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raptor230961

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10.01.2009, 11:03

“Puff Daddy feat. Faith Evans & 112”: “I'll Be Missing You“

Original: Police mit dem Titel "Every breath you take"
Jahr: 1983
Cover: Puff Daddy
Jahr: 1997
Im Jahr 1983 brachte die Gruppe Police den von Sting geschriebenen Titel "Every breath you take" heraus. Der Titel wurde das erfolgreichste Stück der englischen Gruppe, obwohl er eine gewisse Eintönigkeit besitzt, die nur in der von Sting sehr emotional gestalteten Bridge durchbrochen wird.
Im März 1997 wurde in Los Angeles der Rapper Notorious B.I.G. in seinem Auto erschossen. Er saß auf dem Beifahrersitz seines Wagens, als die tödlichen Schüsse aus einem vorbeifahrenden Auto abgegeben wurden. Bis heute ist nicht ganz klar, ob diese Tat ein Racheakt für die Ermordung von Tupac Shakur war, der sechs Monate zuvor auf fast gleiche Weise umgekommen war. Beide waren Rivalen und repräsentierten die verfeindeten Gruppen der New Yorker East Coast Rapper und der West Coast Rapper aus Los Angeles. Notorious B.I.G., dessen richtiger Name Christopher Wallace war, stand für den East Coast Gangsta Rap.
Die beiden Morde waren der Höhepunkt der Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen und gleichzeitig Ausdruck der Gewaltbereitschaft, die die im Ghetto aufgewachsenen Gangsta Rapper mitbringen. Aus diesem Kreislauf der Gewalt, den die Kinder in den schwarzen Ghettos seit frühester Jugend mitbekommen, ist es sehr schwer auszubrechen. Als Aufforderung, aus dieser Spirale herauszukommen, ist die etwas pathetisch geratene Hymne von Coolio, "C U When You Get There" zu verstehen: Komm auf die andere Seite, ich treffe dich dann wenn du dort bist, see you when you get there.
Puff Daddys Stück "I'll be missing you" ist ein musikalischer Nachruf an Notorious B.I.G., mit dem er eng befreundet war. Er nahm dafür "Every breath you take" als Grundlage. Puff Daddy spielte den Titel zusammen mit Notorious' Witwe Faith Evans ein, die den Refrain singt. Puff Daddy selbst steuert die Rapteile bei. Während die Rappassagen nichts mit dem Originaltext zu tun haben, wurde im Refrain der ursprüngliche Text der Gruppe Police nur leicht geändert und angepasst:

Police:
Every breath you take, every move you make
Every bond you break, every step you take, I'll be watching you
Every single day, every word you say
Every game you play, every night you stay, I'll be watching you

Puff Daddy:
Every step I take, every move I make
Every single day, every time I pray -- I'll be missing you
Thinking of the day, when you went away
What a life to take, what a bond to break -- I'll be missing you

Dass auch Puff Daddy seine Herkunft aus den schwarzen Ghettos nicht verleugnen kann, zeigen die in letzter Zeit recht zahlreichen Vorfälle, bei denen er in Schießereien verwickelt war.

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/missing.html
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raptor230961

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10.01.2009, 11:07

“Billy Joel”: “We Didn't Start The Fire“

“Billy Joel”: “We Didn't Start The Fire“ (Teil1)
Jahr: 1990
"We didn't start the fire" ist ein Ritt durch die Weltgeschichte der 50er bis 80er Jahre - mit amerikanischem Blickwinkel. Die Strophen bestehen dabei nur aus Schlagworten - insgesamt 121 - die jeweils für ein Ereignis, eine Persönlichkeit oder einen Gegenstand stehen. Von 1949 bis 1963 wird jedes einzelne Jahr aufgelistet. Die Jahre 1964 bis 1989 sind dann im Gegensatz dazu recht knapp abgehandelt.
Der Autor hat die 121 Begriffe von "We didn't start the fire" noch einmal recherchiert:

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'49
-Harry Truman
Harry Truman, 33. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika von 1945 bis 1953, begann 1949 im Nachkriegsamerika seine zweite Amtszeit. Während seiner Amtszeit bildete sich die NATO und begann der anti-sowjetische Kurs der USA.
-Doris Day
Die amerikanische Filmschauspielerin und Sängerin Doris Day war ab 1948 erfolgreich im Filmgeschäft tätig und hatte mit ihrer hübschen Stimme immer wieder Hits im Stile des 50er-Pop wie "Que sera".
-Red China
Nach dem Bürgerkrieg ab 1947 wurde 1949 die Volksrepublik China ausgerufen. China war von nun an unter ihren Führern Mao Tse Tung und Chou En-lai kommunistisch.
-Johnnie Ray
Der amerikanische Schlagersänger Johnny Ray, der auf einem Ohr fast taub war und seit dem 14. Lebensjahr ein Hörgerät trug, hatte in den 50ern eine Serie von Hits.
South Pacific
Das Musical "South Pacific" des Erfolgsduos Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II. hatte 1949 am Broadway Premiere und wurde insgesamt 1.925 Mal gespielt.
-Walter Winchell
-Walter Winchell, einflussreicher, berühmter Journalist, schillernde Persönlichkeit mit eigener Radioshow bei NBC, dessen Kolumnen für die Zeitungen eine Goldgrube waren.
-Joe DiMaggio
Er war der berühmteste und meistbewunderte Baseballspieler Amerikas, nicht nur wegen seiner sportlichen Leistungen, sondern auch wegen seiner Persönlichkeit. Die kurze Ehe mit Marilyn Monroe sichert ihm einen Namen auch außerhalb der Sportwelt.

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'50
-Joe McCarthy
Senator Joe McCarthy nutzte die Hysterie vor dem Kommunismus, die sich im Nachkriegsamerika breitmachte, konsequent aus. Sein Aufstieg begann 1950 und dauerte vier Jahre lang, in denen viele unschuldige amerikanische Bürger des Kommunismus verdächtigt wurden. Die Verfolgung wurde oft als Hexenjagd tituliert.
-Richard Nixon
Richard Nixon, später 37. Präsident der Vereinigten Staaten, betrat 1950 die politische Bühne auf Landesebene, als er in den Senat gewählt wurde. Allerdings benutzte er schon bei dieser Wahl schmutzige Tricks, indem er seine Gegenkandidatin als Kommunistin denunzierte. Nixon musste 1974 wegen weiterer schmutziger Machenschaften (Watergate-Skandal) vom Präsidentenamt zurücktreten.
-Studebaker
Der im Jahr 1950 vorgestellte neue Studebaker war wegweisend und begründete eine neue Designrichtung in der amerikanischen Automobilbranche. Am Design von Raymond Loewy fiel vor allem die propellerähnliche Front auf. 1966 musste Studebaker seine Autoproduktion einstellen.
-Television
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Siegeszug des Fernsehens. 1950 hatten immerhin schon 3,1 Millionen Amerikaner ein Fernsehgerät.
-North Korea, South Korea
Im Jahr 1950 marschierten die Truppen des kommunistischen Nordkorea in Südkorea ein. Die USA folgten dem Hilferuf Südkoreas und schickten Truppen. Der Koreakrieg und die bis heute gültige Teilung Koreas am 38. Breitengrad waren die Folge.
-Marilyn Monroe
Amerikanische Schauspielerin und Sexsymbol der 50er Jahre. Sie bekam 1950 einen neuen Filmvertrag bei 20th Century Fox, der der Grundstein ihrer Schauspielkarriere war. Marilyn Monroe starb 1962 im Alter von nur 36 Jahren an einer Überdosis Schlaftabletten.

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'51
-Rosenbergs
Das Ehepaar Julius und Ethel Rosenberg wurde 1951 der Spionage für die Sowjetunion angeklagt und zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde 1953 vollstreckt, obwohl bis zum Schluss beide ihre Unschuld beteuerten.
-H-Bomb
Im Zuge des Wettrüstens nach dem Zweiten Weltkrieg baute die USA die hydrogen bomb, die Wasserstoffbombe, deren Wirkung noch um einiges verheerender als die der Atombombe war.
-Sugar Ray
Walker Smith Jr., der sich Ray Robinson nannte und als Sugar Ray weltberühmt wurde, war eine Boxlegende und mehrmaliger Welter- und Mittelgewichtsweltmeister. 1951 besiegte er in einem denkwürdigen Kampf Jake LaMotta und wurde damit zum ersten Mal Weltmeister im Mittelgewicht.
-Panmunjom
Panmunjom liegt in Korea unweit des 38. Breitengrads, der Demarkationslinie, die Nord- und Südkorea teilt. 1951 begannen die Waffenstillstandsverhandlungen in Panmunjom, und 1953 wurde dort der Waffenstillstand geschlossen.
-Brando
Der amerikanische Schauspieler Marlon Brando trat 1951 mit seinem zweiten Film, "Endstation Sehnsucht" ins Rampenlicht. Bekannt wurde er auch durch den Skandalfilm der 70er, "Der letzte Tango von Paris".
-The King and I
Das Musical, das am Broadway 1951 Premiere hatte und über 1.200 Mal aufgeführt wurde, basiert auf dem Roman "Anna and the King of Siam" von Margaret Landon. Geschrieben vom Erfolgsduo Rodgers/Hammerstein, blieb vor allem Yul Brunner in der Hauptrolle in Erinnerung, der auch in der Filmversion von 1956 brillierte.
-The Catcher in the Rye
Der "Fänger im Roggen", so der deutsche Titel, war ein Erfolgsbuch des Schriftstellers J. D. Salinger, das den sechzehnjährigen Jungen Holden Caulfield auf der schwierigen Suche nach dem Erwachsenwerden begleitet.

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'52
-Eisenhower
Dwight D. Eisenhower wurde 1952 zum 34. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Er blieb bis 1961 im Amt.
-Vaccine
1952 gelang es Dr. Jonas Salk, nach langen Forschungen einen Impfstoff gegen die gefürchtete Kinderlähmung zu finden. Die hierzulande heute gebräuchliche Schluckimpfung wurde 1957 von Albert Sabin entwickelt.
-England's got a new Queen
1952 wurde Elizabeth II. nach dem Tod ihres Vaters George VI. neue Königin von Großbritannien. Sie feierte 2003 ihr fünfzigjähriges Thronjubiläum.
-Marciano
Rocco Francis Marchegiano, genannt Rocky Marciano, wurde 1952 in einem denkwürdigen Kampf gegen Jersey Joe Walcott durch K.O. in der letzten Runde Schwergewichtsweltmeister im Boxen, ein Titel, den er bis 1956 innehatte. Er starb 1969 bei einem Flugzeugabsturz.
-Liberace
Der homosexuelle Barpianist und Entertainer Liberace, der aus armen Verhältnissen stammte, schaffte es, zu Kultstatus und ungeheurem Reichtum zu gelangen, den er bei seinen Shows mit extravaganten Kostümen zur Schau stellte. 1952 hatte er seine erste Fernsehshow, die seinen Aufstieg zu nationaler Popularität einleitete.
-Santayana goodbye
1952 starb in Rom der amerikanische Dichter und Philosoph spanischer Herkunft George Santayana. Er lehrte eine Zeit lang als Professor für Philosophie an der Harvard University.

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'53
-Joseph Stalin
Joseph Stalin war einer der größten Schwerverbrecher in der Geschichte der Menschheit. Man kann nur grob schätzen, wie viele Millionen von Menschen unter seiner Schreckensherrschaft im russischen Riesenreich umkamen. Er starb 1953.
-Malenkov
Georgi Maximilianowitsch Malenkov, 1902 geborener sowjetischer Politiker, wurde 1953 nach dem Tod Stalins Vorsitzender des Ministerrats der UdSSR. Seine Karriere endete früh: 1955 musste er als Regierungschef zurücktreten, 1957 wurde er aller Ämter enthoben und 1961 aus der Partei ausgeschlossen.
-Nasser
Im Jahr 1953 wurde Ägypten Republik unter General Nagib. Sein Stellvertreter war Gamal Abd el-Nasser, der nur ein Jahr danach Nagib absetzte und selbst Staatspräsident wurde. Er starb 1970.
-Prokofiev
1953 - am selben Tag wie Stalin - starb der russische Komponist und Pianist Sergej Prokofiev, der einige Jahre seines Lebens in den USA im Exil zugebracht hatte, bevor er nach Russland zurückkehrte. Bekannteste Werke: Romeo und Julia, Peter und der Wolf und die Symphonie classique.
-Rockefeller
Die Rockefellers waren eine steinreiche und äußerst wohltätige Familie mit großem Einfluss in Wirtschaft und Politik. Nelson A. Rockefeller machte in den 50ern eine politische Karriere, die ihn von 1974 bis 1977 bis zum Amt des Vizepräsidenten führte.
-Campanella
Roy Campanella war einer der wenigen schwarzen Baseballspieler und hatte 1953 seine beste Saison, in der er viele Rekorde aufstellte. Nach einem Autounfall 1958 war er für den Rest seines Lebens gelähmt.
-Communist Bloc
Als Stalin 1953 starb, lockerte sich der feste Griff der Sowjetunion auf die anderen Mitgliedsstaaten des Ostblocks merklich. Daraus resultierende Reformbewegungen und Aufstände wie am 17. Juni 1953 in der DDR oder 1956 in Ungarn wurden blutig niedergeschlagen.
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raptor230961

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10.01.2009, 11:08

“Billy Joel”: “We Didn't Start The Fire“ (Teil2)
'54
-Roy Cohn
Der höchst umstrittene, homosexuelle Anwalt Roy Cohn tat sich Anfang der 50er Jahre im Spionagefall Rosenberg, und als rechte Hand McCarthys bei der Kommunistenhatz hervor. 1954, als McCarthys Stern zu sinken begann, tauchte auch Cohn ab und arbeitete wieder als Anwalt. Er starb 1986 an AIDS.
-Juan Peron
Argentinischer Staatspräsident, aus heutiger Sicht aber wohl eher Gatte von Eva Peron, auch Evita genannt. Sie erreichte Unsterblichkeit durch ihre Wohltaten und das über sie geschriebene Musical von Andrew Lloyd Webber.
-Toscanini
1937 wurde für den italienischen Stardirigenten Arturo Toscanini ein eigenes Orchester gegründet, das NBC Symphony Orchestra. Mit diesem Orchester dirigierte Toscanini 1954 87-jährig sein letztes Konzert. Er starb 1957.
-Dacron
Dacron ist eine Chemiefaser auf der Basis von Polyester, die vor allem für Kissen- und Matratzenfüllungen oder Segel verwendet wird.
-Dien Bien Phu Falls
In Dien Bien Phu, einem kleinen Kaff in Nordvietnam, fand 1954 die entscheidende Niederlage der Franzosen gegen die Vietminh im ersten Indochinakrieg statt.
Rock around the clock
-"Rock around the clock" war 1954 der Riesenerfolg des Weißen Bill Haley und seiner Begleitband The Comets, die den schwarzen Rhythm'n'Blues, im Tempo gesteigert, einem weißen Publikum zugänglich machten. Der Siegeszug des Rock'n'Roll war gestartet.

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'55
-Einstein
1955 starb der Physiker, Nobelpreisträger und Entdecker der Relativitätstheorie Albert Einstein. Er war 1940 amerikanischer Staatsbürger geworden.
-James Dean
Der amerikanische Schauspieler James Dean verunglückte 1955 mit seinem Porsche tödlich. Er war nur 24 Jahre alt geworden, aber schon das Jugendidol der damaligen Zeit. Sein früher Tod machte ihn vollends zum Mythos.
-Brooklyn's got a winning team
Die Baseball-Mannschaft Brooklyn Dodgers gewann 1955 die Meisterschaft in der World Series gegen die New York Yankees.
-Davy Crockett
"Davy Crockett, King of the Frontier" hieß der 1955 angelaufene von Disney produzierte Film über den Abenteurer aus der Zeit des Wilden Westens. Der Film löste unter den Kindern damals eine Davy-Crockett-Begeisterungswelle aus.
-Peter Pan
Der in den Disney-Studios produzierte Zeichentrickfilm Peter Pan von 1953 ist ein Klassiker. 1955 allerdings wurde im Fernsehen in Farbe eine Version vom Broadway mit Mary Martin ausgestrahlt, die die Menschen begeisterte.
-Elvis Presley
1955 unterschrieb Elvis einen gut dotierten Plattenvertrag mit RCA, den sein neuer Manager Colonel Tom Parker für ihn ausgehandelt hatte. Das war der Startpunkt für seine Karriere, die dann 1956 mit den ersten großen Hits begann.
-Disneyland
1955 wurde der erste Disneyland Park in Anaheim bei Los Angeles eröffnet.

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'56
-Bardot
"...und immer lockt das Weib" war der Titel des Films, der Brigitte Bardot 1956 den endgültigen Durchbruch und ein auf immer festzementiertes Image als "Sexsymbol des Universums" einbrachte.
-Budapest
Eine Demonstration von Arbeitern und Studenten für Reformen breitete sich 1956 von Budapest schnell über ganz Ungarn aus und wurde von den sowjetischen Truppen gewaltsam niedergeschlagen. Die USA hielten still.
-Alabama
Ende 1956 beendete die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, die nach schwarzen und weißen Bürgern getrennte Sitzplätze in öffentlichen Bussen für gesetzeswidrig erklärte, den fast ein Jahr dauernden Busboykott der schwarzen Bevölkerung von Montgomery, Alabama. Dies war ein riesiger Erfolg für die schwarze Bürgerrechtsbewegung unter Martin Luther King.
-Khrushchev
Nikita Chruschtschow wurde 1953 Parteichef der KPdSU. 1958 stieg er zum Regierungschef auf und wurde zum Gegenspieler des amerikanischen Präsidenten Kennedy, vor allem in der Kubakrise 1962.
-Princess Grace
Für die amerikanische Schauspielerin Grace Kelly war das Jahr 1955 bedeutend. Sie erhielt nicht nur einen Oscar für "Das Mädchen vom Lande", war durch die Zusammenarbeit mit Alfred Hitchcock am Zenit ihrer Karriere, sondern lernte Fürst Rainier von Monaco kennen, den sie 1956 heiratete. Danach hieß sie Grazia Patrizia, Fürstin von Monaco.
-Peyton Place
Das 1956 erschiene Buch "Peyton Place" von Grace Metalious wurde zu einer der beliebtesten Soap Operas umgearbeitet, die je im amerikanischen Fernsehen zur Hauptsendezeit ausgestrahlt wurde, und wurde somit zum Vorläufer aller aller anderen Soap Operas.
-Trouble in the Suez
Die Suezkrise wurde 1956 durch die Verstaatlichung des Suezkanals durch den ägyptischen Staatspräsidenten Nasser ausgelöst. Israel, das dadurch von den Handelsrouten abgeschnitten war, und England und Frankreich als ehemalige Kolonialmächte griffen daraufhin militärisch ein, mussten sich aber auf Druck aus Moskau und Washington wieder zurückziehen.

