mit Sibyll („Les Dimanches de Ville D'Avray“)
* Lawrence von Arabien („Lawrence of Arabia“)
* Der längste Tag („The Longest Day“)
* Thérèse Desqueyroux
1961
* The Big Gamble
* Pleins feux sur l'assassin
* Le Président
1959
* Eyes Without a Face
1958
* La Tête contre les murs
1957
* Le Feu aux poudres
1956
* Sur le pont d'Avignon
* La Théâtre National Populaire
1952
* Hôtel des I

Quelle: Wikipedia
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30.03.2009, 11:28

„George Harrison“:

George Harrison, MBE (* 25. Februar 1943 in Liverpool, England; † 29. November 2001 in Los Angeles, Kalifornien) war ein englischer Musiker und Komponist. Bekannt wurde er als Leadgitarrist der Beatles. Er wurde oft als der „stille Beatle“ oder auch als der „dritte Beatle“ (da er lange Zeit im Schatten von John Lennon und Paul McCartney stand) bezeichnet. Sein innovativer Einfluss auf verschiedensten Feldern der Popmusik reicht noch heute tief in die westliche Gesellschaft. So war er einer der Wegbereiter der „Weltmusik“ durch die Verwendung orientaler Instrumente und Kompositionen seit Mitte der 60er Jahre. Er hat mit dem Konzert für Bangladesh (1971) Benefizkonzerte in neue Größenordnungen überführt und seine möglicherweise größte Wirkung auf den Westen als Türöffner für Meditationstechniken aus Indien entfaltet. Zudem war er als Produzent einiger Monty Python-Filme tätig und war Auslöser für die Bildung einer der namhaftesten Supergroups der Popgeschichte, der Traveling Wilburys.

Jugend:
George Harrison wurde in Wavertree, einem Vorort der nordenglischen Hafenstadt Liverpool, als jüngstes Kind des Busfahrers Harold Harrison (* 1909; † 1978) und dessen Frau Louise (geb. French; * 1911; † 1970) geboren. In den 50er Jahren zogen sie in den Stadtteil Speke. Harrison hatte zwei Brüder – Harold (* 1934) und Peter (* 1940) – sowie eine Schwester – Louise (* 1931). Er wuchs in einem harmonischen Elternhaus auf und besuchte dieselbe Grundschule (Dovedale Primary School) wie John Lennon, der allerdings drei Klassen über ihm war. 1954 wechselte Harrison auf das Liverpool Institute, das auch Paul McCartney besuchte. Die beiden lernten sich im Schulbus kennen und freundeten sich an, als sie ihr gemeinsames Interesse für Musik entdeckten.

Seine ersten musikalischen Schritte unternahm Harrison etwa im Alter von 13 Jahren, als er seine erste Gitarre bekam. Ein Freund seines Vaters brachte ihm die Grundlagen des Gitarrenspiels bei. Wie bei vielen Jugendlichen in den 1950ern hinterließ der einsetzende Erfolg der Rock-′n′-roll-Musik auch bei Harrison einen starken Eindruck und weckte in ihm den Wunsch, ebenfalls Rockmusiker zu werden.

Durch Vermittlung seines Freundes Paul McCartney durfte Harrison trotz seiner Jugend als Mitglied bei den von Lennon gegründeten Quarrymen einsteigen. Damit war der Kern der späteren Beatles beisammen.

Beatles-Ära:
Harrison konvertierte Mitte der 1960er-Jahre zum Hinduismus und brachte indische Elemente, beeinflusst von Ravi Shankar insbesondere das Sitar-Spiel, in die Musik der Beatles ein – so zu hören in dem Lied Norwegian Wood oder dem von ihm komponierten Within You Without You.

Obwohl die Musik der Beatles von Lennon und McCartney dominiert wurde, entstammen einige sehr erfolgreiche Kompositionen wie beispielsweise While My Guitar Gently Weeps, Something oder Here Comes the Sun der Feder George Harrisons.

Im Jahr 1966 heiratete Harrison das Fotomodell Pattie Boyd, nachdem sie sich während der Dreharbeiten zu Yeah Yeah Yeah kennengelernt hatten. Die Ehe wurde 1977 geschieden, nachdem sich Boyd in Eric Clapton verliebt hatte und ihn heiraten wollte.

Die Solo-Karriere:
Als erster der vier Beatles nahm George Harrison 1968 ein Soloalbum auf. Wonderwall Music war die Filmmusik des gleichnamigen Films mit Jane Birkin, erreichte jedoch keine nennenswerten Hitparaden-Positionen. Auch das zweite Solo-Album Electronic Sound war avantgardistisch. Hier experimentierte George Harrison mit einem Moog-Synthesizer.

Nach der Trennung der Beatles hatte Harrison den erfolgreichsten Neubeginn als Solo-Musiker. Er veröffentlichte 1970 All Things Must Pass, das erste 3-fach-Album in der Popgeschichte. Produzent war Phil Spector, der auch für die Produktion des Albums „Let It Be“ der Beatles verantwortlich gewesen war. All Things Must Pass ist bis heute das erfolgreichste Album eines Ex-Beatles und wurde im Jahr 2001 von George Harrison überarbeitet und wiederveröffentlicht.

Der erfolgreichste Titel seiner Solokarriere war My Sweet Lord, der sich jedoch nachträglich laut Gerichtsurteil als unbewusstes Plagiat des Stückes He's So Fine von The Chiffons herausstellte, aber gleichzeitig der erste Nummer-1-Hit eines Ex-Beatles war.

1971 organisierte Harrison zusammen mit Ravi Shankar das Konzert für Bangladesh. Neben George Harrison selbst traten unter anderem Ringo Starr, Billy Preston, Eric Clapton und Bob Dylan auf. Als Bühnenmusiker wirkte unter anderem Klaus Voormann mit, ein Freund aus Hamburger Tagen der Beatles. John Lennon sagte seinen Gastauftritt kurzfristig ab.
George Harrison (mitte) mit Billy Preston (links) und US-Präsident Gerald Ford (rechts) am 13. Dezember 1974

1973 wurde Give Me Love, Give Me Peace On Earth ein weiterer Nummer-1-Hit. Auch das dazu gehörige Album Living in the Material World erreichte in den USA die Spitze der Hitparade. Weniger erfolgreich waren die Nachfolgealben Dark Horse (1974) und Extra Texture (1975).

Nach Beendigung der Verträge aus Beatles-Zeiten löste sich George Harrison von der alten Plattenfirma Apple Records, die noch ein Greatest-Hits-Album herausbrachte. Seine neue eigene Firma nannte er Dark Horse („unbeschriebenes Blatt“). Obwohl sein nächstes Album Thirty-Three And A Third (Umlaufgeschwindigkeit einer Langspielplatte und Harrisons damaliges Alter) gute Kritiken bekam, erreichte es nur mit Mühe die Top Twenty der US-Hitparade. In This Song setzte sich George Harrison ironisch mit den Plagiat-Vorwürfen gegen My Sweet Lord auseinander.

Nach drei Jahren Pause erschien 1979 das Album George Harrison mit der erfolgreichen Single Blow Away. Inzwischen war Harrison mit Olivia Arias verheiratet und hatte einen Sohn, Dhani, bekommen. Sein im Folgejahr produziertes Album Somewhere in England wurde zunächst zurückgehalten. Zum einen hatte er sich mit John Lennon abgesprochen, dass dessen Comeback-Album Double Fantasy zuerst erscheinen sollte. Zum anderen war die Plattenfirma, der Dark Horse als Label angehörte, mit dem Konzept nicht einverstanden und forderte Nachbesserungen.

Mit dem Lied All Those Years Ago (1981), geschrieben im Gedenken an den im Dezember 1980 ermordeten John Lennon, kam es zu einer kleinen Wiedervereinigung: George Harrison, Ringo Starr, Paul McCartney, und dessen Frau Linda Eastman nahmen den Titel gemeinsam mit dem Produzenten George Martin auf. Er erreichte den zweiten Platz in den USA und erschien auf dem umgestalteten Album Somewhere in England. Als Widmung an John Lennon zitiert Harrison Sri Krishna aus der Bhagavad Gita auf dem Platten-Innencover: „There was never a time when I did not exist, nor you. Nor will there be any future when we cease to be. J. O. L. 1940-1980 †“

In dem Lied Blood from a Clone setzte sich Harrison kritisch mit der Musikindustrie auseinander. Sein folgendes Album Gone Troppo (1982) erschien fast unbemerkt und erreichte keine nennenswerten Hitparaden-Positionen. Bekannt wurde nur der Titel Dream Away als Titelstück des Films Time Bandits. Danach zog George Harrison sich fast ganz aus der Musikszene zurück.

1987 gelang George Harrison ein Comeback. Got My Mind Set On You wurde Nummer 1 in den USA, das Album Cloud Nine erreichte hohe Verkaufszahlen. Produziert wurde das Album von Jeff Lynne, dessen musikalischer Einfluss deutlich zu erkennen ist. Auf der zweiten Auskopplung When We Was Fab spielt George Harrison erneut auf die Beatles-Vergangenheit an. Im dazugehörigen Video-Clip trägt Harrison seine alte Sgt.Pepper's-Uniform und wird von Ringo Starr und dem Walross (einer Figur aus dem Beatles-Lied I Am the Walrus) begleitet.

Ab 1988 war George Harrison Mitglied der Gruppe Traveling Wilburys. Weitere Mitglieder waren Bob Dylan, Jeff Lynne, Tom Petty und Roy Orbison. Harrisons Hit-Zusammenstellung Best of Dark Horse 1976-89 (1989) blieb jedoch wie die neue Single Cheer Down unbeachtet. Auch Live in Japan mit Eric Clapton (1992) wurde kein großer Erfolg. George Harrison schränkte seine musikalischen Aktivitäten auf Beiträge für andere Musiker ein.

Kurz nach Harrisons Tod erschien im Januar 2002 noch einmal My Sweet Lord als Single. Sie erreichte erneut den ersten Platz der Hitparade in Großbritannien. Im selben Jahr erschien postum das letzte Studioalbum Brainwashed. Produziert und fertiggestellt wurde es von Jeff Lynne und Harrisons Sohn Dhani. Das darauf enthaltene Instrumentalstück Marwa Blues gewann 2004 einen Grammy.

Gemäß dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes betrugen die Einkünfte der Erben George Harrisons aus Werbung, Lizenzen und Plattenverkäufen der Zeit Oktober 2006 bis Oktober 2007 insgesamt 15,4 Mio Euro.

Im September 2007 wurde bekannt, dass Regisseur und Oscar-Preisträger Martin Scorsese eine Dokumentation über George Harrison plant.

Der Filmproduzent:
Neben der Musik galt Harrisons Interesse auch dem Film. So produzierte er mit seiner Firma HandMade Films z.B. für die Komikergruppe Monty Python den Spielfilm „Das Leben des Brian“. Weitere Projekte waren u.a. „Wasser“, „Time Bandits“, „Pinguine in der Bronx“, „Mona Lisa“ und auch „Shanghai Surprise“ mit der Sängerin Madonna und Sean Penn.

Erwähnenswert ist seine Produzentenarbeit für die Mockumentary „The Rutles“ von Eric Idle, die die Geschichte der Beatles humorvoll persiflierte und in der Harrison auch eine kleine Nebenrolle übernahm.

Krebserkrankung:
Bereits 1997 war bei George Harrison Krebs diagnostiziert worden. Er starb im Alter von 58 in Los Angeles. Als Todesursache wurde Lungenkrebs angegeben, der durch Metastasen auch das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen hatte. Harrison war starker Raucher.

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30.03.2009, 11:59

„Kurt Cobain“:

Kurt Donald Cobain (* 20. Februar 1967 in Aberdeen, Washington; † 5. April 1994 in Seattle) war ein US-amerikanischer Rockmusiker. Besondere Berühmtheit erlangte er als Sänger und Gitarrist der Band Nirvana, für die er zudem fast alle Lieder schrieb.

Kindheit und Jugend bis 1986
Als Sohn von Wendy und Donald Cobain und Bruder von Kimberly Cobain verlebte Kurt Cobain seine Kindheit in Aberdeen, 140 Kilometer südwestlich von Seattle. Als Cobain acht Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden. Cobain lebte mit seiner Mutter von nun an in Aberdeen, an der Westküste der USA. Die Trennung der Eltern verursachte bei ihm psychische Beschwerden. Als Kind war er hyperaktiv und musste Medikamente, u. a. Ritalin, nehmen, deren Nebenwirkungen sich durch Schlaflosigkeit äußerten.

Später zog er zu seinem Vater, da er mit dem neuen Lebensgefährten der Mutter nicht auskam. Als später auch sein Vater Donald eine neue Partnerin mit zwei Kindern heiratete, verschlechterte sich das Verhältnis zu Cobains Bezugsperson.

Mit dem Tod erstmals konfrontiert wurde Cobain im Jugendalter, als drei Großonkel von ihm Suizid begingen. Außerdem sah er bereits im Jugendalter die Leiche eines Jungen aus der Nachbarschaft, der sich an einem Baum erhängt hatte. Somit wurde er schon in jungen Jahren mit dem Prinzip des Selbstmordes „vertraut gemacht“.

Mit Musik kam Cobain sehr früh in Berührung. Ein Aufnahmegerät bei seiner Tante wurde oftmals dazu benutzt, Töne, Geräusche und die eigene Stimme aufzunehmen. Als kleines Kind bekam er ein Kinder-Schlagzeug geschenkt. Seine Schwester zerstörte dieses jedoch mit einem Schraubenzieher. Zum 14. Geburtstag bekam Cobain von seinem Onkel Chuck seine erste Gitarre geschenkt. Mit 15 Jahren lernte Cobain 1982 Krist Novoselić kennen, mit dem er gemeinsam Musik machte. In den Folgejahren freundete sich Cobain auch mit Buzz Osborne (Sänger/Gitarrist) und Dale Crover (Schlagzeuger), beide von der Band The Melvins, an. Er und Crover spielten gemeinsam auch bei Fecal Matter, Cobains erstem Musikprojekt. Auch wenn der spätere Musikstil nur noch wenig mit dem der The Melvins zu tun hatte, beeinflusste ihn Love Buzz entscheidend und führte ihn an Indie- und Punkrock heran.

Nach mehreren heftigen Streitereien mit beiden Elternhäusern wechselte Cobain in dieser Zeit und den folgenden Jahren mehrmals den Wohnsitz und wohnte zwischenzeitlich bei seinen Großeltern, einem seiner Onkel, bei den Eltern seines Freundes Jesse Reed – insgesamt zehn verschiedene Familien in vier Jahren.

Mit 18 Jahren brach Cobain die Schule ab und zog nach Olympia, Washington. Dort lebte er zusammen mit seiner Freundin Tracy Marander. Als Cobain keine Arbeit fand, geriet die Beziehung in eine Krise. Zu diesem Zeitpunkt schrieb er den Song About A Girl, der sich auf Tracy bezog. In der Zeile I can’t see you every night for free spielt er darauf an, dass er öfters ausziehen und in seinem Auto übernachten musste, weil sie mit seiner Antriebslosigkeit nicht zurecht kam. Dennoch gab er ihr gegenüber niemals zu, dass der Song von ihr handelte.

1986 bis 1994
Ab 1986 trat Cobain mit Novoselić in verschiedenen Bands auf, aus denen 1987 Nirvana entstand. Mit Nirvana veröffentlichte Cobain vier Studioalben und eine B-Seiten-Zusammenstellung sowie zahlreiche Singles und EPs und war als Solokünstler an anderen Veröffentlichungen befreundeter oder nahestehender Bands und Künstler beteiligt. Am 11. April 1989 befand sich Cobain mit seiner Band auf Tour im Satyricon Club in Portland. Dort traf er Courtney Love, die Sängerin der Band Hole. Love und Cobain heirateten am 24. Februar 1992 in Waikīkī auf Hawaii. Am 18. August 1992 wurde ihre Tochter Frances Bean geboren. Ihr Vorname ist eine Anlehnung an die von Kurt verehrte Band The Vaselines, im speziellen an die Sängerin Frances McKee. So sind auch einige Lieder der Vaselines von Nirvana gecovert worden, zum Beispiel „Jesus Doesn’t Want Me For A Sunbeam“ (Son of a Gun, Molly’s Lips).

