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raptor230961

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25.02.2009, 20:00

„Alexandra“: „Sehnsucht – (Das Lied Der Taiga)“

Jahr: 1968
Auf der Suche der Produzenten nach geeigneten Liedern mit russischen Motiven stößt man auf das Lied „Sehnsucht“. Aber das Lied ist Alexandra verhasst. Für sie ist Sehnsucht ein einfältiges russisches Kinderlied, ein Durchschnittsschlager, den sie keineswegs singen möchte. Der Produzent „Fred Weyrich pocht auf Vertragserfüllung und setzt einen Termin für die Aufnahme fest.
An dem Termin erschein Alexandra in dem Studio sehr schlecht gelaunt. Die Einweisungen von „Rudi Bauer“ passen Alexandra überhaupt nicht. Als sie den Ausspruch tätigt: „Mit diesem Mann kann ich nicht arbeiten“ platzt dem Produzenten Fred Weyrich der Kragen – er klatscht mit der Hand auf den Flügeldeckel. In dem kleinen Raum knallt es so laut wie ein Schuß. Erschreckt rennt Alexandra fluchtartig aus dem Studio. Nach einer Stunde – es regnete draußen in Strömen – kommt Alexandra mit verwaschenen Haaren und verwaschener Schminke zurück in das Studio. Mit den Worten: „Ich möchte jetzt singen!“ geht sie ans Mikrophon und singt genau ein einziges Mal das Lied „Sehnsucht“ – die Version, die auf der Platte veröffentlicht wird.

Quelle:
NDR / Alexandra - Die Legende einer Sängerin (26.06.2008 )
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raptor230961

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26.02.2009, 08:16

“Captain Jack”: “Captain Jack”

Jahr 1995
Franky Gee wurde auf Kuba geboren, aber seine Eltern emigrierten schon bald in die USA, so dass er in Miami aufwuchs. Mit dem Berufswunsch Pilot studierte er zunächst Flugzeugbau, aber unter anderem aus finanziellen Gründen beendete er den Studiengang jedoch nicht. Daher ging er in die Armee, allerdings auch hier mit relativ wenig Erfolg. Mitte der 1980er Jahre diente er einige Zeit in Deutschland. Nach der Entlassung aus der Armee entschied er sich, in Deutschland zu bleiben. Er wurde zunächst Versicherungsagent und danach Börsenmakler an der Frankfurter Börse. Trotz finanziellen Erfolges befriedigte ihn die Arbeit nicht und er wandte sich der Musik zu. Mit Freunden gründete er das Dance-Music-Projekt „Westside“ und veröffentlichte die Single „Oh Well“, jedoch mit wenig Erfolg.

Später erinnerte sich Gee an seine Zeit in der Armee und dem dazugehörigen Drill und gründete 1995 mit seinen Freunden Udo Niebergall und Richard Witte sowie der Sängerin Liza Da Costa das Projekt Captain Jack. Ihr Markenzeichen wurde der Dance Sound mit Rap im Drill Instructor Style. Die Gruppe distanzierte sich aber ausdrücklich vom Militarismus und bezeichnete sich selbst als Soldaten des Dancefloors und ihre Waffe sei der Groove. Franky Gees Markenzeichen auf der Bühne war seine blau-rote Fantasieuniform.

Ihre erste Single „Captain Jack“ wurde 1995 veröffentlicht, wenig später erschien auch das erste Album The Mission. 1996 war das erfolgreichste Jahr für Franky Gee und Captain Jack. Ihre Single Soldier, Soldier war ein beachtlicher Erfolg ebenso ihre Deutschlandtournee.

Anfang 1997 nutzte sich der Drill Instructor Style allerdings schon etwas ab, die Single Together And Forever war nur ein mäßiger Erfolg.

1999 konnten Captain Jack auch einen Erfolg als Produzenten verbuchen. Sie produzierten zusammen mit den Gipsy Kings in Austin, Texas den Sommerhit Get up!, eine Coverversion des Stückes A Banda von Chico Buarque, das in Deutschland vor allem in der Version Zwei Apfelsinen im Haar der französischen Sängerin France Gall bekannt ist.

Am 7. Juli 2002 erlitt Franky Gee überraschend einen schweren Schlaganfall und kam ins Krankenhaus. Er lag drei Tage im Koma und seine linke Körperhälfte war gelähmt. Bange Wochen verbrachte der Entertainer unter strenger ärztlicher Aufsicht bis klar war, dass er vollkommen genesen würde. In dieser Zeit wurden sämtliche Promotion-Termine abgesagt.

2003 hatte Captain Jack mit dem Stück Viva la Vida ein Comeback und 2005 feierten Captain Jack ihr 10-jähriges Bühnenjubiläum. Seine letzte Single erschien kurz vor seinem Tod unter dem Titel Capitano.

Am 17. Oktober 2005 brach Franky Gee gegen 23.30 Uhr bei einem Essen, zu dem der Überblick-Verlag (Herausgeber des zweiten „Mallorca geht aus“-Heftes) in Palma de Mallorca geladen hatte, zusammen und lag ab dem 19. Oktober erneut im Koma.

Er starb am 22. Oktober 2005 im Alter von 43 Jahren in einer Klinik in Palma de Mallorca an den Folgen einer Hirnblutung. Er hinterlässt fünf Kinder.

(Freie Übersetzung:)
Ejo, Captain Jack
Führ mich zurück zum Bahngleis

Renn zum Bahngleis
Renn zusammen mit Captain Jack
Renn zurück ins Friedenslager
Renn zusammen mit Captain Jack
Badadadideido, links, rechts, rechts, links
Badadadideido, renn zusammen mit Captain Jack

Vorwärts Marsch!

Ejo, Captain Jack
Führ mich zurück zum Bahngleis
Gib mir ein Gewehr in die Hand
Ich will ein schießender Mann sein
Links, rechts, links
Im Marschschritt, beim Luftwaffen-Rap
Mit siebzehn ist´s am besten
Im Gleichschritt: Geh links, geh rechts
Komm in den Tritt, links, rechts, links

Wir rennen zum Bahngleis
Renn zusammen mit Captain Jack
Badideido, badideido
Renn zusammen mit Captain Jack
Renn zurück ins Friedenslager
Renn zusammen mit Captain Jack
Badideido, badideido, badideidideidideido
Badadadideido, links, rechts, rechts, links
Badadadideido
Renn zusammen mit Captain Jack

Kompanie Achtung, Vorwärts Marsch!

Ejo, Captain Jack
Für mich zurück zum Bahngleis
Gib mir ´ne Flasche in die Hand
Ich will ein betrunkener Mannn sein
Links, rechts, links
Im Marschschritt, beim Luftwaffen-Rap
Mit siebzehn ist´s am besten
Im Gleichschritt: Geh links, geh rechts
Komm in den Tritt, links, rechts, links

Ejo, Captain Jack
Führ mich zurück zum Bahngleis
Gir mir ein Mädchen an die Hand
Ich will ein f… Mann sein
Links, rechts, links
Im Marschschritt, beim Luftwaffen-Rap
Mit siebzehn ist´s am besten
Im Gleichschritt: Geh links, geh rechts
Komm in den Tritt, links, rechts, links

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Franky_Gee
Captain Jack: Captain Jack (selbst übersetzt)
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raptor230961

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26.02.2009, 20:51

“Manuela”: “Schuld War Nur Der Bossa Nova”

Jahr 1963
Nachdem ihre erste Single (Hula Serenade / Candy My Love) vollkommen gefloppt hatte wurde Manuela „Blame It On The Bossa Nova“ von Eydie Gorme (1963) von dem Musikmanager Peter Meisel angetragen. Nachdem alle Verantwortlichen der Meinung waren, dass es das ideale Lied für Manuela wäre wurde dem Song von Georg Buschor ein deutscher Text entworfen. So wurde aus „Blame it On The Bossa Nova“ der neue Hit „Schuld war der Bossa Nova“.

In dem Text erscheint die Passage „Als die kleine Jane grade 18 war,
führte sie der Jim in die Dancing Bar. Doch am nächsten Tag fragte die Mama
Kind warum warst du erst heut morgen da.“
Dieser seinerzeit "unmoralische" Text (ein 18jähriges Mädchen, das erst am Morgen nach Hause kommt – unvorstellbar) wurde von dem bayrischen Rundfunk boykottiert. Als ein kleiner Schwarzsender in München das Lied öfter ausstrahlt wird die Bildzeitung auf den Song aufmersam und sorgt dafür, daß „Schuld War Nur Der Bossa Nova“ in jedem Sender gespielt wird – der Grundstock für Manuelas Karriere.

Quelle:
NDR / Alles Und Noch Viel Mehr - Die Manuela-Story (03.07.2008 )
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27.02.2009, 09:17

„Ike & Tina Turner“: „Nutbush City Limits“

Jahr: 1973
“Anna Mae Bullock” wird 1939 in „Nutbush“ in Tennessee - einer kleinen Gemeinde von ca. 200 Bewohnern geboren. Hier verlebt sie bei ihrer Großmutter ihre ersten 16 Lebensjahre, bis sie nach St. Louis zu ihrer Mutter und ihrer Schwester zieht. Hier lernt sie Ike Turner kennen, der ihr aus Promotion-Gründen den Künstlernamen „Tina Turner“ gibt. In dem Lied versucht sie den verhassten Ort ihrer Jugend zu beschreiben.

(Freie Übersetzung:)
Eine Kirche, eine Bar,
eine Schule, ein Knast -
am Highway 19.
Die Leute halten die Stadt sauber.
Sie nennen sie
Nutbush oh Nutbush –
Nutbush-Stadtrechte.

Höchstgeschwindigkeit 25,
Motorräder in ihr nicht erlaubt.
Ins Geschäft gehst Du am Freitag –
Sonntags in die Kirche.
Sie nennen sie
Nutbush oh Nutbush –
Nutbush-Stadtrechte.

Wochentags arbeitest Du auf den Feldern
Und machst am Tag der Arbeit (Labor Day) ein Picknick.
Am Samstag gehst Du in die Stadt
aber an jeden Sonntag in die Kirche.
Sie nennen sie
Nutbush oh Nutbush –
Nutbush-Stadtrechte.

Es gibt keinen Wisky zu kaufen.
Kaution ist nicht möglich.
Pökelfleisch und Milchshakes
Ist das einzige, dass Du im Knast bekommst.
Sie nennen sie
Nutbush oh Nutbush –
Nutbush-Stadtrechte.

Kleine alte Stadt in Tennessee,
dass sie eine ruhige, alte kleine Gemeinde nennen.
Ein Kaff, in dem Du aufpassen musst, was Du machst.
Sie nennen sie
Nutbush oh Nutbush –
Nutbush-Stadtrechte.


Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tina_Turner
http://de.wikipedia.org/wiki/Nutbush_%28Tennessee%29
Tina Turner: Nutbush City Limits (selbst übersetzt)
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raptor230961

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27.02.2009, 19:55

„Roxette“: „Joyride“

Jahr: 1991
Per Gessle findet eines morgens einen Zettel seiner Freundin im Tonstudio. Darauf steht kurz und knapp: „ Hello, You fool I love You!“ Aus diesem Gruß macht er Roxettes größten Hit: Joyride.

(Freie Übersetzung:)
Ich nahm die Straße raus aus dem Nirgendwo.
Ich musste in mein Auto springen
und der Fahrer in einem Liebesspiel sein -
den Sternen zu folgen.
Ich brauche kein weises Buch.
Ich werde nicht bezahlt, alles zu wissen.

Sie sitzt in einem Zug Richtung Downtown.
Sie träumt von einem Lokal.
Sie erzählt alle ihre Geheimnisse
in den schönsten Farben.
Oh, sie ist der Gipfel der Ungerechtigkeit.
Sie pfeift mir ihre Melodie
Und alles fängt an, wo es aufgehört.
Und sie gehört ganz mir -
meine magische Freundin

Sie sagt: Hallo
Du Idiot, ich liebe Dich
Komm mit auf eine Spritztour
Mach eine Spritztour

Sie ist eine Blume, ich kann sie malen
Sie ist ein Kind der Sonne
Und wir sind beide zusammen ein Teil davon.
Könnte mich niemals umdrehen
und wegrennen
Brauche keinen Wahrsager
um zu wissen wer meine große Liebe ist oh nein.
Denn es fängt alles da an, wo es aufgehört hat
Und wir sind alle magische Freunde

Sie sagt: hallo
Du Idiot, ich liebe dich
Komm mit auf eine Spritztour
Mach eine Spritztour
Hallo, du idiot, ich liebe dich
Komm mit auf eine Spritztour
Mach eine Spritztour.

Ich nehm dich mit auf eine Fahrt in den Himmel.
Ein Gefühl, als sei man verzaubert
Der Sonnenschein ist eine Dame,
die dich wie ein Baby schaukelt


Quellen:
RTL / Die ultimative Chart Show - Die erfolgreichsten Duos (11.07.2008 )
Roxette: Joyride (selbst übersetzt)
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raptor230961

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28.02.2009, 08:28

„Middle Of The Road“: „Samson And Delilah“

Jahr 1973
Das Lied beruht auf der biblischen Geschichte von Samson & Delilah:

Samson oder Shimshon („von der Sonne“; auch „Diener Gottes“,oder diminutiv „Kleine Sonne“ bzw. „Sönnchen“,hebr. Šimšon, Šimšôn) war der drittletzte Richter im Alten Israel vor der Königszeit. Sein Leben wird im Alten Testament der Bibel im Buch der Richter in den Kapiteln 13–16 geschildert. Als einem Auserwählten Gottes („Nasiräer“) durfte u.a. sein Haar nie beschnitten werden. In diesem lag das Geheimnis seiner unbezwingbaren Stärke, die sich in außergewöhnlich zerstörerischen und schließlich selbstzerstörerischen Wutausbrüchen äußern sollte.

Geschichte:
Samson, so wird überliefert, lebte zu der Zeit, als die Israeliten durch die Philister unterdrückt wurden. Ein Engel weissagte der Frau des Israeliten Manoach vom Stamm Dan in Zora, die unfruchtbar war, die Geburt eines Sohnes. In Übereinstimmung mit den Geboten der Nasiräer enthielt sie sich des Weines und anderer starker Getränke; die Haare ihres verheißenen Kindes sollten niemals geschoren werden. Samson wurde gemäß den Bestimmungen des Nasiräertums erzogen.