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'57
-Little Rock
1957 meldeten sich neun afro-amerikanische Schüler an der Central High School in Little Rock an, die ausschließlich von Weißen besucht werden durfte. Sie wurden abgelehnt. Als sie trotzdem die Schule besuchen wollten, kam es zu tagelangen Ausschreitungen, so dass sogar die Armee einrücken musste um Recht und Ordnung wieder herzustellen.
-Pasternak
1957 erschien, zuerst in Italien, der Roman "Doktor Schiwago" des russischen Autors Boris Pasternak. Er erhielt dafür 1958 den Literaturnobelpreis, den er allerdings nicht annehmen konnte, da er Repressaliern der sowjetischen Regierung befürchtete. Das Buch war in der UdSSR verboten.
-Mickey Mantle
Der Baseballstar Mickey Mantle war Nachfolger Joe diMaggios bei den New York Yankees und erlangte ähnlich große Berühmtheit wie dieser.
-Kerouac
Der amerikanische Schriftsteller Jack Kerouac ist vor allem durch seinen 1957 veröffentlichten Roman "On the road" berühmt geworden, der die ziellose Reise zweier Freunde durch die USA schildert und zum Symbol für eine Gegenkultur zu bürgerlichen Gesellschaft wurde.
-Sputnik
Das waren die sowjetischen Raumkapseln, die 1957 die Erde umrundeten, Sputnik II mit einer Hündin als erstes Lebewesen im All an Bord. Sie standen symbolisch für das technische Know-How der Supermacht Sowjetunion und mobilisierten in den USA sämtliche Kräfte, in diesem Wettrennen um die Beherrschung des Weltraums aufzuholen.
-Chou En-Lai
Der chinesische Politiker Chou En-lai war von 1949 bis 1976 Ministerpräsident der Volksrepublik China. Er hatte in Europa studiert und 1921 die kommunistische Partei Chinas mitbegründet.
-Bridge on the river Kwai
"Die Brücke am Kwai" war ein 1957 erschienener Kriegsfilm des Regisseurs David Lean mit Alec Guiness in der Hauptrolle. Der Film wurde mit sieben Oscars prämiert und zählt zu den unbestrittenen Klassikern der Filmgeschichte.

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'58
-Lebanon
Unruhen im Libanon. Die pro-westliche Regierung rief US-Truppen zu Hilfe, die auch prompt einmarschierten. Nach einer Resolution in der UN-Vollversammlung zogen die Truppen wieder ab. Der Libanon und der Nahe Osten blieben jedoch ein Pulverfass.
-Charles de Gaulle
Charles de Gaulle, französischer General und Politiker, war von 1958 bis 1969 erster Präsident der fünften Republik.
-California baseball
Um Baseball nicht nur im Osten der USA stattfinden zu lassen, zogen die Brooklyn Dodgers im Oktober 1958 um nach Los Angeles. Sie holten im selben Jahr prompt den ersten Titel nach Kalifornien.
-Starkweather
Charles Starkweather tötete 1958 in Nebraska 11 Menschen, bevor er von der Polizei festgenommen werden konnte. Er starb auf dem elektrischen Stuhl.
-Homicide
unklar, vielleicht Zusammenhang mit "Starkweather"(?)
-Children of Thalidomide
Thalidomide, oder im Deutschen Contergan, kam im Oktober 1957 auf den Markt. Von den Ärzten wurde das vermeintlich ungefährliche Mittel schwangeren Frauen für ruhige Nächte verschrieben, verursachte aber bei den Kindern schwere Missbildungen.

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'59
-Buddy Holly
Als der Rock'n'Roll Musiker Buddy Holly 1959 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, war das für Don McLean der Tag, an dem die Musik starb (American Pie). Wie viele früh verstorbene Musiker wurde Buddy Holly auch nach seinem Tode mythisch verklärt.
-Ben Hur
Das Filmepos von 1959 mit Charlton Heston in der Hauptrolle gewann elf Oscars und war der Höhepunkt an Hollywoodepen mit biblischen Themen seit dem ersten Film dieser Art, Samson and Delilah, von 1949.
-Space Monkey
Der Rhesusaffe Sam diente 1959 als Versuchsaffenkaninchen, um Raumfahrtanzüge und Auswirkungen von Beschleunigung für spätere bemannte Raumflüge zu testen. Sam wurde 55 Meilen weit in den Weltraum geschickt und kam heil wieder auf der Erde an.
-Mafia
Ein Unterwelttreffen bei New York und der Fernsehfilm "Inside the Mafia", deutsch "Die schwarze Hand der Mafia", brachten die Mafia 1959 in aller Munde.
-Hula Hoops
Hawaii wurde 1959 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten und brachte als Eintrittsgeschenk den Hula-Hoop Reifen mit. Er wurde bald umgangssprachlich auch Nabeläquator genannt.
-Castro
Fidel Castro kam 1959 in Kuba an die Macht und ging bald eine Allianz mit der Sowjetunion ein. Er ist bis zum heutigen Tag im Amt.
-Edsel is a no-go
Der Ford Edsel erregte die Gemüter, weil man fand, dass sein Kühlergrill aussah wie eine Vagina. Konservative Gruppen protestierten deshalb gegen das Auto - mit Erfolg: es wurde ein Flop. Schuld war aber auch die miserable Verarbeitungsqualität des Edsel. Benannt wurde der Edsel im übrigen nach dem Sohn des Firmengründers Henry Ford, Edsel Ford.
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10.01.2009, 11:10

“Billy Joel”: “We Didn't Start The Fire“ (Teil3)
'60
-U-2
U-2s waren in großen Höhen fliegende Spionageflugzeuge der USA, die eingesetzt wurden, um Aufnahmen von militärischen Sperrgebieten in der Sowjetunion zu machen. Als 1960 eines dieser Flugzeuge von den Sowjets über sowjetischem Territorium abgeschossen wurde, führte dies zu verstärkten Spannungen zwischen den Supermächten.
-Syngman Rhee
Syngman Rhee war der erste Staatspräsident Südkoreas nach dem Zweiten Weltkrieg. Er führte Südkorea durch die schwere Zeit der nordkommunistischen Aggressionen und des Koreakriegs. 1960 trat er im Alter von 85 Jahren zurück.
-payola
Das Wort "payola" erschien 1960 zum ersten Mal im Sprachgebrauch und ist angeblich aus "pay" und "Victrola" - ein früher Schallplattenspieler - zusammengesetzt. Es bezeichnet eine Form von Bestechung, bei der Radiomoderatoren gegen Geld bestimmte Musiktitel häufiger spielen und diese somit pushen. Der erste wegen payola Angeklagte war der bekannte Moderator Alan Freed.
-Kennedy
1960 wurde John F. Kennedy mit einem äußerst knappen Wahlsieg über seinen Konkurrenten Richard Nixon zum 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Seine Einsetzung ins Amt fand erst 1961 statt. 1963 wurde Kennedy Opfer eines Attentats. -Chubby Checker
1960 sang Chubby Checker den Titel "The Twist" und setzte damit den Siegeszug dieses neuen Modetanzes in Gang. "Let's twist again" war sein zweiter Erfolg, doch schon 1963/64 war der Twist wieder out.
-Psycho
"Psycho" gilt als der gelungenste Film des britischen Regisseurs Alfred Hitchcock. Berühmt sind hierbei vor allem die Mordszene in der Dusche, die alte Frau im Drehstuhl im Keller, und natürlich Norman Bates als Psychopath.
-Belgians in the Congo
Die belgische Kolonie Kongo wurde nach Unabhängigkeitsbestrebungen und Unruhen im Land 1960 in die Unabhängigkeit entlassen. Da dies überhastet geschah, entstand im neuen Staat in kurzer Zeit komplette Anarchie, so dass belgische Truppen und später die UNO Recht und Ordnung wiederherstellen mussten.

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'61
-Hemingway
Der exzentrische amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway, der zeit seines Lebens von Frauen, Alkohol, Stierkampf, Afrika und Kuba fasziniert war, starb 1961. Sein wohl bekanntester Roman ist "Der alte Mann und das Meer".
-Eichmann
Adolf Eichmann, SS-Scherge und zentrale Figur bei der Massenvernichtung von Juden in den Konzentrationslagern, wurde vom israelischen Geheimdienst 1960 in Argentinien aufgespürt, wo er unter falschem Namen lebte. Er wurde aus Argentinien nach Israel entführt, wo ihm 1961 der Prozess gemacht wurde. Das Todesurteil wurde 1962 vollstreckt.
-Stranger in a strange land
Das Buch des amerikanischen Autors Robert A. Heinlein heißt in der deutschen Ausgabe "Ein Mann in einer fremden Welt". Valentine Michael Smith wird auf dem Mars von Marsmenschen erzogen und kommt auf die Erde, um dort die menschliche Moral und Liebe kennenzulernen. Er gründet schließlich seine eigene Religion.
-Dylan
Robert Allen Zimmermann, besser bekannt unter dem Pseudonym Bob Dylan, tauchte 1961 in der amerikanischen Folkszene auf und wurde schnell zu einem der einflussreichsten Folk- und Popmusiker der 60er und 70er Jahre.
-Berlin
Nachdem die Zahl der Menschen, die die DDR verließen, immer höher wurde, begannen die Verantwortlichen in der DDR am 13.8.1961 die Grenze zwischen Ost- und Westberlin abzuriegeln. Die provisorischen Grenzbefestigungen wurden in den Tagen darauf durch die Berliner Mauer ersetzt.
-Bay of Pigs Invasion
Dies war der Versuch des CIA, das ungeliebte Regime Fidel Castros auf Kuba, also direkt vor der Haustüre der USA, loszuwerden. 1.500 vom CIA ausgebildete Exilkubaner sollten nach der Landung in der Schweinebucht einen Aufstand provozieren und das Regime stürzen. Der Plan scheiterte kläglich.

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'62
-Lawrence of Arabia
"Lawrence von Arabien", 1962 erschienen, ist ein weiteres Filmepos des Regisseurs David Lean. Es erzählt die Geschichte des jungen englischen Offiziers T.E. Lawrence, der im Ersten Weltkrieg in der Wüste zusammen mit den Arabern gegen die Türken kämpft. Der Film erhielt sieben Oscars.
-British Beatlemania
Die Begeisterung vor allem jüngerer weiblicher Fans für die Beatles hatte bald solche Ausmaße angenommen, dass man von einer Manie, der "Beatlemania" sprach.
-Ole Miss
Ole Miss ist der Spitzname für die Universität von Mississippi in Oxford. 1962 war James Meredith der erste Schwarze, der dort zum Studium zugelassen wurde, allerdings erst nach Rassenunruhen, Eingreifen der Nationalgarde und Intervention von Präsident Kennedy.
-John Glenn
Der amerikanische Astronaut John Glenn umrundete als erster Amerikaner die Erde in einer Raumkapsel. Er benötigte fünf Stunden für drei Umrundungen und landete sicher im Atlantischen Ozean.
-Liston beats Patterson
Sonny Liston gegen Floyd Patterson war ein legendärer Boxkampf des Jahres 1962. Liston gewann, durch K.O. in der ersten Runde.

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'63
-Pope Paul
Papst Paul VI. trat 1963 sein Amt an und regierte bis 1978. Er war der Papst, der die Tiara, die Papstkrone, ablegte und somit auf das Zeichen der weltlichen Herrschaft verzichtete.
-Malcolm X
Malcolm X war in den 60ern im Kampf der amerikanischen Schwarzen um gleiche Rechte so etwas wie der Gegenpol zum Gewalt ablehnenden Martin Luther King. Nachdem Malcolm X seine teils radikalen Ideen gemäßigt hatte, wurde er von Mitgliedern der Black Muslims umgebracht.
-British Politician Sex
Der verheiratete britische Heeresminister John Dennis Profumo musste 1963 wegen einer Affäre mit dem Callgirl Christine Keeler zurücktreten. Sie unterhielt auch Beziehungen zu einem sowjetischen Militärattaché. Profumo hatte die Affäre vor einem Untersuchungsausschuss noch geleugnet.
-J.F.K. blown away
John F. Kennedy, der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, wurde 1961 ins Amt gewählt. Nur zwei Jahre später starb der beliebte Politiker in Dallas durch die Kugeln eines Attentäters. Bis heute bieten die Hintergründe der Tat Anlass zu Spekulationen.
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Bewertungen - Ø 5

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10.01.2009, 11:11

“Billy Joel”: “We Didn't Start The Fire“ (Teil4)

'64-'89
-Birth Control
1964 erklärte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten Geburtenkontrolle durch Verhütungsmaßnahmen wie die Pille für rechtmäßig. Somit konnte die Pille legal an Ehepaare verschrieben werden. Unverheiratete Paare bekamen dieses Recht erst 1972.
-Ho Chi Minh
Er war der Staatschef des kommunistischen Vietnam und somit Gegenspieler der USA im Vietnamkrieg. Nach Beendigung des Kriegs wurde die ehemalige Hauptstadt Südvietnams, Saigon, in Ho Chi Minh City umbenannt.
-Richard Nixon back again
Nachdem er 1960 den Präsidentschaftswahlkampf gegen John F. Kennedy verloren hatte, schaffte er es dieses Mal. Nach der erfolgreichen Wahl 1968 trat er 1969 sein Amt als 37. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika an. 1974 musste er wegen des Watergate-Skandals zurücktreten.
-Moonshot
1969 landete mit Neil Armstrong der erste Mensch auf dem Mond. Seinen berühmten Satz "That's one small step for man, one giant leap for mankind." - "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit." sprach er aus, als er seinen Fuß auf die Mondoberfläche setzte..
-Woodstock
1969 versammelten sich zum Höhepunkt der Zeit des Love and Peace hunderttausende Jugendlicher auf einem Feld bei New York um drei Tage lang Livemusik zu hören und dem Regen zu trotzen.
-Watergate
Der Watergate-Skandal erschütterte die Demokratie der Vereinigten Staaten. Präsident Richard Nixon hatte das Hauptquartier der demokratischen Partei mit Wanzen abhören lassen, um seine Wiederwahl durch Informationen zu sichern. Er musste deshalb 1974 zurücktreten.
-Punk Rock
Ende der 70er Jahre entstand der Punk Rock in England als eine Gegenreaktion auf den überladenen Bombast- und Klassikrock vom Anfang der Dekade. Die hämmernde, aggressive, laute und provozierende Musik drückte aber auch den sozialen Niedergang Englands und die Perspektivlosigkeit der damaligen Jugend aus.
-Begin
Der israelische Politiker und Ministerpräsident Menachem Begin erhielt 1978 zusammen mit Anwar As Sadat den Friedensnobelpreis für die Politik der Aussöhnung zwischen Ägypten und Israel.
-Reagan
Ronald Reagan war 69, als er 1981 zum 40. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde, und somit der älteste Amerikaner, der jemals Präsident wurde. Im früheren Leben war er Schauspieler gewesen.
-Palestine
Die seit 1948 um einen eigenen Staat kämpfenden Palästinenser griffen in den 70ern zu drastischen Mitteln. Im 10-Punkte-Programm der PLO von 1974 wurde beschlossen, den Staat Israel mit allen Mitteln, zu denen auch der bewaffnete Kampf gehört, zu bekämpfen. Der Konflikt dauert bis zum heutigen Tag an.
-Terror on the Airline
In den späten 70ern und frühen 80ern waren Flugzeugentführungen durch Terroristen so zahlreich, dass die Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen immer mehr verstärkt wurden.
-Ayatollah's in Iran
Der iranische Geistliche und Politiker Ayatollah Khomeini kehrte nach Jahren im Ausland 1979 in den Iran zurück, nachdem der Schah abgesetzt worden war. Khomeini hatte den Widerstand gegen die Regierung des Schah vom Ausland aus organisiert und rief noch im selben Jahr eine islamische Republik im Iran aus.
-Russians in Afghanistan
1979 marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein. Sie waren angeblich aufgrund eines Beistandspaktes von der afghanischen Regierung zu Hilfe gerufen worden. Dem jahrelangen Guerillakrieg der afghanischen Mudjaheddin hatten die Russen im Endeffekt nichts entgegenzusetzen und verließen Afghanistan wieder, um dem Taliban-Regime Platz zu machen.
-Wheel of Fortune
Das "Wheel of Fortune" war auch im deutschen Fernsehen als "Glücksrad" äußerst beliebt.
-Sally Ride
Sally Ride ist die erste Amerikanerin im Weltraum. Sie flog 1983 mit der Raumfähre Challenger ins All.
-Heavy Metal
Der Heavy Metal ist eine Weiterentwicklung des Hard Rock der 70er und war musikalisch noch schneller und härter. Stark verzerrte Gitarren, hartes Schlagzeug und an Schreien erinnernder Gesang werden gepaart mit enormer Lautstärke.
-Suicide
Seit 1980 stieg die Selbstmordrate bei amerikanischen Jugendlichen dramatisch an. Bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 um 11%, und bei Kindern zwischen 10 und 14 und 109%, bei schwarzen Jugendlichen zwischen 15 und 19 um 105%! Quelle: San Francisco Suicide Prevention.
Die vielen Selbstmorde Jugendlicher wurden in dieser Zeit auch immer wieder mit bestimmten Musikrichtungen in Zusammenhang gebracht, die von den Heranwachsenden gehört wurden. Das Hören der Musik, vor allem von Heavy Metal, wurde als Auslöser für die Suizide in Betracht gezogen. Insofern kann der Eintrag "Suicide" auch in Zusammenhang mit dem vorigen Eintrag "Heavy Metal" gesehen werden.
-Foreign debts
1985 waren die Staatsschulden der USA unter Präsident Reagan auf für damalige Verhältnisse unvorstellbare 280 Milliarden US-Dollar angestiegen.
-Homeless Vets
Homeless veterans, obdachlose Kriegsveteranen, sind in den USA sehr zahlreich. Circa 1/3 der erwachsenen Obdachlosen der USA sind Veteranen, 58% von ihnen aus dem Vietnamkrieg. Die Gründe dafür sind in den Kriegserlebnissen und der mangelnden Fähigkeit, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern, in Abhängigkeiten und psychischen Krankheiten zu suchen.
-AIDS
Das Virus der Immunschwächekrankheit AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) wurde 1981 entdeckt. Trotz intensivsten Forschungen gibt es bis heute keine Möglichkeit, die Krankheit zu heilen.
-Crack
Crack, eine in den 80ern stark konsumierte Droge, wurde wahrscheinlich zufällig in amerikanischen Slums entdeckt beim Versuch, Kokain mit Backpulver zu strecken. Crack hat eine sehr kurze Wirkungsdauer und steigert beim Nachlassen der Wirkung das Aggressionspotential. Das Suchtpotential ist hoch.
-Bernie Goetz
Bernie Goetz erlangte 1984 zweifelhafte Berühmtheit, als er in eine New Yorker U-Bahn vier schwarze Jugendliche niederschoss, die ihn laut seiner Aussage ausrauben wollten. Dies machte ihn zu einer Art Held im von Kriminalität geplagten New York. Einer der Jugendlichen ist seit damals gelähmt und leidet an einer Schädigung des Gehirns.
-Hypodermics on the shores
Ende der 80er Jahre wurden an den Stränden New Jerseys medizinische Abfälle, wie Nadeln oder Spritzen angeschwemmt. Diese Verschmutzung rief die Umweltschützer auf den Plan, deren Aktivität die bis dahin mangelnde Entsorgung von Abfällen verbesserte.
-China's under martial law
Im 1950 von China annektierten Tibet gab es 1989 Unruhen, die die chinesische Führung dazu veranlasste, das Kriegsrecht auszurufen. Es blieb bis Anfang 1990 bestehen.
-Rock and Roller Cola Wars
Der ewige Kampf um die Vormachtstellung, bzw. Beliebtheit zwischen Coca Cola und Pepsi Cola trat in den 80ern in eine neue Dimension. Beide Firmen produzierten aufwendige Reklamefilme und engagierten Musiker, um für ihr Produkt zu werben - für Pepsi unter anderem Michael Jackson Lionel Richie und Gloria Estefan, für Coca Cola unter anderem Elton John, Paula Abdul und Aretha Franklin