1994
Cobain litt schon sehr früh unter Magenproblemen. Ärzte konnten die Ursache dafür nicht genau diagnostizieren, was eine gezielte Behandlung unmöglich machte. Er selbst bezeichnete seine Krankheit daher als „Cobain’s Disease“ (engl. Cobains Leiden).

Während der anstrengenden Tourneen verstärkten sich Cobains Magenprobleme. Der kurzzeitige Verzicht auf Alkohol und Zigaretten zeigte dabei keine Verbesserung. Durch die ersten Erfahrungen mit Drogen im musikalischen Umfeld entdeckte er diese als Mittel zur Schmerzlinderung.

Ab 1990 nahm Cobain ab und an Heroin, nach der Veröffentlichung des Albums Nevermind 1991 spritzte er regelmäßig. Alle späteren Versuche Cobains, von der Droge wieder loszukommen, waren erfolglos, trotz der insgesamt sechs Therapieanläufe. Anfang März 1994 wurde die „In Utero“-Tour aufgrund von Cobains Magenproblemen unterbrochen. Cobain und Ehefrau Courtney Love flogen am 2. März nach Rom. Dort wurde Cobain zwei Tage später – im Koma liegend – in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Mediziner konstatierten einen Suizidversuch durch Einnahme von Beruhigungsmitteln. Kurze Zeit später widersprach Kurt Cobain allerdings dieser Aussage, und teilte der Öffentlichkeit mit, dass dies lediglich ein Versehen gewesen sei, weil er Beruhigungsmittel genommen und danach zu viel Alkohol getrunken habe. Auf Drängen des näheren Umfeldes unterzog Cobain sich einem Drogenentzug im Exodus Recovery Center in Marina del Ray, Los Angeles. Bereits am 1. April floh Cobain jedoch von dort und tauchte unter. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Band bereits aufgelöst, was Dave Grohl und Krist Novoselic aber erst Jahre später bestätigten.

Drei Tage später, am 5. April, starb Cobain in seinem Haus in Seattle. Er wurde mit einer dreifachen Überdosis Heroin und einem Kopfschuss aus seiner Schrotflinte aufgefunden. Er hinterließ einen Abschiedsbrief, der mit folgenden Zeilen, die aus dem Neil-Young-Song My My, Hey Hey (Out Of The Blue) entnommen waren, endete:

„It’s better to burn out than fade away“

– Kurt Cobain im April 1994, letzte Worte in seinem Abschiedsbrief

Obwohl Wendy O’Connor, Kurt Cobains Mutter, bereits am 3. April eine Vermisstenanzeige aufgegeben hatte, wurde sein Leichnam von einem am Haus arbeitenden Elektriker erst drei Tage nach dem Suizid, im Raum über seiner Garage, aufgefunden.

Grabstätte:
Kurt Cobain wurde am 14. April 1994 eingeäschert. Einen kleinen Teil der Überreste verstreute Courtney Love an den unterschiedlichsten Orten. Sie begrub beispielsweise einen Teil an einem Baum auf ihrem letzten gemeinsamen Grundstück. In einem Interview mit dem Musiksender MTV behauptete Courtney Love allerdings, der größte Teil befinde sich in einem Bankschließfach. Auch zehn Jahre nach dem Tod Cobains verweigerten die Behörden von Seattle ihm noch immer eine offizielle Grabstätte mit der Begründung, man wolle keinen Ansturm von Verehrern, wie am Pariser Grab des Doors-Sängers Jim Morrison.

Am 3. Juni 2008 wurde bekannt, dass Cobains Asche im Mai 2008 aus dem Hause seiner Witwe Courtney Love, gestohlen wurde. Sie hatte die Asche jahrelang in einer Tasche in ihrem Kleiderschrank aufbewahrt.

Veröffentlichungen zu Lebzeiten:
Mit Nirvana selbst veröffentlichte Cobain drei Alben (1989 Bleach, 1991 Nevermind, 1993 In Utero) sowie eine Zusammenstellung von Raritäten (1992 Incesticide). Zudem wurden zwei EPs (1989 Blew, 1992 Hormoaning) und 13 Singles veröffentlicht. Die bekanntesten Singles sind Smells Like Teen Spirit, Come As You Are (beide 1991 Nevermind) und Heart Shaped Box (1993 In Utero).

Als Solokünstler veröffentlichte er eine Platte zusammen mit dem Schriftsteller William S. Burroughs, zu dessen vorgetragener Geschichte „Priest They Called Him“ Cobain Gitarre spielte. Darüber hinaus gab es zahlreiche gemeinsame Stücke mit Courtney Love (u. a. 1993 Live Through This).

Als Maler und Zeichner hinterließ Cobain viele selbst angefertigte Comics, Gemälde und Zeichnungen sowie plastische Arbeiten, von denen eine auf der Rückseite des Albums In Utero zu sehen ist. Diese zeigt eine von Cobain in Rosa eingefärbte 3-D-Collage. Hier liegen Föten und ausgewachsene Babys in einem Brei aus Blumen, Knochen und Innereien gehäuft. Um das Bild herum sind verschiedene Symbole aufgereiht, welche im Zusammenhang mit griechischer Mythologie stehen.

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30.03.2009, 13:20

„Melanie Thornton“:

Melanie Janene Thornton (* 13. Mai 1967 in Charleston, South Carolina, USA; † 24. November 2001 in der Nähe von Bassersdorf, Schweiz) war eine US-amerikanisch-deutsche Pop-, R&B- und Dance-Sängerin. Sie wurde vor allem durch das erfolgreiche Eurodance-Projekt La Bouche bekannt.

Biografie:
Thornton wuchs in Charleston und Mount Pleasant im Bundesstaat South Carolina auf. Schon als kleines Mädchen träumte sie davon, eines Tages auf den Bühnen der Welt vor einem großen Publikum zu stehen und zu singen. Inspiriert von Künstlern wie Aretha Franklin, Roberta Flack, den Temptations und dem Sound des Motown-Labels begann sie bereits im Alter von sechs Jahren damit, vor dem heimischen Spiegel zu singen. Im Alter von elf Jahren erhielt sie zum ersten Mal Gesangsstunden. Während ihrer Collegezeit finanzierte sie sich diese durch Jobs in Coverbands. Zeitweise stand sie so viermal in der Woche auf der Bühne von Blues- und Jazzbars sowie anderen Clubs. Zweieinhalb Jahre arbeitete sie auf diese Weise, ehe sie auf Bitte ihrer Schwester nach Deutschland kam.
Bob Chisolm, ein Onkel ihres Schwagers, hatte gute Kontakte zu deutschen Produzenten und Musikern. Diese halfen ihr, in der ersten Zeit mit Gesangsaufnahmen für andere Bands (darunter Groovin' Affairs und Schnapka) und Projekte über die Runden zu kommen. Mit den Produzenten Amir Saraf und Ulli Brenner nahm sie 1993 den Song „Sweet Dreams“ auf. Das Stück, das einmal einer der größten Erfolge von La Bouche werden sollte, erregte die Aufmerksamkeit von Frank Farian, Produzent von Milli Vanilli und Boney M. Mit dem renommierten Label BMG im Rücken ging dann alles sehr schnell: Angefangen mit Italien kletterte die Single an die Spitzen der Charts in ganz Europa. In ihrer amerikanischen Heimat landete das Duo in den Top Five der Charts. Auch in Japan, Südamerika, Kanada und Australien waren La Bouche sehr erfolgreich. Der Anfangserfolg des Duos konnte noch einige Zeit fortgeführt werden, verblasste danach jedoch allmählich.

Um ein Soloprojekt zu starten, beendete Thornton den Vertrag mit BMG im Februar 2000. Sony England brachte Thornton zu Sony Deutschland, wo sie bei der Sony-Tochter X-cell Records unter Vertrag genommen wurde. Einen ersten Eindruck hinterließ sie mit der Single „Love How You Love Me“. Die Ballade war recht erfolgreich, hatte jedoch mit ihrer La Bouche-Zeit nicht mehr viel gemeinsam. Auftritte in vielen Fernsehshows brachten ihr Gesicht wieder zurück ins Rampenlicht. Ihr Song „Wonderful Dream (Holidays Are Coming)“ wurde für einen weihnachtlichen Werbespot für Coca Cola ausgewählt, der bis ins Jahr 2008 in dieser Form im Fernsehen lief. „Wonderful Dream“ kam dadurch zu Weihnachten regelmäßig wieder in die deutschen Singlecharts.

Als ihre Karriere als Solokünstlerin gerade Fahrt aufnahm, kam Melanie Thornton am 24. November 2001 auf tragische Weise ums Leben. Von einem Konzert in Leipzig kommend, war sie auf dem Weg nach Zürich, um dort im Rahmen einer Promotion einen Live-Auftritt zu geben. Im Landeanflug ihres Fluges Crossair 3597 von Berlin-Tegel nach Zürich stürzte die Maschine in einem Waldstück in der Nähe des Ortes Bassersdorf im schweizer Kanton Zürich ab; 24 Menschen starben, darunter auch zwei Mitglieder der Pop-Gruppe Passion Fruit sowie ihr Tour-Manager und ihr Tour-Techniker.

Melanie Thornton liegt auf dem Mount Pleasant Memorial Gardens in Mount Pleasant (South Carolina) begraben.

Diskografie:
Alben:

* Ready To Fly (7. Mai 2001)
* Ready To Fly New Edition (26. November 2001)
* Best of La Bouche feat. Melanie Thornton (21. Mai 2002)
* Memories - Her Most Beautiful Ballads (1. Dezember 2003)

Singles:
* Love How You Love Me (6. November 2000)
* Heartbeat (9. April 2001)
* Makin' Oooh Oooh (Talking About Love) (3. September 2001)
* Wonderful Dream (Holidays Are Coming) (26. November 2001, seit 24. November 2003 mit Video, seit 15. November 2004 als Pock It) (2006 DE: #24)
* In Your Life (La Bouche feat. Melanie Thornton) (25. November 2002)

Weitere Projekte von Melanie Thornton:
* Danger Zone
* Schnapka
* Groovin' Affairs
* La Bouche
* Le Click (Tonight Is The Night )
* Orange Blue (nicht zu verwechseln mit dem bekannteren deutschen Duo „Orange Blue“)
* Joy-Lab
* Comic
* 100%
* Men Behind
* Hystery
* Loop

Quelle: Wikipedia
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30.03.2009, 13:25

„Robert Palmer“:

Robert Allen Palmer (* 19. Januar 1949 in Batley, England; † 26. September 2003 in Paris) war ein britischer Popmusiker.

Leben:
Seine Eltern zogen mit dem dreijährigen Robert nach Malta, wo er seine Kindheit verbrachte. Musik von Künstlern wie Nat King Cole bis Otis Redding übten den Haupteinfluss auf seine musikalische Karriere aus.

In England gelangte Palmer als Sänger verschiedener Bands zu regionaler Bekanntheit. Größte Bekanntheit erlangte Palmer zu dieser Zeit mit der Band Vinegar Joe, in der er an der Seite von Elkie Brooks als Lead-Sänger fungierte. Nach der Auflösung von Vinegar Joe begannen die erfolgreichen Solokarrieren beider Künstler. Robert Palmer schloss mit Island Records einen ersten Plattenvertrag ab. Hier konnte er seine künstlerische Freiheit ausleben. Sein Debüt Sneakin’ Sally Through The Alley im Jahr 1974 beeindruckte allerdings nur die Kritiker und wurde ein kommerzieller Misserfolg. Auch das folgende Album 'Pressure Drop' (unter Mitwirkung des legendären Motown Bassisten James Jamerson) verkaufte sich nur mäßig. Daher änderte Palmer 1976 für das Album "Some People Can Do What They Like" die musikalische Richtung und mischte Rock mit Reggae. Damit begann langsam der kommerzielle Erfolg. Mit dem Album 'Double Fun' und der daraus ausgekoppelten Single 'Every kinda people' gelang ihm 1978 der Durchbruch.

Ende 1984 gründete Palmer zusammen mit John Taylor und Andy Taylor von der Band Duran Duran sowie Tony Thompson von Chic die Band Power Station, die Hits wie Some Like It Hot, Communication oder Get It On hatte. Die Band wurde vom 'Chic'-Mastermind und Bassisten Bernard Edwards produziert.

Palmers großer Erfolg in den 80er Jahren basierte zum großen Teil auf seinen Video-Clips, in denen er als perfekt gekleideter Frauenschwarm seine Lieder präsentierte. Seinen größten Hit hatte Palmer 1986, als sein Song Addicted To Love es als einzige seiner Singles an die Spitze der Billboard Hot 100 schaffte, sich dort drei Wochen halten konnte und ihm sogar eine Grammy-Nominierung einbrachte. Im Video dazu sieht man Palmer mit einer Band aus fünf Models in schwarzen Miniröcken, die bewusst so ausgewählt wurden, dass sie nicht glaubhaft das Spielen ihrer Instrumente vortäuschen konnten. Ursprünglich hätten die hohen Passagen des Songs von Chaka Khan gesungen werden sollen, was aber durch Differenzen mit ihrer Plattenfirma nicht möglich wurde.[1]

1987 zog Palmer nach Lugano in der Schweiz.

Bei seinen Konzerten weigerte er sich, die alten Stücke zu spielen, und so kam es zum Bruch mit vielen Fans.

Im Mai 2003 veröffentlichte Palmer sein letztes Album "Drive", eine Sammlung von Blues-Interpretationen, die bei den Kritikern gut ankam.

Palmer starb völlig überraschend am 26. September 2003, nur 54 Jahre alt, in einem Pariser Hotel an einem Herzinfarkt während eines Urlaubs mit seiner Lebensgefährtin. Er hinterließ zwei erwachsene Kinder, Jim und Jane.

Diskografie:
Alben:

* 1974: Sneakin’ Sally Through The Alley
* 1975: Pressure Drop
* 1976: Some People Can Do What They Like
* 1978: Double Fun
* 1979: Secrets
* 1980: Clues
* 1982: Maybe It’s Live (teilweise live)
* 1983: Pride
* 1985: Riptide
* 1988: Heavy Nova
* 1990: Don’t Explain
* 1992: Ridin’ High
* 1994: Honey
* 1998: Woke Up Laughing (Remix-Album)
* 1999: Rhythm & Blues
* 2001: Live At The Apollo (live)
* 2003: Drive

Kompilationen:
* 1989: Addictions Volume I (1978-88) (Island, 260 309)
* 2003: Johnny & Mary - Best (1974-85, Label: Zounds, alle Titel digital remastered, CD-Text)
* 2006: Gold (Best Of, 2 CD)

Singles:
* Every Kinda People
* Johnny & Mary
* Bad Case Of Loving You (Doctor Doctor)
* Looking For Clues
* Addicted To Love
* Some Guys Have All The Luck (Cover)
* She makes my day

Quelle: Wikipedia
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30.03.2009, 13:27

"Telly Savalas":

„Aristotelis Savalas“ wurde am 21.01.1922 in Garden City / Long Island / New York als Sohn griechischer Einwanderer geboren.
Durch den zweiten Weltkrieg brach er sein Psychologie-Studium ab und wurde Soldat (ein Purple Heart).
Nach dem Krieg arbeitete er für ABC Radio und ging zum Film. Sein unverwechselbares Markenzeichen – die Glatze ließ er sich in den 50er Jahren schneiden, als seine Haare auszufallen begannen und er nur noch einen Haarkranz besaß. Für die TV-Serie „Kojak“ legte er sein zweites Markenzeichen zu: den berühmten Lollipop, den er stets im Mund hatte. Neben seiner Tätigkeiten als Radio-Moderator und als Filmstar war er auch als Sänger sehr erfolgreich. So wurden u.a. 1975 sein „If“ – ein „Bread-Cover“ in England ein Number-One-Hit. Vor allem ist seine Version des Country-Songs „Some Broken Hearts Never Mend“ bekannt geworden.