Als er zum Jüngling herangewachsen war, verließ er die heimatlichen Berge und besuchte die Städte der Philister. Dort verliebte sich Samson in eine philistinische Frau von Timna. Er überwand die Einwände seiner Eltern und heiratete die Frau. Beim siebentägigen Festmahl kam es zu einem Rätselwettstreit zwischen Samson und den dreißig philistinischen Brautbegleitern um einen wertvollen Preis in Form von dreißig Festkleidern und -hemden. Samsons Rätsel beschrieb den Ausgang eines allein von ihm erlebten Löwenkampfes. Die anwesenden Philister vermochten das Rätsel nicht zu lösen und bedrohten daher Samsons neue Frau mit dem Tode, damit sie die Antwort herausfindet. Nach ihrem dringlichen und tränenreichen Nachforschen verriet er ihr das Geheimnis, das sie sofort den dreißig jungen Männern verriet. Da sich Samson nicht in der Lage sah, die von ihm versprochenen Festkleider einzulösen, ging er ins nahe gelegene Askalon und erschlug dort dreißig Männer und raubte deren Festkleider.

Später nach Timna zurückgekehrt fand Samson seine Frau von ihrem Vater, einem Brauch gemäß, mit dem Bräutigamführer verheiratet. Ihr Vater verbot ihm sie zu sehen und schlug Samson stattdessen vor, er möge ihre Schwester heiraten. Samson geriet dadurch in Zorn und trieb eine Horde in Panik versetzter Füchse, deren Schweife in Brand gesteckt waren, durch die Felder der Philister und brannte diese so nieder. Als die Philister erkannten, dass die Ursache dieser Zerstörung in der Wegnahme von Samsons Frau durch deren Vater lag, brannten sie dessen Haus samt Bewohnern nieder. Samson zog sich nach einer Auseinandersetzung mit den Philistern in den Schutz der Felskluft von Etam zurück.

Eine Philisterarmee brach auf und verlangte von Judas Bewohnern die Herausgabe Samsons. Daraufhin holten 3000 Männer von Juda Samson, den sie mit dessen Zustimmung mit zwei neuen Stricken banden und auslieferten. Bei der Übergabe zerriss er aber die Seile und erschlug mit einem Eselskinnbacken sodann 1000 Philister. Anschließend war Samson Israels Richter zwanzig Jahre lang.

Das Buch der Richter beschreibt in Kapitel 16 das schicksalhafte Ende des Samson. Er begab sich nach Gaza und verliebte sich in Delila am Bach von Sorek. Die Philister drängten Delila, das Geheimnis der Stärke Samsons herauszufinden. Schließlich erfuhr sie, dass diese in seinem Haar gründete, und sie verriet ihn. Samson wurden seine Haare abgeschoren und darauf hin durch die Philister gefangengenommen, geblendet und zum Mahlen von Getreide eingesetzt, eigentlich eine typische Arbeit weiblicher Sklavinnen, die als besonders entehrend galt (vgl. Jes 47,2).

Als einmal 3000 Philister sich in ihrer großen Halle versammelten, ließen sie Samson holen, um sich an dem hilflosen Gefangenen zu belustigen. Samson, dem inzwischen das Haar nachgewachsen war, umfasste die Mittelsäulen, sprach: „Ich will sterben mit den Philistern“ und stürzte sie um. Auf diese Weise, rechnet der Bericht, habe Samson mehr Menschen in seinem Tod als zuvor zu Lebzeiten getötet.

Dieses wird in der Bibel wie folgt beschrieben:
27 Das Haus aber war voller Männer und Frauen. Es waren auch alle Fürsten der Philister da und auf dem Dach waren etwa dreitausend Männer und Frauen, die zusahen, wie Simson seine Späße trieb. 28 Simson aber rief den Herrn an und sprach: Herr Herr, denke an mich und gib mir Kraft, Gott, noch dies eine Mal, damit ich mich für meine beiden Augen einmal räche an den Philistern. 29 Und er umfasste die zwei Mittelsäulen, auf denen das Haus ruhte, die eine mit seiner rechten und die andere mit seiner linken Hand, und stemmte sich gegen sie. 30 und sprach: Ich will sterben mit den Philistern! Und er neigte sich mit aller Kraft. Da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk, das darin war, sodass es mehr Tote waren, die er durch seinen Tod tötete, als die er zu seinen Lebzeiten getötet hatte.


(Freie Übersetzung:)
Samson und Delila
lebten vor langer, langer Zeit.
Sie war unentschieden
aber das Haar mußte verschwinden.

Nanananana-nananananana

Am Freitag abend
schien alles perfekt zu laufen.
Doch dann begann er zu schlafen.
denn sie mischte etwas in den Wein.

Nanananana-nananananana

In dieser Geschichte taucht kein Ruhm auf,
ebenso wie in der Geschichte von Kain und Abel.
Samson drehte den Spieß um.
Samson fühlte, daß Gott seine geschwächte Hand führen würde.
Mann, Du hättest ihn sehen sollen.
wie er Säulen aus ihren Sockeln drückte

Nanananana-nananananana

In dieser Geschichte taucht kein Ruhm auf,
ebenso wie in der Geschichte von Kain und Abel.
Samson drehte den Spieß um.
Samson fühlte, daß Gott seine geschwächte Hand führen würde.
Mann, Du hättest ihn sehen sollen.
wie er Säulen aus ihren Sockeln drückte

Nanananana-nananananana

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Samson
Middle Of The Road: Samson And Delilah (selbst übersetzt)
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28.02.2009, 20:20

„Nick Cave And The Bad Seeds & Kylie Minogue”: “Where The Wild Roses Grow”

Jahr: 1995

Kylie Minogue als Duettpartnerin:

In einem Fernsehinterview fragt eine Reporterin Nick Cave, ob er eine neues lied geplant habe und wann es zu hören sei. Nick Cave antwortet, daß sein geplanter Song „Where Wild Roses Grow“ heißen soll. Sein Problem sei allerdings, daß dieses Lied als ein Duett mit einer Sängerin geschrieben sei - aber leider alle Sängerinnen ihm abgesagt haben.
Daraufhin fragt die Reporterin wie es denn mit der australischen Sängerin Kylie Minogue wäre. Nick Cave schaut die Reporterin sehr intensiv an, nickt leicht mit dem Kopf, zeigt mit dem Finger auf den Reporter und beendet wortlos das Interview …

Inhalt:
Ähnlich wie bei „Jeanny“ von Falco (1985) geht es bei dem Skandal-Song um einen Frauenmörder. Durch die Passagen “On the third day he took me to the river. He showed me the roses” und „And lent down and planted a rose between her teeth” deutet Nick Cave an, daß der Mörder bereits etliche Frauen am Fluß umgebracht hat (und noch weitere Morde begehen wird).


(Übersetzung)
Sie nennen mich die "Wilde Rose",
aber mein Name ist Elisa Day.
Warum sie mich so rufen weiß ich nicht,
denn mein Name war Elisa Day.

Vom ersten Tag an als ich sie sah, wusste ich sie ist die Eine.
Als sie mir in die Augen sah und lächelte.
Ihre Lippen waren wie die Farbe der Rosen,
welche unten am Fluss wuchsen, ganz blutrot und wild.

Als er an meine Tür klopfte und den Raum betratt,
legte sich meine Aufregung in seiner sicheren Umarmung.
Er würde mein erster Mann sein, und mit einer vorsichtigen Geste wischte er mir die Tränen ab, die über mein Gesicht liefen.

Am zweiten Tag brachte ich ihr eine Blume.
Sie war schöner als jede Frau die ich zuvor gesehen hatte.
Ich sagte "Weißt du wo die wilden Rosen wachsen, so süß und scharlachrot und frei?".

Am zweiten Tag kam er mit einer einzigen roten Rose,
sagte "Wirst du mir deinen Verlust geben und deine Sorge?".
Ich nickte mit dem Kopf, als ich auf dem Bett lag,
er sagte "Wenn ich dir die Rosen zeige, kommst du mit?".

Am dritten Tag brachte er mich zum Fluss,
er zeigte mir die Rosen und wir küssten uns.
Und das letzte was ich hörte war ein gemurmeltes Wort, als
er lächelnd über mir stand mit einem Stein in seiner Faust.

Am letzten Tag brachte ich sie dorthin, wo die wilden Rosen wachsen,
und sie lag am Ufer, der Wind leuchtet wie ein Dieb.
Als ich sie zum Abschied küsste, sagte ich "Alles Schöne muss sterben", und ich langte hinunter und pflanzte eine Rose zwischen ihre Zähne.

Quellen:
Sat1 / Hit-Giganten – Lovesongs
http://www.comicforum.de/showthread.php?t=89359&page=8
top-lyrics.de
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01.03.2009, 10:37

„Johnny Cash“: „The Wreck of the Old 97”

Jahr: 1964
Die “Old 97” (Alte 97) war ein Zug der “Southern Railway” – offiziell bekannt als Post-Schnellzug. Die Route war von Monroe (Virginia) nach Spencer (North Carolina), als sie am 27. September 1903 bei der Stillhouse Gerüstbrücke bei Danville aus den Schienen sprang. Das Wrack inspirierte zu einer berühmten Eisenbahnballade.

Die Lokomotive hatte die Nummer 1102 (eine zehnrädrige Maschine der Firma Baldwin). Der Zugführer Joseph A. („Steve“) Broadey war in Washington mit zwei Heizern in den Zug gestiegen, als dieser bereits eine Stunde Verspätung hatte (Old 97 hatte den Ruf, niemals zu spät zu sein) . In Monroe wurde Broadey instruiert, die Verspätung wieder aufzuholen. Die planmäßige Zeit von Monroe nach Spencer (166 Meilen) war mit vier Stunden und fünzehn Minuten bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 39 mph (62,4 km/h) veranschlagt. Um der Aufforderung, die Zeit aufzuholen nachzukommen müßte die durchschnittliche Geschwindigkeit 51 mph (82 km/h) betragen. Broadey wurde so befohlen, ohne die Geschwindigkeit zu vermindern durch „Franklin Junction“ durchzufahren - einem Ort, an dem normalerweise ein Halt durchgeführt wurde.
Die Strecke zwischen Monroe und Spencer war ein abschüssiges Gelände und so gab es durch zahlreiche scharfe Kurven etliche gefährliche Punkte während der Fahrt. Es waren Schilder aufgestellt, den Lokführer zu warnen und auf die Geschwindikeit zu achten. Auf seinem Bemühen, die Zeit aufzuholen erreichte Broadey den Grat über der 75 Fuß hohen Stillhouse Gerüstbrücke, die den Dan River überspannte. Außerstande, den Zug abzubremsen gelangte er an eine scharfe Kurve vor der Brücke, an der sein Zug aus den Schienen sprang und in die Schlucht stürzte. Dabei wurden elf Personen getötet. Neben der Lokbesatzung starben einige Postangestellte, die in dem angekoppeltem Postwagon ihren Dienst versahen. Die Southern Railway wälzte die Verantwortung für das Wrack auf den Zugführer Broadey ab und behaupteten, niemals eine Order gegeben zu haben, den Fahrplan wieder einzuholen. Die Bahn behauptete ebenfalls, daß die vom Grat herunterführende Strecke bei einer Geschwindigkeit von über 70 mph (112 km/h) von Broadey befahren wurde. Mehrere Augenzeugen gaben jedoch an, daß die Geschwindigkeit bei ungefähr 50 mph (80 km/h) lag. Warscheinlich war die Bahn wenigstens teilweise schuld, da sie einen lukrativen Vertrag mit dem US-Postamt hatte. Die Post hatte in dem Vertrag eine Strafklausel, in der jede verspätete Minute der Bahn Geld kostete. So ist es sehr warscheinlich, daß die Zugführer für die Beförderung der Eilpost ständig unter Druck waren, pünktlich zu sein, um der Bahn die Strafzahlung zu ersparen.

Ursprünglich wird die Ballade auf Fred Jackson Lewey und dem Mitautor Charles Noell zurückgeführt. Lewey behauptete, das Lied an dem Tag nach dem Unfall geschrieben zu haben. In dem Zug sei sein Vetter Albion Clapp als Heizer gewesen sein. Lewey arbeitete in einer Baumwollmühle unterhalb der Gerüstbrücke. Er habe mitgeholfen, die Opfer aus den Trümmern zu bergen. Nachdem Dalhart die Lyrics überarbeitet hatte wurde für die Ballade von dem Musiker Henry Whitter eine originelle Melodie.
1927 wurde behauptet, daß der tatsächliche Autor des „The Wreck of the Old 97” der Anwohner David Graves George war, der auch als einer der Ersten am Unfallort war. George schrieb anscheinend eine Ballade über das Wrack - aber seine Behauptung der Autorschaft wurde nicht von obersten Gericht der Vereinigten Staaten gewahrt. Auch der Anspruch auf Copyright von F. Wallace Rega, der durch die Aussage des Folklore-Experten Robert Winslow Gordon verhandelt wurde, wurde nicht entsprochen. Eine folgende Nachforschung, vor allem durch Alfred P. Scott, ergab, daß Charles Noell am warscheinlichsten der Autor der berühmten Ballade war.

„The Wreck of the Old 97” wurde erstmals 1924 von Vernon Dalhart veröffentlicht. Es wird als das erste Country Lied angesehen, das als „Million-Seller“ der amerikanischen Musikindustrie verkauft wurde. Unter den zahlreichen Künstlern, die diesen Song aufgriffen befinden sich David Holt, Flatt and Scruggs, Woody Guthrie, Johnny Cash , Hank Williams III, Patrick Sky, Nine Pound Hammer, Boxcar Willie, The Seekers, Bert Southwood, und Hank Snow. Die Country-Band „Old 97’s“ lehnten ihren Namen aus diesem Lied.

(Freie Übersetzung:)
Sie gaben ihm die Anweisungen in Monroe, Virginia.
Sie sagten: „Steve - Du hast Verspätung.
Das ist nicht die 38 - das ist die `Old 97`,
mach sie bis Spencer wieder pünktlich.“
Dann drehte er sich um und sagte zu seinem verschmiertem Heizer:
„Hey, schaufel ein bischen mehr Kohle rein“
Und als wir den White Oak Berg erreichen sieht man den „Old 97“ rollen.

Aber es ist meistens eine schwierige Strecke zwischen Lynchburg und Danville.
Auf einer abschüssigen Länge von 3 Meilen.
Es war auf dieser Passage, als seine Luftdruckbremsen versagten.
Man kann sehen, wie er gesprungen ist.