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/fire.html
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10.01.2009, 11:12

„Queen“: „Radio Ga Ga“

Jahr: 1984
Wir leben in einer technisierten Welt. Computer, Internet, mp3, DVD, e-Books, e-Mail, Online-Banking - immer wenn eine neue Technologie angekündigt wird, wird schon der Abgesang auf die alte angestimmt. Das e-Book war bisher nicht das Ende des gedruckten Buches. Das verkauft sich immer noch und wird so schnell auch nicht aussterben. Das mp3-Format und die CD könnten gut nebeneinander existieren und sich gegenseitig ergänzen, auch wenn die Plattenindustrie mangels eigener Vermarktungskonzepte die mp3 als Gegner betrachtet, und statt legale, erschwingliche Downloadmöglichkeiten anzubieten nur die illegalen bekämpft.
Die Angst vor MTV
Wahrscheinlich war das Erscheinen des Senders MTV in den frühen 80ern ein ähnliches Ereignis. Das Musikvideo und das Fernsehen als Übermittlungsmedium schien die Existenz des Mediums Radio ziemlich direkt zu bedrohen. Dabei war das Radio ein lieb gewordener Begleiter geworden, den man nicht so einfach aufgab. Trotzdem gibt es einige Songs aus den 80er Jahren, die sich mit der Furcht der Ablösung des Radios durch Fernseh-Musiksender (personifiziert durch MTV) beschäftigen. Dazu gehören neben "Video Killed The Radio Star" von den Buggles auch "Radio Ga Ga" von Queen.
Kritik an Musikvideos
Im Songtext von "Radio Ga Ga" wird die zunehmende Hinwendung zum Musikvideo, und damit verbunden die stärker werdende Fixierung auf das optische Element und die Reduzierung der Musik auf eine im Hintergrund verlaufende Geräuschebene kritisiert. Deutlich wird dies an Zeilen wie den folgenden, an das Radio gerichteten: "So don't become some background noise, a backdrop for the girls and boys." oder "We watch the shows - we watch the stars on videos for hours and hours. We hardly need to use our ears, how music changes through the years."
Tatsächlich ist es heute so, dass ein Song ohne ein gut produziertes Video keine Chance mehr hat, oder sogar oftmals die Qualität des Videos wichtiger ist als der Song. Dazu passt, dass beim Casten von neuen Popsternchen in den letzten Jahren oftmals mehr Aufmerksamkeit auf das Äußere gelegt wurde, als auf Gesangstalent. In dieser Hinsicht scheint ja gerade ein Umdenken stattzufinden.
Queen hat interessanterweise zu "Radio Ga Ga" ein ziemlich aufwendiges Musikvideo produziert. Inkonsequent? Paradox? Vielleicht. Vielleicht auch ein Hinweis darauf, dass sich ein guter Song und ein gutes Video durchaus auch ergänzen können.
Wer den Liedtext aufmerksam verfolgt fragt sich vielleicht, was mit der Zeile "Through Wars of Worlds - invaded by Mars" gemeint ist. Dies bezieht sich auf ein Ereignis, das 1938 in den USA geschah und weltweit für Aufregung sorgte.
H. G. Wells: Krieg der Welten
Im Jahr 1938 arbeitete der amerikanische Regisseur und Schauspieler Orson Welles den 1898 von dem britischen Science Fiction-Autor H. G. Wells geschriebenen satirischen Roman "War of the Worlds" ("Krieg der Welten") zu einem Hörspiel um. In dem Roman geht es um die Invasion von Marsbewohnern, die große Teile der Welt zerstören, bevor sie von Bakterien gestoppt werden.
Als der amerikanische Radiosender CBS das Hörspiel sendete, dessen Handlung nach New Jersey verlegt worden war, nahmen die Menschen am Radio die Vorkommnisse für bare Münze, obwohl am Anfang und in der Mitte des Hörspiels auf den fiktiven Charakter hingewiesen wurde. Das Resultat war eine Massenpanik und Massenflucht aus den angeblich betroffenen Regionen, die nur mit Mühe eingedämmt werden konnte.
Wie es zu diesen panischen Reaktionen kommen konnte ist bis heute Gegenstand von Untersuchungen und Diskussionen. Verantwortlich war zum einen der dokumentarische Charakter des Hörspiels, der eine reale Berichterstattung mehr als treffend imitierte. Es zeigt sich hier aber auch die einzigartige Stellung des Radios, die neben der Zeitung die einzige aktuelle Informationsquelle für die Menschen darstellte. Man sieht auch welche Faszination das Medium Radio damals in der Abwesenheit des Fernsehens besaß.

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/radiogaga.html
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10.01.2009, 11:13

“Bill Haley & The Comets”: “Rock Around The Clock“

Jahr: 1954
(Original: Johnny Dae)
Der Rhythm and Blues der Schwarzen entstand um 1930 in den schwarzen Ghettos nordamerikanischer Großstädte wie Chicago. Er war eine schnellere, härtere, mit Rhythmusgruppe und Bläsern gespielte Weiterentwicklung des Blues. Als Titel wie "Shake, rattle and roll" von Joe Turner oder "Rock around the clock" von Johhny Dae auftauchen, nimmt davon außerhalb der schwarzen Musikszene niemand Notiz. Die Musik der Schwarzen ist im noch rassistischen Amerika der 50er bei den Weißen verpönt und wird ignoriert.
Als 1954 ein Weißer diese Titel aufnimmt, wird sich das grundlegend ändern. Bill Haley, ein knapp 30-jähriger Sänger und Gitarrist aus der Countryszene, vermischt den Rhythm and Blues für diese Aufnahmen mit Einflüssen aus der Countrymusik und spielt das Ganze um einiges schneller. Die Weißen wissen nicht, dass es sich um Coverversionen schwarzer Rhythm and Blues-Titel handelt und die Platten verkaufen sich gut. Der richtige Durchbruch lässt allerdings auf sich warten.
Ein Jahr später kommt der Film "Blackboard Jungle", auf deutsch "Die Saat der Gewalt" in die amerikanischen Kinos. Dieser Film handelt von einer Gruppe Schüler an einer Schule in der Bronx, die recht gewalttätig gegen Lehrer und System rebellieren. Titelsong des Films ist Bill Haley's "Rock around the clock". Film und Musik kombiniert geben den Startschuss für eine völlig neue Jugendkultur. Die Reaktion ist so heftig, dass an Ort und Stelle zuerst die Kinosäle daran glauben müssen. Die Randale von Jugendlichen wird den Rock'n'Roll auch in Zukunft begleiten und einer der Gründe für seine radikale Ablehnung in der amerikanischen Gesellschaft sein.
In Anbetracht der Ausschreitungen, die die Konzerte begleiteten, bezeichnete das "Neue Deutschland" Haley damals als "Rock'n'Roll-Gangster" und der Cellist Pablo Casals erkannte in Haley's Musik "ein Distillat aus allen Widerwärtigkeiten unserer Zeit"
Bill Haley gilt zwar das Verdienst, die richtige musikalische Formel für den Rock'n'Roll angerührt zu haben, doch für mehr als ein paar Nachfolgesingles reicht die Ausstrahlung des doch recht biederen Musikers nicht. Die besitzen andere, wie Little Richard, Elvis Presley oder Chuck Berry, die den Rock'n'Roll auch musikalisch prägen.
"Rock around the clock" hat die Zeiten überdauert, doch wenn man ehrlich ist, kann man heute die revolutionäre Sprengkraft nicht mehr so richtig nachvollziehen. Wie sich die Zeiten doch ändern...

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/rockaround.html
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10.01.2009, 11:15

„Righeira“: „Vamos A La Playa”

Jahr: 1983
Righeira ist eine italienische Musikformation, die 1981 von Stefano Rota und Stefano Righi in Turin gegründet wurde. Ihre Musik ist dem Italo-Disco- oder Euro-Disco-Stil zuzurechnen.
In den achtziger Jahren gelangen dem Duo mit „Vamos a la playa“ („Lasst uns zum Strand gehen“, 1983) und „No tengo dinero“ („Ich habe kein Geld“, 1984) zwei große Charterfolge. Produziert von den Brüdern Michelangelo und Carmelo La Bionda in München. Die Single, „L`estate sta finendo“ (1985), war in Italien ein Nummer-eins-Hit, in Deutschland und anderen Ländern jedoch nur mäßig erfolgreich.
Der Inhalt von „Vamos a la playa“, Righeiras größtem Hit (spanischem Text): Das Lied handelt von der Explosion einer Atombombe sowie der Umweltverschmutzung am Mittelmeer.

(Freie Übersetzung: )
Laß uns an den Strand gehen,
die Bombe fiel,
die Strahlung röstet,
und verfärbt alles

Laß uns an den Strand gehen,
alle mit dem Hut,
da der radioaktive Wind
uns die Haare durcheinander bringt.

Laß uns an den Strand gehen,
am Ende ist das Meer sauber,
keine stinkenden Fische mehr,
nur noch fluoreszierendes Wasser.


Palomares:
Am 17.01.1966 gelangte Palomares (Spanien) durch einen Unfall mit amerikanischen Atomwaffen zu einer traurigen Berühmtheit. Damals waren eine aus North Carolina in den USA kommende B-52 Bomber und ein KC-135-Tankflugzeug der US Air Force bei einem Auftankmanöver in der Saddle Rock Refueling Area über der spanischen Mittelmeerküste in 9.000 Metern Höhe kollidiert. Es kam zu einer Explosion, die gut 150.000 Liter Treibstoff an Bord der KC-135 gingen in Flammen auf und beide Flugzeuge stürzten ab. Sieben der elf Besatzungsmitglieder beider Flugzeuge starben: Master Sergeant Lloyd Potolicchio, Major Emil Chapla, Captain Paul R. Lane, Captain Leo E. Simmons, First Lieutenant Steven S. Montanus, First Lieutenant George J. Glessner und Technical Sergeant Ronald P. Snyder.

Drei der vier Wasserstoffbomben vom Typ B28 an Bord des B-52-Bombers stürzten im bewohnten Gebiet von Palomares auf den Boden, die vierte fiel ins Meer. Die Sicherheitsvorkehrungen verhinderten eine thermonukleare Explosion, doch die hochexplosiven Sprengladungen in zwei der Bomben detonierten und verseuchten durch radioaktive Substanzen mehrere Hektar Agrarland. In einer dreimonatigen Aktion wurden 1.750 Tonnen des radioaktiv verseuchten Bodens von Tomatenplantagen abgetragen und mit dem Schiff USNS Boyce nach Aiken, South Carolina zur Entsorgung gebracht.

Mehr als 33 US-Kriegsschiffe riegelten das Gebiet der Absturzstelle der vierten Wasserstoffbombe im Mittelmeer ab, die der spanische Fischer Paco Orts markieren konnte. Taucher und Tauchboote suchten daraufhin den Meeresgrund ab. Erst am 7. April 1966 konnte durch das Bergungs-U-Boot DSV Alvin die Bombe aus dem Meer geborgen und an Bord der USS Petrel gebracht werden. Die Bergungsoperation kostete sechs Millionen US-Dollar.

1975 faßte das US-amerikanische Amt für nukleare Entwicklungen des US-Verteidigungsministeriums den Palomares Summary ab, in dessen Bericht festgestellt wurde, dass der am Unfalltag herrschende Wind plutoniumhaltigen Staub aufgewirbelt hat und daß "das ganze Ausmaß der Verbreitung nie in Erfahrung zu bringen sein" würde.

Erst 1985 erhielten die Bewohner Zugang zu ihren medizinischen Unterlagen. Rund 522 Einwohner von Palomares erhielten eine Entschädigung der US-Regierung in Höhe von insgesamt 600.000 US-Dollar und die Stadt weitere 200.000 US-Dollar für eine Entsalzungsanlage.

Im Oktober 2006 wurde bei Schnecken in der Nähe des Ortes deutlich erhöhte Radioaktivität festgestellt, woraufhin man weitere gefährliche Mengen Uran und Plutonium im Erdboden vermutete.

Quellen: diverse Seiten in Wikipedia
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10.01.2009, 11:17

“Falco”: “Rock Me Amadeus”

Jahr: 1985
2006 war das Mozart-Jahr. Vor 250 Jahren, 1756, wurde das österreichische Musikgenie Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg geboren. Dieses Jubiläum bot die Gelegenheit, sich an einen der größten Hits des Österreichers Johann Hölzel, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Falco, zu erinnern: "Rock me Amadeus".
Der Song nutzte die Aktualität des Themas Mozart nach dem 1984 von Milos Forman gedrehten Kinofilm "Amadeus" aus und übernahm von der Idee das im Film präsentierte, völlig radikal veränderte Mozart-Bild. Was war nun das Besondere an der neuen Mozart-Darstellung?
Dazu ein Blick in die Geschichte. Zu Mozarts Lebzeiten wäre noch niemand auf die Idee gekommen, Mozarts Leben zu porträtieren. Einer der ersten, die dies taten, war der dänische Diplomat von Nissen, den Constanze Mozart nach Mozarts Tod geheiratet hatte. Durch die Mitwirkung von Mozarts Witwe sollte man also davon ausgehen können, dass diese Biographie sehr korrekt und vollständig gewesen sein muss. Trotzdem: schon hier wurde an einem Bild von Mozart gestrickt, das nicht immer der Realität entsprach. Constanze Mozart hatte nicht die Absicht, ein möglichst vielseitiges Bild ihres Mannes darzustellen, sondern rückte ihn in ein möglichst positives Licht. Dazu vernichtete sie wohl auch viele Dokumente, die ihr nicht in den Kram passten.
In der Romantik im 19. Jahrhundert füllten die immer zahlreicher werdenden Mozart-Biographen die Lücken im Lebenslauf mit Details und Andekdoten mit oft zweifelhafter Urheberschaft auf. In diesem Gemisch aus historisch verbürgten Fakten und Klatsch wurde Mozart zunehmend idealisiert. Hier entstand das lange vorherrschende Mozart-Bild vom armen, unverstandenen Genie, das viel zu gut für diese Erde war. Dies entsprach durchaus der Epoche, in der keine wissenschaftliche Aufarbeitung, sondern eine eher unkritische, eher emotional geprägte Lebensdarstellung gefragt war. In diese Zeit passen auch die bildlichen Darstellungen Mozarts wie das Mozart-Denkmal in Wien, die nichts mit dem wirklichen Erscheinungsbild Mozarts zu tun haben.