Am 22.01.1994 – nur einen Tag nach seinem 72. Geburtstag verstarb Telly Savalas in Universal City, Kalifornien an Blasenkrebs.

Quelle: Wikipedia
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30.03.2009, 14:50

"Bert Kaempfert":

Der deutsche Orchesterleiter, Arrangeur, Komponist und Produzent Berthold Kämpfert (alias Bob Parker) wurde am 16.10.1923 in Hamburg geboren.
Er studierte auf der Musikschule in Hamburg Musik und begann seine Laufbahn als Saxophonist im Orchester beim Danziger Radio-Orchester Hans Busch. Während des Zweiten Weltkrieges in Dänemark bei einem Musikzug stationiert, verliebte er sich dort in eine junge Dänin. Aus dieser Verbindung stammt seine älteste Tochter. Seine erste Big Band Pik Ass gründete er in der Gefangenschaft in Dänemark. Nach seiner Entlassung tingelte er mit dieser Band durch amerikanische Offiziersclubs in Norddeutschland.
Ende der 1940er-Jahre begann Kaempfert in erster Linie für den NDR und die Polydor zu komponieren und zu arrangieren, darunter 1959 für Freddy Quinn dessen großen Hit Die Gitarre und das Meer und für Ivo Robic dessen Hit Morgen, die in gecoverten, englischen Versionen auch in der ganzen Welt Erfolge wurden.
Er bearbeitete für Elvis Presley das Lied Muss i denn zum Städtele hinaus, mit dem letzterer unter dem Titel Wooden Heart einen Welterfolg erzielte.
Ebenfalls 1959 produzierte Kaempfert den instrumentalen Titel Wunderland bei Nacht, den jedoch keine Plattenfirma, auch nicht Polydor, für die er zuvor Stücke arrangiert hatte, herausbringen wollte. Also übersetzte er den Titel und bot ihn einem New Yorker Musikverleger an. Als Wonderland by Night brachte es Kaempfert 1960 den internationalen Durchbruch: Fünf Wochen war dieser Hit 1961 die Nummer Eins in den USA, als erster Nummer-Eins-Hit eines Deutschen in den USA. Auch Morgen erreichte eine Platzierung in den amerikanischen Top 20.
Weitere Titel, wie Afrikaan Beat, A Swingin' Safari und Red Roses for a Blue Lady waren danach ebenfalls sehr erfolgreich und sind bis heute vom Hören den meisten bekannt, da sie nach wie vor oft gespielt oder als Hintergrundmusik verwendet werden.
1961 produzierte er My Bonnie mit dem englischen Sänger Tony Sheridan und der Begleitband Beat Brothers, den späteren, aber damals noch unbekannten Beatles.
1966 hatte er weitere große Erfolge, als Al Martino mit Spanish Eyes und Frank Sinatra mit Strangers in the Night mit großem weltweiten Erfolg Kompositionen von ihm sangen. Letzterer Titel ist aus dem Soundtrack zum Film A Man Could Get Killed (Willkommen Mr. B…) von 1965, wo es jedoch nur als instrumentale Hintergrundmusik eingesetzt wurde; den englischen Text steuerten 1966 Charles Singleton und Eddie Snyder bei. Mit The World We Knew (1967), My Way Of Life (1968 ) und You Turned My World Around (1974) nahm Sinatra, der Strangers In The Night bis 1994 in seinen Konzertprogrammen behielt, später noch drei weitere Melodien von Kaempfert auf.


Kaempfert schrieb an die 400 Kompositionen und 750 Orchesterarrangements. Bis zu seinem Tod wurden weltweit 150 Millionen Platten mit seinen Melodien verkauft.

Er starb am 21. Juni 1980 auf Mallorca, wenige Tage nach einem umjubelten Konzert in der Londoner Royal Albert Hall, an den Folgen eines Schlaganfalls. Seine Asche wurde auf seinen Wunsch in den Everglades verstreut, wo er häufig Urlaub bei amerikanischen Freunden gemacht hatte und seinem größten Hobby, dem Angeln, frönte.

1993 wurden Bert Kaempfert und sein Co-Autor Herbert Rehbein, der mit ihm zusammen viele Hits komponiert hatte, postum in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

Quelle: Wikipedia
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Rika

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30.03.2009, 17:26

Bo Diddley

Bo Diddley (* 30. Dezember 1928 in McComb, Mississippi; † 2. Juni 2008 in Archer, Florida) war ein US-amerikanischer Rock 'n' Roll- und Bluesmusiker. Diddley gilt wegen der Erfindung seines synkopischen 4/4-Beats als ein Pionier des Rock 'n' Roll.

Bo Diddley wurde auf einer kleinen Farm in der Nähe der Stadt McComb im Bundesstaat Mississippi als Ellas Otha Bates (nach anderen Quellen auch Otha Ellas) geboren. Da seine Mutter ihn nicht großziehen konnte, adoptierte ihn ihre Cousine Gussie McDaniel, deren Nachnamen er annahm. Als Diddley sieben Jahre alt war, zog die Familie nach Chicago.
Zunächst lernte Diddley Geige spielen, mit zwölf Jahren bekam er von seiner Schwester eine einfache Gitarre zum Üben geschenkt. Gegen Ende seiner Schulzeit gründete er mit zwei Freunden die Band The Hipsters und spielte mit ihnen auf der Straße. Nach der Schule arbeitete er zunächst als Zimmermann und Mechaniker.

1958 fertigte er für sich eine rechteckige Gitarre an. Von einer Gretsch-Gitarre entfernte er das Griffbrett und die Elektrik und montierte sie auf einen kantigen, rechteckigen Resonanzkörper aus Bakelit, der von nun an zu seinem Markenzeichen wurde.
Ab 1959 spielte Bo Diddley auch mit Peggy Jones alias „Lady Bo“ zusammen, einer Absolventin der New Yorker Musikschule. Mit ihr erweiterte er das Spektrum seiner Songs abermals. 1960 wechselte er nach Washington D. C. Ab dieser Zeit durfte er auch seine Musik selbst produzieren – eine in dieser Zeit für einen farbigen Musiker ungewöhnliche musikalische Freiheit, die sonst nur noch James Brown genoss. 1962 hatte Bo Diddley mit dem Song You Can’t Judge a Book By the Cover (Dixon) seinen vorerst letzten Hit. Unter seinem bürgerlichen Namen Ellas McDaniel schrieb er auch Songs wie Mona, die von den Troggs, Tom Petty und den Rolling Stones eingespielt wurden. Vorherrschend ist ein bestimmter Rhythmus, der als „Bo Diddley Beat“ bezeichnet wird. Beispiele für diesen synkopischen Rhythmus (stroke/stroke/stroke/rest/stroke/stroke) sind Diddley-Kompositionen wie Bo Diddley, aber auch Magic Carpet Ride von Steppenwolf, Magic Bus von The Who und Not fade away, ein Song von Buddy Holly der vor allem durch die frühen Rolling Stones bekannt wurde.
Ab Ende der 1960er geriet er, wie viele andere Bluesmusiker auch, etwas ins musikalische Abseits. Trotzdem veröffentlichte er weiterhin Alben. Diese entstanden zusammen mit bekannten Kollegen wie Little Walter, Muddy Waters und Howlin' Wolf. Beim Toronto Peace Festival 1969 trat er unter anderem neben John Lennons Plastic Ono Band, Chuck Berry und Jerry Lee Lewis auf. 1972 war er einer der Top-Acts der „London Rock And Roll Show“ im berühmten Wembley-Stadion. Auch in den weiteren 1970ern blieb der Einfluss von Bo Diddley ständig präsent. Zahlreiche Musiker aus der Punk- und New-Wave-Szene griffen auf seine Stücke zurück.
1989 trat Diddley im Nike-Werbespot Bo knows mit dem Baseball- und American Football-Spieler Bo Jackson auf.
1987 wurde Diddley in die Rock and Roll Hall of Fame und 2004 in die Blues Hall of Fame aufgenommen. Im Film Blues Brothers 2000 trat er als Musiker auf; 2006 hatte er einen Gastauftritt in der US-amerikanischen Sitcom Immer wieder Jim.

Am 13. Mai 2007 erlitt Bo Diddley nach einem Konzert in Council Bluffs, Iowa, einen Schlaganfall, der sein Sprachzentrum stark beeinträchtigt hat. Am 29. August 2007 erlitt er einen Herzinfarkt und musste erneut ins Krankenhaus eingeliefert werden. Am 2. Juni 2008 starb Diddley im Alter von 79 Jahren in seinem Haus in Florida an Herzversagen.


Diskografie

1958: Bo Diddley
1959: Go Bo Diddley
1960: Have Guitar Will Travel
1960: Bo Diddley in the Spotlight
1960: Bo Diddley Is a Gunslinger
1961: Bo Diddley Is a Lover
1962: Bo Diddley's a Twister
1962: Bo Diddley
1962: Bo Diddley & Company
1963: Surfin' with Bo Diddley
1963: Bo Diddley's Beach Party
1964: Bo Diddley's 16 All-Time Greatest Hits
1964: Two Great Guitars (mit Chuck Berry)
1965: Hey Good Lookin'
1965: 500% More Man
1966: The Originator
1967: Super Blues (mit Muddy Waters & Little Walter)
1967: Super Super Blues Band (+ Muddy Waters & Howlin' Wolf)
1970: The Black Gladiator
1971: Another Dimension
1972: Where It All Began
1972: Got My Own Bag of Tricks
1973: The London Bo Diddley Sessions
1974: Big Bad Bo
1976: 20th Anniversary of Rock & Roll
1977: I'm a Man
1983: Ain't It Good To Be Free
1985: Bo Diddley & Co – Live
1986: Hey…Bo Diddley in Concert
1989: Breakin' Through the BS
1989: Living Legend
1991: Rare & Well Done
1992: Live at the Ritz (mit Ronnie Wood)
1993: This Should Not Be
1994: Promises
1996: A Man Amongst Men
2002: Moochas Gracias (mit Anna Moo)

Quelle: Wikipedia, Fotos: Rika W. 2004 in Wolfsburg

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30.03.2009, 18:09

"Glenn Miller":

Alton Glenn Miller wurde am 01.03.1904 in Clarinda, Iowa geboren. Seine Kindheit verbrachte Miller in Nebraska, Oklahoma und Colorado. Im Hochschulorchester von Fort Morgan spielte er Zugposaune, das ermöglichte es ihm, zwei Jahre kostenfrei zu lernen. Nach einem Abstecher in die Universität von Colorado trat er 1926 der „Ben Pollack Band“ bei, die er zwei Jahre später wieder verließ. Von 1929 bis 1937 spielte er als unabhängiger Posaunist bei Red Nichols, Benny Goodman, Ray Nobles American Band und den Dorsey Brüdern. Mit seiner ersten eigenen Band machte Miller 1937 einige Aufnahmen bei Brunswick und Decca Records, aber noch im selben Jahr ging die Gruppe auseinander.

Anfangs arbeitete Miller als Arrangeur, bis er im Frühjahr 1938 seinen Durchbruch einleitete. Er gründete eine neue Band und bekam einen Dreimonatsvertrag im Glen Island Casino auf Long Island. Die dort gezahlten Gagen reichten zwar weiterhin nicht aus, um die Band dauerhaft zu sichern, aber aus dem Casino wurden regelmäßig Radioübertragungen gesendet, die seinen neuen „Sound“, in dem die Klarinette den Saxophonsatz führte, bekannt machten. Ende 1939 wurde er für das Jubiläumskonzert der ASCAP in der New Yorker Carnegie Hall eingeladen. Gespielt wurden dort Musikstücke wie „Moonlight Serenade“, „Little Brown Jug“ und „In the Mood“. Die Eigenkomposition „Moonlight Serenade“ wurde Millers erster Hit. Insbesondere mit „Moonlight Serenade“ und „In the Mood“ wird er bis heute identifiziert. Wenig bekannt ist, dass die Glenn Miller Band ein breites Spektrum an Instrumental- und Gesangsmelodien formte und auch klassische Akzente setzte. 1940 spielte die Glenn Miller Band im Cafe Rouge des Hotel Pennsylvania, dem heutigen Statler Hotel New York. Es folgten im Sommer Gigs im Wardham Park Hotel in Washington und anderen Städten. 1940 wurden Klassiker wie „Pennsylvania 6-5000“ und „Tuxedo Junction“, sowie 1941 mit „Chattanooga-Choo-Choo“ und „String of Pearls“ veröffentlicht. Glenn Miller komponierte außer "Moonlight Serenade " keinen seiner Hits selber; einer seiner größten Erfolge, „In the Mood“, stammt von dem Komponisten Joe Garland. Seine erste Schallplatte wurde kaum verkauft, da er dort dieselben Musikstücke aufgenommen hatte wie Swing-König Benny Goodman.

Am 10. Februar 1942 erhielt Glenn Miller die erste goldene Schallplatte der Musikgeschichte für das Lied „Chattanooga Choo Choo“. Im September 1942 verließ Miller trotz der bis dahin steilen Karriere sein Orchester und ging aus Patriotismus zur US-Luftwaffe, denn er war ein erklärter Gegner der Idee des Nationalsozialismus. Dort leitete er das "Army Air Force Orchestra", das deutlich jazz-orientierter war als Millers vorherige, eher kommerziell ausgerichtete Big Band. Dies war nicht zuletzt das Verdienst so hervorragender Arrangeure wie Jerry Gray, der es unter anderem verstand, die im "Army Air Force Orchestra" enthaltene Streichergruppe nahtlos in den Big Band-Sound zu integrieren - für einen Jazz-Arrangeur keine leichte Aufgabe. Wohl das spektakulärste Arrangement von Jerry Gray war „American Patrol“, durchaus angemessen angekündigt als "And now, here's the biggest tune of the books!".

In London erlebte Miller die deutschen V1-Angriffe. Unter anderem spielte "Army Air Force Band" zahlreiche Aufnahmen in den Abbey Road Studios ein, teilweise mit Live-Übertragungen durch die BBC London in deutscher Sprache. Dort entstanden Aufnahmen in hervorragender Mono-Qualität, die den hohen Standard des Orchesters widerspiegeln.

Nachdem Paris von den Alliierten befreit war, sollte im Dezember 1944 das "Army Air Force Orchestra" dort im Olympia auftreten. Glenn Miller starb kurz vor diesem Auftritt am 15. Dezember 1944 unter bis heute nicht genau geklärten Umständen. Es wird angenommen, dass das Flugzeug, mit dem er nach Frankreich unterwegs war, über dem Ärmelkanal wegen dichten Nebels verloren ging.

Nach Millers Tod wurde das "Army Air Force Orchestra" bis zu seiner Auflösung von Arrangeur Jerry Gray weitergeleitet.