Er fuhr den Abhang herunter,
machte 90 Meilen die Stunde,
sein Pfeifen ging in Schreien über.
Er wurde mit der Hand an der Drosselklappe im Wrack gefunden,
zu Tode gebrüht durch den Dampf.

Nun, meine Damen, sie sollten daraus eine Lehre ziehen:
sie sollten niemals ein schroffes Wort an ihren geliebten Ehemann richten.
Es könnte das letzte Mal sein, daß Sie ihn sehen.
(Wörtlich: Er könnte losgehen und nie wiederkommen)

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wreck_of_the_Old_97
Johnny Cash: The Wreck of the Old 97 (selbst übersetzt)
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01.03.2009, 20:45

“Billie Holiday”: “Strange Fruit” (Teil 1)

Jahr: 1939
„Strange Fruit“ (engl. Sonderbare Frucht) ist ein Musikstück, das seit dem Auftritt der afroamerikanischen Sängerin Billie Holiday 1939 im Café Society in New York weltweit bekannt wurde. Das von Abel Meeropol komponierte und getextete Lied gilt als eine der stärksten künstlerischen Aussagen gegen Lynchmorde in den Südstaaten der USA und als ein früher Ausdruck der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Der Ausdruck Strange Fruit hat sich als Symbol für Lynchmorde etabliert.

Die im Lied angesprochene Strange Fruit ist der Körper eines Schwarzen, der an einem Baum hängt. Der Text gewinnt seine emotionale Schlagkraft vor allem dadurch, dass er das Bild des ländlichen und traditionellen Südens aufgreift und mit der Realität der Lynchjustiz konfrontiert.

Hintergrund:
Auch nach dem Ende der Sklaverei und der Reconstruction-Ära war Rassismus in den USA noch ein alltägliches Phänomen. Der Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten hatte Rassentrennung unter dem Grundsatz Getrennt, aber gleich zugelassen, was in der Praxis nur sehr selten auf ein aber gleich hinaus lief. Nach eher konservativen Annahmen des Tuskegee Institute wurden in den Jahren 1889 bis 1940 insgesamt 3.833 Menschen gelyncht; 90 Prozent dieser Morde fanden in den Südstaaten statt, vier Fünftel der Opfer waren Afroamerikaner. Oft war nicht einmal ein Verbrechen als Anlass des Mordes nötig; wie im Fall Emmett Till reichte manchmal damit die Schwarzen nicht zu aufmüpfig werden als Begründung. 1939 hatte es bereits drei Lynchmorde gegeben, eine Umfrage in den Südstaaten ergab, dass sechs von zehn Weißen die Praxis des Lynchens befürworteten.

Die Sängerin: Billie Holiday
Die Sängerin Holiday hatte sich 1939 bereits aus dem Elend ihrer Jugend herausgearbeitet. Sie hatte Produktionen mit Count Basie, Glenn Miller und Artie Shaw aufgenommen und galt als verkaufsträchtige Jazz-Sängerin und ausgezeichnete Unterhaltungsmusikerin. Die damals 24-Jährige hatte zu dieser Zeit neu im Café Society angefangen; vorher war sie in einem New Yorker Hotel gezwungen worden, den Frachtaufzug zu benutzen – bezeichnenderweise in einem nach Abraham Lincoln benannten. Sie war in ihrem Leben zahlreichen Formen des Rassismus ausgesetzt. Ihr Vater starb 1937 vor allem deshalb, weil sich alle Krankenhäuser der Gegend weigerten, einen Afroamerikaner zu behandeln. Sie sagte dazu: Nicht die Lungenentzündung tötete ihn, Dallas tötete ihn.

Der Song sticht im Repertoire Holidays heraus. Während sie sowohl als elegante Jazz-Sängerin wie auch als ausdrucksstarke Blues-Interpretin bekannt war, erreichte sie vor allem mit Strange Fruit Weltruhm. Das öffentliche Bild von Billie Holiday und dem Song verschmolzen miteinander: Sie war nicht mehr nur die Frau, die ihr Publikum verführen und rühren konnte, sie war fähig, es regelrecht zu erschüttern. Einige ihrer Bekannten behaupten, dass sie intellektuell nicht fähig gewesen sei, auf dem Abstraktionsniveau des Songs überhaupt zu begreifen, wovon dieser handelte. Das erscheint jedoch unglaubwürdig – zum einen aufgrund ihres Vortrags, aber auch, weil Lynchjustiz damals derart gegenwärtig war, dass es unwahrscheinlich ist, dass eine Schwarze nicht hätte begreifen können, worum es geht. Holiday selbst wollte, dass ihre Autobiographie die letzten beiden Worte des Lieds, Bitter Crop (dt: Bittere Ernte), im Titel enthielt, der Verlag sah aber keine Möglichkeit dazu.

Der Komponist und Texter: Abel Meeropol:
Abel Meeropol war russisch-jüdischer Lehrer aus der Bronx und Mitglied der kommunistischen Partei der USA. Er sah ein Foto des Lynchmords an Thomas Shipp und Abram Smith, das ihn nach eigenen Aussagen für Tage verfolgte und nicht schlafen ließ. Daraufhin schrieb er das Gedicht Bitter Fruit und veröffentlichte es unter dem Pseudonym Lewis Allan im Magazin New York Teacher und der kommunistischen Zeitung New Masses. Später schrieb er das Gedicht in den Song Strange Fruit um. Die Erstaufführung erfolgte durch Meeropols Frau bei einer Versammlung der New Yorker Lehrergewerkschaft. Strange Fruit gewann eine gewisse Popularität innerhalb der US-amerikanischen Linken. Barney Josephson, der Inhaber des Café Internationals, hörte davon und stellte Meeropol und Holiday einander vor. Obwohl Meeropol später noch andere Songs schrieb, darunter auch einen Hit für Frank Sinatra, hing sein Herz immer besonders an diesem Stück. Um so verletzter war er, als Holiday in ihrer Autobiographie behauptete, dass Strange Fruit von ihr und ihrem Klavierspieler Sonny White geschrieben worden sei.

Café Society:
Das Café Society war ein Club der linken und liberalen Intellektuellen und der New Yorker Bohème im Greenwich Village. Obwohl überwiegend von Weißen besucht, fand sich doch ein gemischtes Publikum ein – es war der einzige New Yorker Club außerhalb Harlems, der überhaupt Weißen und Schwarzen gleichzeitig offenstand. Der Betreiber Barney Josephson war sowohl ein vehementer Anhänger der „Rassenintegration“ wie von gutem Jazz und guter Unterhaltung.

Aufführung:
Holiday zögerte anfangs, Strange Fruit in ihr Programm aufzunehmen – zu sehr wich das Lied von ihrem sonstigen Repertoire ab. Nach der ersten Aufführung herrschte Stille im Café Society. Erst nach einiger Zeit begann zögernder, sich steigernder Applaus.

Die bis dahin gesungenen Versionen hatten das Gedicht entweder als linkes Kampflied oder mit oft übermäßigem Pathos vorgetragenes Mitleidsstück aufgeführt. Billy Holiday dagegen machte daraus einen unmittelbaren und eindringlichen Vortrag. Ein Biograph von Holiday bemerkte dazu: „Bei vielen Coverversionen hat man das Gefühl, eine hervorragende Aufführung eines hervorragenden Songs zu hören; wenn Billie sang, hatte man das Gefühl, direkt am Fuß des Baumes zu stehen.“ Diese Interpretation sprach ein weit größeres Publikum als bisher an und schaffte es, über die ohnehin interessierten Kreise Beachtung zu finden. Damit wurde der Horror der schwarz-weißen Beziehungen, den eine große Bevölkerungsmehrheit nur passiv hinnahm, wieder als gesellschaftliches Problem wahrnehmbar.

Strange Fruit wurde im Café Society Holidays Abschlusssong. Sämtliche Lichter bis auf ein Spotlight auf die Sängerin wurden ausgeschaltet, sie selbst hielt die Augen während der Einleitung geschlossen. Sofort nach der Aufführung ging sie ab und verschwand. Dem folgte in der Regel Stille und keine weitere Musik: als klares Zeichen, dass jetzt das Ende des Auftritts erreicht sei.

Holiday verwendete den Song in ihrem Repertoire nun als eine Art Abschlusszugabe: sowohl, um ihn mit einem ihr sympathischen Publikum zu teilen als auch, um ein Publikum herauszufordern, das ihr nach ihrer Meinung den Respekt verweigerte. Sie schrieb dazu in ihrer Autobiografie: „Dieses Lied schaffte es, die Leute, die in Ordnung sind, von den Kretins und Idioten zu trennen.“ In den Südstaaten, durch die sie ohnehin selten tourte, spielte Holiday das Lied noch seltener, da sie wusste, dass es Ärger auslösen würde. In Mobile, Alabama wurde sie aus der Stadt gejagt, nur weil sie versucht hatte, das Lied zu singen.
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01.03.2009, 20:48

“Billie Holiday”: “Strange Fruit” (Teil 2)

Aufnahmen:
Holidays damalige Plattenfirma Columbia Records weigerte sich, Strange Fruit auf Platte zu produzieren. Da die Firma kein offizielles Statement herausgab, kann heute über den Grund nur gemutmaßt werden. Zum einen wohl, weil das Lied insbesondere für das weiße Publikum der Südstaaten als politisch zu anstößig und geschäftsschädigend aufgefasst worden wäre, zum anderen aber wohl auch, weil es stilistisch einen zu großen Bruch mit dem Standard-Repertoire von Holiday bedeutet hätte, das größtenteils aus typischer Nachtclubmusik bestand. Immerhin erhielt sie die Freigabe, das Lied für Commodore Records, eine kleine jüdische New Yorker Plattenfirma aufzunehmen.

Begleitet wurde Lady Day bei der Session am 20. April 1939 von dem Trompeter Frank Newton und seiner "Café Society Band"; dazu gehörten die Saxophonisten Tab Smith, Kenneth Hollon und Stanley Payne, der Pianist Sonny White, der Gitarrist Jimmy McLin, der Bassist John Williams und der Schlagzeuger Eddie Dougherty. Bei dieser Session wurden auch die Titel Yesterdays, Fine and Mellow sowie I Gotta Right to Song the Blues aufgenommen.

Obwohl der Song zum Standardrepertoire der US-amerikanischen Musikgeschichte gehört und beliebt ist, wird er doch selten gehört oder gespielt. Insbesondere die Version von Billie Holiday beschreiben viele Hörer als psychisch verstörend oder gar physisch schmerzhaft. Die Herausforderung für einen Interpreten, den Song aufzuführen – und damit in direkten Vergleich zu den Holiday-Versionen zu treten –, gilt als enorm; daher weichen viele dieser Herausforderung aus.

Billie Holiday selbst nahm das Lied noch mehrfach auf: Im Studio am 7. Juni 1956 für Verve mit dem Orchester von Tony Scott und für das britische Fernsehen in London im Februar 1959, sowie live am 12. Februar 1945 im "California Philharmonic Auditorium" in Los Angeles für Jazz at the Philharmonic und am 1. November 1951 im "Storyville Club" in Boston.

Andere berühmte Versionen des Songs sangen Josh White, Carmen McRae, Eartha Kitt, Cassandra Wilson, Nina Simone, Tori Amos, Pete Seeger, Diana Ross, Siouxsie & the Banshees, Robert Wyatt und Sting, Tricky produzierte einen Remix, und Lester Bowie mit seiner Brass Fantasy spielte eine Instrumentalversion ein.

Joel Katz drehte 2002 eine Dokumentation über den Song. Der einzige humoristische Umgang mit dem Begriff „Strange Fruit“ klingt in dem britischen Film „Still Crazy“ an, in dem alternde Rockstars ihre ehemalige One-Hit-Band „Strange Fruit“ wieder aufleben lassen.

Wirkung:
In seiner Symbolkraft gilt Strange Fruit als ähnlich wichtig für die Bürgerrechtsbewegung wie die Aktion von Rosa Parks. Neben We Shall Overcome und vielleicht noch Bob Dylans The Death of Emmett Till ist kein anderes Lied derart mit dem politischen Kampf um schwarze Gleichberechtigung verwoben. Bei seiner Einführung noch als Schwarze Marseillaise gefeiert, beziehungsweise als Propagandastück bekämpft, wurde es im Laufe der Zeit immer mehr als überpolitisch wahrgenommen: als musikalische Einforderung der Menschenwürde und Gerechtigkeit. Besonders einflussreich in der Rezeption war Angela Davis' Buch: Blues Legacies and Black Feminism. Während Holiday oft als „bloße Unterhaltungssängerin“, die quasi als Medium für den Song diente, porträtiert wurde, zeichnete Davis auf dem Hintergrund ihrer Untersuchungen das Bild einer selbstbewussten Frau, die sich der Wirkung und des Inhalts von Strange Fruit sehr bewusst war. Oft genug setzte Holiday ihn gezielt ein. Obwohl er zu ihrem Standardrepertoire gehörte, variierte sie ihn wie keinen anderen in der Art der Vorführung. Das Lied interpretierte Davis als maßgeblich für die Wiederbelebung der Tradition von Protest und Widerstand in der afroamerikanischen und US-amerikanischen Musik und Kultur. Das Time Magazine bezeichnete Strange Fruit 1939 als Musikalische Propaganda, kürte das Lied aber 60 Jahre später zum Song des 20. Jahrhunderts. Strange Fruit war lange Zeit in den USA im Radio unerwünscht, die BBC weigerte sich anfangs das Lied zu spielen, im südafrikanischen Radio war das Lied in der Zeit der Apartheid offiziell verboten.

Text:
Southern trees bear a strange fruit,
Blood on the leaves and blood at the root,
Black body swinging in the southern breeze,
Strange fruit hanging from the poplar trees.

Pastoral scene of the gallant south,
The bulging eyes and the twisted mouth,
Scent of magnolia sweet and fresh,
And the sudden smell of burning flesh.

Here is a fruit for the crows to pluck,
For the rain to gather, for the wind to suck,
For the sun to rot, for a tree to drop,
Here is a strange and bitter crop.

Übersetzung:
Bäume im Süden tragen eine sonderbare Frucht
Blut auf den Blättern und Blut an der Wurzel
Schwarzer Körper, die in der Brise des Südens schwingen
Sonderbare Frucht, die von den Pappeln hängt.

Schäferszene des edlen Südens.
Die hervorquellenden Augen und der verzerrte Mund,
Der Duft der Magnolie süß und frisch
und der plötzliche Geruch des brennenden Fleisches.