Etwas von diesem Erbe hielt sich bis in die Achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Zeitgleichheit zwischen Mozart-Biographien wie dem bahnbrechenden Buch von Volker Braunbehrens "Mozart in Wien", das Mozart in einem völlig neuen Licht betrachtete, und dem Erscheinen des Films "Amadeus" in den Kinos war wohl eher zufällig. Vor allem das radikale Vom-Sockel-Stoßen des Denkmals Mozart durch den Film sorgte für einen Aufschrei der Empörung in Teilen der Musikwelt. Das, was da laut gackernd und obszönen Unsinn redend über die Leinwand lief, das konnte, nein das durfte einfach nicht Mozart sein! Der Unterschied zwischen der göttlichen Musik und dem Kindskopf, als den Tom Hulce Mozart darstellte, war einfach zu groß.
Dabei war das nicht frei erfunden. Man lese nur die berühmten Bäsle-Briefe, die Mozart in jungen Jahren an seine Kusine in Augsburg schrieb, und die vor der damals durchaus üblichen Fäkalsprache, Obszönitäten und sonstigem Nonsens nur so strotzten. Auch war Mozart durchaus ein Lebemann, der sich gerne amüsierte, seiner Spielleidenschaft frönte, und dem Luxus gegenüber nicht abgeneigt war. Das war sicherlich auch sein Problem. Er konnte nicht mit Geld umgehen, und gab seine oft sehr hohen Einnahmen auch gleich mit vollen Händen wieder aus.
Frei erfunden im Film, und damit völlig zurecht in der Kritik der seriösen Musikwissenschaft, war allerdings einiges, und vor allem die Rahmengeschichte selbst. Antonio Salieri, zu Mozarts Zeiten Hofkapellmeister in Wien, hat ihn definitiv nicht ermordet. Dieses Gerücht, das schon zu Lebzeiten Salieris aufgekommen war, wurde von ihm noch selbst dementiert - allerdings ohne Nutzen.
Stellte der Film schon Mozart als normalen Menschen und nicht mehr als gottgleichen Musiker dar, so gingen Falco und seine Produzenten Bolland & Bolland noch einen Schritt weiter. In Falcos Song wird Mozart mit markigen Worten und in mit englischen Ausdrücken versetztem Neudeutsch direkt in die Achtziger transferiert und dabei als Showstar, als Popikone gefeiert: "Er war Superstar, er war populär, er war so exaltiert, because er hatte Flair. Er war ein Virtuose, war ein Rockidol, und alles rief: Come on and rock me Amadeus." Eine historische Distanz ist somit nicht mehr vorhanden, Mozart ist nun als "Punker" und als "Rockidol" direkt in unser Leben gesprungen. Ein Rezept, das polarisiert und auch Erfolg garantiert.
Dass es auch dabei - wie im Film - um des Effekts willen mit der historischen Wahrheit nicht ganz so genau genommen wird, wird in Kauf genommen. "Er hatte Schulden, denn er trank", "Woher die Schulden war wohl jedermann bekannt, er war ein Mann der Frauen..." - Seine Schulden kamen, wie oben schon erwähnt, nicht wegen Alkohol oder Frauengeschichten zusammen. "Die Banken gegen ihn" - Geld lieh sich Mozart nur bei Bekannten, wie Johann Puchberg. Mit Banken hatte er nichts zu tun. "Es war um 1780 und es war in Wien" - Mozart zog erst 1781 nach Wien, wo er bis zu seinem Tod 1791 blieb.
Irgendwie passt es denn auch in diesem Mix aus Halbwahrheiten und Wahrheit, dass Mozart gar nicht Amadeus hieß. Sein vollständiger Taufnahme war Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart. Dabei ist Theophil die griechische Variante von Gottlieb, im lateinischen Amadeus. Theophil war nach Wolfgang Mozarts zweiter Rufname, den er allerdings selber als Amadé verwendete. Die von Mozart nie verwendete Schreibweise Amadeus kam erst nach seinem Tod auf und setzte sich dann durch.

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/amadeus.html
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10.01.2009, 11:18

“Don McLean”: “American Pie”

Jahr: 1971
Cover: Madonna
Jahr: 1999
American Pie ist wohl der inhaltlich am häufigsten interpretierte Popsong aller Zeiten. Von Don McLean in zum Teil kryptischen und vieldeutigen Anspielungen verfasst, sind bis heute nicht alle Rätsel des Textes gelöst. Nur eines ist sicher: Don McLean selbst wird, wie er selbst geäußert hat, selbst keine detaillierte Analyse seines Textes liefern.
"This brings me to my point. [...] You will find many interpretations of my lyrics but none of them by me. Isn't this fun? Sorry to leave you all on your own like this, but long ago I realized that songwriters should make their statements and move on, maintaining a dignified silence."

Im Internet finden sich zahlreiche dieser Interpretationen, so dass hier keine neuen Erkenntnisse hinzuzufügen sind. Deshalb nur eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Fakten. Es geht in dem Song um den von Don McLean verehrten und 1959 bei einem Flugzeugabsturz zusammen mit seinen Kollegen Ritchie Valens und The Big Bopper tödlich verunglückten Rock'n'Roll-Musiker Buddy Holly. Der Tag seines Unfalls ist der Tag an dem für Don McLean die Musik starb ("the day the music died"). Ausgehend von diesem Tag erzählt er aus seiner persönlichen Sicht in sechs Strophen die Geschichte der Pop- bzw. Rockmusik bis in das Jahr 1971, in dem er das Stück schrieb. Diese Darstellung ist allerdings so verfasst, dass sie eine Klarheit oft vermeidet und so Spielraum für Interpretationen bietet. Personen der Zeitgeschichte werden nicht bei ihrem richtigen Namen genannt und Ereignisse nicht konkret benannt.
Don McLean selbst erklärt diesen Umstand dadurch, dass sich der Songtext wie ein Traum verhält, in dem Logik und Fantasie eng beieinander liegen, und sich so eine genaue Analyse des Textes nicht anfertigen lässt. "It's part reality and part fantasy but I'm always in the song as a witness. [...] You know how when you dream something you can see something change into something else and it's illogical when you examine it in the morning. [...] That's why I've never analyzed the lyrics to the song. They're beyond analysis. They're poetry."
So spielen wohl unter anderem Bob Dylan ("the jester"), Elvis ("the king"), die Beatles ("the Sergeants"), Janis Joplin ("a girl who sang the blues"), Mick Jagger ("Jack Flash", "satan"), die Ereignisse in Altamont (siehe Sympathy for the devil) , und andere, alltäglichere Begebenheiten aus dem Leben der amerikanischen Jugend der 50er und 60er Jahre eine Rolle.
Was sich inzwischen sicher als unwahr herausgestellt hat ist die Information, bei "American Pie" handle es sich um den Namen des verunglückten Flugzeugs der drei Musiker. Dem ist nicht so. "Bye bye, Miss American Pie" verweist auf das Lebensgefühl der 50er und den Verlust der Unschuld durch das Abrutschen in die dunkleren 60er, symbolisiert an den jungen Frauen jener Zeit, die so uramerikanisch waren wie apple pie, und die es inzwischen nicht mehr gibt.

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/ampie.html
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10.01.2009, 11:21

„Chris Gerolmo“: „Over There“

Als George M. Cohan 1917 während einer Zugfahrt in den Zeitungen die ersten Headlines über den Kriegseintritt der USA in den ersten Weltkrieg liest schreibt er den Song „Over There“, der zur Siegeshymne der Vereinigten Staaten wird. Er meldet sich freiwillig, wird jedoch abgelehnt, da er mit Ende 30 zu alt ist. Sein Song wird von Charles King während eines Benifizkonzertes des Roten Kreuzes uraufgeführt. In dem Lied geht es um US-Soldaten, die im Ersten Weltkrieg dienten. Dieser Song existiert übrigens in einer historischen Aufnahme von 1918, gesungen von Enrico Caruso, dem berühmtesten Operntenor aller Zeiten (englisch/französisch).
Der berühmte amerikanische Kriegssong wurde in der gleichnamigen TV-Serie „Over There“ übernommen.

Die TV-Serie
Over There war eine Serie über den Irakkrieg und lief auf dem US-Fernsehkanal FX. Die 13 Folgen liefen zwischen dem 27. Juli und dem 26. Oktober 2005. Trotz vieler positiver Kritiken gab der Sender FX am 1. November 2005 bekannt, dass die Serie aufgrund sinkender Quoten keine zweite Staffel erleben werde.

Inhalt
In der Fernsehserie wird der Irakkrieg aus der Sicht einer Einheit der 3. US-Infanteriedivision geschildert. Neben der im Irak spielenden Handlung gibt es noch einige Nebenhandlungen in der Heimat, mit denen verdeutlicht wird, wie das Geschick der Soldaten im Krieg das Leben der Angehörigen daheim beeinflusst und umgekehrt.
Bemerkenswert für eine Fernsehproduktion ist, dass sowohl die Leiden der US-amerikanischen Soldaten als auch die Perspektive der irakischen Zivilbevölkerung berücksichtigt wird.

Quelle: diverse Wikipedia-Seiten
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10.01.2009, 11:23

“Queen”: “Bohemian Rhapsody”

Jahr: 1975
Es war schon immer so und wird wohl auch so bleiben. Das Unerklärliche fasziniert, fordert heraus. In dem Moment in dem es erklärt, gelöst wird, verliert es schlagartig seine Faszination und wird uninteressant. Don McLean wusste, warum er seinen Liedtext zu "American Pie" nie erklärt hat. Auch Freddie Mercury ließ sich nie zu mehr hinreißen als zu der Bemerkung, "Bohemian Rhapsody" sei "persönlich, über Beziehungen". Er wusste warum. Bis heute zerbrechen sich die Menschen den Kopf, und versuchen die Zeilen zu interpretieren, mit Sinn zu füllen. Wahrscheinlich vergeblich, denn Freddie Mercury kann zur Aufklärung bekanntlich ja nichts mehr beitragen. Und würde wohl auch nicht, wenn er noch lebte. Es sei denn, die restlichen Queen-Musiker brechen ihr Schweigen...
Dabei fasziniert das Musikalische genauso an "Bohemian Rhapsody", denn vor allem der Mittelteil der sechsminütigen Aufnahme ist in seiner musikalischen Gestaltung in der Pop- oder Rockmusik einzigartig. Als operettenhaft, opernhaft wird er oft bezeichnet, was ja angesichts des LP-Titels "A Night at the Opera" nicht so abwegig ist. Doch befassen wir uns zuerst mit der Entstehung.
Entstehung
Im Sommer 1975 nehmen die Musiker von Queen und ihr Produzent Roy Thomas Baker "Bohemian Rhapsody" im Studio auf. Der schon angesprochene Mittelteil, der anfangs nur als kurzes Intermezzo geplant war, nimmt eine Art Eigendynamik an, die ihn immer umfangreicher werden lässt. Am Ende nehmen die Aufnahmesessions für den Mittelteil eine Woche, die für das ganze Stück drei Wochen in Anspruch. Heraus kommt ein Werk, das mit fast sechs Minuten Länge deutlich die zeitliche Limitierung damaliger Singleauskopplungen sprengt. Dass der Titel doch als Single erscheint, ist nur einem DJ zu verdanken, der die Single vorab erhielt und innerhalb von ein paar Tagen so oft spielte, dass die Plattenfirma sich vor Anfragen nicht mehr retten konnte.
Aufnahmetechnik
Wie genau die Vokalparts des Mittelteils aufgenommen wurden, ist auch heute noch zum großen Teil Spekulation. Fest steht nur, dass hier mit großangelegtem Overdubbing gearbeitet wurde. Das heißt, dass die gleiche Stelle immer und immer wieder mit einer neuen Spur verdoppelt wurde. Man spricht dabei von bis zu 180 Overdubs! Eine musikalische wie technische Meisterleistung. Die Frage, wer die ganzen Overdubs eingespielt, beziehungsweise gesungen hat, ist auch nicht geklärt. Während zu lesen ist, Freddie Mercury hätte alles im Alleingang eingesungen, gibt es immer wieder Stimmen, die sagen, nur Roger Taylor hätte die Stimme, um die hohen Falsetttöne zu singen.
Interpretation
Was aber soll das Ganze jetzt nun bedeuten? O-Ton Freddie Mercury: "It's one of those songs which has such a fantasy feel about it. I think that people should just listen to it, think about it and then make up their own minds as to what it says to them".

Durch solide Lexikonarbeit kommt man auch zu Ergebnissen, und zwar zu folgenden:
Beelzebub ist ein Wort für den Teufel.
Bismillah heißt "im Namen Allahs". Es ist der Anfang des Korans.
Fandango ist ein spanischer Volkstanz.
Scaramouche ist ein prahlerischer Soldat, eine Gestalt aus der italienischen Commedia dell'arte.

Bringt uns das weiter? Auch nicht so richtig, denn der Sinn erschließt sich dadurch auch nicht. Interessant ist dann doch noch eine Theorie, die besagt, dass der 1942 erschienene Roman "Der Fremde" von Albert Camus erstaunliche Parallelen in der Handlung zum Text von "Bohemian Rhapsody" aufweist. Sollte Freddie Mercury von diesem Werk inspiriert worden sein? Wir wissen es nicht.
Um wenigstens am Schluss noch einige gesicherte Fakten zu nennen: Freddie Mercury wurde 1946 in Sansibar geboren, natürlich unter seinem richtigen Namen Farokh Bulsara. Über ein Internat in Indien kam er 1963 nach London, wo er Kunst studierte, und seine Mitstudenten Roger Taylor, Brian May und John Deacon traf, die alle zusammen 1971 zum ersten Mal als "Queen" auf der Bühne standen. 1991 starb Freddie Mercury an AIDS.

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/bohemian.html
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10.01.2009, 11:24

“Alannah Myles”: “Black Velvet”

Jahr: 1990
Elvis Presley. Ja, es geht um Elvis. Elvis, der uns nicht loslässt und der, wie wir alle ahnen, noch mitten unter uns ist. Der die Menschen zu solchen Songs inspiriert wie das schwül-heiße "Black velvet" mit dem lasziven Gesang von Allanah Myles.
Die Frage, was denn "black velvet", also "schwarzer Samt" im Zusammenhang mit Elvis bedeuten soll, lässt Raum für Interpretationen. Es gibt folgende Ansatzpunkte:
Es gibt unglaublich viele kitschige Portraits von Elvis, die auf schwarzem Samt gemalt sind und als Fanartikel hoch gehandelt werden.
Es könnte damit auch nur auf seine Haarpracht angespielt werden.
Mit "black velvet" könnte seine Stimme gemeint sein, die samtig klingt, aber das Timbre eines schwarzen Sängers besitzt.

Den entscheidenden Hinweis, dass die dritte Theorie wohl die richtige ist, gibt Alannah Myles selbst mit folgender Aussage, die sie in einem Interview gemacht hat:
"He [Christopher Ward, der den Song schrieb] created a metaphor with the idea that "Black Velvet" might be the crooning voice of a black male singer who never got a chance to be successful, but did through the eyes of a white man named Elvis."
Soviel ist sicher. Christopher Ward schrieb den Song nach Eindrücken, die er erhielt, als er mit einem Bus voller Fans anlässlich des zehnjährigen Todesjahrs von Elvis nach Memphis fuhr, um darüber einen Beitrag für eine Fernsehstation zu produzieren.
Die Legende berichtet außerdem, dass Allanah den Song an einem der heißesten Tage in Torontos Geschichte aufnahm und sie die Hitze so inspirierte, weil sie an die Hitze in Memphis dachte, dass sie sich kurzerhand ihre Bluse auszog. Die Legende besagt auch, dass sie einen Badeanzug darunter hatte.

----------------------------------------------------------------

Hier folgt der komplette Liedtext von "Black Velvet", versehen mit einigen Anmerkungen:
- Mississippi in the middle of a dry spell.
- Jimmy Rodgers on the Victrola up high.

Der 1897 geborene Jimmy Rodgers war ein einflussreicher Countrysänger, der Ende der 20er Jahre wegweisende Aufnahmen machte und dabei Vorbild für die nachfolgenden Generationen von Countrymusikern wurde. Er war auch als "The Singing Brakeman" ("Der singende Bremser") bekannt, eine Bezeichnung, die von seiner Tätigkeit bei der Eisenbahn stammte. Rodgers machte seine frühen Aufnahmen auf dem Victrola, einem Vorläufer des Plattenspielers, der von der Firma Victor hergestellt wurde. Am besten bekannt ist das Victrola von der heute noch bei EMI gebräuchlichen Abbildung, bei der ein Hund vor einem Victrola sitzt.
- Mama's dancin' with a baby on her shoulder.
- The sun is settin' like molasses in the sky.
- The boy could sing, knew how to move, everything.
- Always wanting more, he'd leave you longing for.

Die Referenz auf Elvis' Bewegungen, die unten auch noch als Sünde beschrieben werden, beziehen sich auf die Art und Weise wie er sein Becken bewegte und dabei eindeutig sexuelle Handlungen implizierte. Nach dem englischen Wort für Becken "pelvis" wurde er auch "Elvis the pelvis" genannt. Diese Bewegungen waren ein Grund für den Aufschrei der weißen amerikanischen Bevölkerung und die Ablehnung des Rock'n'Roll bei der Elterngeneration.
- Black velvet and that little boy's smile.
- Black velvet with that slow southern style.

Rock'n'Roll wurde damals in den Südstaaten der USA langsamer, emotionaler und, dem Einfluss des Blues folgend, erdiger und schwerer gespielt als in den Nordstaaten. Als Beispiel für Rock'n'Roll aus den Nordstaaten kann Buddy Holly mit seinem eher nüchterneren Stil und seiner Collegebrille dienen.
- A new religion that'll bring ya to your knees.
- Black velvet if you please.

Dass Elvis' Musik hier als neue Religion bezeichnet wird, lässt erahnen, wie sehr sie im prüden und wohlgeordneten Amerika der 50er Jahre die Gesellschaft und die Generationen spaltete. Außerdem stand Elvis in gewisser Weise in der Tradition der schwarzen Prediger, die in genau so emotionaler Weise von ihren Kanzeln aus ihre Botschaft verkündeten wie Elvis von der Bühne.
- Up in Memphis the music's like a heat w a v e.
- White lightning, bound to drive you wild.
- Mama's baby's in the heart of every school girl.
- "Love me tender" leaves 'em cryin' in the aisle.

"Mama's baby" ist Elvis, der sehr an seiner Mutter hing und dessen erster großer Hit den Titel "That's alright, mama" trug. Bei den Konzerten, die Elvis gab, gab es zum ersten Mal die heute bei den Boygroups nicht unbekannten hysterischen Reaktionen bei den Mädchen im Publikum.
- The way he moved, it was a sin, so sweet and true.
- Always wanting more, he'd leave you longing for.