Quelle: Wikipedia
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30.03.2009, 18:13

"Billie Holiday":

Billie Holiday, geboren als Elinore Harris[1], (* 7. April 1915 in Philadelphia, Pennsylvania † 17. Juli 1959 in New York). Holiday zählt zu den bedeutensten Jazzsängerinnen.
1930 begann sie in Clubs, wie dem Cafe Society, aufzutreten. Ihren Künstlernamen übernahm sie von Billie Dove, einer von ihr bewunderten Schauspielerin. Ihr musikalisches Vorbild fand Billie in der Blues Sängerin Bessie Smith (1894–1937). Drei Jahre später entdeckte sie der Plattenproduzent John Hammond. Er organisierte für sie einige Aufnahmen mit Benny Goodman. Später arbeitete sie zusammen mit Musikern wie Lester Young, Count Basie und Artie Shaw. Mit Young, den sie zuerst 1934 traf, verband sie eine lebenslange, enge Freundschaft – eine der wenigen engeren Beziehungen zu Männern, die unproblematisch verliefen.
Als eine der ersten Jazzsängerinnen trat sie mit weißen Musikern auf und überwand damit Rassenschranken. Trotz dieser Vorreiterrolle war sie weiterhin gezwungen, Hintereingänge zu benutzen. Sie berichtete, dass sie in dunklen, abgelegenen Räumen auf ihre Auftritte warten musste. Auf der Bühne verwandelte sie sich in Lady Day mit der weißen Gardenie im Haar. Sie erklärte die Dramatik ihres Gesangs einmal so: „Ich habe solche Songs gelebt“. 1939 sang sie erstmals den Song Strange Fruit, der eindringlich die Lynchjustiz an Schwarzen thematisierte. Seither verband das Publikum Billie Holiday mit diesem Stück und wollte es immer wieder von ihr hören. Billie litt unter ihrer Diskriminierung als Schwarze. Vor allem bei den Touren mit gemischten Bands wie der von Artie Shaw 1938 machten sie und die schwarzen Musiker täglich entwürdigende Erfahrungen. Als besonders entwürdigend empfand sie Gigs, für die ihr Gesicht extra mit make-up geschwärzt wurde, da Billie nicht klassisch schwarz war, aber es vom meist weißen Publikum erwartet wurde (so in der Count Basie Band). Der ersehnte Auftritt im Film New Orleans (1946) neben ihrem Idol Louis Armstrong war für sie und ihre Fans höchst enttäuschend. Sie durfte nur die Rolle spielen, die Hollywood damals für Schwarze vorsah: das Dienstmädchen.
Ihren größten Triumph erlebte sie, als sie 1944 in der Metropolitan Opera in New York als erste Jazz-Sängerin gefeiert wurde. Billie nahm ca. 350 Titel auf, darunter waren einige kommerzielle Erfolge: Z. B. neben Strange Fruit auch Fine and Mellow oder Lover Man. 1954 ging sie mit Leonard Feather auf eine äußerst erfolgreiche Europatournee. Sie war dreimal verheiratet: mit Jimmy Monroe, mit dem Trompeter Joe Guy und mit Louis McKay. Keine der Ehen war glücklich – die Männer nutzten sie aus, insbesondere McKay, der zudem ihren Drogenkonsum unterstützte, um sie leichter zu kontrollieren und auszupressen. Seit Anfang der vierziger Jahre war Billie heroinabhängig, nachdem sie vorher schon wie in den Musikerkreisen üblich Marihuana und in beträchtlichem Umfang Alkohol konsumierte. Die Sucht brachte sie immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Mehrfach wurde sie verhört und verhaftet. 1947 verlor sie aufgrund ihrer Drogenprobleme die New Yorker Cabaret-Lizenz (notwendig um in Lokalen zu singen, in denen Alkohol ausgeschenkt wurde), mit einschneidenden finanziellen Folgen. Sie machte mehrere Entziehungsversuche durch und wurde wieder rückfällig. Der Drogenkonsum wirkte sich auch auf ihre Stimme aus und in ihren späteren Aufnahmen weicht ihr jugendlicher Elan zusehends einem Anflug von Schwermut.
Holidays letzte Jahre waren eine Tragödie. Sie wurde um ihre beträchtlichen Einkünfte betrogen und verarmte. Die Nachricht von Lester Youngs Tod führte zu einem Zusammenbruch. Mit nur 44 Jahren starb sie unter entwürdigenden Umständen in einem New Yorker Krankenhaus an Hepatitis, die auf ihr Herz übergegriffen hatte. Polizisten umstanden das Krankenbett, die sie verhaften sollten, sobald sie sich erholt hätte. Holiday wurde auf dem Saint Raymonds Cemetery, Bronx, Bronx County, New York, USA bestattet.

Quelle: Wikipedia
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Rika

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30.03.2009, 18:15

Duane Allman (Allman Brothers Band)

Howard Duane Allman (* 20. November 1946 in Nashville, Tennessee; † 29. Oktober 1971 in Macon, Georgia) gilt als Slide-Gitarren-Legende und als einer der besten Rock- und Blues-Gitarristen aller Zeiten.

Nachdem Duane Allman im Alter von etwa vierzehn Jahren von seinem Bruder Gregg die ersten Gitarrengriffe gelernt hatte, spielten die Brüder zusammen in verschiedenen Gruppen, wobei Duane seinen Bruder, was das Können auf der Gitarre anbelangt, schon bald übertraf. Dieser wechselte dann auch im Lauf der Zeit - neben seinem unverwechselbaren Gesang - zu Orgel und Klavier über; später, bei den Allman Brothers, sollte er auch das Gros der Stücke für die Gruppe komponieren.
1965 gründeten die Allman-Brüder die Band Allman Joys; 1967 folgte Hour Glass, von denen ein auf dem Album Duane Allman - An Anthology, Vol. 1 zu findendes sehr schönes B. B. King-Medley erhalten ist. Diese Band nahm während eines Kalifornien-Aufenthaltes auch zwei später auf Doppel-LP veröffentlichte Alben auf, die sich beide (auf Veranlassung der Plattenfirma) auf Top-40-Niveau bewegen und noch nichts von der späteren Virtuosität der Allman Brothers Band erahnen lassen. Duanes Kommentar in einem Radio-Interview mit Ed Shane: „We're not wanna talk about that!“.
1969 spielte Duane, der inzwischen nach Florida gegangen war, zwischen Sessions als Studio-Musiker für die Fame-Studios in Muscle Shoals, Alabama (u. a. für Aretha Franklin, Wilson Pickett und King Curtis) mit dem Schlagzeuger Butch Trucks, der Band des Gitarristen Dickey Betts und dem Schlagzeuger Jai Johanny „Jaimoe“ Johanson , und es wurde schnell klar, dass dies genau das war, was alle Beteiligten machen wollten. Nach einer denkwürdigen Jam-Session im Green House und dem Hinzukommen von Duanes Bruder Gregg aus Kalifornien war die Allman Brothers Band komplett. Neben Duane [lead-g, slide-g, voc] und Gregg Allman [lead-voc, org, p] bestand die Band aus Dickey Betts [lead-g, slide-g, voc], Berry Oakley [el-b, voc] sowie den beiden Schlagzeugern Jai Johanny Johanson [dr, congas, perc] und Butch Trucks [dr, tympani].
Duane Allman nahm zusammen mit der Ur-Besetzung der Allman Brothers Band insgesamt vier Alben - davon zwei Doppelalben - auf. Beispiele, in denen die bereits weiter oben erwähnte Mühelosigkeit und eine unnachahmliche "Relaxtheit" zum Ausdruck kommt, sind insbesondere das auf dem ersten Album "The Allman Brothers Band" zu findende "Dreams" sowie Live-Stücke wie "In Memory Of Elisabeth Reed", "Whipping Post" (zu finden auf "The Allman Brothers Live At Fillmore East") sowie die "Mountain Jam", die am selben Abend wie das Live-Doppelalbum aufgenommen und später - auf zwei Lp-Seiten verteilt - auf "Eat A Peach" veröffentlicht wurde. Neben den Alben der Allman Brothers Band wirkte Duane Allman auch auf dem epochemachenden "Layla"-Album von Eric Clapton/Derek & The Dominos mit.
Duane Allman verunglückte am 29. Oktober 1971 bei einem Motorradunfall in Macon tödlich, als er einem plötzlich ausscherenden Lastwagen ausweichen wollte. Posthum wurde das zu seinem Lebzeiten begonnene Doppelalbum "Eat A Peach" vom Rest der Band fertiggestellt und veröffentlicht.
Nachdem ein Jahr nach Duanes Tod der Bassist der Gruppe, Berry Oakley, ebenfalls mit dem Motorrad an fast derselben Stelle wie Duane tödlich verunglückte, war dies das definitive Ende der Band in der Originalbesetzung. Bis zum heutigen Tag besteht die Allman Brothers Band - unterbrochen von mehr oder weniger langen Pausen - nach wie vor.
Die Gitarren, die Duane Allman spielte, waren zu Zeiten der Allman Brothers Band entweder eine 1957er Gibson "Les Paul Goldtop", eine 59er Gibson "Les Paul Darkburst" oder eine 68er Gibson "SG Standard". Für die Aufnahme des allerersten Allman-Brothers-Albums "The Allman Brothers Band" verwendete er eine Gibson ES-345. Als Verstärker benutzte er hauptsächlich einen 50-Watt "Marshall Bass Head", als Slide ein Coricidinfläschchen.

Diskografie
mit "Hour Glass": "Hour Glass", "Power Of Love".
mit der "Allman Brothers Band": "The Allman Brothers Band", "Idlewild South", "The Allman Brothers Live At Fillmore East", "Eat A Peach".
als Begleitmusiker: Derek & The Dominos: "Layla And Other Assorted Love Songs" (Eric Clapton: "He was the catalyst for the whole thing.").
ebenfalls als Begleitmusiker (verschiedene Künstler): "Duane Allman - An Anthology, Vol 1. und 2".

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30.03.2009, 18:18

"Ofra Haza":

Ofra Chaza wurde am 19.11.1957 als neuntes Kind jemenitisch-jüdischer Einwanderer im Bezirk Ha'Tikva, in einem ärlichen Vorort von Tel Aviv geboren. Mit 12 Jahren wurde sie für ein Theatergruppe entdeckt

Im Laufe der Jahre entwickelte sie sich aus einer Mitdarstellerin im Theater zu einer sehr beliebten Sängerin in Israel, gewann viele Preise und wurde viermal "Sängerin des Jahres". Sie hatte mit Bezalel Aloni, der nun ihr Manager war, gegen viele Schwierigkeiten zu kämpfen - wegen ihrer Herkunft und ihres niedrigen Sozialstandes weigerten sich viele Produzenten in den 1970er und 80er Jahren, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Ofra gelang es, einige inzwischen zu begehrten Sammelobjekten gewordene Alben zu produzieren.

1983 vertrat Haza Israel beim Eurovision Song Contest und errang dort mit dem Lied „Chai“ den zweiten Platz. 1984 brachte sie das Album „Yemenite Songs“ auf den Markt, das auch nach Europa gelangte und dort, insbesondere in Großbritannien, sehr erfolgreich verkauft wurde. Ofra Haza bekam ausgezeichnete Kritiken. Das war der Auftakt zu ihrer internationalen Karriere.

1988 gelang ihr mit „Im Nin'alu“ (UK #15, DE #1) ein weltweiter Chart-Erfolg, das Lied wurde mehrfach gesamplet und blieb viele Wochen auf dem Platz 1 der Charts, auch in den USA. Bis zu 15.000 Singles wurden pro Tag verkauft. Danach folgte noch im selben Jahr der Hit „Galbi“ (DE #20). Seitdem galt sie für viele als Synonym für orientalische und israelische Popmusik. Sie trat seitdem in vielen berühmten Konzerthallen auf, auf Shows rund um die Welt und fand auch Platz in der 1992er Version von „Temple of Love“ von den Sisters of Mercy. Zu hören war sie auch im Duett mit Stefan Waggershausen in „Jenseits von Liebe“ (1993) sowie auf der 1995er Single „My Love is for real“ von Paula Abdul. Sie veröffentlichte 24 internationale Alben und erhielt viele Auszeichnungen. 1992 wurde das Album „Kirya“ für einen Grammy nominiert.

Ofra komponierte später neben Liedern für Alben Filmmusik und sang in einigen Filmen mit, wie „The Gouverness“, „Wild Orchid“; zwischen 1997 und 1998 sang sie den Soundtrack für „Der Prinz von Ägypten“. Im Jahre 1993 wurde Ofra die Ehre zuteil, bei der Friedensnobelpreisverleihung von Jitzchak Rabin, Schimon Peres und Jassir Arafat aufzutreten. Auch bei der Begräbniszeremonie von Jitzchak Rabin trat Ofra auf.

Im Jahr 1997 heiratete sie den Geschäftsmann Doron Aschkenazie, doch die Ehe dauerte nur zwei Jahre. Während dieser Zeit zog sich Ofra nach und nach fast vollkommen aus dem Karriereleben zurück. Im Frühjahr 2000 wurde sie bewusstlos mit einer schweren Grippe ins Tel-Haschomer-Hospital in Tel Aviv eingeliefert. Nach 14-tägigem Aufenthalt, der laufend von der Presse dokumentiert wurde, verstarb sie am 23. Februar 2000 an Organversagen, hervorgerufen durch Aids-Komplikationen. Sie wurde am 24. Februar 2000 auf dem Jarkon-Friedhof, im Norden von Tel Aviv, in einer großen feierlichen Zeremonie beigesetzt.

Seither kursieren viele Gerüchte über ihre wahre Todesursache, denn ihre Ehe war sehr von Geheimnissen geprägt. Auch hatte Aschkenazie sie mit dem HI-Virus angesteckt, ohne sie über seine Krankheit zu informieren. Bei der Beerdigung von Ofra Haza waren Tausende von Fans aus Israel und der ganzen Welt dabei, außerdem (damals) führende israelische Politiker wie Ehud Barak, Schimon Peres und viele Künstler. „Ofra kam aus dem Slum und erreichte die Spitze der israelischen Kultur. Sie stand für alles, was gut und nobel in der israelischen Gesellschaft ist. Wir haben ihr sehr viel zu verdanken“, äußerte sich Ehud Barak in einer Rede am Tag ihres Begräbnisses.

Quelle: Wikipedia
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30.03.2009, 18:28

"Barry White":

Barry Eugene Carter wurde am 12.09.1944 in Galveston, Texas geboren. Erst später nahm er den Namen seines Vaters an: Barry White.

Seine Karriere begann, als er mit elf Jahren Jesse Belvin am Klavier begleitete. Es entstand der Song "Goodnight My Love". Dies hatte er zum Teil seiner Mutter zu verdanken, die ihm tatkräftig als Klavierlehrerin zur Seite stand. Mit siebzehn Jahren wurde er verhaftet, als er als Mitglied einer Bande Autoreifen stahl, und saß eine Haftstrafe von fünf Monaten ab.

Anfang der 1960er Jahre wurde er unter dem Namen "Berry Lee" bekannt, unter anderem als Mitglied der Bands "The Upfronts", "The Majestics" und "The Atlantics". Größere Erfolge konnte er jedoch mit seiner selbst gegründeten weiblichen Gesanggruppe Love Unlimited verbuchen. White schrieb die Songs und die Arrangements und produzierte alle Stücke im Alleingang. Eine der Sängerinnen, Glodean James, heiratete er später. Der größte Erfolg der Gruppe war "Walkin' In The Rain With The One I Love". Auch der nachfolgende Song "From A Girl's Point Of View" war ein Erfolg. Er verkaufte sich über eine Million mal und brachte den Durchbruch für White und Love Unlimited. Unter dem Namen Love Unlimited Orchestra veröffentlichte White Alben mit Instrumentaltiteln. Der größte Erfolg dieser im Phillysound eingespielten Easy-Listening-Stücke war 1973 das "Love's Theme". 1973 erschien mit "I've Got So Much To Give" auch das erste Album unter dem Namen Barry White. Seine größten Erfolge hatte er bis 1976. Sie trugen Titel wie "I'm Gonna Love You Just a Little More Baby", "Never, Never Gonna Give You Up" (1973), "Can't Get Enough of Your Love, Babe", "You're the First, the Last, My Everything" (1974), "What Am I Gonna Do With You" (1975), "Let the Music Play" (1976) oder "Your Sweetness is My Weakness" (1978 ). 1994 gelang ihm mit "Practice What You Preach" ein Comeback. Er nutzte den zweiten Ruhm und ging 1999 wieder auf Welttournee. Barry White war einer der Väter des sogenannten Phillysound obwohl er nicht aus Philadelphia stammte.