Hier ist eine Frucht für die Krähen zum Abrupfen,
um den Regen zu sammeln,
um den Wind ausgesetzt zu sein,
für die Sonne zum verfaulen,
um vom Baum abzufallen,
hier ist eine merkwürdige und verbittere Ernte.

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Strange_Fruit
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02.03.2009, 08:35

„Bob Dylan“: „The Death Of Emmett Till” (Teil1)

Jahr: 1962
Emmett Louis Till (* 25. Juli 1941 in Chicago, Illinois; † 28. August 1955 in Money, Mississippi) wurde im Alter von vierzehn Jahren in den Südstaaten der Vereinigten Staaten von Roy Bryant und dessen Halbbruder J.W. Millam aus rassistischen Motiven brutal misshandelt und ermordet.

Leben und Tod Tills:
Emmett Louis Till wurde als einziges Kind von Louis Till und seiner Ehefrau Mamie, geb. Wright, in Chicago geboren. Mamie Till zog den Jungen allein groß, da sein Vater im Zweiten Weltkrieg in Frankreich fiel. Er stotterte leicht aufgrund der Folgen einer Polioerkrankung. Im Juli 1955 besuchte Emmetts Onkel Moses Wright die Familie in Chicago. Moses war Prediger in Morney. Er besaß ein Stück Land, auf dem er mit seiner Familie Baumwolle anbaute. Da Emmett noch Schulferien hatte, plante er einen Verwandtenbesuch. Seine Mutter lehnte die Idee ab, da die Rassentrennung in den Südstaaten der USA noch immer verbreitet war. Die Mutter befürchtete Repressalien durch Weiße gegen Emmett, da sich der in Chicago aufgewachsene nicht mit den Besonderheiten und Gepflogenheiten der Südstaaten auskannte.

Emmett genoss seine Ferien auf dem Land. Er half auf dem Feld seines Onkels, ging mit seinen Cousins schwimmen und angeln. An einem Nachmittag fuhren die Jungen nach Money um im Grocery Store and Meat Market, dessen Besitzer Roy (1931-1994) und dessen Frau Carolyn Bryant (* 1934) waren, Süßigkeiten und Limonade zu kaufen. Carolyn Bryant, Mutter zweier Kinder und ehemalige Schönheitskönigin an der High School, stand allein im Laden. Emmett Till und die Jungen bestellten und bezahlten ihre Einkäufe. Auf dem Weg nach draußen soll Emmett: „Bye, Babe“ und einen bewundernden Pfiff in Richtung der Ladenbesitzerin zugeworfen haben. Panik ergriff die schwarzen Jungen und sie fuhren schnell nach Hause. Auf der Fahrt dorthin flehte Emmett sie an nichts dem Onkel zu sagen. Die Tage nach dem Pfiff vergingen und nichts passierte. Am Samstagabend fuhren die Freunde nach Greenwood, um ins Kino zugehen.

In den frühen Morgenstunden des 28. August 1955 klopfte es an der Haustür des Predigers Moses Wright. Dieser öffnete und draußen standen Roy Bryant und dessen Halbbruder John William Milam (1919-1981). Sie verlangten nach dem schwarzen Jungen aus Chicago. Onkel Moses erklärte ihnen, dass der Junge über die Sitten und Gebräuche im Süden nichts wisse und er entschuldigte sich im Namen seines Neffen. Seine Frau Elisabeth bot den Männern sogar Geld zur Gutmachung an. Aber die Männer stürmten in das Haus und schlugen sie mit dem Gewehrkolben nieder. Als sie den verängstigten Emmett fanden, befahlen sie ihm sich anzuziehen. Immer wieder brüllten sie zur Eile. Schließlich verließen sie gemeinsam mit dem Jungen das Haus. An deren Chevrolet-Pickup angekommen, hört der Onkel, wie eine Frauenstimme sagte: „Ja, das ist er“. Daraufhin luden sie den Jungen auf die Ladefläche des Wagens und fuhren davon. Als am nächsten Morgen der Junge nicht zurück war, ahnten alle, dass Emmett Louis Till nicht mehr lebend zurückkehren werde. Sein Onkel Moses erstattete schließlich wegen Entführung Anzeige gegen Roy Bryant und J.W. Milam.

Untersuchungen und Prozess:
Drei Tage später, am 31. August 1955 angelte Roy Hodges am Pecan Point einer Uferstelle des Tallahatchie River. Dort sah er einen Arm aus dem Wasser ragen. Wenige Stunden später wurde die Leiche aus dem Fluss gefischt. Am Hals der Leiche war mit Stacheldraht ein 30 Kilo schwerer Ventilator einer Baumwollmaschine befestigt, um diese zu beschweren. Dem Toten fehlte ein Auge, die Nase war gebrochen, mehrere Wunden am Körper sowie ein Schussloch an der rechten Seite des Schädels wurde festgestellt. Durch die Obduktion des Gerichtsmediziners Chester Miller wurde festgestellt, dass sich in den Lungen Wasser befand - somit war Emmett Louis Till trotz des Kopfschusses noch am Leben gewesen. Dies sagte der Mediziner auch beim Prozess aus. Zur Identifizierung wurde Moses Wright und dessen Sohn Simeon gerufen. Beide konnten anhand eines Ringes, der am Finger der Leiche steckte, diese als Emmett Louis Till identifizieren. Der Sheriff aus Money wollte den Toten so rasch wie möglich beerdigen. Aber Mamie Till widersetzte sich der Polizei und bestand darauf, dass der Leichnam ihres Sohnes nach Chicago überführt wird. Bei der Trauerfeier defilierten rund 50.000 Menschen am offenen Sarg des geschändeten Jungen vorbei.

Das Schicksal des schwarzen Jungen, Emmett Louis Till, aus Chicago wird mit Bild im „Jet Magazine“ abgedruckt - ein Aufschrei geht durch die Welt und über das Land. Nur nicht im Süden. Dutzende von Reportern strömen in die Kleinstadt Sumner, um den Prozess zu verfolgen. Der Rassismus der Südstaaten wird damit zu einer nationalen Angelegenheit. Ein Zeitungsreporter beschrieb folgende Szenen: „Im Zuschauerraum wurde geplaudert, gelacht und auf den für Weiße reservierten Plätzen wurden wahre Picknicks veranstaltet. Während des ganzen Prozesses saßen die Angeklagten bei ihren Familien und auf deren Schoß saßen deren Kinder“. Im Staat Mississippi bereitete man sich auf den Prozess gegen zwei weiße Männer vor, die sogar den Mord gestanden hatten. Anklagepunkt: Mordverdacht und Entführung eines schwarzen Jungen. Die Jury bestand aus zwölf geschworenen weißen Männern. Diverse Zeugen der Anklage verschwanden auf mysteriöse Weise und diejenigen, die aussagten, riskierten ihr Leben. So auch Willie Reed und Onkel Moses Wright.

Die Verteidigung manipulierte den Fall und brachte eine groteske Verschwörungstheorie an, in dem sie der Jury erklärte, der Körper sei nicht von Emmett Till. Schwarze Aktivisten hätten dem Jungen unter Mithilfe seines Onkels den Ring abgenommen und einer Leiche übergestreift, um Mississippi in ein schlechtes Licht zu rücken. Emmett sei am Leben und befände sich wahrscheinlich irgendwo im Norden. Der Verteidiger J.W. Kellum sprach mit den Worten zu den Geschworenen „Eure Vorfahren drehen sich im Grab um, wenn ihr diese Männer nicht freilasst“. Nach nur fünf Verhandlungstagen und einer gut einstündigen Beratung der Jury fiel das Urteil „Nicht schuldig“. Die Angeklagten konnten das Gericht als freie Männer verlassen. Die Jury ließ sich bis zur Urteilsverkündung 67 Minuten Zeit, um den anwesenden Journalisten Ernsthaftigkeit vorzutäuschen. Während dieser Zeit war aus dem Sitzungsraum immer wieder Lachen vernehmbar. Der Freispruch löste große Proteste unter der schwarzen Bevölkerung der Südstaaten aus.

Nachwirkungen:
Monate später verkauften Roy Bryant und John William Milam ihr Geständnis für 4000 US-Dollar an das „Look Magazine“. Dort schildern sie ihre Tat in einem Interview akribisch - ohne jegliche juristische Konsequenz, da sie nach dem geltenden Recht nachträglich nicht mehr verurteilt werden können. Jedoch hielt ihr Glück über den Freispruch nicht lange an, da sie fortan gesellschaftlich verachtet und von allen Seiten geschnitten wurden. Sie starben schließlich einsam und verarmt, von Frauen und Kindern verlassen, in Mississippi. Die Proteste gegen den Freispruch der Mörder Emmett Tills gelten neben den auf die Inhaftierung der Bürgerrechtlerin Rosa Louise Parks folgenden Verkehrsmittelboykott als Beginn der schwarzen Bürgerrechtsbewegung.

Jahrzehnte später recherchierte der Filmemacher Keith Beauchamp für seinen Dokumentarfim „The Untold Story of Emmett Louis Till“ viereinhalb Jahre in Money und Umgebung. Für den Film hat er zahlreiche Augenzeugen befragt und neue Hinweise auf weitere Tathelfer gefunden. Darin wird erklärt, dass Keith Beauchamp mittlerweile an mindestens zehn Tatbeteiligte glaubt. Die Bundespolizei vernimmt seither Zeitzeugen, Augenzeugen, Verdächtige und Informanten. Anfang Juni 2003 exhumierte das FBI den Leichnam Emmett Tills und ließ ihn gerichtsmedizinisch untersuchen. Als Hauptverdächtige gilt Carolyn Bonham, geschiedene Bryant, die nach den Recherchen Keith Beauchamps heute vollkommen zurückgezogen lebt und ihr Haus in Greenville kaum noch verlässt. Emmett Tills Mutter, die zeitlebens durch das Land fuhr und die Geschichte ihres Sohnes an die Öffentlichkeit trug, erlebte die Neuaufnahme der Ermittlungen nicht mehr. Sie starb im Januar 2003.

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Emmett_Till
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02.03.2009, 08:37

„Bob Dylan“: „The Death Of Emmett Till” (Teil2)

(Freie Übersetzung:)
Es war im tiefsten Mississippi, gar nicht so lange her,
als ein kleiner Junge aus Chicago durch eine Südstaaten-Tür ging.
Ihr solltet euch gut an diese verhängnisvolle Tragödie des Jungen erinnern.
Die Farbe seiner Haut war Schwarz - und sein Name war Emmett Till.

Einige Männer verschleppten ihn in eine Scheune und dort schlugen sie ihn zusammen.
Sie sagten sie hätten einen Grund gehabt, können sich aber nicht mehr erinnern, warum.
Sie folterten ihn und taten einige Sachen, die zu schlimm sind, um sie zu erzählen.
Da waren schreiende Geräusche in der Scheune,
da waren lachende Geräusche draußen auf der Straße.

Dann rollten sie seinen Körper mitten durch ein Meer eines blutrotem Regens.
Und sie warfen ihn weit ins Wasser, damit seine Schmerzschreie aufhörten.
Der Grund, warum sie ihn dort töteten, und ich bin sicher, dass es keine Lüge war:
Er war ein schwarzhäutiger Junge - so war er geboren, um zu sterben.

Und dann wurde ein Prozess einberufen, um den Aufschrei Amerikas verstummen zu lassen.
Zwei Brüder gestanden, dass sie den armen Emmett Till ermordet hatten.
Aber in der Jury waren Leute, die den Brüdern bei ihrem furchtbaren Verbrechen geholfen hatten.
Und so war der Prozess ein Hohn aber niemand schien das zu kümmern.

Ich sah die Morgenzeitungen aber ich konnte den Anblick nicht ertragen:
Die lächelnden Brüder spazierten die Gerichtsstufen herunter.
Die Jury befand sie für unschuldig und die Brüder durften frei ihres Weges gehen.
Während Emmets Körper durch das Meer der südstaatlichen Vorurteile trieb*.

Wenn Sie nicht Ihre Stimme gegen diese Sache erheben, gegen so ein ungerechtes Verbrechen,
dann sind ihre Augen gegen die beschmutzten Toten verschlossen und ihr Verstand getrübt.
Ihre Arme und Beine sie gehörten in Fesseln und Ketten,
Ihr Blut – es müsste sich weigern zu fließen.
Für Sie müßte die menschliche Rasse untergehen – so richtig beschissen tief.

Dieses Lied ist nur zur Erinnerung. Um Ihre Mitmenschen daran zu erinnern,
daß dergleichen noch immer in den Geister-Roben gekleideten Klu Klux Klan fortlebt.
Aber wenn wir alle dem Gleicherweise gedenken - wenn wir alles gegeben haben, das wir geben konnten,
können wir dieses bedeutende Land zu einem weitaus besserem Ort zum Leben machen.


*(While Emmett's body floats the foam of a Jim Crow southern sea.)
Es läßt sich nicht wörtlich übersetzen – ohne dass die Zeile ein Aufsatz wird. Zum besseren Verständnis: Jim Crow einfach bei Wikipedia nachschlagen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jim_Crow

Quelle:
Bob Dylan: The Death Of Emmett Till (selbst übersetzt)
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02.03.2009, 21:22

„Bobby McFerrin“: „Don’t Worry, Be Happy“

Jahr: 1988
"Don’t Worry, Be Happy" ist der Titel und Haupttext von einem Lied des Musikers Bobby McFerrin. Im September 1988 wurde das erste Lied, das in den Charts die Nummer 1 erreichte. Es hielt den Platz für 2 Wochen. In den Grammy Awards des Jahres 1989 wurde „Don’t Worry, Be Happy“ der Song des Jahres und beste männliche Pop Gesangsauftritt. Der Titel des Liedes ist einem berühmten Zitat von Meher Baba entnommen. Das Original-Musikvideo zeigt Robin Williams und Bill Irwin in den Hauptrollen. Die musikalische Untermalung im Lied setzt sich allein durch von Bobby McFerrin gemachten Geräuschen zusammen – es gibt keine Instrumente in dem Lied.