Hier noch einmal der Verweis auf Elvis' Bewegungen, die von den Erwachsenen als Sünde empfunden wurde, bei den Jugendlichen aber ein ungeheures Verlangen auslösten.
- Every word of every song that he sang was for you.
- In a flash he was gone, it happened so soon, what could you do?

Obwohl Elvis schon in den Jahren vor seinem Tod nicht mehr gesund war, kam sein Tod dann doch plötzlich und unerwartet und löste in der ganzen Welt Trauer und Entsetzen aus.

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/blackvelvet.html
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10.01.2009, 11:38

"Yankee Doodle"

Yankee Doodle ist der Titel eines bekannten amerikanischen Liedes, dessen Bedeutung und Text im Laufe der Zeit immer wieder verändert wurden.

Die erste Strophe, die heute meist gesungen wird lautet
- Yankee Doodle went to town,
- Riding on a pony;
- Stuck a feather in his hat,
- And called it macaroni.
Refrain

- Yankee Doodle, keep it up,
- Yankee Doodle dandy,
- Mind the music and the step,
- And with the girls be handy!

Die Melodie basiert wahrscheinlich auf dem Schlaf-/Kinderlied „Lucy Locket“. Der Text wird nach manchen Quellen dem britischen Armeearzt Richard Shuckburgh zugeschrieben.

Geschichte
Ursprünglich handelte es sich um ein Spottlied britischer Offiziere, um die ihnen untergebenen, in ihren Augen undisziplinierten und unorganisierten „Yankees“ zu verhöhnen, mit denen sie gemeinsam im Franzosen- und Indianerkrieg kämpften. Bereits im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg nahmen die Einwohner der USA das Lied auf und gaben ihm eine positive, patriotische Bewertung. Im Sezessionskrieg wurde das Lied zu der Melodie der Nordstaaten.

Der Yankee Doodle ist mittlerweile ein Synonym für die USA geworden, der Sender Voice of America spielt die Melodie täglich zu Beginn und Ende seiner Sendung. Die Melodie ist die offizielle Hymne von Connecticut.
Der urtypische Yankee Doodle wie er auch oben mit Text erwähnt wurde, ist während des Unabhängigkeitskrieges von einem gewissen Barry Taylor zu einem militärischen Marschlied umgedichtet worden. Dabei entstanden in der Zeit über 190 Strophen, die inhaltlich oft die Briten verspotteten und den Freiheitskampf der Amerikaner verherrlichten. In den USA werden heute diese Strophen als der eigentliche Yankee Doodle angesehen, dennoch ist jedem das ursprüngliche Lied bekannt.

Diese Version des Yankee Doodle ist die bekannteste patriotische Version des ursprünglichen Liedes:

- Father and I went down to camp
- Along with Captain Gooding
- And there we saw the men and boys
- As thick as hasty pudding.
Chorus
- Yankee doodle, keep it up
- Yankee doodle dandy
- Mind the music and the step
- And with the girls be handy.
- There was Captain Washington
- Upon a slapping stallion
- A-giving orders to his men
- I guess there was a million.
-Chorus-
- And then the feathers on his hat
- They looked so' tarnal fin-a
- I wanted pockily to get
- To give to my Jemima.

- And then we saw a swamping gun
- Large as a log of maple
- Upon a deuced little cart
- A load for father's cattle.
Chorus
- And every time they shoot it off
- It takes a horn of powder
- It makes a noise like father's gun
- Only a nation louder.
Chorus
- I went as nigh to one myself
- As' Siah's underpinning
- And father went as nigh agin
- I thought the deuce was in him.
- We saw a little barrel, too
- The heads were made of leather
- They knocked upon it with little clubs
- And called the folks together.
Chorus
- And there they'd fife away like fun
- And play on cornstalk fiddles
- And some had ribbons red as blood
- All bound around their middles.
- The troopers, too, would gallop up
- And fire right in our faces
- It scared me almost to death
- To see them run such races.
Chorus
- Uncle Sam came there to change
- Some pancakes and some onions
- For' lasses cake to carry home
- To give his wife and young ones.
Chorus
- But I can't tell half I see
- They kept up such a smother
- So I took my hat off, made a bow
- And scampered home to mother.
Chorus
- Cousin Simon grew so bold
- I thought he would have cocked it
- It scared me so I streaked it off
- And hung by father's pocket.
Chorus
- And there I saw a pumpkin shell
- As big as mother's basin
- And every time they touched it off
- They scampered like the nation.

Weitere Verse:
- And there was Captain Washington,
- With gentlefolks about him,
- They say he's gown so 'tarnal proud
- He will not ride without them.
Chorus
- There came Gen'ral Washington
- Upon a snow-white charger
- He looked as big as all outdoors
- And thought that he was larger.
Chorus

Übersetzung und Erklärung
Der Ausdruck 'Yankee' ist eigentlich ein Schmähbegriff der Bewohner derSüdstaaten für einen Nordstaatler). Seinen Ursprung hat er im Kosewort Jan Käs dt. Hans Käse, der in New York (ehemals „Nieuw Amsterdam“ / „New Amsterdam“) für die holländischen Einwanderer gebraucht wurde.
Verallgemeinert steht er danach für einen amerikanischen Einwohner europäischer Abstammung, welcher dort geboren ist und aufgrund des harten, überwiegend landwirtschaftlich geprägten Lebens, selten ordentlich uniformiert in der Armee antrat. Das "doodle" lässt sich mit Tölpel (oder Dödel) übersetzen, da diese Leute oft nicht lesen und schreiben konnten und zudem auch recht ungebildet waren. Über eben diesen Tölpels Anstrengungen, sich wie ein Europäer schick und mondän zu geben, handelt dieses Lied.

yankee doodle went to town - für den Tölpel ist ein Besuch in der Stadt stets ein Erlebnisausflug, selbst wenn die Stadt, rechtlich gesehen, nur ein Dorf ist.

A'riding on a pony - dieses A' kommt von der gälischen Verbformung wie sie beispielsweise bei den Schotten im Dialekt noch anzutreffen ist. Der Bauer hatte keines der wenigen Rösser, welche in der Regel Generälen vorbehalten waren, sondern ein kräftiges (Arbeits-)Pferd, welches hier mit der Bezeichnung Pony verhöhnt wird.

Stuck a feather in his hat - die Feder am Hut als vermeintlicher Ausdruck eines ganz besonderen Modebewusstseins des Tölpels.

And called it macaroni - in London gab es um 1760 den „Macaroni Club“ reicher junger Männer, die sich selbst ihrer Weltgewandtheit, Reiseerfahrung und Stilsicherheit rühmten. Makkaroni waren zu dieser Zeit in England eine neue und exotische Speise, durch die Wahl des Namens sollte Modernität demonstriert werden. Die Clubmitglieder nannten sich „macaronis“, und so wurde der Begriff „macaroni“ Synonym für „Dandy“ und „Stutzer“. Im Lied soll dargestellt werden, dass für den Tölpel bereits eine Feder am Hut extravagant sei.

Yankee Doodle, keep it up, - yankee doodle, weiter so!

Yankee Doodle dandy, - (dandy = Geck, eingebildeter Pfau)

Mind the music and the step, - denke an die Musik und die Schritte(-folge) (die Tänze der Amerikaner waren deutlich rustikaler; er solle aufpassen, dass er nicht durcheinander komme)

And with the girls be handy! - und mit den Mädchen sei geschickt! (man traute dem dummen Yankee-Tölpel keine feinsinnigen Verhaltenweisen zu)

Quelle: Wikipedia
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10.01.2009, 11:39

„Lale Andersen“: „Lili Marleen“

Lili Marleen ist ein Lied, das in der Fassung von Lale Andersen berühmt wurde. Der Hamburger Schriftsteller und Dichter Hans Leip schrieb den Text im Ersten Weltkrieg vor seiner Abfahrt an die russische Front Anfang April 1915, während einer Wache vor der Gardefüsilierkaserne in der Kesselstrasse in Berlin. Er war verliebt in zwei Mädchen - Lili und Marleen -, die sich in dichterischer Freiheit zu einer einzigen zusammenfügten.

Eine andere Version der Entstehungsgeschichte des Liedes ist folgende: Hans Leip war verliebt in Lilly Freud (1888-1970), Tochter von Sigmund Freuds Schwester Marie. Hans Leip selbst gab später zu, Lilly Freud gekannt zu haben. Die Schauspielerin verließ ihn jedoch und heiratete 1917 den Schauspieler und Theaterleiter Arnold Marlé. Leip war wütend und schrieb das Lied, aus "Lilly Marle" wurde "Lili Marleen". Lilly Freud-Marle selbst erklärte stets, die "Lili Marleen" aus dem Lied zu sein, in der Familie wird die Geschichte immer noch erzählt. Stimmt die Geschichte, wäre sie voller Ironie: Die deutschen Wehrmachtssoldaten sangen ein Lied über ein jüdisches Mädchen ...

1937 fügte Leip die letzten beiden Verse hinzu und das Gedicht wurde in seinen Gedichtband Die kleine Hafenorgel aufgenommen. Mit der Vertonung gelang dem Komponisten Norbert Schultze 1938 einer der größten Liederfolge aller Zeiten. Zuvor war das Gedicht schon von Hans Leip selbst und von dem Münchener Komponisten Rudolf Zink vertont worden.

Lale Andersen hatte das Lied in der melancholischeren Fassung von Rudolf Zink schon seit einiger Zeit in ihren Bühnenprogrammen gesungen, als Norbert Schultze ihr seine Version zur Aufnahme anbot. So wenig begeistert wie Andersen ihr Leben lang von dieser damals neuen Fassung war, war Schultze von der Aufnahme angetan, wie Andersen sie ausgeführt hatte. Andersen konnte keinen rechten Gefallen an der für sie ungewohnten und ihrer Meinung nach unpassenden Melodie finden, während Schultze nie wirklich zufrieden mit Andersens Betonungen, dem marschartigen Rhythmus und dem Männerchor im Hintergrund war, der sich nach seiner Ansicht "wie ein Kastratenchor" anhörte. Trotz dieser Unstimmigkeiten, für die zeitlebens kein Konsens gefunden werden konnte, wurde diese Version, die 1938 in den Berliner Electrola-Studios aufgenommen worden war, schließlich auf Schallplatte veröffentlicht.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Lied erst vom Soldatensender Belgrad, dem dortigen Sender der Wehrmacht, jeden Abend gesendet. Man hatte bei der Übernahme der Station einige Platten vom Wiener Rundfunk erbeten und einiges erhalten, das selten gespielt wurde - darunter Lili Marleen, gesungen von Lale Andersen, der Lili-Marleen-Interpretin schlechthin. Man spielte diese Platte aus Mangel anderer öfter, bis von Berlin Einspruch erhoben wurde und man es unterließ. Kurze Zeit später kamen von allen Frontseiten Anfragen, warum man Lili Marleen nicht mehr spiele. Und danach wurde sie jeden Abend zum Sendeschluss kurz vor 22 Uhr gespielt.

Bald breitete sich das Lied über alle anderen Wehrmachtssender aus. So wurde Lili Marleen, obwohl das NS-Regime das Lied wegen seines „morbiden und depressiven“ Textes vorübergehend verbot, zu einem „Schicksalslied“ des Zweiten Weltkriegs.

Auch unter den alliierten Soldaten wurde Lili Marleen gesungen. Als Marlene Dietrich ab 1943 das Lied vor amerikanischen Soldaten sang und es damit bei den Truppen der Alliierten populär machte, störte es niemanden, dass vom gleichen Komponisten die Musik für Propagandamärsche wie Bomben auf Engeland oder das U-Boot-Lied geschrieben wurde.

1944 wurde in England ein Film mit dem Titel The True Story of Lili Marleen gedreht - das Lied ging in ca. 40 Übersetzungen um die Welt. Vier Jahre nach dem Krieg erbat sich Winston Churchill das Lied von einer Tanzkapelle an der Riviera. Und General Eisenhower sagte, Leip sei der einzige Deutsche gewesen, der während des Krieges der ganzen Welt Freude gemacht habe.

Obwohl das Lied aus dem Blickwinkel eines Soldaten geschrieben ist, wird es meistens von Sängerinnen vorgetragen, unter anderem auch von Greta Garbo und Connie Francis. Moderne Fassungen des Liedes gibt es unter anderem von Atrocity aus dem Jahr 2000, von der italienischen Gruppe Camerata Mediolanese und von der thüringischen Metal-Band Eisregen, die es 2005 auf der EP Hexenhaus coverte.

Die ungebrochene Popularität kann man an den anfallenden GEMA-Gebühren sehen: So erhielt die Witwe des Texters Hans Leip in den 80er Jahren rund 60.000 Schweizer Franken pro Jahr aus dieser Quelle.

Quelle: Wikipedia
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10.01.2009, 11:44

Das Hofbräuhaus-Lied

Das 1935 entstandene "Hofbräuhaus-Lied" zählt heute weltweit zu den beliebtesten Stimmungsliedern und gehört zum Repertoire wohl jeder Blaskapelle. Der eingängige Refrain des Gassenhauers lautet: "In München steht ein Hofbräuhaus - oans, zwoa, g'suffa".

Das "Hofbräuhaus-Lied" hat Wilhelm "Wiga" Gabriel aus Berlin komponiert. Die Legende berichtet, dass Gabriel die Melodie zum Text seines Freundes Klaus Siegfried Richter aus Hindelang im Berliner Café am Zoo eingefallen sein soll. Da der Komponist gerade kein Papier zur Hand gehabt habe, soll er die Noten kurzerhand auf dem Titelblatt der Berliner Illustrierten notiert haben. Das Stück, musikalisch ein Walzer, wurde 1936 zum Karnevalsschlager und fand so auch seinen Weg ins Hofbräuhaus, wo Gabriel es sogar einmal selbst dirigiert und zum Dank einen riesigen Bierkrug erhalten haben soll.

Das Lied dient als Filmmusik für eine 1953 erstmals gezeigte Kinokomödie, die von einem Erbschaftsstreit zwischen einer Münchner und einer Berliner Familie vor dem Hintergrund des Oktoberfests handelt. Der Schwarzweißfilm trägt in Anlehnung an den Refrain des "Hofbräuhaus-Liedes" den Titel "In München steht ein Hofbräuhaus". Das Drehbuch schrieben die seinerzeit sehr bekannten österreichischen Schauspieler Rolf Olsen und Siegfried Breuer. Olsen trat außerdem selbst in dem Film auf, während Breuer Regie führte.

Später wurde der Anfang des "Hofbräuhaus-Liedes" dann von der Münchener Band "Spider Murphy Gang" zitiert. Ihre 1981 erschienene Nummer-Eins-Single "Skandal im Sperrbezirk" beginnt mit den Worten: "In München steht ein Hofbräuhaus – doch Freudenhäuser müssen 'raus". Das von vielen Zeitgenossen als Provokation empfundene Stück beschäftigt sich ironisch mit Prostitution und gesellschaftlicher Doppelmoral. Trotz eines Boykotts durch viele Radiostationen verkaufte es sich 750.000 Mal und brachte der Band den bundesweiten Durchbruch.


Das Hofbräuhaus
Der bayerische Herzog Wilhelm V. gab am 27. September 1589 den Bau des Hofbräuhauses als Brauerei zur Versorgung von Hof und Bediensteten in Auftrag, worauf auch der Name zurückgeht. Der Zweck des Baus war es, mit der Produktion von Braunbier die Ausgaben des Hofes zu senken, da das Bier zuvor kostspielig aus der niedersächsischen Hansestadt Einbeck importiert (allerdings nur als Saisonbier im Frühjahr) oder von privaten Brauereien gekauft wurde. Auch aus Sachsen, Kassel und Schwabach kam Bier nach München. Standort der neuen Brauerei war das ehemalige Hühnerhaus. Als Planer verpflichtete man den Braumeister des Benediktinerklosters Geisenfeld in der Hallertau, Haimeran Pongratz, der das Hofbräuhaus am Alten Hof in München errichtete. Mit der Fertigstellung wurde Pongratz auch der erste Braumeister im Braunen Hofbräuhaus, wo er das Münchener Braunbier (in Nürnberg auch als rotes Bier bezeichnet) braute. Nach heutiger Bezeichnungsweise stand es in der Sparkassenstraße im Anschluss an das sogenannte Zerwirkgewölbe.

Am 10. Juni 1602 starb Hans Sigmund von Degenberg. Er war der letzte männliche Nachkomme des in Schwarzach im bayerischen Wald ansässigen Grafengeschlechts der Degenberger, die in Bayern das alleinige Vorrecht inne hatten, Weißbier zu brauen. Seine Witwe begab sich in den Schutz des bayerisches Herzogs, dessen Landsassen die Degenberger waren. Da das Weißbier-Privileg 1548 von seinem Vorfahrern Wilhelm IV. an die Degenberger ausgegeben worden war, zog Wilhelms Sohn Maximilian I. das Privileg wieder an sich, um künftig ganz alleine die Einkünfte aus dem Weißbier nutzen zu können, und beauftragte schließlich den Schwarzacher Weißbierbraumeister der Degenberger, Wolf Peter, sein Bier künftig in München zu brauen.

Dieser hatte bereits vor Ableben seines Dienstherren dem Herzog einen Probesud Weißbier in München gesotten. Die obergärige Spezialität erfreute sich schnell wachsender Beliebtheit. Der erste Weiße Preumaister war jedoch Hans Amman, der jedoch wieder entlassen wurde, als der Schwarzacher Braumeister Peter nach München verpflichtet werden konnte.