White erhielt mehr als 100 Goldene Schallplatten und verkaufte weltweit mehr als 100 Millionen Platten. Im Jahr 2000 wurde er für sein Album "Staying Power" mit zwei Grammys ausgezeichnet.

Sein Leben lang kämpfte der stark übergewichtige Sänger mit den Folgen seines hohen Blutdrucks und Diabetes, war Dialysepatient und erlitt Anfang Mai 2003 einen Schlaganfall, der sich nach Angaben seiner Tochter auf die Sprache und die rechte Körperhälfte des Sängers auswirkte. Am 4. Juli 2003 gegen 09.30 Uhr (Ortszeit) starb er im Alter von 58 Jahren im Krankenhaus Cedars-Sinai in Los Angeles an einem Nierenversagen, nachdem er monatelang vergeblich auf eine Spenderniere gewartet hatte.

2004 erfolgte seine Aufnahme in die Dance Music Hall of Fame.


Quelle: Wikipedia
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30.03.2009, 18:35

"Elvis Presley":

Elvis Presley (* 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi, USA; † 16. August 1977 in Memphis, Tennessee, USA; gebürtig Elvis Aron Presley später Elvis Aaron Presley) war ein US-amerikanischer Sänger und Schauspieler, der aufgrund seines immensen und dauerhaften Erfolges den Beinamen "King" bzw. King of Rock ’n’ Roll erhielt.

Am 5. Juli 1954 fand die erste von mehreren Aufnahmesessions in den Sun-Studios statt, wobei Elvis anfangs noch etwas uninspiriert verschiedene Countryballaden und gerade aktuelle Popsongs ausprobierte, gemeinsam mit den Studiomusikern Scotty Moore (Gitarre) und Bill Black (Bass) – D.J. Fontana am Schlagzeug kam erst ein Jahr später hinzu. Mehr durch Zufall entstand in einer Pause während der Probe durch musikalisches Herumalbern der typische „Elvis-Sound“, als Scotty Moore das Gitarrenriff eines Rhythm & Blues-Stückes rhythmisch stark akzentuiert spielte, Elvis diesen Offbeat aufgriff, den klassischen Bluesgesang des Originals mit vokalistischen Elementen von Gospel und Country-Musik anreicherte und dabei mit kreisenden Bewegungen durch das Studio wirbelte. Sam Phillips, der dies sah und hörte, hatte nun endlich, was er immer wollte und forderte die Band auf, in diesem Stil weiter zu machen.

Im Januar 1956 gelang Elvis mit einem fulminanten Fernsehauftritt in der Tommy and Jimmy Dorsey Stage Show sowie durch die Veröffentlichung des Songs Heartbreak Hotel (seiner ersten Nr. 1 in den Billboard-Single-Charts) der Durchbruch in den USA, und dann folgten unmittelbar sechs weitere Nr.-1-Singles, z. B. Hound Dog, Don't Be Cruel und All Shook Up. In den folgenden Jahren wurde er für die Jugend der Welt zum gefeierten Idol und nach Frank Sinatra in den 1940er Jahren zu einem der ersten internationalen Superstars in der Geschichte der Popmusik.

Nachdem Elvis sich während der 1960er-Jahre vor allem auf die Filmarbeit in Hollywood konzentriert hatte, nahm er Anfang 1969 in den American Sound Studios beim legendären Produzenten Chips Moman das erste Mal seit vielen Jahren wieder in seiner Heimatstadt Memphis auf. Diese Sessions brachten nicht nur die beiden Hit-Alben From Elvis in Memphis und Back In Memphis hervor, hier entstanden außerdem die Welthits Suspicious Minds und In The Ghetto, die Elvis nach acht Jahren Nummer-1-Hit-Flaute weltweit wieder zurück an die Spitze der Charts brachten.

Am 16. August 1977, um 14 Uhr wurde Elvis Presley von seiner damaligen Freundin Ginger Alden leblos am Boden seines Badezimmers aufgefunden und im Baptist-Memorial-Hospital um 15:30 Uhr, nach mehreren Wiederbelebungsversuchen, offiziell für tot erklärt. Er wurde nur 42 Jahre alt.

„Der King ist tot“, diese Nachricht verbreitete sich rasant und löste weltweite Trauer aus. Als offizielle Todesursache Presleys wurde „Herzstillstand durch zentrales Versagen der Atemorgane“ angegeben. Sein Leibarzt Dr. "Nick" Nichopoulos, der Elvis immer wieder mit verschriebenen Medikamenten versorgt hatte, wurde später von der Anklage der fahrlässigen Tötung freigesprochen.


(Quelle: Wikipedia)
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30.03.2009, 19:08

"Syd Barrett":

Syd Barrett, eigentlich Roger Keith Barrett, (* 6. Januar 1946 in Cambridge; † 7. Juli 2006 ebenda) war ein britischer Gitarrist, Sänger und Songwriter.

Syd Barrett war Mitbegründer, Namensgeber und kreativer Kopf der Band Pink Floyd , die er 1968 auf Druck der anderen Mitglieder verlassen musste. Sein Nachfolger wurde David Gilmour.

Barretts erste Band war 1962 Geoff Mott and the Mottoes in Cambridge. Sie probten oft im großen Wohnzimmer der Familie Barrett, nachdem das Haus von Syds Mutter nach dem Tod seines Vaters in eine Pension umgewandelt worden war. Diese Probesessions besuchte des Öfteren Syds älterer Schulkamerad Roger Waters.

Die ersten beiden Pink-Floyd-Singles Arnold Layne und See Emily Play ebenso wie das Debütalbum The Piper at the Gates of Dawn (1967) entstanden wesentlich unter Barretts Einfluss. Während der Zeit mit Pink Floyd begann Syd Barrett mit Drogen zu experimentieren, speziell mit LSD. Nach Aussage der anderen Bandmitglieder lagen bei ihm Genie und Wahnsinn ohnehin nahe beieinander; die Schwelle wurde nun immer häufiger durch den Drogenkonsum überschritten. Zudem lastete auf der Band der Druck, nach den ersten kommerziellen Erfolgen weitere Hits schreiben zu müssen. Da Barrett in Hinblick auf Studioarbeit und Auftritte immer unzuverlässiger wurde, beschlossen die anderen Bandmitglieder Anfang 1968, den befreundeten David Gilmour als zusätzlichen Gitarristen und Sänger in die Band aufzunehmen, um trotz Barretts Unberechenbarkeit auftreten zu können. Der fortschreitende Realitätsverlust Syd Barretts führte schließlich zur Aufkündigung der Zusammenarbeit. Das letzte Konzert der fünfköpfigen Pink Floyd fand am 20. Januar 1968 am Hastings Pier in Hastings, Sussex statt. Offiziell wurde am 6. April 1968 die Trennung von Pink Floyd und Syd Barrett bekannt gegeben. Einige Pink-Floyd-Fans halten dies bis heute für eine Art Sündenfall; mit Barretts Ausscheiden sei die Musik der Gruppe uninteressant geworden.

Nach dem Rausschmiss bei Pink Floyd versuchte Barrett mit Hilfe der ersten Pink Floyd-Manager Peter Jenner und Andrew King, die weiterhin an sein Talent glaubten, eine Solo-Karriere zu starten. Diese scheiterte bald, nach nur zwei regulären Alben, auf Grund psychischer Probleme, die durch seinen stetig steigenden Drogenkonsum noch zunahmen. Syd Barrett schwankte schließlich zwischen einem absolut chaotischen Verhalten und totaler Lethargie, hinzu kam deutlicher Realitätsverlust. Seine letzten Studioaufnahmen datieren vom November 1974. Während der Aufnahmen des Pink-Floyd-Albums "Wish you were here" erschien Barrett zur Überraschung der Band im Studio, ohne dass diese ihn erkannte. Nachdem die Band gemerkt hatte, wer dieses Drogenwrack war, widmete sie ihrem alten Freund die Songs "Wish You Were Here" und "Shine On You Crazy Diamond". Syd Barrett ist auch daher der besungene "Crazy Diamond". Irgendwann danach, Mitte der 1970er Jahre, war für Syd Barrett der Punkt gekommen, sich total vom Popbusiness zurückzuziehen. Selbst alten Freunden schlug er die Tür vor der Nase zu. Er beschloss, aus London wegzuziehen und wieder nach Cambridge zurückzukehren, um dort bei seiner Mutter in selbstgewählter Abgeschiedenheit zu leben. Sein letztes Interview gab er 1973.

Zum Schluss lebte Syd Barrett völlig zurückgezogen im Haus seiner 1991 verstorbenen Mutter in Cambridge. 1998 wurde bei ihm ein Typ 2-Diabetes festgestellt. Zu Beginn wurde er auf Diät gesetzt und mit Tabletten behandelt. Nachdem sich keine Besserung einstellte, verwendete er Insulin. Als Folge der Krankheit kämpfte Syd Barrett gegen die Verschlechterung seiner Sehfähigkeit. Einem unbestätigten Gerücht zufolge war er in seiner Abgeschiedenheit ein besessener Maler, der aber jedes Bild nach seiner Vollendung verbrannte.

Am 11. Juli 2006 gab eine Sprecherin der Band Pink Floyd bekannt, dass Barrett im Alter von 60 Jahren „vor einigen Tagen“ gestorben sei. Die britische Zeitung „The Guardian“ hat nach eigenen Angaben erfahren, dass er „am Freitag“, also am 7. Juli, einem Krebsleiden erlag.[1] Der offiziellen Darstellung zufolge starb Barrett dagegen infolge von Komplikationen, welche durch seinen Diabetes ausgelöst wurden.

(Quelle: Wikipedia)
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Rika

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30.03.2009, 20:34

Ronnie Lane

Ronnie Lane (* 1. April 1946 in Plaistow, London, England; † 4. Juni 1997 in Trinidad, Colorado), Spitzname Plonk, war ein britischer Rockmusiker, der vor allem als Bassist und Songschreiber der Bands Small Faces und The Faces bekannt wurde.
1973 verließ Lane die Faces, um die Hit-Singles How Come und The Poacher sowie das Album Anymore For Anymore aufzunehmen. Mit seiner Band Slim Chance und einer bunten Zirkus- und Musik-Show – "the Passing Show" – zog er 1974 durch Großbritannien. Finanziell war das Unternehmen ein Desaster.
1976 gab es eine Wiedervereinigung der Small Faces. Lane verließ das Projekt jedoch schon während der Proben. Da es bereits einen Vertrag mit dem Label gab, nahm er 1977 mit Pete Townshend das vielgelobte Album Rough Mix auf, das aber kommerziell ein Flop war.
In dieser Zeit wurde bei Lane Multiple Sklerose diagnostiziert. Dennoch ging er weiterhin auf Tour, schrieb Songs und machte Aufnahmen, u. a. mit Eric Clapton.
1983 fand auf Initiative von Lanes Freundin Boo Oldfield ein Konzert zugunsten der Multiple-Sklerose-Forschung in der Londoner Royal Albert Hall statt, an dem neben Lane so bekannte Musiker wie Eric Clapton, Jimmy Page, Jeff Beck, Steve Winwood, Bill Wyman, Charlie Watts, Kenney Jones, Andy Fairweather-Low und andere mitwirkten. Erweitert um Joe Cocker und Paul Rodgers ging die Truppe anschließend auf US-Tour. Rodgers und Page gründeten bei dieser Gelegenheit die Band The Firm.
1984 zog Lane nach Austin in Texas, wo das Klima für seine Gesundheit besser war. Er war weiterhin als Musiker aktiv und arbeitete mit einer amerikanischen Ausgabe von Slim Chance. 1990 machte er sogar eine Tournee in Japan.
Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. 1992 hatte er seinen letzten Auftritt, zusammen mit Ron Wood und Ian McLagan. 1994 zog er nach Trinidad in Colorado. Jimmy Page und Rod Stewart unterstützten ihn bis zuletzt finanziell.
Ronnie Lane starb am 4. Juni 1997 an den Folgen einer Lungenentzündung. In seinem Geburtsort Plaistow (East London) wurde 2001 eine Straße nach ihm benannt, die "Ronnie Lane".

Diskografie (solo und "Slimchance):

Anymore For Anymore (1974)
Ronnie Lane's Slim Chance (1975)
One For The Road (1976)
Mahoney's Last Stand (mit Ron Wood)(1976)
Rough Mix (mit Pete Townshend) (1977)
See Me (1979)
You Never Can Tell: The BBC Sessions (1997)
Kuschty Rye: The Singles 1973-1980 (1997)
Plonk (1999)
April Fool (1999)
Tin and Tambourine (Compilation) (1999)
Live In Austin (2000)
Rocket 69 (Live im Rockpalast 1980) (2001)

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30.03.2009, 20:39

"Israel Kamakawiwo'ole":

"Israel Bruddah Iz Kamakawiwo'ole" wurde am 20.05.1959 in Kaimuki auf der Insel Oahu/Hawaii geboren.

Kamakawiwo'ole entstammte einer musikalischen Familie, sein Onkel Moe Keale war eine Musiklegende Hawaiis. Er begann als 11-jähriger, nach dem Umzug seiner Eltern nach Makaha gemeinsam mit seinem älteren Bruder Skippy († 1982), mit dem Musikspielen. Kamakawiwo'ole spielte neben dem Gesang Ukulele und gründete als 15-jähriger gemeinsam mit seinem Bruder Skippy, Jerome Koko, Moon Kauakahi und John Koko die Gruppe „The Makaha Sons of Ni'ihau“, die im Verlaufe von 15 Jahren neun Alben herausbrachte und mehrfach den Hoku Award verliehen bekam.

Anfang der 90er Jahre verließ Kamakawiwo'ole die Sons und startete eine Solokarriere. Er wurde auch außerhalb Hawaiis berühmt, als sein Album Facing Future 1993 veröffentlicht wurde, das unter anderem das Medley Somewhere Over the Rainbow/What a Wonderful World enthielt, welches er Gabby Pahinui widmete. Dieser Song wurde in mehreren Filmen, etwa in Finding Forrester, Rendezvous mit Joe Black, 50 erste Dates, The Big Bounce, im Finale der Serie Life on Mars (Staffel 2 – Folge 8 ), in der Episode Winner Takes All der Serie Picket Fences, in der Episode My Way Home (Staffel 5 – Folge 7) der Serie Scrubs, in der Episode Glücksbringer (Staffel 5 – Folge 17) der Serie Charmed, in der Episode At the beach der Serie E.R. – Emergency Room (Staffel 8 – Folge 21 (Folge 179)) und in der Episode Die Kraft der Wünsche (Staffel 2 – Folge 15 (Folge 38 )) der Serie Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen verwendet. Für Ostasien wurde das Medley von Aselin Debison erfolgreich gecovert. Insgesamt veröffentlichte er fünf Alben als Solist.

Kamakawiwo'ole wurde nur 38 Jahre alt. Er starb am 26.06.1997 nach mehreren Krankenhausaufenthalten an Atemnot, bedingt durch seine krankhafte Fettsucht (zwischenzeitlich kam er auf ein Gewicht von 343 kg). Nach dem Tod des äußerst populären Hawaiiers, der in seiner Heimat The Gentle Giant genannt wurde, verhängte die Regierung Staatstrauer. Über 10.000 Trauernde gaben ihm das letzte Geleit.

Quelle: Wikipedia
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30.03.2009, 20:43

"Dave Dudley":

Der US-Country-Sänger hatte in den 1960er und 1970er Jahren mehr als 40 Country-Hits, die das oft entbehrungsreiche Leben der Lastkraftfahrer (Trucker) in den Weiten der USA porträtierten.