Geschichte:
Der Guru Meher Baba (1894-1969) benutzte oft den Ausspruch „Don’t Worry, Be Happy“, wenn er seinen Anhängern im Westen telegrafierte. Später, in den 60er Jahren, wurde dieses oft verwendete Zitat von Meher Baba auf Karten und Plakate gedruckt. 1988 sah Bobby mCFerrin eines dieser Poster in der Wohnung von der Jazz-Band „Tuck & Patti“ in San Francisco. Inspiriert durch die Ausdrucksstärke und Einfachheit schrieb Bobby McFerrin diesen neuen hervorragenden Song. Im selben Jahr erschien das Lied in dem Film „Cocktail“ und im folgenden Jahr stellte sich der Erfolg als Single ein. In einem Interview mit „Bruce Fessier für „USA Weekend Magazine“ aus dem Jahre 1988 sagte Bobby McFerrin: „Wann immer Sie ein Poster von Meher Baba sehen sagt es in der Regel `Don’t Worry, Be Happy`. Das ist eine elegante Philosophie in vier Worten denke ich.“

Ausschnitt aus der Übersetzung der Wikipedia-Seite:
http://en.wikipedia.org/wiki/Don%27t_Worry%2C_Be_Happy
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03.03.2009, 08:44

„Louis Armstrong“: „What A Wonderful World“

Jahr: 1967
What a Wonderful World ist der Titel eines bekannten Liedes, das von Louis Daniel „Satchmo“ Armstrong gesungen wurde und später von einigen Künstlern gecovert wurde.

Das in den 80er-Jahren nochmals sehr bekannt gewordene Soulstück "Wonderful World" von Sam Cooke aus dem Jahr 1958 (1960 erstmals veröffentlicht) wird auf Grund des Refrains What a wonderful world this would be auch oft so betitelt, hat aber nichts mit diesem Lied von Armstrong zu tun.

Geschichte:
Komponiert wurde What a Wonderful World von George David Weiss; der Text stammt von Bob Thiele (er benutzte das Pseudonym George Douglas). Im Herbst 1967 wurde das Lied – gesungen von Louis Armstrong – erstmals als Single veröffentlicht. Es wurde speziell für Louis Armstrong geschrieben, der damals schon einen hohen Bekanntheitsgrad hatte. What a Wonderful World erzählt von der Schönheit der Welt und von den Glücksmomenten im alltäglichen Leben. Die Intention des Liedes war es, eine Gegenströmung zum zunehmend schlechter werdenden politischen Klima in den USA zu bilden. Daher besingt das Lied Natur, Sonne, Farben, Freundschaften und Kinderaugen und das bei all den kleinen und großen Problemen im Leben, wo Hass, Missgunst, Machtkämpfe und Katastrophen einem die Welt manchmal alles andere als "wonderful" vorkommen lassen. Dankbarkeit dafür, dass wir all diese schönen Dinge auch erleben dürfen und sie uns die Energie geben, alles andere zu verkraften, schwingt ebenso im Lied mit.

Diese Fassung gelangte in Großbritannien auf Platz 1 der Hitparade. 1970 wurde eine weitere Version veröffentlicht - ebenfalls gesungen von Louis Armstrong, gemeinsam mit dem Orchester von Oliver Nelson. Als das Lied 1987 in den Soundtrack des Films Good Morning, Vietnam aufgenommen wurde, steigerte sich der Bekanntheitsgrad nochmals. In diesem Film wird What a Wonderful World als Kontrast zu gewalttätigen Filmszenen (z. B. Bombenabwürfe) eingesetzt. Auch in anderen Filmen wie Rendezvous mit Joe Black, 12 Monkeys, Bowling for Columbine und Madagascar wurde das Lied verwendet.

(Freie Übersetzung:)
Ich sehe grüne Bäume, auch rote Rosen.
Ich sehe sie für dich und mich blühen.
Und ich denke so für mich, was für ein wundervolle Welt.

Ich sehe blaue Himmel und weiße Wolken.
Den klaren, glückseligen Tag, die dunkle, heilige Nacht.
Und ich denke so für mich, was für eine wundervolle Welt.

Die Farben des Regenbogens so schön am Himmel,
sind auch in den Gesichtern der Leute, die vorbei gehen.
Ich sehe Freunde sich die Hand schütteln und sagen wie geht’s dir.
Sie sagen wirklich ich liebe dich.

Ich höre Babys schreien und sehe sie aufwachsen.
Sie werden viel mehr lernen als ich jemals wissen werde.
Und ich denke so für mich, was für eine wundervolle Welt.

Ja ich denke mir, was für eine wundervolle Welt.
Oh Ja.


Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/What_a_Wonderful_World
Louis Armstrong: What A Wonderful World (selbst übersetzt)
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03.03.2009, 08:46

Die Moorsoldaten

Das Moorsoldatenlied, Börgermoorlied oder kurz Moorlied wurde 1933 von Häftlingen des Konzentrationslagers Börgermoor bei Papenburg im Emsland geschaffen. In diesem Lager wurden vorwiegend politische Gegner des Nazi-Regimes gefangen gehalten. Mit einfachen Werkzeugen wie dem Spaten mussten diese dort das Moor kultivieren.

Entstehung:
Texter des Liedes waren der Bergmann Johann Esser und der Schauspieler und Regisseur Wolfgang Langhoff, die Musik stammt vom kaufmännischen Angestellten Rudi Goguel. Das Lied wurde am 27. August bei einer Veranstaltung namens Zirkus Konzentrazani von 16 Häftlingen, überwiegend ehemaligen Mitgliedern des Solinger Arbeitergesangvereins, aufgeführt.

Rudi Goguel erinnerte sich später:
„Die sechzehn Sänger, vorwiegend Mitglieder des Solinger Arbeitergesangsverein, marschierten in ihren grünen Polizeiuniformen (unsere damalige Häftlingskleidung) mit geschulterten Spaten in die Arena, ich selbst an der Spitze in blauem Trainingsanzug mit einem abgebrochenen Spatenstiel als Taktstock. Wir sangen, und bereits bei der zweiten Strophe begannen die fast 1000 Gefangenen den Refrain mitzusummen.

Durch entlassene oder in andere Lager verlegte Gefangene wurde das Lied über Börgermoor hinaus bekannt. 1935 lernte es der Komponist Hanns Eisler in London kennen. Er überarbeitete die Melodie für den Sänger Ernst Busch. Dieser schloss sich während des Spanischen Bürgerkrieges (1936–1939) den Brigadas Internacionales, den Internationalen Brigaden an, die die Spanische Republik gegen den Putschisten Franco verteidigten. Dadurch wurde das Lied verstärkt international bekannt.

Heute existieren Versionen des Liedes in mehreren Sprachen, zu den bekanntesten Interpreten gehören Ernst Busch, Hein und Oss Kröher, Paul Robeson, Pete Seeger, Perry Friedman, Pi de la Serra, Joan Baez , The Dubliners und Hannes Wader. Neuere Bearbeitungen stammen von der Radio Jazz Group Stuttgart, der Kölner Saxophon Mafia, Welle:Erdball, Die Einsamen Stinktiere, Dritte Wahl, Liederjan, Die Schnitter oder Michael von der Heide (Le chant des Marais).

Das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager in Papenburg hat 2002 eine Doppel-CD „Das Lied der Moorsoldaten“ herausgegeben, auf der mehr als 30 verschiedenen Versionen des Liedes und Wortbeiträge, unter anderem von Rudi Goguel, enthalten sind.

Text:
Wohin auch das Auge blicket,
Moor und Heide nur ringsum,
Vogelsang uns nicht erquicket,
Eichen stehen kahl und krumm.

Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit den Spaten ins Moor.

Hier in dieser öden Heide
ist das Lager aufgebaut,
wo wir ferne jeder Freude
hinter Stacheldraht verstaut.

Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit den Spaten ins Moor.

Morgens ziehen die Kolonnen
in das Moor zur Arbeit hin
Graben bei dem Brand der Sonne,
doch zur Heimat steht der Sinn.

Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit den Spaten ins Moor.

Heimwärts, heimwärts, jeder sehnet
zu den Eltern, Weib und Kind.
Manche Brust ein Seufzer dehnet,
weil wir hier gefangen sind.

Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit den Spaten ins Moor.

Auf und nieder gehen die Posten.
Keiner, keiner kann hindurch.
Flucht wird nur das Leben kosten!
Vierfach ist umzäunt die Burg.

Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit den Spaten ins Moor.

Doch für uns gibt es kein Klagen.
Ewig kann 's nicht Winter sein.
Einmal werden froh wir sagen:
Heimat, du bist wieder mein!

Dann zieh'n die Moorsoldaten
nicht mehr mit den Spaten ins Moor.


Quelle:
Wikipedia
http://www.harmonize.de/html/german/LiedDurch.htm
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03.03.2009, 21:28

„Ray Charles“: „Georgia On My Mind“

Jahr: 1960
Nachdem sich Ray Charles 1963 geweigert hat, in Georgia vor einem nach Rassen gtrennten Publikum zu spielen, erhält er Auftrittsverbot. Dieses Verbot wird 1979 vom Parlament aufgehoben, der Gouverneur entschuldigt sich für das Verbot im Namen des Volkes. Zudem gewährt man Ray Charles die Ehre, dass sein Song „Georgia On My Mind“ zur offiziellen Hymne von Georgia erklärt wird.

(Bei Interesse folgende Biografie unbedingt einmal lesen: )
http://www.laut.de/wortlaut/artists/c/ch…aphie/index.htm

(Freie Übersetzung:)
Georgia, Georgia,
den ganzen Tag hindurch (ganzen Tag lang)
Nur das alte liebliche Lied
erhält Georgia in meinen Erinnerungen. (Georgia in meinen Erinnerungen)
Ich sagte Georgia, Georgia,
ein Lied von Dir (Ein Lied von Dir)
kommt angenehm und klar wie das Mondlicht durch die Pinien.
Fremde Arme recken sich mir entgegen,
andere Augen lächeln zärtlich.
Immer noch sehe ich in den friedlichen Träumen
die Straßen, die zu Dir zurückführen.

Ich sagte Georgia, oh Georgia,
ich finde keinen Frieden. (finde keinen Frieden)
Nur das alte liebliche Lied
hält Georgia in meinen Verstand. (Georgia in meinen Verstand oh)
Fremde Arme recken sich mir entgegen,
andere Augen lächeln zärtlich.
Immer noch sehe ich in den friedlichen Träumen
die Straßen, die zu Dir zurückführen.
Oh, Georgia, Georgia

Ich finde keinen Frieden, keinen Frieden.
Nur das alte liebliche Lied
hält Georgia in meinen Verstand (Georgia in meinen Verstand)
Nur das alte liebliche Lied
hält Georgia in meinen Verstand

Quelle:
http://www.flyingfox.de/foxlex/index.php/Georgia
Ray Charles: Georgia On My Mind (selbst übersetzen)
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04.03.2009, 08:28

“Scorpions”: “Wind Of Change”

Jahr: 1991
Wind of Change ist eine Rockballade der Scorpions .

Hintergrund:
Der Text feiert den gegen Ende der 1980er-Jahre eingetretenen politischen Wandel in Europa (u. a. den Fall der Berliner Mauer), die neu gewonnene Freiheit der Menschen im ehemaligen Ostblock sowie das bevorstehende Ende des Kalten Krieges. Im Text beschreibt ein Ich-Erzähler, wie er in einer Sommernacht durch Moskau geht und dem " Wind der Veränderung" zuhört, der über alte Feindschaften hinwegweht. UdSSR-Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow empfing die Scorpions aufgrund dieses Liedes zu einem Besuch im Kreml.

Das Intro pfiff die Schauspielerin Ilse Werner.


(Übersetzung:)
Songtext Wind Of Change Deutsch Übersetzung
Ich folge der Moskva,
bis hinunter zum Gorky Park,
während ich dem Wind der Veränderung zuhöre.
Eine Sommernacht im August,
Soldaten laufen vorbei,
hören dem Wind der Veränderung zu.

Die Welt kommt sich näher.
Hast du je gedacht,
das wir uns so nah, wie Brüder sein können?
Die Zukunft liegt in der Luft,
ich kann sie überall spüren,
wie sie mit dem Wind der Veränderung zusammen weht.

Bring mich zur Magie des Augenblicks
in einer ruhmreichen Nacht
Wo die Kinder von morgen herumträumen
im Wind der Veränderung

Ich laufe die Straße hinunter
ferne Erinnerungen
sind für immer in der Vergangenheit begraben.
Ich folge der Moskva,
bis hinunter zum Gorky Park,
während ich dem Wind der Veränderung zuhöre.

Bring mich zur Magie des Augenblicks
in einer ruhmreichen Nacht,
wo die Kinder ihre träume mit dir und mir teilen.

Bring mich zur Magie des Augenblicks
in einer ruhmreichen Nacht
Wo die Kinder von morgen herumträumen
im Wind der Veränderung

Der Wind der Veränderung
bläst direkt ins Angesicht der Zeit,
wie ein Sturm, der die Glocke der Freiheit leuten wird
- für Gedankenfreiheit
Lass deine Balalaika singen,
was meine Gitarre sagen möchte.

Bring mich zur Magie des Augenblicks
in einer ruhmreichen Nacht,
wo die Kinder ihre träume mit dir und mir teilen.
Bring mich zur Magie des Augenblicks
in einer ruhmreichen Nacht
Wo die Kinder von morgen herumträumen
im Wind der Veränderung

Quellen:
Wikipedia
http://www.lyrics-world.de/songtext/hard…bersetzung.html
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04.03.2009, 20:42

„Tony Iommi“ & „Black Sabbath“

Zu Beginn seiner Karriere arbeitet der Gitarrist „Tony Iommi“ um seinen Lebensunterhalt zu verdienen in Birmingham in der Stahl- und Walzfabrik. Hier erleidet der junge Mechaniker einen schweren Arbeitsunfall. Als Folge wird er schon bald Musikgeschichte schreiben.
In einem Interview erzählt Tony Iommi: „ … Als ich eines Tages zur Arbeit kam sagte mir einer: `Die Frau, die normalerweise die Presse bedient ist heute nicht da. Ich glaube – das musßt Du machen.` Ich ging also zur Maschine, und dann passierte es. Ich verlor die Fingerkuppen von zwei Fingern…“
Das war eine Folgenschwere Verstümmelung, wenn man Gitarrist werden will. Tony Iommi dachte, das wäre seine Musikkarriere gewesen. Zum Glück gab er jedoch nicht so schnell auf. Er fand eine Lösung, wie er weiter spielen konnte. Er nahm eine Art Fingerhut, den er an seine Finger anpasste. Zuletzt feilte er den Fingerhut mit Sandpapier zu. Das funktionierte.
Mit den Kunstfingern konnte er nicht nur irgendwie spielen – die Gitarre klang viel härter. Die laute Gitarre passte gut zu dem lauten Sänger der Band – Ozzy Osbourne. Am Ende entstand eine neue Musikrichtung: „Heavy Metal“.