Nochmals vom selben Standpunkt aus gesehen: Das weiße Hofbräuhaus um 1880. Es wurde 1896/97 abgerissen und durch das heutige Hofbräuhaus ersetzt.Nicht zuletzt durch die verschlechterten landwirtschaftlichen Bedingungen wurde vom Hof weniger Bayerwein bezogen und statt dessen die Herstellung von Bier favorisiert. Die gestiegenen Produktionsmengen ließen die Kapazitäten des Hofbräuhauses bald knapp werden, so dass man (nachgewiesen ab 1604) versuchte, die Produktion in einen Neubau auszulagern. 1607 war das neue Hofbräuhaus am erst viel später Platzl genannten Ort, dem heutigen Standort des Hofbräuhauses, fertiggestellt und 1608 wurden auch die Sudstätten für das Braunbier dorthin verlegt. Das neue Gebäude war jetzt also Sudstätte für braunes und weißes Bier. Der geschäftssinnige Maximilian errichtete auch in anderen bayerischen Städten Bräuhäuser, die später von der Werbung gerne als HofBrauhäuser bezeichnet wurden. Im Jahr 1610 erlaubte er den Bierverkauf an Wirte und Privatleute, und bald verpflichtete er die Münchener Wirte durch das Schankrecht dazu, auch das Hofbräu-Bier auszuschenken.

Um mit dem "Ainpock" im Frühjahr (nicht mit dem gesamten Braunbier) näher an die Qualität des Einbecker Bieres heranzukommen, warb man 1612 den Braumeister Elias Pichler von dort nach München ab. Das Bier des Einbeckers, das Ainpöck, erhielt in der Münchner Mundart bald die bis heute geläufige Bezeichnung Bock. Auch das Brauen von Bockbier war bis ins Jahr 1810 ausschließlich dem Hofbräuhaus vorbehalten, so dass das Hofbräuhaus bald zu einer wichtigen Einnahmequelle wurde. Angeblich wurde so ein Großteil der bayerischen Staatsausgaben für den dreißigjährigen Krieg beglichen. Zumindest zeitweise resultierten 30% bis die Hälfte der Staatseinnahmen alleine aus dem Weißbier.

Im Jahr 1828 verfügte Ludwig I. die Gastung: Es war also fortan erlaubt, die Bevölkerung im Hofbräuhaus zu bewirten. 1844 setzte er den Bierpreis deutlich unter das damals übliche Niveau, um dem Militär und der arbeitenden Klasse einen gesunden und wohlfeilen Trunk zu bieten.

1856 pachtete der Braumeister Georg Schneider das Hofbräuhaus. Seit den 1760er Jahren war das obergärige Weißbier nach und nach aus der Mode gekommen. Da technische Erfindungen wie die Lindesche Kältemaschine noch nicht gemacht waren kann dies nur mit einer Änderung des Publikumsgeschmackes erklärt werden. Im Hofbräuhaus reagierte man auf die neue Situation; die Weißbierproduktion wurde beständig zugunsten untergäriger Biersorten zurückgefahren und im Jahr 1872 schließlich ganz aufgegeben. Das Monopol der Wittelsbacher auf das Weißbierbrauen war bereits im Jahr 1798 aufgehoben worden, aber man benötigte immer noch ein Regal, um eine Weißbierbrauerei betreiben zu dürfen. Schneider gelang es, das auf dem Hofbräuhaus liegende und nun nicht mehr benötigte Weißbierregal von König Ludwig II. zu erwerben, womit er die Brauerei G. Schneider & Sohn, eine bis heute sehr erfolgreiche bürgerliche Weißbierbrauerei, gründete.


Im Inneren des HofbräuhausesMit dem zunehmenden Tourismus in München erfreute sich das Hofbräuhaus steigender Beliebtheit, so dass Prinzregent Luitpold 1896 beschloss, die Brauerei in die Innere Wiener Straße am Gasteig im Stadtteil Haidhausen zu verlegen und den Gastbereich des Hofbräuhauses stark vergrößern und im Stil der Neorenaissance umbauen zu lassen. Die Planung übernahm der Architekt Max Littmann und der Umbau wurde von der zusammen mit seinem Schwiegervater Jakob Heilmann gegründeten Firma Heilmann & Littmann in zwei Abschnitten durchgeführt: Am 2. September 1896 begann man mit dem Abriss des alten Sudhauses, und ab dem 9. Februar 1897 war die dort neu errichtete Schwemme in Betrieb. Nun wurde das benachbarte Verwaltungsgebäude abgebrochen und durch einen großen Gaststättenbereich ersetzt. Am 22. September 1897 konnte das Hofbräuhaus in seiner neuen Form, die größtenteils der heutigen entspricht, feierlich eröffnet werden. Die Kosten für den Umbau beliefen sich auf 819.000 Goldmark.

Persönliche KrügeIn der Zeit der Münchner Räterepublik riefen am 13. April 1919 (Palmsonntag) Betriebs- und Soldatenräte im Hofbräuhaus die Kommunistische Räterepublik aus. Diese löste die von Ernst Toller, Erich Mühsam und Gustav Landauer am 7. April 1919 proklamierte Räterepublik Baiern ab. Die Ausrufung fand während eines Kampfs gegen die Republikanische Schutzwehr statt, die versuchte die Räterepublik zu stürzen.

Am 24. Februar 1920 wurde im Hofbräuhaus vor etwa 2000 anwesenden Personen die NSDAP gegründet. Sie ging durch Umbenennung aus der Deutschen Arbeiterpartei hervor. Im Rahmen der Gründung verkündete Adolf Hitler das 25-Punkte-Programm, das Parteiprogramm der NSDAP.

1945 wurde das Hofbräuhaus im zweiten Weltkrieg bei dem Bombardement Münchens durch die Alliierten bis auf die Schwemme vollständig zerstört. Zur 800-Jahrfeier Münchens 1958 konnte die Rekonstruktion mit der Wiedereröffnung des Festsaals abgeschlossen werden. Nach einem Pächterwechsel 2004 wurde die "Trinkstube" mit Millionenaufwand umgebaut und als "Bräustüberl" im Juli 2005 wiedereröffnet. Bis heute ist das Hofbräuhaus Attraktion für Touristen aus aller Welt. Es zählt täglich bis zu 35.000 Besucher und erwirtschaftet dem bayerischen Staat jährlich Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe. In Las Vegas wurde 2004 eine originalgetreue Nachbildung des Hofbräuhauses unter Lizenz errichtet.

Von seiner Gründung an war das Hofbräuhaus stets im Besitz des bayerischen Staates. Zur Zeit der Könige hieß es königliches Hofbräuhaus, die jetzige offizielle Bezeichnung lautet Staatliches Hofbräuhaus am Platzl.

Quelle: Wikipedia
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10.01.2009, 11:46

„White Christmas„

White Christmas ist ein Musikstück von Irving Berlin (1888-1989), das ursprünglich zum Soundtrack des Musikfilms Holiday Inn (1942) gehörte. Es ist bis heute das am häufigsten gecoverte Lied der Welt. Die Originalaufnahme von Bing Crosby (1942) ist mit mehr als 35 Millionen Stück eine der meistverkauften Singles aller Zeiten. Bis heute wurde der Titel weltweit auf über 125 Millionen Tonträgern verkauft. Weltweit wurde "White Christmas" von anderen Sängern und Sängerinnen 500 Mal neu aufgenommen.

Irving Berlin komponierte das Stück schon 1940, ließ es aber zunächst in der Schublade, bis er Anfang 1942 seine Pläne für einen Musikfilm namens "Holiday Inn" fertiggestellt hatte, in den er den Titel einbauen wollte. Die ursprünglich geplanten Eingangsverse ließ er weg, bevor er das Stück dem Hauptdarsteller Bing Crosby übergab. Mit Crosby und Fred Astaire in den Hauptrollen wurde "Holiday Inn" im Frühjahr 1942 bei Paramount verfilmt und kam Anfang August 1942 in die Kinos. Viele Irving-Berlin-Lieder zierten den Soundtrack, wobei "White Christmas" die prominenteste Position einnimmt – das Lied erklingt bereits im Vorspann und dann immer wieder im Film, gesungen (einmal von Bing Crosby, einmal von Martha Mears) und instrumental.

Die Studioaufnahme von Bing Crosby (25. September 1942 für Decca Records) war am 21. November 1942 auf Platz 1 der Charts und blieb dort zehn Wochen lang. Zwischen 1942 und 1962 stand „White Christmas“ insgesamt 38 Wochen auf Platz 1 in den Hitparaden der USA. Der Film "Holiday Inn" erhielt 1943 den Oscar für den besten Filmsong.

Dem großen Erfolg des Stücks konnte sich Frank Sinatra, damals der populärste Sänger der USA, nicht entziehen und sang "White Christmas" zum ersten Mal zum Weihnachtsfest 1943 in seiner Radioshow. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest 1944 nahm er die Single bei Columbia Records auf. Auch 1947 nahmen beide Künstler den Song erneut auf, allerdings verzichtete Columbia Records auf einen direkten Wettstreit und hielt seine Aufnahme zunächst unter Verschluss. Sie wurde 1952 in Australien veröffentlicht und erst vierzig Jahre später in den USA.

Dank der ungebrochenen Popularität von "White Christmas" wurde 1954 der Musikfilm "Holiday Inn" neu verfilmt, wieder mit Crosby in der Hauptrolle. Als er im Herbst 1954 in die Kinos kam, wurde er ein Kassenschlager. Rechtzeitig zum Kinostart des Films brachte auch Sinatra, mittlerweile bei einem neuen Musiklabel - Capitol Records -, eine weitere Single-Version von "White Christmas" heraus.
1957 sangen es beide Künstler als Duett in Sinatras Fernsehshow auf ABC-TV, ein Höhepunkt für Sinatra, der Crosby immer sehr verehrt hatte.

„White Christmas und der Vietnamkrieg“
1975 war die US-amerikanische Botschaft Schauplatz der Hubschrauber-Evakuierung mit dem Codenamen „Operation Frequent Wind“, der den endgültigen Rückzug der USA aus Vietnam markierte. Das Gelände war eine der 13 designierten Landezonen, wo sich alle Ausländer versammeln sollten, sobald sie im Radio die Worte „It is 112 degrees and rising“, gefolgt von dem Bing-Crosby-Song „White Christmas“ hörten.

Am Mittag des 29. April 1975 wurde das Signal gesendet, und in den folgenden 18 Stunden flog ein Helikopter nach dem anderen die Passagiere zur 7. Flotte der US-Kriegsmarine, die vor der Küste von Vung Tau wartete. Rund 2000 Flüchtlinge wurden allein vom Dach der Botschaft evakuiert, bevor US-Botschafter Graham Martin schließlich am folgenden Morgen mit dem zusammengerollten Sternenbanner unter dem Arm als letzter das Gebäude verließ. Zahlreiche vietnamesische Zivilisten blieben vor den Toren der Botschaft zurück und mussten sich den Kommunisten ergeben.

Quellle: Wikipedia
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10.01.2009, 11:47

„Stille Nacht, Heilige Nacht“

Die Entstehung:

Die romantische Version:
Es ist im Jahr 1818. Joseph Mohr ist 26 Jahre alt. Er ist Assistent für einen Priester in der Heiligen Nikolaus Kirche in Oberndorf, nicht weit von Salzburg.
Die alte Orgel ist kaputt, da Mäuse den Blasebalg zerfressen haben. Weihnachten ist nahe und sie haben keine Orgel um Musik zu machen. Das ist schrecklich. Joseph Mohr schreibt daher ein Gedicht und bittet seinen Freund Franz Gruber Musik zu diesem Gedicht zu schreiben. Gruber ist ein Schullehrer in Arnsdorf, das ist ein Nachbarsdorf. Er ist auch Organist in der Heiligen Nikolaus Kirche in Obersdorf.
Joseph Mohr und Franz Gruber singen es mit Gitarrenmusik zu Weihnachten in der Kirche in der Mitternachtsmesse.
Das Lied heißt: „Stille Nacht, heilige Nacht."
Dann vergessen sie das Lied. 1825 will Carl Mauracher die Orgel reparieren. Er findet das Manuskript mit den Noten in der alten Orgel. Er nimmt das Lied mit ins Ziller Tal in die Tyroler Berge. Das Ziller Tal hat eine sehr starke musikalische Tradition. Chöre von dem Ziller Tal reisen durch Deutschland und singen das Lied als Tyroler Volkslied.
Der König Friedrich Wilhelm IV von Preußen hat das Lied "Stille Nacht, Heilige Nacht sehr gern. 1854 läßt er nachforschen und so wissen wir jetzt, daß es ein Lied von Hans Gruber und Joseph More ist.

Die wissenschftliche Varianrte:
Viele Legenden ranken sich um die Entstehung des Liedes.
Die Forschung neigt heute zu der Ansicht, dass der als sehr volksnahe beschriebene junge Priester Joseph Mohr der Bevölkerung von Oberndorf (meist arme Schiffer, die vom Salztransport auf der Salzach lebten und im Winter arbeitslos waren) zu Weihnachten ein Lied geben wollte, das Sie verstehen - daher in deutscher Sprache. Die Kirchenliturgie war zu Mohr´s Zeit lateinisch und für die Schiffleute unverständlich.
Den Text schrieb Mohr 1816 in Mariapfarr. Die Melodie komponierte Gruber 1818.
Man nimmt an, dass das Lied nach der Mette am 24. Dezember 1818 vor der Krippe von Gruber und Mohr vorgetragen wurde. Die Liedbegleitung mit der Gitarre ist auch damit zu erklären, dass Mohr dieses Lied auch vom Musikinstrument der lateinischen Liturgie - der Kirchenorgel - absetzen wollte.
Der Liedtexter Joseph Mohr verließ Oberndorf im Herbst 1819. Er wurde an einen anderen Ort im Bundesland Salzburg versetzt. Franz Xaver Gruber blieb noch bis in die 1820er Jahre.


Nähere Hintergünde:
In Salzburg erblickt Joseph Mohr am 11. Dezember 1792 das schummrige Kerzenlicht der Welt, bereits das dritte uneheliche Kind der Strickerin Anna Schoiber aus Hallein. Ihr Untermieter, ein armer Soldat, anerkennt zwar die Vaterschaft, stiehlt sich aber durch Desertion aus der Verantwortung. Taufpate wird, da kein ehrbarer Mann sich zur Verfügung stellt, der Henker von Salzburg, Joseph Wohlgemuth mit Namen. Eine solche Kindheit prägt. Zeitlebens setzt sich Mohr für die Armen, Rechtlosen und Gefallenen ein und damit sich selbst ständig in die Nesseln. In 20 Jahren ist er in einem Dutzend Gemeinden des Salzburgerlandes als Hilfspriester tätig, notgedrungen, denn ein Pfarrer nach dem andern schiebt den kränkelnden Mohren ab, obwohl der seine Schuldigkeit gar noch nicht getan hat. Zur Ruhe kommt er erst 1839 in Wagrain bei Bischofshofen, damals ein mausarmes Bergdorf, heute ein bekannter Skiort. Mohr fördert die vernachlässigte Volksschule, stirbt aber bereits am 4. Dezember 1848 an Lungentuberkulose.
Weil es von ihm, dem armen Hilfspfarrer, kein Bild gibt und die Oberndorfer eine Bronze-Plastik wünschen, lassen sie kurzerhand Mohrs Schädel ausgraben und sein Gesicht rekonstruieren. Der Schädel gelangt nie mehr zurück auf den Friedhof in Wagrain, sondern lagert jahrelang auf dem Polizeiposten und wird schliesslich in die neue Stille-Nacht-Kapelle eingemauert. "Die alte Kirche St. Nikola wird Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen, als das ganze, immer wieder überschwemmte Dorf flussaufwärts verlegt wird", erzählt Museumsleiter Manfred W. K. Fischer. "Die Oberndorfer plagt ein schlechtes Gewissen. Sie feiern 1924 mit Verspätung den 100. Jahrestag der Uraufführung und legen den Grundstein zur Stille-Nacht-Kapelle, welche 1937 eingeweiht wird."

Als Komponist gilt offiziell jedoch nach wie vor Franz Xaver Gruber, umso mehr als dies auf Mohrs "Urfassung" aus den frühen 1820er Jahren klipp und klar steht: "Melodie von Fr: Xav: Gruber". Dazu Schilf: "Mohr, im Komponieren ausgebildet, skizziert seinem Freund Gruber das Lied, singt es ihm vor. Dieser arrangiert die Melodie und schreibt sie nieder."

Oberndorf lebt bis zum Bau der Eisenbahn von der Salzschiffahrt und der Holzflösserei. Als es 1816 mit dem Kurfürstentum Salzburg zu Österreich kommt, wird es vom bayerischen Laufen getrennt. Für die Pfarrkirche werden Gruber als nebenamtlicher Organist und Mohr als Hilfspfarrer angestellt. An Weihnachten 1818 singen die beiden Stille Nacht. Gruber beschreibt die Feier 1854 in der "Authentischen Veranlassung", um sich gegenüber dem König von Preussen als Komponist auszuweisen. Joseph Mohr – längst verstorben - habe ihm am Weihnachtstag ein Gedicht überreicht, "mit dem Ansuchen eine hierauf passende Melodie für 2 Solo-Stimmen sammt Chor und für eine Guitarre-Begleitung schreiben zu wollen. Letztgenannter überbrachte am nämlichen Abend noch diesem Musikkundlichen Geistlichen, gemäss Verlangen (...), seine einfache Composition, welche sogleich in der Heiligen Nacht mit allen Beifall produzirt wurde." Die Orgel habe, heisst es, ihren Dienst versagt, weil Mäuse den Blasebalg zerbissen hätten. Erstaunlich. Klar ist: Die reine Stille-Nacht-Fassung wird mit der Gitarre begleitet.

Quellen:
http://emagazine.credit-suisse.com/app/a...=123835&lang=de

http://www.miracosta.edu/home/mkrish/Wei...lle%20Nacht.htm

http://www.engelchen.de/silent/silent1.htm
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10.01.2009, 11:49

„Gerry & the Pacemakers”: “You’ll Never Walk Alone”

Jahr: 1963
You'll Never Walk Alone ist ein Musik-Stück, das von Richard Rodgers (Musik) und Oscar Hammerstein II (Text) im Jahr 1945 komponiert wurde. Es wurde für das Broadway-Musical Carousel geschrieben und ist Bestandteil des Finales. Das Lied hatte für viele, die Angehörige im Zweiten Weltkrieg hatten und um diese bangen mussten, eine verbindende Wirkung. Bereits 1945 erreichte der Song in der Version von Frank Sinatra erstmals einen Spitzenplatz (Platz 9) in den Billboard-Charts.