„Darwin David Pedruska“ wurde am 03.05.1928 in Spencer / Wisconsin geboren. Seine Großeltern kamen aus Königsberg in Deutschland. Er wuchs in Stevens Point auf. Im Alter von 11 Jahren bekam David von seinem Großvater eine Gitarre geschenkt. Damit übte er Akkorde, bis ihm die Fingerkuppen bluteten. Ursprünglich wollte Dave Dudley Profi-Baseball-Spieler werden. Durch einen Muskelfaserriss im rechten Arm wurde daraus jedoch nichts. Um sich finanziell über Wasser halten zu können, nahm er einen Job als Hafenarbeiter an. Nachdem er eines Morgens seine Nachtschicht beendet hatte, besuchte er einen Freund beim örtlichen Rundfunksender. Als sein Freund jedoch nicht erschien, erblickte er durch den Spalt einer geöffneten Studiotür eine Gitarre und klimperte aus Langeweile ein paar Akkorde. Ein Redakteur versuchte ihn dazu zu bringen, vor Publikum zu spielen. Als ihm das nicht gelang, brachte er ihn dazu, bei einer Radiosendung mit Gitarre zu singen. Danach riefen unzählige Hörer an und wollten mehr von ihm hören.

Kurz danach gründete er seine erste Band das Dave Dudley Trio. Durch einen schweren Autounfall, der ihn 6 Monate ans Bett fesselte, wurde seine Karriere unterbrochen. 1961 hatte Dave Dudley mit Six Days On The Road seinen ersten Top-40-Hit. Obwohl er großen Erfolg hatte, landete er nur einmal mit The pool shark im Jahr 1970 einen Nummer-1-Hit. 1977 gab es in Deutschland für seine Lieder ein Comeback. Die Gruppe Truck Stop – deutsche Vertreter der Country-Musik – hatte damals mit Ich möcht so gern Dave Dudley hörn großen Erfolg.

Dave Dudley starb am 22.12.2003 im Alter von 75 Jahren an einem Herzanfall in seinem Haus in Danburry / Wisconsin.

Quelle: Wikipedia
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30.03.2009, 22:25

"Freddy Mercury":

Freddie Mercury wurde 1946 auf Sansibar unter dem Namen Farrokh Bulsara in eine aus Indien stammende parsische Familie geboren und besuchte ab 1955 das englische Internat St. Peter’s School in Panchgani, das etwa 250 Kilometer von Mumbai (Bombay) entfernt liegt. Dort bekam er den Spitznamen Freddie, den er sein ganzes Leben behielt. Der Direktor des Internats bemerkte Bulsaras Musiktalent und schlug dessen Eltern vor, ihn Klavier lernen zu lassen, was auch geschah. Er trat auch dem Schülerchor bei und nahm an Aufführungen des Schultheaters teil. Mit ungefähr zwölf Jahren wurde er Mitglied der aus fünf Musikern bestehenden Band The Hectics, deren Auftritte vor allem im Rahmen von Schulveranstaltungen stattfanden. 1963 kehrte Mercury nach Sansibar zurück, das Ende des Jahres die Unabhängigkeit von der britischen Kolonialherrschaft erlangte. Kurze Zeit später kam es im Januar 1964 zu einer gewaltsamen Revolution gegen den Sultan von Sansibar. Noch im selben Monat flüchteten Jer und Bomi Bulsara, der für die britische Regierung gearbeitet hatte, mit ihrem 17-jährigen Sohn Freddie und dessen 1952 geborener Schwester Kashmira nach London. Dort besuchte Mercury erst das Polytechnicum und von 1966 bis 1969 das Ealing College of Art, das er mit dem Diplom in Grafikdesign abschloss. In dieser Zeit fertigte er zahlreiche Zeichnungen an, darunter waren Portraits seines Idols Jimi Hendrix sowie von Elizabeth Taylor, Rock Hudson, Paul McCartney und Cliff Richard; er entwarf auch modische Kleidung.

Durch seinen Studienkollegen Tim Staffell lernte Mercury – der sich damals noch „Freddie Bulsara“ nannte – die Band Smile kennen. Dieses Trio wurde 1968 gegründet. Die weiteren Mitglieder neben Staffell (Gesang und Bass) waren Brian May (Gitarre) und Roger Taylor (Schlagzeug). Mercury begleitete die Band bei ihren Konzerten und brachte auch Ideen ein, wie die Gruppe ihr Erscheinungsbild und ihre Bühnenauftritte gestalten sollte. Gemeinsam betrieben Mercury und Taylor einen Verkaufsstand im Londoner Kensington Market.

Im Laufe des Jahres 1969 schloss sich Mercury als Sänger der aus Liverpool stammenden Band Ibex an, welche ab Oktober desselben Jahres unter dem neuen Namen Wreckage auftrat. Bei den Konzerten dieser Bands war unter anderen das Stück Jailhouse Rock zu hören, das später auch oftmals von Queen gespielt werden sollte. Nach Beendigung seines Engagements bei Wreckage wurde Mercury in weiterer Folge Sänger der Band Sour Milk Sea, mit der er Anfang 1970 einige Auftritte hatte.

In dieser Zeit löste sich Smile auf, da Tim Staffell die Gruppe verließ. Daraufhin gründeten im April 1970 Brian May und Roger Taylor zusammen mit Freddie Mercury eine gemeinsame Band, der Mercury den Namen „Queen“ gab und deren Logo er entwickelte. 1971 kam als letztes Mitglied der Bassist John Deacon hinzu.

Einige Zeit nach der Gründung von Queen (1970) legte sich „Freddie“ Bulsara den Künstlernamen „Mercury“ zu. In der Bedeutung von Merkur steht der Begriff unter anderem für den Götterboten aus der römischen Mythologie sowie für den sonnennächsten Planeten unseres Sonnensystems. Laut Brian May gibt es einen Bezug zu Mercurys Song My Fairy King vom ersten Queen-Album. In diesem heißt es in einer Textzeile: „Mother Mercury, look what they’ve done to me, I cannot run I cannot hide.“ (dt.: „Mutter Mercury, sieh nur, was sie mir angetan haben, ich kann nicht weglaufen, ich kann mich nicht verstecken.“). Nachdem dieser Song aufgenommen war, wurde Freddie Bulsara gefragt, ob es sich bei „Mother Mercury“ um seine eigene Mutter handele, und dieser antwortete: „Yes, and from now on I’ll be Freddie Mercury.“ (dt.: „Ja, und von jetzt an werde ich Freddie Mercury sein.“).

In den siebziger Jahren lebte Mercury jahrelang mit Mary Austin zusammen. Diese Beziehung endete mit seinem privaten Bekenntnis zur Homosexualität, es blieb jedoch eine enge Freundschaft bestehen. Austin wurde von Mercury auch als Haupterbin seines Vermögens eingesetzt. Während der ersten Hälfte der achtziger Jahre wählte Mercury New York und vor allem München als „zweiten“ Wohnsitz, um dort Alben aufzunehmen und gleichzeitig ein vergleichsweise unbehelligtes Privatleben zu haben. 1983 hatte er die deutsch-österreichische Schauspielerin Barbara Valentin kennengelernt, mit der er zeitweise zusammenlebte. In den Liner Notes seines Solo-Albums Mr. Bad Guy dankte ihr Mercury „for big tits and misconduct“. Mitte der achtziger Jahre zog er in sein neu eingerichtetes Haus im Londoner Stadtteil Kensington. Von 1985 bis 1991 war Jim Hutton sein Lebensgefährte. Hutton hielt ihm bis zum letzten Tag die Treue.

Bei den beiden Konzerten auf dem Festival „Rock in Rio“ am 12. und 19. Januar 1985 trat er zu I Want to Break Free mit künstlichen Brüsten auf, worüber sich die britische Presse sehr aufregte: Das sei nicht politisch korrekt gewesen, da ja der Song in Brasilien ein Freiheitslied sei.

Im Februar 1987 erschien Mercurys Single mit dem Platters-Titel der 50er Jahre The Great Pretender (der B-Seiten-Titel Exercises in Free Love wurde auch als Duett mit Montserrat Caballé veröffentlicht). Mercury trat damit im März in der von Mike Krüger moderierten ARD-Fernsehsendung Vier gegen Willi auf. Die Platte erreichte den 4. Platz in den britischen Charts. Roger Taylor steuerte wieder seine charakteristische Stimme bei.

Im Mai 1987 erfüllte sich Freddie Mercury einen lang gehegten Traum und trat mit der gefeierten spanischen Opernsängerin Montserrat Caballé im „Ku-Club“ auf Ibiza auf. Im Oktober erschien die gemeinsame Single mit der Hymne Barcelona, die 1992 vom NOK als Erkennungsmelodie für die Olympischen Spiele in Barcelona gewählt wurde. 1988 erschien das Album Barcelona als gemeinsames Mercury-Caballé-Projekt. Alle Titel wurden von Freddie Mercury und Mike Moran geschrieben. Die Texte von The Fallen Priest und The Golden Boy stammten von Tim Rice, die von Ensueño von Montserrat Caballé. In How Can I Go On spielte John Deacon Bass. Die Lieder sind, ob nun dramatisch oder eher melancholisch-romantisch, von sehr opernhaftem Charakter. Das Album war nur vier Wochen in den britischen Charts und erreichte Platz 24. (Der Titel Exercises in Free Love wurde nur auf Maxisingle veröffentlicht.) Im Konzertpublikum von Montserrat Caballé finden sich aber seither immer wieder auch etliche Mercury-Fans.

Am 8. Oktober 1988 trat er bei dem Aufsehen erregenden Konzert („La Nit“) mit Montserrat Caballé in Barcelona auf. Dabei ertönte das Lied vom Band. Mercury hatte seine Stimme verloren, und es entstand das Gerücht, dass er schwer erkrankt sei, was aber heftig dementiert wurde.

Am 22. Mai 1989 erschien das Queen-Album The Miracle. Den Titel bezogen die Fans zunächst auf die Gerüchte, dass sich die Mitglieder der Band eigentlich trennen wollten und trotzdem noch einmal für ein gemeinsames Projekt zusammengefunden hatten. Erst später sollte sich herausstellen, dass das Wunder darin bestand, dass Freddie Mercury trotz seiner Krankheit bis zuletzt, wenn auch unter immer schwierigeren Umständen, im Studio arbeitete und so Material für zwei weitere Platten zur Verfügung stellte.

Im Februar 1990 wurde Queen mit dem British Music Award für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Mercurys Auftritt bei diesem Ereignis gab zu weiteren Spekulationen über seinen Gesundheitszustand Anlass.

Kurz darauf, am 4. Februar 1991, wurde 20 Monate nach The Miracle das Queen-Album Innuendo veröffentlicht. Der Titel („Anspielung, Andeutung“) ist Programm für die Songs des Albums, was aber erst nach Freddie Mercurys Tod klar wurde: I’m Going Slightly Mad (Mercury), These Are the Days of Our Lives (Taylor) und vor allem The Show Must Go On (May). Dass Freddie Mercury trotz allem seinen Humor nicht verloren hatte, ist sowohl in seinem Song Delilah, eine Liebeserklärung an seine Katze, und in dem Video zu I’m Going Slightly Mad zu erkennen. Wie üblich interpretierte Freddie Mercury alle Titel. Bei All God’s People war Mike Moran Koautor, der zusammen mit Mercury die Lieder zum Solo-Projekt Mercury-Caballé Barcelona schrieb.

Im selben Monat erfolgten die dreitägigen Dreharbeiten für den Videoclip zu I’m Going Slightly Mad. Mercury konnte seinen schlechten Gesundheitszustand kaum vor den Technikern verbergen. Immer wieder musste er sich unter dem Vorwand, dass ihm sein Knie zu schaffen mache, in seiner Garderobe hinlegen. Auch in These Are The Days Of Our Lives, am 30. Mai 1991 produziert, kann man seinen fortschreitenden gesundheitlichen Verfall erkennen.

1991 verdichteten sich die Gerüchte, dass Freddie Mercury schwer erkrankt sei und an Aids leide, worüber Boulevard-Blätter der ganzen Welt berichteten. Obwohl Mercury bereits im Frühjahr 1987 positiv auf HIV getestet wurde („Mercury and Me“, Jim Hutton), leugnete er diese Gerüchte völlig. Seine unmittelbare Umgebung hielt seinen wahren Gesundheitszustand und vor allem die Art seiner Erkrankung für mehrere Jahre geheim. Lediglich seine Bandmitglieder erfuhren „1987 oder 1988“ (Roger Taylor in der Zeitschrift ME/Sounds) von seiner Infektion. Am 23. November unterrichtete er in einer vorbereiteten Aussage die Öffentlichkeit, dass er an Aids erkrankt sei. Wenige Stunden danach verstarb Freddie Mercury am 24. November 1991 um 19 Uhr in London in seinem Haus in Kensington im Alter von 45 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Er verweigerte aufgrund der körperlichen Leiden und Schmerzen die weitere Medikamenteneinnahme.

Die Trauerfeier fand am 27. November in privatem Kreise nach zoroastrischem Ritus, der altiranischen Religion seiner Familie, statt. Seine Leiche wurde im West London Krematorium verbrannt. Laut Aussage einer Mitarbeiterin des Kensal Green Cemetery wurde er dort nur eingeäschert. Die Urne wurde von seinen Eltern mitgenommen. Eine geplante Gedenkstätte auf dem Friedhof wurde auf Wunsch seiner Mutter nicht realisiert.

quelle: Wikipedia
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30.03.2009, 22:33

"John Lennon":

John Winston Lennon wurde am 9. Oktober 1940 in Liverpool geboren. Seine Eltern waren Alfred (1912 - 1976) und Julia Lennon (geb. Stanley; 1914 - 1958 ). Nachdem sich seine Eltern 1942 getrennt hatten, gab Julia ihren Sohn zu ihrer Schwester Mary Smith, genannt „Mimi“, und deren Mann George. John wuchs bei seiner Tante und seinem Onkel auf und hatte nur wenig Kontakt zu seinen Eltern. Seine Mutter kam 1958 bei einem Autounfall ums Leben, zu einem Zeitpunkt, als John Lennon eine intensivere Beziehung zu ihr aufgebaut hatte.

Im Jahr 1962 heiratete John Lennon Cynthia Powell in Liverpool. Lennons Sohn Julian wurde am 8. April 1963 geboren. Die Scheidung von Cynthia erfolgte 1968. Kurz darauf heiratete Lennon Yoko Ono. Im Jahr 1975 wurde der gemeinsame Sohn Sean geboren.

Am 9. Oktober 1940 geboren, war Lennon zwar nicht der Älteste der Gruppe, Schlagzeuger Ringo Starr ist noch ein paar Monate älter, wurde aber als deren Anführer angesehen – obwohl Paul McCartney ein gleicher Anteil an Erfolg und musikalischer Qualität der Beatles beizumessen ist. Während McCartney jedoch eher als braver Schwiegersohn angesehen wurde, repräsentierte Lennon das Kantige, Schroffe und Unangepasste.

1962 erhielten die Beatles ihren Plattenvertrag bei Parlophone, einem Unterlabel der EMI, und damit nahm die sagenhafte Karriere ihren Anfang, die bis zum 10. April 1970 dauern sollte. An diesem Tag verkündete Paul McCartney die offizielle Auflösung der Beatles und kam damit Lennon nur kurz zuvor, der die Gruppe ebenfalls zu beendigen wünschte.

1964 und 1965 erschienen zwei Sammlungen skurriler Kurzgeschichten Lennons, die ebenfalls von ihm illustriert wurden: In His Own Write (1964) (dt. Titel: In seiner eigenen Schreibe) und A Spaniard In The Works (1965) (dt. Titel: Ein Spanier macht noch keinen Sommer).