Quelle:
Premiere / Discovery Geschichte / We will rock you! Heavy Metal (Never Say Die: Heavy Metal)
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04.03.2009, 20:46

„Monica Morell“: „Ich Fange Nie Mehr Was An einem Sonntag An“

Jahr: 1973
Monica Morells größter Erfolg war der Schlager „Ich Fange Nie Mehr Was An einem Sonntag An“. Das Lied beruht auf den tragischen tödlichen Motorrad-Unfall ihres Freundes Tommy.
„Monica Morell“ in einem Interview: «Ich war damals 16. Er war meine erste grosse Liebe. Eines Nachmittags habe ich vergeblich auf ihn gewartet. Er war bei Glatteis ins Schleudern geraten und über eine Brücke gestürzt. Als ich ins Krankenhaus kam, lebte er schon nicht mehr. Es war an einem Sonntag».

Text:
Es war ein Sonntag morgen und ein Regenbogen sagte mir:
Das wird ein schöner Tag für dich.
Als es Mittag wurde, und kein Tommy kam,
verlor die Sonne ihren Glanz für mich.
Bis zum Abend saß ich, denn der Sonntag sollte
unser schönster Tag im Leben sein.
Doch dann kamen sie, und sie sagten mir:
Dein Tommy, der kommt nie mehr heim.

Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an,
weil ein Sonntag mir meinen Glauben nahm.
Liegt ein Sinn darin, ich werd es nie versteh'n,
denn das Leben wird immer weitergeh'n.

Es war ein Sonntag, schöner kann ein Tag nicht sein,
als bei mir und Tommy die Liebe begann.
Mit dem schönsten Traum schlief ich am Abend ein,
ein neues Leben fing mit diesem Sonntag an.
Warum ist es wieder so ein schöner Sonntag,
der mir ohne Grund meinen Tommy nimmt?
Und mir nichts mehr bleibt als der leere Trost:
Jedem Menschen ist sein Schicksal vorbestimmt.

Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an,
weil ein Sonntag mir meinen Glauben nahm.
Liegt ein Sinn darin, ich werd es nie versteh'n,
denn das Leben wird immer weitergeh'n.

Quellen:
http://www.magistrix.de/lyrics/Monica%20…-An-129520.html
http://stadt24.ch/page/13942/17
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05.03.2009, 09:02

„Gerüchte Über Den Tod Paul McCartneys“ (Teil 1)

„Paul is dead“ (Paul ist tot) bezeichnet eine bekannte Verschwörungstheorie, nach der Paul McCartney von den Beatles 1966 durch einen Doppelgänger ersetzt wurde, nachdem er bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei.

Geschichte:
1969 veröffentlichte die University of Michigan in ihrer Campuszeitung einen Artikel, in dem scherzhaft behauptet wurde, Paul McCartney sei bei einem Autounfall gestorben. Der Unfallhergang wurde folgendermaßen beschrieben:

An einem Novembermorgen des Jahres 1966 war Paul McCartney mit seinem Auto unterwegs. Gegen 5 Uhr sah er einer Politesse am Straßenrand hinterher und bemerkte deshalb nicht, dass vor ihm eine Ampel auf Rot schaltete. Sein Wagen stieß mit einem anderen zusammen und ging in Flammen auf. Durch die schweren Verbrennungen, die er erlitt, und da er bei dem Aufprall all seine Zähne verlor, konnte McCartney nicht mehr identifiziert werden.

Die restlichen Bandmitglieder, John Lennon, George Harrison und Ringo Starr, vertuschten auf Drängen des Managements und ihrer Plattenfirma den Tod und veranstalteten einen McCartney-Lookalike-Wettbewerb. Der Sieger William Campbell (oder Shears) nahm – nach einigen Operationen – Pauls Platz in der Gruppe ein. Seitdem versuchten die Beatles, ihre Fans durch versteckte Zeichen auf den Vorfall aufmerksam zu machen.

Kurze Zeit später widmete sich der Detroiter Radio-Moderator Russell Gibb in seiner Sendung der „Theorie“, wodurch diese erstmals landesweit bekannt wurde und für Aufsehen sorgte. Viele Fans der Beatles, die die Geschichte ernst nahmen, versuchten fortan, „Beweise“ für Pauls Tod zu finden.

Im Jahr 2007 erhielt die Diskussion um die Paul-is-dead-Theorie neuen Auftrieb. Anlass war eine Klage, die eine seinerzeit 46 Jahre alte Altenpflegerin aus Berlin-Moabit eingereicht hatte. Sie gibt an, McCartneys Tochter zu sein; ihre Mutter soll zwischen 1959 und 1962 eine Affäre mit McCartney gehabt haben. Sie wirft ihm vor, er habe sich bei einem Vaterschaftstest 1984 durch einen Doppelgänger vertreten lassen. Die Unterschrift stamme fälschlicherweise von einem Rechtshänder und das Foto zeige nicht McCartney.

Hinweise auf Plattencovern (chronologisch):

Yesterday and Today:
John Lennon, Ringo Starr und George Harrison stehen neben einem großen, aufgestellten Schrankkoffer. Paul McCartney sitzt im Inneren. Dreht man die Platte um 90 Grad nach links, sieht es so aus, als würde McCartney in einem Sarg liegen. Eine Narbe an der Oberlippe, die der echte McCartney angeblich nicht hatte, soll einerseits für den Unfall stehen (Kopfverletzungen) und andererseits die Doppelgänger-Theorie beweisen. Die Narbe könnte er sich natürlich auch anderweitig zugezogen haben.

Eigenen Angaben zufolge hat McCartney sich die Narbe im Sommer 1966 zugezogen, als sich die Band nach jahrelangen Tourneen und Plattenaufnahmen eine Auszeit gönnte. McCartney machte Urlaub und unternahm eine Motorradtour, bei der er einen Unfall hatte und sich die Schneidezähne abbrach. Die Operation hinterließ eine Narbe auf der Oberlippe. Um trotzdem bei Fotoaufnahmen dabei sein zu können, ließ er sich einen Schnauzbart wachsen. Die anderen Bandmitglieder taten es ihm gleich und der Oberlippenbart wurde so zu einer modischen Erscheinung der Beatles, wie auch bei den Hippies.

Dazu gibt es noch ein zweites Cover, auf dem alle vier Beatles in Arztkitteln, bedeckt mit blutigen Fleischstücken zu sehen sind. Die Fleischstücke liegen so auf „McCartney“ verteilt, dass sie die Körperstellen markieren könnten, an denen sich McCartney beim Unfall verletzte. „McCartney“, der in der Mitte der anderen drei sitzt, hat zwei geköpfte Puppen auf den Schultern und einen Puppenkopf auf dem Schoß, welcher möglicherweise symbolisiert, dass er den „Kopf hinhält“, um McCartneys Tod zu vertuschen.

Revolver:
Paul McCartney ist als einziger auf der Albumhülle von Revolver im Profil abgebildet und sein Blick geht ins Leere. Dies wird als Hinweis dafür aufgefasst, dass er nicht mehr Bestandteil der Gruppe ist, sondern sich in einer anderen Welt befindet. Die Augen von Starr und Lennon sind auf ihn gerichtet, ein mögliches Zeichen ihrer Trauer. Bei genauerem Hinsehen kann man über McCartneys Kopf zum ersten Mal eine (segnende) Hand erkennen (Teil der Fotocollage), in manchen Ländern ein Symbol des Todes.

Rechts neben McCartneys Kopf ist ein relativ großes Bild von ihm, auf dem er schreit. Das könnte die Schmerzen verdeutlichen, die er bei dem Unfall erlitten haben soll. Ein weiterer möglicher Hinweis ist das kleine Männchen, das seinen Kopf aus McCartneys Ohr herausstreckt und so aussieht, als ob es angestrengt versucht, etwas zu hören. Dies soll ein Hinweis für die Hörer sein, dass sie ab jetzt mehr auf den Text der Lieder achten sollen, da in den Texten viele Hinweise zu finden sein sollen.

Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band:
Die Beatles tragen auf dem Titelfoto von Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band bunte Anzüge und halten Musikinstrumente in ihren Händen. Vor ihnen steht eine Trommel mit dem Titel des Albums. Im Vordergrund formen rote und gelbe Blumen den Bandnamen sowie einen E-Bass. Im Hintergrund stehen Pappaufsteller zahlreicher prominenter Persönlichkeiten.

Der üppige Blumenschmuck und die vielen Personen (Trauergemeinde) werden als Beerdigung aufgefasst. Paul McCartney trägt ein schwarzes und hölzernes Musikinstrument (Tod und Sarg). Außerdem hat er nur drei Finger auf dem Instrument, möglicherweise ein Hinweis auf die drei noch lebenden ursprünglichen Beatles.

Es sieht so aus, als müsse er von Ringo Starr und George Harrison gestützt werden. Über seinem Kopf ist erneut eine offene Hand zu sehen (siehe Revolver und Yellow Submarine). Sie gehört Stephen Crane, einem Autor, der mit 28 Jahren starb. Rechts auf dem Cover ist eine Puppe zu sehen, die ein Hemd mit der Aufschrift „Welcome to the Rolling Stones“ trägt und deren Kopf zerbrochen ist. Sie hat ein Spielzeugauto (ein weißer Austin Healey – das Modell, in dem McCartney angeblich verunglückte) auf dem einen Knie und einen blutigen Autofahrerhandschuh auf dem anderen. Über dem „S“ von „BEATLES“ ist ein brennendes Auto, das von einer Puppe in einem grünen Kleid angeschaut wird. Auch dieses Auto ist ein weißer Austin Healey.

Der Blumen-Bass im Vordergrund soll naheliegenderweise für den Tod seines Besitzers stehen. Manche glauben auch, das Wort „PAUL?“ im Blumenmuster erkennen zu können. Der Bass als ganzes sieht aus wie ein großes P. Auf den Blumen liegen drei Gitarrensaiten, was wiederum als Hinweis auf die drei verbleibenden Beatles aufgefasst wird. Wenn man die Wörter „LONELY HEARTS“ horizontal spiegelt, ergibt sich die mutmaßliche Botschaft "I ONE I X HE () DIE" Dafür gibt es zwei Bedeutungen:

* I(+)ONE(+)I (=3) X (steht für Paul) HE () (der Pfeil zeigt direkt auf Paul) DIE

=> 3(Beatles) X (Paul) HE () DIE

* I(and)ONE (11) IX (römische Zahl:neun) HE () DIE

=> 11 9 (9. November) HE () DIE
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05.03.2009, 09:23

„Gerüchte Über Den Tod Paul McCartneys“ (Teil 2)

Im Inneren der Plattenhülle ist ein weiteres Bild der Beatles, auf dem Paul McCartney eine Armbinde mit der Aufschrift „O.P.D.“ trägt. Die Abkürzung steht angeblich für „Officially Pronounced Dead“ (Offiziell für tot erklärt). In Wahrheit war es jedoch eine Binde der Ontario Provincial Police, O.P.P., wobei der untere Teil des zweiten Ps etwas verdeckt war. Das wiederum könnte ein Hinweis auf William Campbell sein, der in Kanada Polizist gewesen ist.

Auf der Rückseite, auf der auch alle Liedtexte abgedruckt sind, deutet George Harrison mit einer Hand auf die Textzeile Wednesday morning at five o'clock aus dem Song She's Leaving Home. Angeblich starb McCartney an einem Mittwoch um 5 Uhr morgens. McCartney steht mit dem Rücken zum Betrachter und wirkt größer als seine Kollegen (er ist nicht mehr anwesend, sondern im Himmel). Harrison, Lennon und Starr formen mit ihren Händen, von links nach rechts, symbolisch die Buchstaben L, V und E (L[O]VE). Das fehlende O könnte die Lücke bezeichnen, die McCartneys Tod hinterlässt.

Magical Mystery Tour:
Im Gegensatz zu den anderen Beatles trägt Paul McCartney auf einem Bild von Magical Mystery Tour im Booklet zu seinem Anzug keine rote, sondern eine schwarze Nelke (Trauer, Tod). Ein anderes Foto zeigt ihn an einem Schreibtisch mit der Aufschrift „Iwas“ (Ich war). Auf den Kopf gedreht, ergeben die Buchstaben des Wortes „BEATLES“ auf dem Cover angeblich die Telefonnummer 5371638, unter der in den 1960er-Jahren angeblich ein Bestattungsinstitut zu erreichen war.

Yellow Submarine:
John Lennon hat auf dem Cover von Yellow Submarine die Hand über McCartneys Kopf erhoben (siehe Revolver und Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band). Die drei ausgestreckten Finger (Zeigefinger, kleiner Finger und Daumen quer) sollen die drei verbliebenen Bandmitglieder symbolisieren, können aber auch als Zeichen des Teufels interpretiert werden. Das U-Boot im Inneren des Berges wird mit einem vergrabenen Sarg verglichen. Die Krawatte vom Rechten stellt ein Kreuz dar.

Abbey Road:
Die Plattenhülle von Abbey Road zeigt, wie die Beatles von links nach rechts über einen Zebrastreifen gehen. John Lennon trägt weiße, Ringo Starr und Paul McCartney dunkle und George Harrison blaue Kleidung. McCartney ist barfuß (in Großbritannien werden die Menschen barfuß beerdigt. Außerdem ist in Italien Barfüßigkeit ein Symbol für den Tod). Im Hintergrund parkt ein weißer VW Käfer. Das Nummernschild lautet „LMW 28IF“. „LMW“ wird zu „Linda McCartney Weeps“ oder „Linda McCartney Widow“ entziffert, wobei anzumerken ist, dass Linda und Paul erst 1969 heirateten. 28IF soll bedeuten, dass McCartney 28 Jahre alt wäre, wenn (if) er nicht gestorben wäre. Die Beatles werden als Trauerzug aufgefasst: Lennon ist der Priester und läuft voraus, Starr ist der Sargträger, McCartney ist der Verstorbene und Harrison in Arbeitskleidung ist der Totengräber. Lennon trägt Weiß, die Trauerfarbe in östlichen Ländern, Starr trägt Schwarz, die Trauerfarbe in westlichen Ländern. Obwohl McCartney Linkshänder ist, hält er eine Zigarette in der rechten Hand (Doppelgänger?). Er ist außerdem der einzige, der nicht im Gleichschritt mit den anderen Beatles läuft und im Gegensatz zu ihnen (nur bei genauer Betrachtung sichtbar) keine weiße Stelle des Zebrastreifens berührt. Manche sehen das Bild auch so, dass Paul mit beiden Füßen über dem Boden schwebt, ihn nicht berührt. Zu dem Nummernschild ist anzumerken, dass in Großbritannien in jener Zeit das Schema 3 Buchstaben – 3 Ziffern – 1 Buchstabe verwendet wurde (siehe hier): Es ist somit nicht „IF“ zu lesen, sondern „1F“ als Teil von „LMW 281 F“.