Heute gilt You'll Never Walk Alone als das Fußballlied schlechthin, da es von vielen Fanblocks auf der ganzen Welt gesungen wird. Die berühmtesten „Grounds“ (Stadien) in denen das Lied gesungen wird, ist die Anfield Road, Heimstadion des FC Liverpool und der Celtic Park, das Heimstadion von Celtic Glasgow. Mittlerweile wird es nicht nur im Fußball gesungen, sondern erschallt auch in vielen Eishockeystadien.

Musiktext
Originaltext des Songs:
When you walk through a storm
Hold your head up high
And don't be afraid of the dark.
At the end of the storm
There's a golden sky
And the sweet, silver song of a lark.
Walk on, through the wind,
Walk on, through the rain,
Though your dreams be tossed and blown.
Walk on, walk on with hope in your heart,
And you'll never walk alone,
You'll never walk alone
Walk on, walk on with hope in your heart,
And you'll never walk alone,
You'll never walk alone
...

Auf Deutsch übersetzt:
Wenn du durch einen Sturm gehst
Geh erhobenen Hauptes
Und habe keine Angst vor der Dunkelheit
Am Ende des Sturms
Gibt es einen goldenen Himmel
Und das süße, silberhelle Lied einer Lerche
Geh weiter, durch den Wind
Geh weiter, durch den Regen
Auch wenn sich alle Deine Träume in Luft auflösen
Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen
Und du wirst niemals alleine gehen
Du wirst niemals alleine gehen
Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen
Und du wirst niemals alleine gehen
Du wirst niemals alleine gehen
...

Interpreten
Schon früh wurde das Lied auch außerhalb des Musicals eingesetzt. So gibt es Versionen von verschiedensten Künstlern, wie z. B.: Alkbottle, Louis Armstrong, Chet Atkins, Shirley Bassey, Glen Campbell, Ray Charles, Perry Como, Michael Crawford, Doris Day, Plácido Domingo, Aretha Franklin, Judy Garland, Gerry & the Pacemakers, Marilyn Horne, Johnny Cash, Mahalia Jackson, The Knickerbockers, Patti LaBelle, Cleo Laine, Mario Lanza, Darlene Love, Kelly Family, Jim Nabors, Olivia Newton-John, Pink Floyd, Elvis Presley, The Righteous Brothers, Nina Simone, Frank Sinatra, Barbra Streisand, Chris Thompson Kiri Te Kanawa, Conway Twitty, Die Toten Hosen, Dionne Warwick und The BossHoss. Frank Sinatra, der diesen Song bereits in den 1940ern und auch mehrfach später interpretiert hat, war es auch, der diesen Song in besonders getragener, „hymnischer" Weise anlässlich der Angelobungsfeier von US-Präsident George Bush Senior vorgetragen hat.


Weltweit berühmt wurde der Song im Fußball durch den Liverpooler Fan-Block, der Kop. Schon in den 1960ern wurde in England vor jedem Spiel das Publikum beschallt, meist mit Gassenhauern. Dazu gehörte auch die Version des Musical Songs You'll Never Walk Alone von Gerry & the Pacemakers. Vor einem Spiel fiel die Soundanlage des Stadions an der Anfield Road aus, während You'll Never Walk Alone lief. Der Kop schwang sich nach und nach auf und intonierte das Lied selbst in voller Stärke. Seit diesem Tag wird vor Spielbeginn in Liverpool das Lied vom Publikum geschlossen angestimmt, als eine Art Hymne des Vereins. Weitere Vereine folgten dem Beispiel dieser beeindruckenden Darbietung, unter anderem taten es die Fans von Celtic Glasgow den Liverpooler Fans gleich. Die Fans des FC St. Pauli, verbunden durch eine langjährige Fan-Freundschaft mit Celtic Glasgow, waren die ersten, die das Lied auch in Deutschland vor bzw. nach den Heimspielen anstimmten. Mittlerweile wird die Hymne in vielen deutschen Fußballstadien gesungen. Auch beim österreichischen Rekordmeister SK Rapid Wien hat diese Hymne bereits seit den 70-er Jahren Kultstatus.

Die Fußball-Hymne interpretierten u. a. neu die Rubbermaids & Gegengeraden All Stars, Bela B. (Schlagzeuger der Ärzte) für die Fans und den FC St.Pauli sowie The Tiki-Wolves, die Lightning Seeds, The BOSSHOSS (zusammen mit Spielern des FC St. Pauli), Tackhead, Die Toten Hosen sowie Wilde Zeiten für den 1. FSV Mainz 05. Pink Floyd verwandte in dem Stück Fearless von der LP Meddle (1971) eine Aufnahme der singenden Liverpooler Fans.

In den frühen 1990er Jahren wurde das Lied auch für eine amerikanische AIDS-Kampagne von diversen Musikern aufgenommen. Unter anderem waren das Marilyn Horne, Joan Baez und LaBelle.

In Großbritannien erreichte „You'll Never Walk Alone“ dreimal Platz 1 in den Charts – in den Interpretationen von Gerry & the Pacemakers (1963), The Crowd (1985) und Robson & Jerome (1996). Auf den Versionen sowohl von Gerry & the Pacemakers als auch von The Crowd war Gerry Marsden der Leadsänger.

Quelle: Wikipedia
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10.01.2009, 11:52

5. Sinfonie (Beethoven)

Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie (Opus 67) in c-Moll gehört zu den berühmtesten Sinfonien Beethovens und ist eines der populärsten Werke der klassischen Musik. Sie ist auch unter der Bezeichnung Schicksalssymphonie bekannt, der Beiname stammt jedoch nicht vom Komponisten und wird daher kaum noch verwendet.

Das viersätzige Werk beginnt mit dem prägnanten, eher unorthodoxen Anfangsmotiv, mit dem vielfach die ganze Sinfonie identifiziert wird: den drei markanten Achteln auf G, denen in derselben Dynamik (fortissimo) ein langgezogenes Es folgt.

Im Zuge der sogenannten romantischen Beethoven-Rezeption, die bis in das 20. Jahrhundert reichte, wurde Beethovens „Fünfte“ als eine „musikalisch objektivierte Erzählung von Niederlage und Triumph, vom ewigen menschlichen Schicksalskampf, von Leid und Erlösung“ interpretiert (Schicksalsdrama). Ähnlich wie die 9. Sinfonie mit ihrer „Ode an die Freude“ behandele sie mit ihrem „per aspera ad astra“, ihrem Weg durch Nacht zum Licht, von c-Moll nach C-Dur einen grundlegenden Gedanken der europäischen Kultur. Auch wenn diese pathetische Deutung in der heutigen Zeit einer objektiveren Sichtweise gewichen ist, kann trotzdem festgestellt werden, dass Beethovens 5. zusammen mit der 3. Sinfonie und mehr noch der 9. Sinfonie das sinfonische Schaffen des 19. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusst hat – von Brahms über Tschaikowski und Bruckner bis hin zu Gustav Mahler. Sie ist außerdem eines der Werke, die sowohl den Liebhaber klassischer Musik als auch Menschen, die sonst kaum der klassischen Musik zugeneigt sind, immer wieder in ihren Bann zu ziehen vermag, nicht zuletzt durch ihre rhythmische Kraft, die schon im Anfangsmotiv mittels des Unisono der Streicher besonders prägnant in Erscheinung tritt.

Der Nationalsozialismus sah in Beethovens Musik deutsche, natürlich weltweit überragende Geistesleistungen dargestellt. Insbesondere der „Geist der Zeit“, das „Erwachen des deutschen Volkes“, das sich anschicken sollte, auch kulturell als „germanische Rasse“ zu dominieren, meinte man hier festzustellen. Bereits 1934 hatte Arnold Schering von der 5. Sinfonie als einem Werk der „nationalen Erhebung“ geschwärmt und sie gleichgesetzt mit dem Bild des „Existenzkampfes eines Volkes, das einen Führer sucht und endlich findet“. Angeblich vermittelten Beethovens Werke spürbar diese Gefühle des „Heroischen“ und „Faustischen“, „Erhabenen“ und „Monumentalen“.

Das Kopfmotiv wurde im zweiten Weltkrieg von der BBC wegen seiner Bedeutung im Morse-Alphabet als Buchstabe „V“ (für Victory) (•••—) als Jingle verwendet. Am D-Day (Landung der Allierten in der Normandie) blinkten die Flieger mit Lichtzeichen ständig das kurz, kurz, kurz, lang zur Erde.

Quelle: Wikipedia (stark gekürzt)
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10.01.2009, 12:29

„AC/DC“: „Hells Bells“

Jahr: 1980
"Hells Bells" ist das erste Lied vom Album "Black In Black". Es ist eines der bekanntesten Lieder der australischen Hard Rock Band AC/DC (Übersetzt: Wechselstrom / Gleichstrom). Es ist das erste Album nach dem Tod von Bon Scott (1974-1980 Sänger von AC/DC). Als Ersatz für Bon Scott wird Brian Johnson als Sänger aufgestellt.
Das Lied beginnt mit dem ominösen langsamen Läuten einer Glocke. Mit dem Intro ertönen weitere 9 Glockenschläge. Diese Glockenschläge stellen die Totenglocken für „Bon Scott“ dar. Das Lied wurde extra geschrieben, um den Tod des Sängers zu gedenken.

Im Februar 1980, während bereits die Arbeiten am neuen Album in London begannen, ging Scott mit seinem Freund Alistair Kennar auf Zechtour im Londoner Stadtteil Camden Town. Als sie nach dem alkoholreichen Abend vom Club "Music Machine" (später Camden Palace, heute KOKO) aus nach Hause fuhren, schlief Scott auf der Rückbank von Kennars Renault 5 ein. Sein Freund wollte Bon Scott nach Hause bringen in dessen Apartment (15 Ashley Court, Westminster), konnte ihn aber dort nicht wecken und fuhr darauf hin zu sich nach Hause (67 Overhill Road, East Dulwich, Süd-London), wo er Scott über Nacht auf dem Rücksitz des Autos schlafen ließ. Als er ihn am Morgen wecken wollte, fand er den Sänger leblos. Im nahegelegenen Kings College Hospital, Denmark Hill, zu dem Alistair Kennar seinen Freund brachte, konnte beim Eintreffen nur noch der Tod von Bon Scott diagnostiziert werden. Offiziell ist er an einer "Akuten Alkoholvergiftung" und "Unglücksfall" gestorben, doch man konnte klar sehen, dass er an seinem Erbrochenen erstickt war.

(Übersetzung: )
Ich bin ein rollender Donner, ein gießender Regen
Ich komme wie ein Hurrican an
Meine Blitze zucken über den Himmel,
du bist zwar jung, wirst aber trotzdem Sterben

Ich will keine Gefangenen nehmen, keine Leben verschonen
Keiner legt sich mit mir an,
Ich habe meine Glocke, ich werd dich mit mir in die Hölle nehmen.
Ich krieg dich, der Teufel kriegt dich

Höllenglocken
Jaa, Höllenglocken
Du bringst mich dazu Höllenglocken zu läuten
Ich bin heiß, Höllenglocken

Wenn du böse bist, bist du ein Freund von mir
Sehe meinen weißen Donner, wenn ich die Nacht erhelle

Wenn die Guten auf der linken Seite sind, dann gehe ich zur Rechten

Ich will keine Gefangenen nehmen, keine Leben verschonen
Keiner legt sich mit mir an
Ich habe meine Glocke, ich werd dich mit mir in die Hölle nehmen
Ich krieg dich, der Teufel kriegt dich

Quellen:
diverse Wikipedia-Seiten
http://www.top-lyrics.de/songtext/ac-dc,...ells,72210.html
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10.01.2009, 15:24

„Johnny Cash“: “The Ballad Of Ira Hayes”

Jahr: 1972
Ira Hamilton Hayes wurde am 12.01.1923 in Socaton / Arizona geboren und starb am 24.01.1955 Bapchule, Arizona. Er war ein Pima-Indianer, der im United States Marine Corps an der Schlacht um Iwo Jima im Zweiten Weltkrieg teilnahm.
Berühmt wurde er durch das am 23. Februar 1945 aufgenommene Foto des Fotografen Joe Rosenthal, auf dem amerikanische Soldaten die US-Flagge auf dem Berg Suribachi als Zeichen der Eroberung der Insel hissen. Dieses Foto erhielt den Pulitzer-Preis und diente später als Vorlage für das US Marine Corps War Memorial in Washington, D.C. Da Hayes einer der wenigen Überlebenden seiner Einheit war, wurde er in die USA zurückgesandt und der Öffentlichkeit zum Zweck der Kriegspropaganda präsentiert. Nach Ende des Krieges wurde diese Aufgabe überflüssig und Hayes kehrte auf Umwegen in die Indianerreservation zurück, aus der er stammte. Er war inzwischen zum Alkoholiker geworden, weil er den Aufwand um seine Person Zeit seines Lebens nicht verstehen konnte. Er starb vermutlich durch Erfrieren im alkoholisierten Zustand im Alter von 32 Jahren.

Jahre nach seinem Tod wurde sein Schicksal einer breiten Öffentlichkeit durch den Song The Ballad of Ira Hayes des indianischen Folksänger Peter La Farge vom Stamm der Narragansett bekannt, der u.a. auch von Johnny Cash und Bob Dylan interpretiert wurde. Dieses Lied wurde 1968 von dem deutschen Protestsänger Franz Josef Degenhardt in einer abgewandelten Satireversion unter dem Titel „P. T. aus Arizona“ eingesungen.

Das Leben von Hayes wurde 1962 mit „Der Außenseiter“ („The Outsider“) verfilmt; Hayes wurde darin von Tony Curtis dargestellt.

Der Film „Flags of our Fathers“ (2006, Regie: Clint Eastwood) stellt das Leben der sechs Soldaten dar, die 1945 die amerikanische Flagge auf Iwo Jima hissten. Ira Hayes wird darin von Schauspieler Adam Beach dargestellt.

Das Lied:
(Freie Übersetzung)
"Die Ballade Von Ira Hayes"

Ira Hayes,
Ira Hayes

Chor:
Nennt ihn den betrunkenen Ira Hayes
er wird sich nicht wehren
nicht der Whiskey trinkende Indianer
nicht der Marine der in den Krieg zog

Versammelt Euch es gibt eine Geschichte, die ich Euch erzählen will
über einen tapferen jungen Indianer, an dem ihr Euch erinnern solltet
aus dem Land der Pima-Indianer
einem stolzen und edlen Stamm
der in Phönix Tälern in Arizona Landwirtschaft betrieb

Sie zogen die Gräben tausende von Jahren
das Wasser ließ Iras Leuten die Feldfrüchte wachsen
bis der weiße Mann die Wasserrechte gestohlen hat
und das funkeln des Wassers erlosch

Nun war Iras Volk hungrig
und auf ihrem Land wuchs nur noch Unkraut
als der Krieg kam meldete sich Ira freiwillig
und vergaß das Unkraut, das sie für die Weißen anbauten

Chor:
Nennt ihn den betrunkenen Ira Hayes
er wird sich nicht wehren
nicht der Whiskey trinkende Indianer
nicht der Marine der in den Krieg zog

Dort stürmten sie den Hügel Iwo Jimas
zweihundertfünfzig Mann
aber nur 27 kehrten lebend zurück

Dann war der Kampf zu Ende
und der Ruhm wurde verbreitet
unter den Männern, die für ihn standen
war der Indianer Ira Hayes

Chor:
Nennt ihn den betrunkenen Ira Hayes
er wird sich nicht wehren
nicht der Whiskey trinkende Indianer
nicht der Marine der in den Krieg zog

Ira kehrte als Held zurück
man feierte ihn im ganzen Land
er wurde geehrt, Reden wurden gehalten, jeder schüttelte seine Hand

Aber er war nur ein Pima Indianer
kein Wasser, keine Früchte, keine Chance
zu Hause kümmerte sich keiner darum, was Ira gemacht hatte

Chor:
Nennt ihn den betrunkenen Ira Hayes
er wird sich nicht wehren
nicht der Whiskey trinkende Indianer
nicht der Marine der in den Krieg zog

Dann begann Ira viel zu trinken
das Gefängnis wurde sein Zuhause
sie lißen ihn die Fahne hissen und herunterholen
wie Du einem Hund apportien läßt!

Er starb betrunken an einem Morgen
Alleine in dem Land, für das er gekämpft hatte
In einem mir zwei Zoll Wasser gefülltem einsamen Graben
Was für ein Grab für Ira Hayes

Chor:
Nennt ihn den betrunkenen Ira Hayes
er wird sich nicht wehren
nicht der Whiskey trinkende Indianer
nicht der Marine der in den Krieg zog

Ja, nennt ihn den betrukenen Ira Hayes
Aber sein Land ist immer noch trocken
Und sein Geist ruht durstig
In dem Graben, wo Ira starb

Quelle: u.a. Wikipedia
Johnny Cash: The Ballad Of Ira Hayes (selber übersetzt)
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10.01.2009, 15:29

„Bob Marley“: „Buffalo Soldier“

Jahr: 1981
Als Buffalo Soldiers (dt. Büffelsoldaten) bezeichneten die Indianer der Großen Ebenen (Great Plains) die Soldaten der afroamerikanischen Einheiten, die die Unionsarmee der Nordstaaten zum Ende des US-amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1865) aufstellten. Die häufig gelockte Haarpracht der schwarzen Soldaten erinnerte die Indianer an die Rückenmähne des Büffels.

Mit dem Lied Buffalo Soldier hat der Reggae-Musiker Bob Marley den farbigen US-Soldaten ein musikalisches Denkmal gesetzt. In dem Lied nimmt er sich der Geschichte der Buffalo Soldiers an. Marley fand besonders absurd, daß die gerade befreiten ehemaligen Sklaven eingesetzt wurden, um Indianer zu töten und zu vertreiben, obwohl ihre Vorfahren selbst gewaltsam aus ihrer Heimat nach Amerika verschleppt worden waren. Es wird ständig die Wegnahme aus Afrika und die Einfuhr nach Amerika besungen; zum Schluss erwähnt Marley die Ankunft in San Juan und schließlich in seine eigene Heimat, Jamaika. Die Melodie des „Woy yoy yoy-Refrains“ wurde zum Ohrwurm.