Seit dem Herbst 1966, nachdem die Beatles entschieden hatten, nie wieder öffentlich aufzutreten, widmete sich Lennon Solo-Projekten. Er übernahm eine Nebenrolle als Private Gripweed in Richard Lesters Antikriegsfilm Wie ich den Krieg gewann, der in Spanien und der Lüneburger Heide gedreht wurde. Im selben Jahr lernte er auf einer Ausstellung in London die in New York lebende japanische Künstlerin Yoko Ono kennen – es war keine Liebe auf den ersten Blick, aber doch der Anlass, sich später von Ehefrau Cynthia und Sohn Julian zu trennen.

Für Aufregung sorgten Lennon und Ono 1968 mit dem Album Unfinished Music No. 1 – Two Virgins; weniger wegen des Inhalts, eine in einer Nacht erzeugte Toncollage aus elektronischen Klängen und Gekreische Onos, sondern wegen des Covers, auf dem das Paar stehend, umarmt, in die Kamera schauend und nackt abgelichtet ist. Nach langwierigen Verhandlungen mit der Plattenfirma kam es schließlich auf den Markt – zu haben war und ist es allerdings nur unter der Ladentheke und in braunem Papier eingehüllt. 1969 folgten zwei weitere Avantgarde-Alben, Unfinished Music No. 2 – Life Withe Lions und The Wedding Album, die selbst hartgesottene Beatles-Fans eher irritierten und nur einige tausend Mal verkauft wurden.

Für negative Schlagzeilen sorgte im Oktober 1968 der Fund einiger Gramm Haschisch bei einer polizeilichen Durchsuchung von Lennons Wohnung in London. Das Gerichtsurteil war mild, aber das Verfahren wirkte sich negativ auf die öffentliche Wahrnehmung des Paares aus. Als Lennon später in den USA leben wollte, wurde ihm aufgrund dieser Vorstrafe vier Jahre lang die Arbeitserlaubnis, die sogenannte Green Card, verweigert, bis er sie in einem Gerichtsverfahren zugesprochen bekam.

Ihre unangekündigte Hochzeit auf Gibraltar im März 1969 repräsentierte die endgültige Abwendung Lennons von den Beatles. Die Flitterwochen wurden zu einem medialen Ereignis. Im Bett sitzend veranstaltete das Paar in verschiedenen Städten „Bed-Ins“, mit denen sie für den Weltfrieden werben wollten. Von der Presse umzingelt, kam in Montreal das Lied Give Peace a Chance zustande, das zu einer Hymne der Friedensbewegung wurde und Lennon zu einer ihrer Hauptfiguren machte. Der erste Auftritt der Plastic Ono Band in Toronto im September 1969, dessen Mitschnitt als Lennons vierte Solo-LP erschien, bedeutete das faktische Ende der Beatles – auch wenn die offizielle Bekanntgabe erst einige Monate später erfolgte. Weitere Mitglieder der Band waren Alan White, Klaus Voormann und Eric Clapton. Die Plastic Ono Band trat in dieser Besetzung jedoch nur zweimal auf.

Vom Ballast seiner Rolle befreit, widmet sich Lennon nach der Trennung der Gruppe im April 1970 zunächst sich selbst, seiner Kindheit und seinen Jahren mit den Beatles. Das musikalische Ergebnis war das fünftes Soloalbum Plastic Ono Band. Die minimalistischen, von Phil Spector fast primitiv produzierten Stücke wurden von Kritikern gelobt. „Es sind die besten, die Lennon ohne McCartney jemals schreiben wird, ein Mensch, der Wut und Verzweiflung aus sich herausschreit, um einen neuen Sinn im Leben zu finden.“, schrieb das „Rolling Stone“-Magazin 1972.[1]

Das Nachfolgealbum im Jahre 1971 hieß Imagine und wurde weltweit sehr erfolgreich. Mit dem Titelstück Imagine und Jealous Guy enthält es zwei von Lennons größten Soloerfolgen. Nirgendwo wird John Lennons Traum von einer besseren Welt deutlicher als in Imagine. Lennons Hymne für mehr Menschlichkeit gehört zu den meistgespielten Singles des vergangenen Jahrhunderts, die Hörer der BBC wählten Imagine gar zum beliebtesten Popsong aller Zeiten. Im "John Lennon Airport" in Liverpool hat man eine Textzeile daraus unter die Decke des Terminals verewigt: "above us only sky". Bis heute gilt die LP als seine wichtigste Veröffentlichung.

1972 folgte das von Lennon, Ono und diversen anderen Künstlern eingespielte Doppel-Album Some Time in New York City, das Lennons politischste Veröffentlichung darstellt. Neben einigen Live-Aufnahmen enthält das Album diverse Polit-Songs zu verschiedenen Themen. Zum Beispiel Attica State, über den Strafvollzug in den USA, John Sinclair, eine Solidarisierung mit dem Anarchisten Sinclair, The Luck Of The Irish, über die Nordirlandpolitik Großbritanniens und eine Hymne über die Bürgerrechtlerin Angela Davis. Kommerziell ist das Doppelalbum ein Flop. Lennons Image als Polit-Aktivist wird durch das Album gefestigt.

Die zwei folgenden Alben nahm Lennon ohne Yoko Ono auf. Mind Games (1973) und Walls And Bridges (1974), das Nummer 1 in den USA wurde, zeigen einen etwas reiferen Lennon, die Songs werden wieder persönlicher.

Im Herbst 1974 sorgte Lennon wieder für Gesprächsstoff: Mit Onos Sekretärin May Pang zog er nach Los Angeles und lebte über ein Jahr lang mit Harry Nilsson, Ringo Starr und anderen im Drogen- und Alkoholrausch. Irgendwie schaffte er es währenddessen, mit Phil Spector sein zehntes Solo-Album Rock ’n’ Roll fertig zu stellen – ein Album mit Rock ’n’ Roll-Klassikern, das nicht erfolgreich wurde.

Ende 1975 kehrte Lennon zu Ono zurück. Angeblich nach einer verlorenen Wette mit Elton John , der es mit einer Coverversion von Lucy in the Sky with Diamonds auf den ersten Platz der US-Charts gebracht hatte, gaben beide 1975 einen gemeinsamen Auftritt im Madison Square Garden in New York. Lennon stand hier zum letzten Mal auf der Bühne. Kurz darauf schrieb Lennon gemeinsam mit David Bowie dessen Hit Fame.

1975 verschwand Lennon fünf Jahre lang aus der Öffentlichkeit. Über diese Zeit, die er in seiner Wohnung im luxuriösen Dakota Building, am Rande des Central Park, verbrachte, gibt es unterschiedliche Meinungen. In einem Interview mit dem Playboy beschreibt sich Lennon 1980 als Familienvater, der den gemeinsamen Sohn Sean großzieht, während sich seine Frau um die Finanzen kümmert. Die Aussagen Onos und des Sohnes Sean Lennon decken sich mit dieser Darstellung. Skandalbiograf Albert Goldmann erhebt dagegen die kontroverse These von einem Heroinsüchtigen und Kettenraucher, der so viel Zeit in der Badewanne verbrachte, dass sich seine Haut fast vom Körper ablöste und der ständig umsorgt werden musste.

Nach eigenen Angaben nahm Lennon erst 1980 wieder die Gitarre in die Hand. Das Ergebnis war das Album Double Fantasy, das abwechselnd ein Lied von ihm und eins von Ono enthielt. Die Texte der Stücke handelten fast ausschließlich von Beziehung und Familienleben und zeigten einen deutlich gereiften Lennon. Das Album erreichte den ersten Platz der Hitparaden in den USA und Großbritannien.

Am 8. Dezember 1980 wurde Lennon von Mark David Chapman, einem einstigen Verehrer, ermordet. Der 25-jährige Chapman hatte vor dem Dakota Building, dem Apartmenthaus, in dem Lennon und Yoko Ono lebten, auf die Rückkehr seines Opfers gewartet.

Am Morgen hatte sich Chapman noch ein Autogramm von Lennon geben lassen. Die unerwartete Freundlichkeit, mit der ihm der Superstar begegnete, ließ ihn zunächst vor dem Mord zurückschrecken. Am Abend kehrten Lennon und Ono aus einem Aufnahmestudio zurück. Als sie das Dakota Building betraten, feuerte Chapman mehrere Schüsse ab. Lennon starb gegen 23 Uhr auf dem Weg ins Roosevelt Krankenhaus.

Nach seinem Tod entwickelte die Figur Lennon ein erstaunliches Eigenleben. Über seinen Tod entstanden die kühnsten Theorien. Das Album, das er 1980 gerade aufnahm, Milk and Honey, wurde von Ono fertig gestellt und 1984 veröffentlicht. Alle paar Jahre „findet“ seine geschäftlich geschickte Witwe Kisten und Kartons mit „verschollenem“ Material, das die pünktlich zu Weihnachten erscheinenden Best-Ofs und Anthologies immer wieder zu Verkaufsschlagern macht.

Eine Wiedergeburt der besonderen Art erlebte Lennon im Jahre 1995, als die restlichen Beatles sich zusammensetzen, um drei Doppel-CDs mit unveröffentlichtem, bis dahin nur auf Bootlegs vorhandenem Material herauszubringen. Im Tonstudio wurde Lennons Gesang den Stücken Free as a Bird und Real Love hinzugefügt, die Beatles führten nach 25 Jahren weltweit wieder die Single-Hitparaden an.

Quelle: Wikipedia
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31.03.2009, 09:06

"Ray Charles":

Raymond Charles Robinson wird am 23.09.1930 in Albany / Georgia geboren. Er wächst in Armut zur Zeit der Rassentrennung auf und erblindete im Alter von 7 Jahren. In einem Hinterhof in der Nähe der Siedlung, in der er wohnte, lernte er Klavierspielen. Er besuchte die St.-Augustin-Schule für Gehörlose und Blinde, wo er Klarinettespielen lernte. Als seine Mutter, die ihn alleine großgezogen hatte, im Mai 1945 starb, war Charles 14 Jahre alt. Er begann als Musiker in Florida zu arbeiten. 1947 zog er nach Seattle, Washington. Er nahm seine erste Schallplatte Baby, Let Me Hold Your Hand 1951 bei dem Swingtime Label auf.

Seine frühen Aufnahmen waren Rhythm and Blues und ahmten Charles Brown und Nat King Cole nach. Er machte eine Tournee mit Lowell Fulson und spielte mit Guitar Slim und Ruth Brown. Erst bei Atlantic Records (1952-1959) wurde seine Musik in mehrfacher Weise (Gesang, Instrumentalstil, Komposition, Arrangement) unverwechselbar, da er Gospel- und Jazzeinflüsse betonte. Damit wurde er der wichtigste Wegbereiter des Soul.

Sein erster Erfolg dieser Art war Mess Around, der auf dem Klassiker Pinetop's Boogie Woogie (1929) von Pinetop Smith basierte. Es folgten It Should Have Been Me, I've Got A Woman (1955), This Little Girl Of Mine, Drown In My Own Tears, Hallelujah I Love Her So und Lonely Avenue.

Während er die Hitparaden stürmte, verfiel er dem Heroin, das seine Karriere mehrmals an kritische Punkte brachte. 1965 wurde er wegen Heroinbesitzes zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt und machte einen Entzug. Ende der 1970er Jahre unterzog sich Ray Charles erneut einer Entziehungskur und lebte seitdem ohne Drogen.

Nach seinem Auftritt auf dem Newport Jazz Festival 1958 wuchs sein Erfolg mit Night Time Is The Right Time und insbesondere mit der Eigenkomposition What'd I Say, welche sich vor allem durch die innovative Verknüpfung von Elementen des Gospel mit Elementen des Rhythm and Blues auszeichnet. Diese Phase seiner Karriere ist auf dem Live Album Ray Charles In Person (1958 ) zusammengefasst. Hier ist auch der erste öffentliche Auftritt von What'd I Say aufgezeichnet, später produzierte er davon eine Studio-Version. Auf Grund seiner stilistischen und musikstrukturellen Qualitäten ist der Einfluss von What'd I say auf die Entwicklung des gesamten Spektrums der modernen Pop-Musik nicht hoch genug einzuschätzen.

Charles machte Aufnahmen mit großen Orchestern und Jazzkünstlern wie Milt Jackson sowie mit Country-Musikern wie Hank Snow: I'm Movin' On. 1959 wechselte er zu ABC Records, wo vor allem Popmusikelemente in seine Musik flossen und Songs wie Unchain My Heart und Hit The Road, Jack entstanden.

1962 überraschte Charles das Publikum mit seinem Album Modern Sounds In Country And Western Music, das er bei ABC aufgenommen hatte. Diesem folgten Hits wie You Are My Sunshine, Crying Time, Busted und Take These Chains From My Heart. Anschließend produzierte er 1966 Ashford & Simpsons Lets Go Get Stoned.

In den 1960er Jahren erfuhr seine Musik eine gewisse Kritik. Er konzentrierte sich auf Liveauftritte, und seine Version von Georgia On My Mind, ein Song Hoagy Carmichaels, eigentlich für ein Mädchen namens Georgia geschrieben, wurde ein Hit (und 1979 zur Hymne des US-Staates Georgia). Weiteren Erfolg hatte er mit seiner Version von America The Beautiful.

Den auch finanziell weitaus erfolgreichsten schwarzen Entertainer seiner Generation nennen unzählige Popmusiker als wichtigen Einfluss. Er zählt zur Rock and Roll Hall of Fame und ist Mitglied der Blues Hall of Fame (seit 1982), der Songwriters Hall of Fame, der Grammy Hall of Fame, der Jazz Hall of Fame, der Georgia Music Hall of Fame, der Florida Artists Hall of Fame und der Playboy Hall of Fame. 1998 erhielt er den inoffiziellen Nobelpreis für Musik, den Polar Music Prize.
Ray Charles starb am 10. Juni 2004 in Beverly Hills / Kalifornien im Alter von 74 Jahren an einer Lebererkrankung. Er wurde auf dem Inglewood Park Cemetery im Los Angeles County beigesetzt.

Seine erste Lebenshälfte wurde 2004 unter dem Titel Ray verfilmt. Jamie Foxx erhielt für seine Darstellung von Ray Charles einen Oscar.

Quelle: Wikipedia
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31.03.2009, 17:06

"Jim Morrison":

James Douglas Morrison (* 8. Dezember 1943 in Melbourne, Florida, USA; † 3. Juli 1971 in Paris, Frankreich), besser bekannt als Jim Morrison, war ein US-amerikanischer Rock'n-Roll-Sänger und Lyriker. Er war der Sänger und Frontmann der Gruppe "The Doors".

Jim Morrison wurde als erstes Kind von George Stephen Morrison und Clara Clark Morrison geboren. Er hatte zwei Geschwister.
Jim Morrison durchlebte eine äußerst strenge Erziehung, die ebenfalls Spuren hinterließ. Sein Vater war Offizier in der United States Navy, der später bis zum Admiral befördert wurde, und kommandierte auch gern seine Familie, wenn er mal anwesend war. Er durfte auch zu Hause nur mit „Sir“ angeredet werden und verlangte absolute Disziplin und Gehorsam. Die Familie reiste dem Vater oft hinterher, um ihn überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Jim bekam Bücher von ihm geschenkt, wann immer er ihm was schenkte, um seine Sprache zu schulen.