Hinweise in Liedtexten (alphabetisch):
* A Day in the Life: He blew his mind out in a car. He didn't notice that the lights had changed. A crowd of people stood and stared. They'd seen his face before. Nobody was really sure if he was from the house of Lords. ist eine genaue Beschreibung des Unfalls.
Manche sagen, das Wort „Lords“ klingt wie „Paul“, wodurch der Satz darauf hinweisen würde, dass niemand die Leiche identifizieren konnte.
* Come Together: He got hair down to his knee (…) he wear no shoeshine (…) he got toe-jam football (…) he got monkey finger (...) one and one and one is three (...) got to be good looking (…) 'cos he's so hard to see (…) Come together right now over me
Das Lied soll ein Nachruf auf McCartney sein. Die Passagen werden folgendermaßen interpretiert: Seine Haare wuchsen nach seinem Tod weiter (…) er trägt keine Schuhe in seinem Sarg (…) er mochte Fußball und Rugby (…) nun hat er skelettartige und steife Affenfinger (…) es gibt nur noch drei Beatles (…) Paul war der hübsche Beatle (…) jetzt ist er weg und nicht mehr zu sehen (…) Die Menschen kommen über ihm bzw. seinem Grab zusammen, um ihn zu beerdigen.
* Lovely Rita: Lovely Rita meter maid (…) when I caught a glimpse of Rita (…) where would I be without you?
McCartney starb, weil er einer Politesse (meter maid) hinterhersah. Also würde er ohne sie noch hier sein. Das Lied wurde von „Paul“ geschrieben.
* Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band So may I introduce to you the one and only Billy Shears
Einigen Versionen der Theorie nach hieß McCartneys Ersatzmann William Shears.
* She's Leaving Home: „Wednesday morning at five o'clock“ war der Zeitpunkt des Unfalls.
* Strawberry Fields Forever: I buried Paul. Angeblich murmelt John Lennon diese Worte am Ende des Liedes. Lennons tatsächliche Worte, „Cranberry Sauce“, klangen – in verlangsamter Geschwindigkeit auf der Platte zu hören – in der Tat in etwa wie „I buried Paul“, was später von George Martin bestätigt wurde.
* Within You Without You: „Life goes on within you and without you“ beschreibt die Stimmung nach McCartneys Tod.

Versteckte Botschaften und Sonstiges:
Viele Anhänger der Theorie glauben, bestimmte Sätze aus Liedern heraushören zu können, wenn diese rückwärts abgespielt werden.

* Die Worte number nine in Revolution 9 klingen rückwärts wie „Turn me on, dead man“.
* Am Ende des Liedes I'm So Tired sagt Lennon „Paul is dead, man. Miss him! Miss him!“
* I Am the Walrus endet mit den Worten „Ha! Ha! Paul is dead!“
* Anhängern der Theorie zufolge unterscheidet sich McCartneys Bassspiel vor 1966 sowohl im Stil als auch in der Qualität von späteren Aufnahmen.
* Musikwissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass es in Wirklichkeit drei „Pauls“ gab, was sich anhand der verschiedenen Singstimmen feststellen lässt.
* Vor seinem Tod war McCartney mit Jane Asher verlobt. Sein Doppelgänger verstand sich jedoch nicht mit ihr, trennte sich und heiratete Linda Eastman.
* Seit August 1966 traten die Beatles nicht mehr zu öffentlichen Konzerten auf (29. August 1966 letzter öffentlicher Auftritt im „Candlestick Park“ in San Francisco).

Paul McCartney über „Paul is Dead“:
McCartney selbst hat sich mehrfach zu dem Thema geäußert. Im Life-Magazin mit dem Titel „The case of the missing Beatle – Paul is still with us“ vom 7. November 1969 äußerte er sein Unverständnis zu den Gerüchten und ging auf einige der Hinweise ein, die von den Anhängern der Theorie angeführt wurden:

„It is all bloody stupid. I picked up that OPD badge in Canada. It was a police badge. Perhaps it means Ontario Police Department or something. I was wearing a black flower because they ran out of red ones. It is John, not me, dressed in black on the cover and inside of Magical Mystery Tour. On Abbey Road we were wearing our ordinary clothes. I was walking barefoot because it was a hot day. The Volkswagen just happened to be parked there.“.
„Dies ist ausgemachter Schwachsinn. Ich bin auf den OPD-Aufnäher in Kanada gestoßen. Dort war es ein Uniformaufnäher der Polizei. Möglicherweise steht es für 'Ontario Police Department' oder so. Ich trage eine schwarze Blume weil keine rote mehr da war. John trägt auf der Hülle von 'Magical Mystery Tour' schwarz, nicht ich. Auf dem 'Abbey-Road'-Foto tragen wir alle ganz gewöhnliche Kleidung. Ich bin barfuß, weil es ein heißer Tag war. Der Volkswagen stand einfach rein zufällig dort.“

Als Grund für die Gerüchte sah er seinen Rückzug von der Presse. Das Interview mit dem Life-Magazin trug aber nicht dazu bei, die Gerüchte zu beenden, sondern heizte die Legende eher an. In einem Interview mit dem Playboy-Magazin aus dem Jahr 1984 äußerte er, dass zu dieser Zeit allgemein viel zu viel in Texte und Plattencover der Beatles interpretiert wurde. Bei einem Auftritt in der Fernsehshow Saturday Night Live gab sich McCartney selbstironisch. Er antwortete auf die besorgte Frage des Moderators, ob die damaligen Gerüchte ein Hoax (Scherz) waren: „Ja, ich war nicht wirklich tot.“

1993 nahm Paul McCartney das Live-Album Paul is Live auf, dessen Titel ironisch auf die Paul-is-dead-Legende anspielt. Das Titelfoto ist eine verfremdete Version des Abbey-Road-Covers. Das Kennzeichen des Volkswagens endet zum Beispiel auf „51IS“, McCartneys Alter zum Zeitpunkt der Aufnahme.

Quelle: Wikipedia
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05.03.2009, 21:15

„Dixie Cups“: „Iko Iko“

Jahr: 1965
„Iko Iko“ ist ein Lied aus New Orleans, daß oft von Künstler gecovert wurde. Es handelt von New Orleans, als im „Mardi Gras“ (das auf Schlachten der afro-amerikanischen Vorfahren beruht, die von den Musikgruppen in den Straßen „nachgespielt“ werden) zwei Parteien aufeinandertreffen. Der Text des Liedes beruht auf den beliebten Sprechgesängen und Schlachtrufen. Der Song hieß im Original „Jock-A-Mo“ und wurde 1953 von James „Sugar Boy“ Crawford geschrieben. Es verbreitete sich aber dermaßen, dass viele Leute meinen, es sei ein viel älteres Volkslied. Letzendlich wird es entweder als „Mardi Gras“-Lied und als „Top-40“ Pop-Lied sofort in Verbindung gebracht. Die Hauptmelodie hat eine starke Ähnlichkeit mit dem Gitarren-Riff von „Son de la Loma“ von dem „Trio Matamoros“ (eine berühmte kubanische Musikgruppe). „Son de la Loma“ wurde von Miguel Matamoros irgendwann vor dem 08. Mai 1925 geschrieben.

Der Text erzählt von einem „Spy Boy“ (Spion) einer Musikgruppe, der nach einer anderen Gruppe Ausschau hält. Als er auf den „Flag boy“ (derjenige, der die Musikgruppe mit einer Flagge anführt) einer anderen Gruppe stößt droht er, die Flagge in Brand zu setzen.

Die Textpassagen des Liedes sind in Louisiana Creol French (der Mundart von New Orleans, einer Mischung aus Indianisch, Kreolisch, Französisch und Englisch). Das bekannte „Iko Iko“ soll auf das Wort „Ago!“ aus Gambia zurückgehen uns so viel wie „Aufgepaßt!“ bedeuten. Das „Jock-a-mo feen-o and dan day“ wiedeholt die Original-Passagen aus den kreolischen Verhandlungen.

Das Lied wurde vor allem durch die „Dixie Cups“ im Jahre 1965 populär. Ihre Version entstand durch einen glücklichen Fehler: Als sie in einem New Yorker Studio für eine Aufnahme sich warm spielen wollten. Sie improvisierten eine Version von „Iko Iko“, begleitet nur von einigen Trommelschlägen auf einer Coca Cola-Flasche. Da das Band zufällig bereits lief … Die Produzenten Leiber und Stoller fügten noch Trommeln und Bässe hinzu und veröffentlichten den Song.

Die „Dixie Cups“, die das Lied von ihren Großmüttern gehört hatten, wußten noch einiges über die Ursprünge und Hintergründe des Liedes und so gingen die Rechte für den Song an die „Dixie Cups“ „Barbara Ann Hawkins“, ihrer Schwester „Rosa Lee Hawkins“, und ihrer Kusine „Joan Marie Johnson“.

Nachdem die „Iko Iko“-Version der „Dixie Cups“ 1965 veröffentlicht war wurden die „Dixie Cups“ und „Redbird Records“ von James Crawford verklagt. Dieser behauptete, „Iko Iko“ wäre das Gleiche wie seine Komposition „Jockamo“. Obwohl die „Dixie Cups eine Gleichheit der Kompositionen leugneten folgte das Rechtsverfahren 1967 dem Anliegen Crawfords: Keinen Anspruch auf Autorenschaft oder Eigentum des Titels „Iko Iko“ für die „Dixie Cups“. Sie gewährten jedoch 25 % der Einnahmen aus den öffentlichen Auftritten und den in den Radio gespielten Songs.

In den 1990er Jahren erfuhren die „Dixie Cups“, dass eine weitere Gruppe von Personen die Rechte auf „Iko Iko“ einklagten – ihr Ex-Manager Joe Jones und seine Familie füllten 1991 eine Copyright-Registrieung aus. In dieser behaupteten sie den Song 1963 geschrieben zu haben. Joe Jones lizensierte erfolgreich die Rechte für „Iko Iko“ außerhalb Nordamerikas (einschließlich die Rechte für den Soundtrack von Mission Impossible 2 / 2000). Die „Dixie Cups“ strengten so eine Klage gegen Joe Jones an. Daraufhin gab es eine gerichtliche Verhandlung in New Orleans. Sie wurden von dem bekannten Musik-Anwalt Oren Warshavsky vertreten. Der Richter war Peter Beer. Die Jury urteilte am 06.03.2002 einstimmig, daß die „Dixie Cups“ die einzigen Verfasser von „Iko Io“ waren. Nach der 5. Berufung hielt die Jury das Urteil aufrecht – weitere Berufungen waren nicht mehr möglich.

Das Lied wird regelmäßig von verschiedenen Künstlern aus New Orleans gespielt. So zum Beispiel das „Neville Brothers“ Medley (mit dem „Brother John“, einem melodisch verwandten Mardi Gras Lied) „Brother John“/“Iko Iko“; Larry Williams, Dr. John, The Radiators, Willy DeVille, Buckwheat Zydeco und Zachary Richard. Diese Versionen können besonders während des Mardi Gras oft auf den Straßen und in den Bars von New Orleans gehört werden.

Ebenso wurde „Iko Iko“ von Cyndi Lauper, the Grateful Dead, Cowboy Mouth, Warren Zevon, Long John Baldry, Dave Matthews & Friends, Indigo Girls, The Ordinary Boys, Glass Candy, Sharon, Lois & Bram. Aaron Carter gecovert. Aaron Carter nahm den Song für den Soundtrack von “The Little Vampire” (Der Kleine Vampir) auf – und die „Belle Stars“ sangen ihn für den Film „Rain Man“. Eine spätere Version mit überarbeiteten Texten wurde von „Zap Mama“ für Mission Impossible II verwendet. 2001 brachte „Captain Jack“ in Deutschland den Song wieder in Erinnerung.

Eine frühe Cover-Version mit leicht abgewandeltem Text wurde 1965 von Rolf Harris veröffentlicht. Die Verweise auf den „Flag boys“ (Flaggenjungen) und andere regionale Begriffe wurden entfernt, obwohl dadurch der Sinn des Liedes verloren ging. Diese Version machte das Lied in England und Australien während der 60er Jahre sehr beliebt.

Die Version, die sich in den Englischen Charts als erfolgreichsten herausstellte, war die Version von der Sängerin Natasha aus dem Jahre 1982. „Iko Iko“ erreichte hier sogar die „Top Ten“. Diese Version startete in der selben Woche, wie die Version der „Belle Stars“ – erreichte jedoch eine höhere Verkaufsrate. Diese Version brachte die Produktionstalente von „Tom Newman („Tubalar Bells“) an den Tag und förderten die Karriere von Mel Collins am Saxophon, Graham Broad an den Trommeln und Brad Lang am Bass.

Die Verwendung von „Iko Iko“:
#Weiterhin wurde die „Dixie Cups“-Version von „Iko Iko“ in dem Filmen „The Big Easy“ und „The Skeleton Key“ (Der Verbotene Schlüssel) / 2005 verwendet.

# Aaron Carter verwendete „Iko Iko“ für sein Album „Aaron’s Party“ (Come And Get It!“ Er verwendet eine poppige Version mit seiner jungen Stimme.

# Die Version von den Belle Stars wurde in der Eröffnungsszene des Films „Rain Man“ / 1988 (mit Tom Cruise und Dustin Hoffman) verwendet. 12 Jahre später wurde die Version von Zap Mama zu Anfang in „Mission Impossible II“ (ebenfalls Tom Cruise) eingearbeitet.

# In Neuseeland existieren 2 Geschäfte, eines in Auckland, eines in Wellington, die „Iko Iko“ heißen.

# Es wird von „Donald Duck während „Mickey’s Jammin Juingle Parade“ in „Disney’s Animal Kingdom“ im „Walt Disney World Resort“ Florida verwendet.