Aufstellung und Einsatz im Sezessionskrieg
Einsatz in der Unionsarmee
Die Aufstellung der "Farbigenregimenter" (engl. "Coloured Regiments") war politischen Rücksichtnahmen auf die mächtige Sklavenbefreiungsbewegung geschuldet. Aufgrund des großen Reservoirs an weißen Rekruten hätte es in den Nordstaaten der Neuaufstellung von "Farbigenregimentern" nicht bedurft. In den Streitkräften herrschte von Beginn an das Prinzip der Rassentrennung, d.h. in den Einheiten dienten ausnahmslos Soldaten gleicher Hautfarbe. Nur die Offiziere waren, bis auf wenige Ausnahmen, Weiße. Erst seit dem Ersten Weltkrieg gelang Afroamerikanern in größerer Zahl der Aufstieg in die höheren Ränge.
Die Buffalo Soldiers sahen sich auch im Norden rassistischen Anfeindungen ausgesetzt, weshalb sie oft nur zu Hilfsdiensten herangezogen wurden. Den Vorwurf mangelnder Kampftüchtigkeit widerlegten die wenigen in Schlachten eingesetzten "Farbigenregimenter" mehrmals. Besonders hervor tat sich das 54. Massachusetts Infanterieregiment unter dem (weißen) Colonel Robert Gould Shaw. An diese Einheit erinnert der US-Film Glory. Da allerdings die südstaatlichen Truppen schwarze Nordstaatler nicht als "echte" Kriegsgefangene ansahen und sie oft umstandslos erschossen oder in die Sklaverei zurückschickten, scheute die Armeeführung wiederum auch vor dem Einsatz zurück. Bekannt ist in diesem Zusammenhang das "Massaker von Fort Pillow", bei dem Südstaatenkavallerie unter Nathan Bedford Forrest eine große Zahl gefangengenommener schwarzer Soldaten umbrachte.

Einsatz in den konföderierten Streitkräften
Die Südstaaten-Konföderation stellte gegen Kriegsende "farbige" Baukolonnen aus Sklaven auf, denen man für ihren Einsatz die Freiheit versprach. Überlegungen zur Aufstellung echter Kampftruppen wurden in den Südstaaten gegen Ende des Bürgerkriegs zwar diskutiert, die Kapitulation ließ solchen Ideen jedoch keine Umsetzungschance mehr. Exotische Ausnahme blieben die Louisiana Native Guards (engl.). Unter dem Kommando "farbiger" Offiziere bildeten sie eine "eingeborene" Miliztruppe aus freien Afroamerikanern. Die Einheit trat im Laufe des Krieges auf die Seite der Nordstaaten-Union über.

Von den Indianerkriegen zu den beiden Weltkriegen
Ein Teil der afroamerikanischen Regimenter blieb nach Ende des Bürgerkriegs erhalten. Das 9. und 10. US-Kavallerieregiment wurden im Südwesten der USA stationiert und kämpften in den so genannten Indianerkriegen. Nach dem Ende der Indianerkriege fanden sie Verwendung im Spanisch-Amerikanischen Krieg (1898 ) und bei der anschließenden Invasion der Philippinen (1898–1902). Nach der Rückkehr wurde das 9. Kavallerie-Regiment im Presidio von San Francisco stationiert und war bis zur Gründung des National Park Service 1916 für die Kontrolle der ersten Nationalparks in der Kalifornischen Sierra Nevada Yosemite, Sequoia und General Grant zuständig. Unter General John Pershing wurden die 9. und 10. Kavallerie 1916 wieder gemeinsam eingesetzt und nach Mexiko auf die Strafexpedition gegen Pancho Villa entsandt. Im Zweiten Weltkrieg wurden die beiden Regimenter aufgelöst. Ihre Angehörigen wurden vorwiegend Versorgungseinheiten zugeteilt, die nicht unmittelbar am Kampfgeschehen beteiligt waren.

Das Ende der Rassendiskriminierung in den Streitkräften
Im Juni 1941 wurde per Präsidentenerlaß die Rassendiskriminierung (nicht aber die Rassentrennung!) in allen US-Regierungsbehörden verboten. Damit stand Afroamerikanern die letzte "weiße" Bastion in den US-Streitkräften offen: das US Marine Corps. Gleichzeitig wurde mit der Ausbildung afroamerikanischer US Army Air Force Piloten begonnen. Berühmt wurde die 99th Fighter Squadron, die sich aus den Tuskegee Airmen (engl.) rekrutierte. Die ausschließlich aus "farbigen" Piloten gebildete 99. Jagdstaffel war im Zweiten Weltkrieg die einzige US-Begleitjägereinheit, die keinen der von ihr bewachten Bomber durch feindliche Flugzeuge verlor.
Das 24. Infanterieregiment, das im Koreakrieg eingesetzt war, war die letzte kämpfende segregierte Einheit. Es wurde 1951 aufgelöst und auf andere Einheiten verteilt.

Der Song (freie Übersetzung):
Buffalo Sodier, Rastafrisur:
Da war ein Buffalo Soldier im Herzen Amerikas
gestohlen aus Afrika, nach Amerika gebracht,
kämpft bei der Ankunft, kämpft ums überleben.

Ich meine es ernst, wenn ich das Unrecht analysiere -
für mich ergibt das einen großen Sinn:
wie die Rastalocke zum Buffalo Soldier wurde,
und er wurde Afrika genommen und nach Amerika gebracht
kämpft bei der Ankunft, kämpft ums überleben.

Er sagte er war ein Buffalo Soldier, Rastafrisur
Buffalo Soldier im Herzen Amerikas.

Wenn du deine Geschichte kennst,
dann weißt du wo du herkommst.
Dann bräuchtest Du mich nicht fragen:
„Wer zum Kuckuk bin ich?“

Ich bin nur ein Buffalo Soldier im Herzen von Amerika.
Gestohlen in Afrika, nach Amerika gebracht
sagte er kämpfte bei der Ankunft, kämpfte ums überleben.
sagte er war ein Buffalo Soldier,
um den amerikanischen Krieg zu gewinnen

Dreadie, woe yoe yoe, woe yoe yoe
Woe yoe yoe yo, ya ya woe yo, woe yoe yoe

Buffalo Soldier schreitet durch das Land,
er sagte er wollte weglaufen, man brauchte Hilfe,
so schreitet er durch das Land

Er sagte er war ein Buffalo Soldier,
um den Krieg für Amerika zu gewinnen.
Buffalo Soldier, ein Rastafrisur
kämpft bei der Ankunft, kämpft ums überleben,
vom Ursprungsland ins Herz der Karibik verschifft.

Singe, woe yoe yoe, woe woe yoe yoe
Woe yow yoe yo, yo yo woe yo yoe

Schreitet durch San Juan
in die Arme von Amerika
schreitet durch Jamaika, ein Buffalo Soldier -
kämpft bei der Ankunft, kämpft ums überleben:
Buffalo Soldier, Rastafrisur.

Singe, woe yoe yoe, woe woe yoe yoe
Woe yoe yoe yo, yo yo woe yo, woe yo yoe

Quelle: u.a. Wikipedia
Bob Marley: Buffalo Soldier (selber übersetzt)
343

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10.01.2009, 17:05

The Star-Spangled Banner

„The Star-Spangled Banner“ ist seit dem 3. März 1931 die offizielle Nationalhymne der USA.

Den Text The Star-Spangled Banner schrieb Francis Scott Key, ein junger Anwalt, am Morgen des 14. September 1814. Er wollte damit seine Freude über den Sieg Amerikas über die Briten zum Ausdruck bringen, die in der Nacht im Zuge des Britisch-Amerikanischen Krieges (auch „Krieg von 1812“ genannt) Fort McHenry bei Baltimore, Maryland mit ihren Kriegsschiffen schwer bombardiert hatten. Der Grund für seine Referenz an die amerikanische Flagge war seine Erleichterung darüber, dass am Tag nach den britischen Angriffen noch immer die amerikanische Flagge über dem Fort wehte.

Die Melodie stammt aus einem populären englischen Trinklied um 1800 von John Stafford Smith (To Anacreon in Heaven), das einst die Nationalhymne Luxemburgs unterlegte und das Clublied der von 1772 bis 1792 bestehenden Anacreontic Society in London war. 1916 erhielten die amerikanischen Militärkapellen von Präsident Woodrow Wilson die Weisung, zu offiziellen Anlässen dieses Lied zu spielen. Erst 1931 wurde neben dem Text auch eine verbindliche Melodie für die Hymne offiziell festgelegt.

Der Original-Text:
Bei offiziellen Anlässen wird normalerweise nur die erste Strophe des Star-Spangled Banner gesungen. Die dritte Strophe wird wegen ihrer stark anti-britischen Tendenz nicht zur Nationalhymne gezählt.

1. Oh, say can you see
By the dawn's early light
What so proudly we hailed
At the twilight's last gleaming
Whose broad stripes and bright stars
Through the perilous fight
O'er the ramparts we watched
Were so gallantly streaming?
And the rockets red glare
The bombs bursting in air
Gave proof through the night
That our flag was still there.
Oh, say does that star-spangled
banner yet w a v e
O'er the land of the free
And the home of the brave?

2. On the shore dimly seen
Thru the mist of the deep
Where the foe's haughty host
In dread silence reposes
What is that which the breeze
O'er the towering steep
As it fitfully blows
Half conceals, half discloses?
Now it catches the gleam
Of the morning's first beam
In full glory reflected
Now shines in the stream.
This the star-spangled banner
O long may it w a v e
O'er the land of the free
And the home of the brave!

3. And where is that band
Who so vauntingly swore
That the havoc of war
And the battle's confusion
A home and a country
Should leave us no more?
Their blood has washed out
Their foul footsteps' pollution.
No refuge could save
The hireling and slave
From the terror of flight
Or the gloom of the grave:
And the star-spangled banner
In triumph doth w a v e
O'er the land of the free
And the home of the brave!

4. Oh! thus be it ever
When freemen shall stand
Between their loved homes
And the war's desolation!
Blest with vict'ry and peace
May the Heav'n-rescued land
Praise the Power that hath made
And preserved us a nation.
Then conquer we must
When our cause it is just
And this be our motto:
"In God is our trust."
And the star-spangled banner
In triumph shall w a v e
O'er the land of the free
And the home of the brave!

Übersetzung:
1. Oh sag, kannst du sehen
im Lichte der frühen Morgendämmerung
Was wir so stolz bejubelten
bei der Abenddämmerung letztem Schimmer
Wessen breite Streifen und helle Sterne
durch die gefahrvollen Kämpfe
Über den Wällen, die wir beobachteten
so stattlich wehten?
Und der Raketen roter Schein
das Bersten der Bomben in der Luft
gaben die Nacht hindurch Kunde
dass unsere Flagge noch da war.
Oh sag, weht dieses sternenbesetzte Banner noch
Über dem Land der Freien und der Heimat der Tapferen?

2. Am Ufer noch eben zu sehen
durch die Nebel der Tiefe
Wo des Feindes stolzer Sitz
in ehrfürchtiger Stille ruht
Was ist es, was die Brise
über dem sich auftürmenden Steilhang,
Wenn sie zuckend weht
halb verbirgt, halb enthüllt?
Nun erfasst es den Schimmer
des ersten Morgenstrahls
In voller Pracht reflektiert
scheint es nun im (Licht-)Strom.
's ist das Sternenbanner! O möge es lange wehen
Über dem Land der Freien und der Heimat der Tapferen.

3. Und wo ist die Rotte
die sich rühmend geschworen
dass die Verwüstung des Kriegs
und die Wirren der Schlacht
ein Heim und ein Land
nimmermehr uns lassen sollten?
Ihr Blut hat schon ausgewaschen
die Verunreinigung ihrer stinkenden Fußstapfen
Keine Zuflucht konnte retten
die Taglöhner und Sklaven
vor dem Schrecken der Flucht
oder dem Dunkel des Grabes.
Und das sternenbesetzte Banner wird in Triumph wehen
Über dem Land der Freien und der Heimat der Tapferen!

4. Oh so sei es auf immer
wo freie Männer stehen
Zwischen ihren geliebten Heimen
und der Verwüstung des Kriegs!
Gesegnet mit Sieg und Frieden
möge das vom Himmel errettete Land
die Macht preisen
die uns eine Nation hat gemacht und bewahrt.
Dann müssen wir erobern
denn unsere Sache ist gerecht
und dies sei unser Motto:
"Wir vertrauen auf Gott."
Und das sternenbesetzte Banner möge für immer wehen
über dem Land der Freien und der Heimat der Tapferen!

Entstehungsgeschichte:
Am 3. September 1814, während des Britisch-Amerikanischen Krieges, setzte Francis Scott Key zusammen mit John Skinner die Segel der HMS Minden, um die Freilassung von William Beanes zu erreichen. Dieser Freund Keys wurde in Washington (D.C.) gefangen genommen, da ihm vorgeworfen worden war, britische Deserteure zu beherbergen. Key und Skinner gingen am 7. September an Bord der HMS Tonnant und sprachen mit General Robert Ross und Admiral Alexander Cochrane während des Essens, als diese auch Kriegspläne besprachen. Anfangs lehnten Ross und Cochrane es ab, den gefangenen Beanes frei zu lassen. Sie gaben jedoch bald nach, als ihnen Key und Skinner Briefe von verwundeten britischen Gefangenen zeigten, die Beanes und anderen Amerikanern für ihre Behandlung dankten.

Diese Flagge mit 15 Sternen und Streifen wehte über Fort McHenryDa Key und Skinner einiges der Pläne des geplanten Angriffs auf Baltimore mitbekommen hatten, wurden sie bis zum Ende der Schlacht gefangen gehalten: Erst an Bord der HMS Surprise, danach auf der HMS Minden, mit der sie hinter der britischen Flotte warteten. Am 13. September begann die Schlacht, die 25 Stunden Bombardement dauern sollte. Nachts, am Ende der Schlacht, wurde Key von dem amerikanischen Sieg inspiriert; vor allem durch das Bild der amerikanischen Flagge inmitten der Schlacht.

Am nächsten Tag schrieb Key ein Gedicht an Bord des Schiffes auf die Rückseite eines Briefes, den er noch in seiner Tasche hatte. Nachdem er mit Skinner in Baltimore angekommen war, beendete er das Gedicht im Indian Queen Hotel, welches er Defence of Fort McHenry nannte.

Später gab Key seinem Stiefbruder Joseph Nicholson sein Gedicht, der bemerkte, dass es zu der Melodie von To Anacreon in Heaven passt. Nicholson ließ das Gedicht anonym drucken. Dies geschah am 17. September. Drei Tage später erschien es im Baltimore Patriot und im The American mit der Bemerkung Tune: Anacreon in Heaven. Wenig später veröffentlichte Thomas Carr Text und Melodie zusammen unter dem Namen The Star-Spangled Banner, unter welchem es schnell bekannt wurde.

Verhaltensvorschriften:
Title 36 des United States Code, Section 301 regelt die erwartete Haltung beim Spielen der Nationalhymne:

Verhalten während der Darbietung der Nationalhymne
1) Wenn die Flagge gehisst ist,
a) sollen alle Anwesenden mit Ausnahme derjenigen, die eine Uniform tragen, die Grundstellung einnehmen, sich zur Flagge wenden und die rechte Hand auf das Herz legen;
b) sollen Männer, die keine Uniform tragen, ihre Kopfbedeckung mit ihrer rechten Hand abnehmen und sie so an die linke Schulter halten, dass sich ihre Hand über dem Herzen befindet;
c) sollen uniformierte Personen von der ersten bis zur letzten Note der Hymne salutieren.
2) Ist keine Flagge gehisst, sollen sich alle Anwesenden in die Richtung der Musik wenden und sich so verhalten, als werde die Flagge gezeigt."

(Stark gekürzte Quelle): Wikipedia
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10.01.2009, 17:13

„Gompie“: „Alice, Who The Fuck Is Alice?“

Jahr: 1995
Gompie war das gemeinsame Projekt des Musikproduzenten Peter Koelewijn und Rob Peters, dem Direktor des Plattenlabels RPC. Beiden gelang Mitte der 1990er Jahre mit dem Titel Alice, Who The Fuck Is Alice?, einer Adaption des Hits "Living Next Door To Alice" der britischen Band "Smokie", die das Lied von New World gecovert hat, ein internationaler Singleerfolg.

Benannt ist das Projekt nach dem Café Gompie in der niederländischen Stadt Nimwegen. Dort wurde regelmäßig der aus dem Jahr 1976 stammende Hit Living Next Door To Alice von Smokie gespielt. An der Stelle im Refrain, an der der Name Alice vorkommt, drehte der örtliche DJ Onno Pelser für gewöhnlich den Ton ab, woraufhin die Gäste des Cafés "Alice, who the fuck is Alice?" schrien. Als Peters eines abends Gast in dem Lokal war und Zeuge des Rituals wurde, griff er die Idee sofort auf. Er benachrichtigte seinen Freund Koelewijn und beide nahmen unter dem Namen Gompie eine Single auf.

Der Song entwickelte sich zunächst in den Benelux-Staaten zum Hit. In ihrem Heimatland erreichten Gompie im Frühjahr 1995 für fünf Wochen Platz 1 der Charts. Von dort schwappte der Erfolg auch in die Nachbarländer über. In den deutschsprachigen Ländern erreichte die Single im Sommer hohe Platzierungen in den Top Ten. In Großbritannien reichte es für die besten Zwanzig.

Nach dem selben Prinzip wurde später das Lied "Always look on the bright side of life" aus dem Monthy Python-Film Das Leben des Brian konzipiert. Der Song wurde als Life? You never saw my wife veröffentlicht, erreichte jedoch nicht den Erfolg von Alice, Who The Fuck Is Alice?.

Quelle:
Wikipedia
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