Irgendwann begriff Morrison die Sprache als mächtiges Werkzeug, um sich zum Beispiel gegen die verhasste Autorität aufzulehnen. Auch die Liebe zur Poesie war geweckt. So schrieb er im Alter von zwölf Jahren seine ersten Gedichte, die meistens bissig, aggressiv oder satirisch waren. Zwischen 1961 und 1964 wollte Jim Morrison zum Film und studierte deshalb Film- und Theaterwissenschaft. Von 1962 bis 1963 war er an der Florida State University in Tallahassee eingeschrieben. 1964 wechselte er an die UCLA in Los Angeles. In dieser Zeit drehte Morrison zwei Filme, der erste hatte den Titel „First Love“. Morrison schloss sein Studium nicht ab, sondern wandte sich lieber der Musik zu, mit der er seine ganzen Gefühle und Gedanken ausdrücken konnte. Mit 22 Jahren lernte Jim Morrison seine Verbündete und geliebte Gefährtin Pamela Courson kennen. Sie lebten zusammen in Venice Beach und fingen an, mit allen erdenklichen Drogen zu experimentieren. Meistens nahmen die beiden LSD, Amphetamine und Meskalin. Morrison meinte, darauf besonders „klar” zu sehen und schrieb viele poetische Werke. Im Zuge der Friedensbewegung dachte er auch oft über den damals aktuellen Vietnamkrieg nach. Ein Beispiel ist der Song „The End“; Morrison kokettierte mit dem Tod und sprach oft davon, das Leben dann am meisten zu spüren. Durch seine Drogenexzesse nahm er 16 Kilogramm ab. Morrison sagte, für ihn seien Drogen „wie eine Wette, der Einsatz ist dein Verstand“.

Zu dieser Zeit gründeten sich die „Doors“ zunächst als „Garagenband“. Morrison war anfangs so in sich gekehrt und scheu, dass er bei den ersten Auftritten dem Publikum den Rücken zugewandt hatte. Trotz seines Lebenswandels war die Brillanz seiner Texte unabstreitbar. 1967 schrieb die Zeitschrift Vogue: „Jim Morrison schreibt, als wäre Edgar Allan Poe in Gestalt eines Hippies zurückgekehrt“. Bevor er Sänger der „Doors“ wurde, hatte er schon Texte für zwei fast komplette Alben geschrieben. Die Realität hatte Morrison jetzt weit hinter sich gelassen und traf damit genau ins Herz von vielen Menschen, die natürlich auch größtenteils Konsumenten der so genannten „bewusstseinserweiternden Drogen“ waren. Sex, Drogen und der Rock’n Roll beherrschten sein komplettes Leben und er projizierte dies auf seine wachsende Fangemeinde. Jeder wollte ein bisschen Jim Morrison haben, was ihm zunehmend Angst machte. Er trank Unmengen Alkohol (er hatte wie Janis Joplin meistens mehrere Whiskeyflaschen auf der Bühne) und konsumierte immer mehr Drogen. Ständig gab es Tumulte, auf der Bühne oder vor den Konzerttüren. Meistens waren vor allem Polizisten und Fans darin verwickelt, doch ab und an ließ Morrison es sich nicht nehmen, selbst alles zum Ausufern zu bringen. Mittlerweile war er soweit abgerutscht, dass er teilweise von der Bühne fiel oder zusammenbrach. Bei ein paar Konzerten blieb er von Anfang an gleich auf dem Boden liegen, die anderen Bandmitglieder waren völlig machtlos gegen ihn.

Morrison nahm deutlich zu, war aufgeschwemmt und fühlte sich von allen unverstanden. Lieder der „Doors“ wurden kommerzialisiert und für Werbespots verkauft. Die Band entschied so etwas mittlerweile einfach über Morrisons Kopf hinweg. Geld stand nun im Vordergrund. Die Presse nannte Morrison einen Popstar, was Jim Morrison auf keinen Fall sein wollte. Die Botschaft der Stücke, die er schrieb, ging einfach unter, was aber auch daran gelegen haben könnte, dass sie mittlerweile teils zusammenhangslos und wirr waren. Morrison beleidigte seine Fans immer öfter und schlimmer. Letztlich war Morrison leer und ausgebrannt.

Jim Morrison zog 1971 nach Marais (Paris), in eine Wohnung in der Rue Beautreillis 17, zu Pamela Courson, um – wie er es nannte– ein „Freisemester” zu nehmen. Im gleichen Jahr, am 3. Juli 1971, verstarb Jim Morrison in der Badewanne dieser Wohnung, wo seine Lebensgefährtin den Leichnam fand. Die Todesursache ist umstritten, offiziell war es Herzversagen. In einem 2007 veröffentlichten Buch von Sam Bernett behauptet dieser, Morrison sei in Bernetts Nachtklub auf der Toilette an einer Überdosis Heroin verstorben und durch seine Begleiter in seine Wohnung verfrachtet worden. Hieran beteiligt war auch die Sängerin und Schauspielerin Marianne Faithfull, die zu dieser Zeit zum engsten Freundeskreis von Morrison und Courson gehörte.

Morrison wurde in Paris beerdigt, auf dem Friedhof Cimetière du Père Lachaise in der 6. Division, zweite Reihe. Manchmal legen Fans aus Tradition nicht nur Blumen, sondern auch Joints und Whiskeyflaschen auf das Grab des Sängers; durch Graffiti wurden umliegende Grabmäler beschmiert. Die Besuchermassen haben mittlerweile etwas nachgelassen. Trotz allem gehört das Grab zu den meistbesuchten Gräbern auf dem Friedhof, auf dem auch weitere bekannte Persönlichkeiten ruhen. Auch gibt es kaum noch Graffiti: Morrisons Grab und die umliegenden Gräber wurden größtenteils gereinigt, sind abgesperrt und werden teilweise bewacht. Auf dem Grab war zeitweise eine Büste von Morrison zu sehen, sie wurde aber wiederholt gestohlen. Seit 1991 ziert ein massiver Stein das Grab. Er trägt die griechische Inschrift: KATA TON DAIMONA EAYTOY (Deutsch: „Gemäß seinem eigenen Geist“ od. „Seinem eigenen Dämon entsprechend“). Laut Pressetexten wird über eine Umbettung des Grabs diskutiert, um dem Vandalismus Einhalt zu gebieten.

(Quelle: Wikipedia. Beitrag stark gekürzt.)
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31.03.2009, 17:16

"Laura Branigan":

Laura Branigan wurde am 03.07.1957 in Brewster im US-Bundesstaat New York geboren. Mitte der 1970er Jahre studierte sie an der American Academy of Dramatic Arts in New York. Nach einer kurzen Zeit bei der Folkband Meadow war sie Ende der 1970er-Jahre als Backgroundsängerin für Leonard Cohen tätig. Danach begann Branigan ihre Solokarriere.

Die für den Grammy nominierte Sängerin hatte ihre größten Erfolge in den 1980er Jahren. Sie prägte die Popmusik jener Zeit vor allem mit von Jack White für sie produzierten Cover-Versionen. „Gloria“, 1982, war im Original von Umberto Tozzi und der Titel Self Control, die 1984 hierzulande meistverkaufte Single-Schallplatte, stammt vom Italiener Raf . Ihre Songs waren Bestandteil der Filmmusik von Flashdance und Ghostbusters. 1994 sang sie zusammen mit David Hasselhoff ein Duett für die Fernsehserie Baywatch. 1996 verstarb ihr Ehemann Jerry Kruteck, ein New Yorker Rechtsanwalt, deshalb zog sie sich bis 1999 nahezu vollständig aus der Musikbranche zurück, . Laura Branigan trat auch als Schauspielerin auf, wie z. B. 1984 in Mugsy's Girl und 1989 in Backstage - Hinter der Bühne. Im Juni 2002 spielte Branigan Janis Joplin in dem Off-Broadway-Musical Love, Janis.

Nachdem sie bereits seit 2 Wochen über Kopfschmerzen geklagt, sich aber geweigert hatte den Arzt aufzusuchen starb Laura Branigan am 26.08.2004 in New York in ihrem Haus auf Long Island. Die Todesursache war ein gerissenen Aneurysma - eine Hirnblutung.. Sie hinterließ eine Tochter.

Quelle: Wikipedia
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31.03.2009, 17:21

"Alexandra":

Alexandra, bürgerlich Doris Nefedov, geborene Treitz, (* 19. Mai 1942 in Heydekrug, Memelland; † 31. Juli 1969 in Tellingstedt / Holstein) war eine deutsche Sängerin, Gitarristin und Komponistin.

Die Familie Treitz flüchtete gegen Kriegsende vor den Besatzern der Sowjetarmee in den Norden Deutschlands. Ihre Kindheit verbrachte Doris in Kiel und Hamburg. Früh brachte sich das künstlerisch wie musikalisch talentierte Mädchen das Gitarrespiel bei und begann, eigene Lieder und Gedichte zu schreiben. Mit 17 Jahren träumte sie zunächst von einer Karriere als Modedesignerin, kurz vor ihrem Abitur brach sie die Schule ab und ging zusammen mit ihrer geschiedenen Mutter nach Hamburg, um die Meisterschule für Mode zu besuchen und erlernte Stoffdesign. In dieser Zeit hielt sie sich mit unterschiedlichsten Gelegenheitsjobs (unter anderem als Sekretärin, Stenotypistin oder Zimmermädchen) über Wasser und konnte sich von ihren Ersparnissen bald ihre erste eigene Gitarre kaufen. Sie wählte für sich den Künstlernamen Alexandra aus – in Anlehnung an ihren Sohn Alexander, liebevoll Sascha genannt – da sie ihren ersten Vornamen „Doris“ als zu bürgerlich einstufte. (Es ging hauptsächlich um den Nachnamen, den man für zu unaussprechlich für die breite Masse hielt).

Mit 19 lernte sie in Hamburg den russischen Emigranten Nikolai Nefedov kennen und lieben. Dieser wohnte zur Untermiete bei ihrer Mutter in einer kleinen, einfachen Wohnung im südlich gelegenen Stadtteil Rothenburgsort, einem eher einfachen und seinerzeit schmucklosen Stadtteil mit Bewohnern, die in einfachen und bescheidenen Verhältnissen lebten. Die junge Frau war fasziniert von der scheinbar jovialen väterlichen Art des um dreißig Jahre älteren Mannes, der sich seinerseits eher sexuell zu der blutjungen und bildhübschen Tochter seiner Vermieterin hingezogen fühlte. Gleich nach der Hochzeit mit Nefedov wollte Alexandra mit ihm in die USA auswandern, um von dort aus die Welt zu erobern. Als sie 20 Jahre alt war, brachte sie ihren Sohn Alexander zur Welt. Mit der Mutterrolle zunehmend überfordert, schien der Traum von der großen Karriere als Sängerin und Schauspielerin für die ehrgeizige und energische Frau fast ausgeträumt. Die Ehe scheiterte und Nikolai Nefedov wanderte allein in die USA aus.

Alexandra versuchte zunächst, ihr Studium zu beenden und arbeitete als Zeichnerin. Währenddessen versorgte ihre Mutter, bei der sie im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort wohnte, das Kind. Nach einem Abschluss an der Margot-Höpfner-Schauspielschule in Hamburg erhielt sie zunächst ein Engagement an einem Theater in Neumünster und nahm Gesangsunterricht. Kurzzeitig sang sie 1965 bei den City Preachers. Bald darauf wurde der talentsuchende Schallplattenproduzent Fred Weyrich auf die tiefe Stimme der Sängerin aufmerksam und sah eine Marktlücke, in der er Alexandra positionieren konnte. Unter dem Management von Hans R. Beierlein wurde Alexandra kontinuierlich zum Star aufgebaut; mit ihren melancholischen Liedern und ihrem Aussehen passte die aufstrebende Künstlerin ganz in ein Format, das bisher noch nicht von der deutschen Schlagerindustrie vermarktet wurde: Russland. Unter Hazy Osterwald folgten die ersten Tourneen quer durch Deutschland und auch in Alexandras mutmaßlich so geliebtes Russland.

Mit 25 Jahren kam endlich der Durchbruch für Alexandra: Sie konnte ihre ersten beiden Erfolge „Zigeunerjunge” (komponiert von Hans Blum, auch bekannt als „Henry Valentino“) und „Sehnsucht” (Rudi Bauer / Fred Weyrich) in den Charts verbuchen. Doch die perfekt auf ihr Image maßgeschneiderten Lieder stellten die Sängerin und Komponistin Alexandra nicht zufrieden; sie wollte mehr als nur slawisch-folkloristisch angehauchte Schlager. Ihr Produzent sagte später einmal: „Sie hat das Lied Sehnsucht gehasst und es nur ein einziges Mal unter Tränen bei der Plattenaufnahme gesungen.”

Schnell wurde das Ausland auf das junge, ungewöhnliche Talent mit der rauchig-traurigen Stimme aufmerksam. Die vielsprachig begabte Alexandra fand schnell Kontakt zu französischsprachigen Chansonniers wie Salvatore Adamo, Gilbert Bécaud und Yves Montand und reiste weiter nach Brasilien, um mit dem Musiker und Sänger Antônio Carlos Jobim (u.a. The Girl from Ipanema) zusammenzuarbeiten. Hier fand sie vermutlich zu ihrer stärksten musikalischen Aussagekraft. Der Fotograf, Kameramann und Regisseur Truck Branss verfilmte die Reisen für die ARD-Show „Alexandra: Ein Portrait in Musik” (1969) und förderte das aufstrebende junge Talent.

Zurück in Deutschland entstand eine enge Freundschaft und Zusammenarbeit mit Udo Jürgens . 1969 verließ Alexandra Hamburg und zog nach München-Nymphenburg. Bereits zu diesem Zeitpunkt schien sie, auch bedingt durch ihre ununterbrochenen Tourneen und Auftritte, unter persönlichen Problemen zu leiden. Überdies soll ihre eigene Familie einen erheblichen Druck auf die nervlich angegriffene Sängerin ausgeübt haben. Mitarbeiter aus ihrem näheren Umfeld berichteten, dass sie zunehmend mürrisch und unduldsam wurde.

Im Sommer 1969 entschied sich die physisch wie psychisch angegriffene Alexandra für eine Auszeit. Sie wollte - gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrer Mutter - eine Urlaubsreise in ihrem ersten eigenen Wagen, einem gebraucht erworbenen, wohl mit technischen Mängeln behafteten, weißen Mercedes Coupé 220 SE (Kfz-Kennzeichen: M - AN 835) nach Sylt machen. Vermerkt ist, dass die Künstlerin sich nicht mit der Technik des Automobils vertraut gemacht hatte (es wurden zahlreiche Zettel mit Einstellungen der Bedienelemente des Fahrzeugs gefunden). In der Ortschaft Heiligenstedten bei Itzehoe (Kreis Steinburg) steuerte sie eine Tankstelle an und klagte über technische Schwierigkeiten. Am Donnerstag, dem 31. Juli 1969, überfuhr sie auf der Bundesstraße 203 eine schwer einsehbare Kreuzung des Ortes Tellingstedt (unter Einheimischen auch als „Todeskreuzung” bekannt) und kollidierte mit einem von rechts kommenden, mit Steinen beladenen Lastwagen aus Eckernförde. Doris „Alexandra” Nefedov verstarb noch am Unfallort, ihre Mutter Wasselewska „Wally” Treitz verstarb wenig später im Krankenhaus in Heide. Ihr sechsjähriger Sohn Alexander „Sascha” überlebte leicht verletzt. Mutmaßlich schien die Sängerin ein HALT-Schild übersehen zu haben, wobei auch Selbstmord- und Sabotagetheorien kursieren. Überdies verschwanden Dokumente aus den polizeilichen Berichten.

Die genauen Umstände des tragischen Unfalles wurden bis heute nicht geklärt. Alexandras Cousinen schließen indes die Selbstmordtheorie aus. Der damals zum Unfallort gerufene Tellingstedter Polizeibeamte Jörg Wieckhorst bestätigt, dass es an dieser Stelle damals mehrfach tödliche Unfälle gegeben hatte. Außerdem ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass sie ausgerechnet mit dem eigenen Kind und ihrer Mutter im Auto einen Suizid verüben wollte.

Doris Nefedov wurde unter ihrem Künstlernamen „Alexandra“ auf dem Westfriedhof in München beigesetzt (Grab Nr. 101-A-81). Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg beschloss am 18. Dezember 2006, einen Weg im Stadtteil Rothenburgsort nach ihr mit „Alexandra-Stieg” zu benennen.

(Quelle: Wikipedia)
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