# In der Halbzeit 2008, während der NBA in New Orleans wurde es von Dr. John verwendet.

# „Abita Brewing Company“ produziert ein Bier, dass „Jockamo IPA“ heißt.:
http://www.abita.com/brew/jockamo.html
(Stand 03.08.2008)

Quellen:
Gekürzte Version aus der englischen Wikipedia-seite (frei Übersetzt):
http://en.wikipedia.org/wiki/Iko_Iko
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raptor230961

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06.03.2009, 09:36

“Johnny Cash”: “Orange Blossom Special”

Jahr: 1965
Der Orange Blossom Special war ein Luxus-Reisezug der Seaboard Air Line Railroad zwischen New York City und den Ferienressorts an der Ostküste von Florida. Am 21. November 1925 nahm er erstmals seinen fahrplanmäßigen Betrieb auf. Der Zug bestand vollständig aus Pullmanwagen und die Benutzung war teurer als die eines normalen Zuges.

Geschichte:
Die Route des Zuges führte von New York über Philadelphia, Washington, Richmond, Raleigh, Columbia, Savannah und Jacksonville bis nach Miami. Der Zug fuhr um 9:30 Uhr in New York ab und erreichte Miami 22:00 Uhr am folgenden Tag.

Infolge der Wirtschaftsflaute während der Großen Depression wurde der Zug eingestellt. Danach wurde er 1934, diesmal mit modernen klimatisierten stromlinienförmigen Wagen und Diesellokomotiven (ab 1938) als Stromlinienzug wiederbelebt. Nach dem Fahrplan vom 7. Januar 1934 fuhr der Zug täglich um 12:30 Uhr ab New York und führte Kurswagen nach Miami, Saint Petersburg und Venice. Miami erreichte er 18:55 Uhr am nächsten Tag.

Während der Zeit des Zweiten Weltkrieges kam es erneut zur Betriebseinstellung. Endgültig eingestellt wurde der Zug im April 1953. Vor allem die Konkurrenz von Auto, Flugzeug und anderen Zügen machten einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb unmöglich.

Adaption in der Country-Musik:
In Anlehnung an diesen Zug komponierten 1938 Ervin Rouse, Robert Russell und Chubby Wise eine Fiddle-Melodie. Durch die Aufnahme von Bill Monroe 1942 stieg der Bekanntheitsgrad der Melodie. Sie wird heute als die bekannteste Fiddle-Melodie des 20. Jahrhunderts angesehen. 1965 benannte Johnny Cash ein Album „Orange Blossom Special“ und nahm auch den gleichnamigen Titel auf.

(Freie Übersetzung:)

Sieh ihn aus der Ferne kommen,
wie er den Schienen entlang fährt.
Sieh ihn aus der Ferne kommen,
wie er den Schienen entlang fährt.
Es ist der „Orange Blossom Special“,
der mein Liebling zurückbringt.

Nun, ich gehe gerade runter nach Florida,
und dabei ist mir etwas Sand in meine Schuhe geraten.
Vielleicht gehe ich auch nach Kalifornien.
Und bekomme dann etwas Sand in meine Schuhe.
Ich will auf dem „Orange Blossom Special“ fahren,
und diese New York Melancholie ablegen.

„Sag, Freund, wann gehst Du zurück nach Florida?“
„Wann ich nach Florida zurückgehe? Ich weiß gar nichts davon, daß ich überhaupt dort hin will.“
„Machst Du Dir keine Sorgen, wie Du Dich in New York ernähren sollst?“
„Nun, ich mache mir keine Sorgen, wenn ich sterbe-sterbe-sterbe-sterbe.

Hey, red über das Herumziehen.
Sie ist der schnellste Zug der Strecke.
Rede über das Herumziehen.
Es ist der schnellste Zug der Strecke.
Es ist der „Orange Blossom Special“,
der die Küstenstrecke herunterfährt.

Quelle: Wikipedia
Johnny Cash: Orange Blossom Special (selbst übersetzt)
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07.03.2009, 00:44

“Johnny Horton”: “The Battle Of New Orleans”

Jahr: 1959
Schlacht von New Orleans:
Die Schlacht von New Orleans fand am 8. Januar 1815 wenige Kilomenter außerhalb von New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana statt. Die britische Niederlage gegen US-Truppen unter Andrew Jackson, dem späteren 7. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, war die letzte große Schlacht des Krieges von 1812 und ereignete sich zwei Wochen nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Gent.

Vorgeschichte:
Im Dezember 1814 landeten britische Truppen unter Generalmajor Edward Michael Pakenham am Unterlauf des Mississippi River in Louisiana. Die sich ihnen entgegenstellenden US-Truppen unter Andrew Jackson (einem Obersten der regulären Armee und General der Miliz von Tennessee) waren den Briten zahlenmäßig stark unterlegen. Sie lieferten deswegen zu Beginn nur hinhaltenden Widerstand. Erst bei Chalmette, nur fünf Kilometer von New Orleans entfernt, trafen die Briten auf eine amerikanische Verteidigungslinie, und hier führte Jackson auch einen lokalen Gegenangriff durch. Es gelang ihm damit, den britischen Vormarsch aufzuhalten und Zeit dafür zu gewinnen, seine Artillerie in Stellung zu bringen und seine Befestigungen fertigzustellen. Am Neujahrstag 1815 stieß die britische Vorhut zum ersten Mal auf Jacksons gut ausgebaute Stellung. Die Amerikaner hielten sich, und Pakenham entschied, auf den Rest seiner rund 10.000 Mann umfassenden Streitmacht zu warten. Neben regulären britischen Truppen umfasste diese auch einige amerikanische Ureinwohner und Soldaten aus den westindischen Kolonien.

Die Schlacht:
Am Morgen des 8. Januar hatte Pakenham seine Armee komplett versammelt und befahl, die Amerikaner anzugreifen. Jackson erwartete den Angriff mit 4.000 - 6.000 Mann, darunter auch eine Gruppe Piraten unter Jean Lafitte, einige Choctaw-Indianer und Truppen aus Haiti und New Orleans. Die Briten gingen frontal gegen die Befestigungen der Amerikaner vor und wurden dreimal blutig abgeschlagen. Da ihnen Leitern fehlten, konnten sie die Erdwerke der Amerikaner nicht erklimmen und wurden im offenen Gelände reihenweise niedergeschossen.

Pakenham wurde beim dritten Angriff tödlich verwundet. Er befahl seinem Nachfolger General John Lambert zwar, den Kampf fortzuführen, doch zog sich Lambert schließlich zurück. Die britische Armee hatte insgesamt 2.700 Mann verloren, die Verluste der Amerikaner betrugen 71 Mann.

Nachspiel:
Kurze Zeit nach der Schlacht erfuhren beide Seiten davon, dass der Friedensvertrag von Gent am 24. Dezember 1814 unterzeichnet worden war. Der Krieg war damit jedoch noch nicht beendet worden, denn der Vertrag musste noch von beiden Seiten ratifiziert werden, was erst am 17. Februar 1815 geschah. Der Sieg selbst wurde überall in den USA gefeiert und machte Andrew Jackson zum Helden. Der Ruf, die britische Armee bezwungen zu haben, half ihm einige Jahre später bei seinen Bemühungen, Präsident der Vereinigten Staaten zu werden.

Sonstiges:
Die Geschichte der Schlacht von New Orleans wurde 1936 von dem amerikanischen High-School-Lehrer Jimmy Driftwood zu einem Lied mit dem Namen „The Battle of New Orleans“ verarbeitet. Gesungen von Jimmy Horton was es 1959 ein Hit in den USA. Es diente 1972 als Vorbild für den Hit "Mexico" der The Les Humphries Singers.

(Freie Übersetzung:)
JH
Im Jahre 1814 machten wir einen kleinen Spaziergang.
Unter Oberst Jackson runter zum mächtigen Mississippi.
Wir nahmen ein wenig Speck und einige Bohnen mit
und erwischten die verdammten Briten bei der Stadt von New Orleans.

Chor
Wir feuerten unsere Gewehre ab und die Briten näherten sich weiter.
Es war nicht mehr so kritisch - denn es waren nicht mehr so viele, wie vor kurzem.
Wir feuerten ein weiteres Mal und sie gegannen auf uns zuzustürmen,
unten am Mississippi beim Golf von Mexiko.

JH
Wir sahen zum Fluß runter und sahen die Briten kommen.
Und da mußten hunderte von ihnen sein, die die Trommeln schlugen.
Sie schritten so schnell und ließen ihre Trompeten erklingen.
Wir standen bei unseren Baumwollballen und sagten kein Wort.

Chor
Wir feuerten unsere Gewehre ab und die Briten näherten sich weiter.
Es war nicht mehr so kritisch - denn es waren nicht mehr so viele, wie vor kurzem.
Wir feuerten ein weiteres Mal und sie gegannen auf uns zuzustürmen,
unten am Mississippi beim Golf von Mexiko.

JH
“Old Hickory” (Andrew Jackson) sagte wir können sie überraschen,
wenn wir unsere Musketen nicht mehr abfeuern, bis wir ihnen in die Augen sehen können.
Wir unterließen das Schießen, bis wir ihre Gesichter gut erkennen konnten.
Dann eröffneten unsere fleißigen Gewehre das Feuer und gaben es ihnen.

Chor
Wir feuerten unsere Gewehre ab und die Briten näherten sich weiter.
Es war nicht mehr so kritisch - denn es waren nicht mehr so viele, wie vor kurzem.
Wir feuerten ein weiteres Mal und sie gegannen zu rennen,
unten am Mississippi beim Golf von Mexiko.

JH
Ja, sie rannten durch das Gestrüpp und sie rannten durch die Dornensträucher.
Und sie rannten durch die Büsche, durch die kein Kaninchen durchkommt.
Sie rannten so schnell, daß die Hunde sie nicht einholen konnten.
Unten am Mississippi beim Golf von Mexiko.

JH
Wir feuerten unsere Kanonen, bis die Rohre schmolzen.
So schnappten wir uns einen Alligator und kämpften weiter.
Wir füllten den Kopf mit Kanonenkugeln und füllten die Rückseite mit Pulver.
Und wir zündeten das Pulver – der Alligator verlor das Bewusstsein.

Chor
Wir feuerten unsere Gewehre ab und die Briten näherten sich weiter.
Es war nicht mehr so kritisch - denn es waren nicht mehr so viele, wie vor kurzem.
Wir feuerten ein weiteres Mal und sie gegannen zu rennen,
unten am Mississippi beim Golf von Mexiko.

JH
Ja, sie rannten durch das Gestrüpp und sie rannten durch die Dornensträucher.
Und sie rannten durch die Büsche, durch die kein Kaninchen durchkommt.
Sie rannten so schnell, daß die Hunde sie nicht einholen konnten.
Unten am Mississippi beim Golf von Mexiko.

Quellen:
Wikipedia
Johnny Horton: The Battle Of New Orleans (selbst übersetzt)
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07.03.2009, 08:40

“The Kinks”: “Dedicated Follower of Fashion”

Jahr: 1966
"Dedicated Follower of Fashion" ist eine Single der britischen Band “The Kinks”. Es verspottet (damals schon) die zeitgenössische englische Modeszene. Nachdem es ursprünglich als Single gedacht war wurde das Lied später auf vielen Alben der Band veröffentlicht.

Musikalisch markiert das Lied zusammen mit dem Song „A Well Respected Man“ den Beginn bei der Suche der Kinks für einem eigenen unverwechselbaren Stil. Die Kinks übernahmen ebenso die traditionellen „britischen Musichall-stile“, als auch die amerikanischen „Rhythm & Blues“-Einflüsse. Hieraus entstanden die typischen Kinks-Lieder wie „You Really Got Me“. Obwohl das Lied ursprünglich ziemlich höhnisch gedacht war wurde das Lied von den Modeanhängern im Nachhinein sehr gemocht.

Das Lied
Mitte der 1960er Jahre wurde im jugendorientierten Großbritannien die Mode, zunehmend frech, kühn und unerhört. Boutique wie Biba und Designer wie „Mary Quant“ und die TV-Promis (wie „Cathy McGowan“), die diese Mode trugen, wurden zu Ikonen hochstillisiert. Die Modetrends wechselten rasch – und die Straßenläden auf der Carneby Street machten riesige Gewinne mit Jenen, die stets dem neuesten Schrei trugen mussten. Ray Davies, der dieses erfasste, parodierte diese Modeanhänger mit einem fiktiven oberflächlichen Dandy. (Dandy = Promenadenhengst, Beau, Lackaffe, Snob)

(Freie Übersetzung:)
Sie suchen ihn hier, sie suchen ihn dort,
seine Kleidung ist grell - aber nie spießig.
Sie entscheidet, ob er jemand ist oder nicht - er muß das Beste kaufen,
denn er ist ein hingebungsvoller Unterstützer der Modewelt.

Und wenn er seine kleinen Runden dreht
um die Boutiquen der Stadt London
die neuesten Launen und Trends begierig verfolgend
denn er ist ein hingebungsvoller Unterstützer der Modewelt.

Oh ja (das) ist er, [Oh ja (das) ist er] - Oh ja (das) ist er, [Oh ja (das) ist er.
Er denkt, daß er eine Blume ist – um betrachtet zu werden
Und wenn er seine engen Rüschen-Nylonhosen trägt
fühlt er sich wie ein hibgebungsvoller Unterstützer der Modewelt.

Oh ja (das) ist er, [Oh ja (das) ist er] - Oh ja (das) ist er, [Oh ja (das) ist er.
Es gibt da eine Sache, die er liebt, und das ist geschmeichelt zu werden.
In der einen Woche ist er in getupft, in der nächsten Woche ist er in Streifen,
denn er ist ein hingebungsvoller Unterstützer der Modewelt.

Sie suchen ihn hier, sie suchen ihn dort,
in der „Regent street“ und auf dem „Leicester Square“.
Überall marschiert die Carniby-Armee weiter.
Ein Jeder ein hingebungsvoller Unterstützer der Moderwelt.

Oh ja (das) ist er, [Oh ja (das) ist er] - Oh ja (das) ist er, [Oh ja (das) ist er.
Seine Welt dreht sich nur um Diskotheken und Partys.
Dieses vergnügungssüchtige Individuum versucht stets möglichst gut auszusehen,
denn er ist ein hingebungsvoller Unterstützer der Modewelt.

Oh ja (das) ist er, [Oh ja (das) ist er] - Oh ja (das) ist er, [Oh ja (das) ist er.
Er huscht von Geschäft zu Geschäft, wie ein Schmetterling.
In Sachen Bekleidung ist er so wechselhaft, wie er nur sein kann.
denn er ist ein hingebungsvoller Unterstützer der Modewelt.
Er ist ein hingebungsvoller Unterstützer der Modewelt.
Er ist ein hingebungsvoller Unterstützer der Modewelt.

Quellen:
Wikipedia
The Kinks: Dedicated Follower of Fashion (selbst übersetzt)
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