Jahr: 1989
Der Song geht auf einem Alptraum zurück, den Robert Smith in seiner Kindheit desöfteren hatte. In den Träumen wurde er von einer riesigen Spinne gefressen.
Als er dann Mary Howitts klassisches Gedicht „The Spider And The Fly“ (Die Spinne und die Fliege“) liest sieht er seine Chance, die Alpträume aus seinen Kindertagen mit dem Gedicht zu einem Song zu verarbeiten und schreibt den Cure-Hit „Lullaby“.
The Spider and the Fly
(Mary Howitt)
Original:
Will you walk into my parlour?" said the Spider to the Fly,
'Tis the prettiest little parlour that ever you did spy;
The way into my parlour is up a winding stair,
And I've a many curious things to shew when you are there."
Oh no, no," said the little Fly, "to ask me is in vain,
For who goes up your winding stair can ne'er come down again."
"I'm sure you must be weary, dear, with soaring up so high;
Will you rest upon my little bed?" said the Spider to the Fly.
"There are pretty curtains drawn around; the sheets are fine and thin,
And if you like to rest awhile, I'll snugly tuck you in!"
Oh no, no," said the little Fly, "for I've often heard it said,
They never, never wake again, who sleep upon your bed!"
Said the cunning Spider to the Fly, " Dear friend what can I do,
To prove the warm affection I 've always felt for you?
I have within my pantry, good store of all that's nice;
I'm sure you're very welcome -- will you please to take a slice?"
"Oh no, no," said the little Fly, "kind Sir, that cannot be,
I've heard what's in your pantry, and I do not wish to see!"
"Sweet creature!" said the Spider, "you're witty and you're wise,
How handsome are your gauzy wings, how brilliant are your eyes!
I've a little looking-glass upon my parlour shelf,
If you'll step in one moment, dear, you shall behold yourself."
"I thank you, gentle sir," she said, "for what you 're pleased to say,
And bidding you good morning now, I'll call another day."
The Spider turned him round about, and went into his den,
For well he knew the silly Fly would soon come back again:
So he wove a subtle web, in a little corner sly,
And set his table ready, to dine upon the Fly.
Then he came out to his door again, and merrily did sing,
"Come hither, hither, pretty Fly, with the pearl and silver wing;
Your robes are green and purple -- there's a crest upon your head;
Your eyes are like the diamond bright, but mine are dull as lead!"
Alas, alas! how very soon this silly little Fly,
Hearing his wily, flattering words, came slowly flitting by;
With buzzing wings she hung aloft, then near and nearer drew,
Thinking only of her brilliant eyes, and green and purple hue --
Thinking only of her crested head -- poor foolish thing! At last,
Up jumped the cunning Spider, and fiercely held her fast.
He dragged her up his winding stair, into his dismal den,
Within his little parlour -- but she ne'er came out again!
And now dear little children, who may this story read,
To idle, silly flattering words, I pray you ne'er give heed:
Unto an evil counsellor, close heart and ear and eye,
And take a lesson from this tale, of the Spider and the Fly.
Übersetzung ins Deutsche
(Stefan Magerstedt, 2005)
"Magst Du in meine Stube eintreten?" sagte die Spinne zu der Fliege,
"Es ist eine der schönsten Stuben, die Du je erspäht hast;
der Weg in diese Stube ist diese Wendeltreppe hinauf,
und ich habe viele sonderbare Dinge, die ich Dir zeige, wenn Du dort bist."
"Oh nein, nein," sagte die kleine Fliege, "Du fragst mich vergeblich,
denn jeder der diese Wendeltreppe hinaufgeht, kommt nie wieder herunter."
"Du bist sicher müde, Liebe, so hoch fliegend;
magst Du Dich auf meinem kleinem Bett ausruhen?" sagte die Spinne zu der Fliege.
"Es sind schöne Vorhänge herumgezogen, die Laken sind fein und dünn,
und wenn Du eine Zeit Dich ausruhen magst, werde ich Dich gemütlich zudecken!"
"Oh nein, nein," sagte die kleine Fliege, "Ich habe oft sagen hören,
jeder der in Deinem Bette schläft, wacht nie wieder auf!"
Sagt die listige Spinne zu der Fliege, "Mein lieber Freund, was kann ich tun,
um Dir meine warme Zuneigung zu Dir zu beweisen, welche ich schon immer fühlte?
Ich habe in meiner Speisekammer all die schönen Dinge;
Du bist mir willkommen - möchtest Du vielleicht eine Scheibe?"
"Oh nein, nein," sagte die kleine Fliege, "mein nette Herr, das kann nicht sein,
Ich habe gehört, was in Ihrer Speisekammer ist, und das mag ich nicht sehen!"
"Süßes Geschöpf!" sagte die Spinne, "Du bist so geistreich und so weise,
so stattlich Deine hauchdünnen Flügel, so strahlend Deine Augen,
ich habe einen kleinen Spiegel in der Stube stehen,
wenn Du eintritts für einen Moment, Liebe, kannst Du Dich selbst betrachten."
"Ich danke Ihnen, vornehmer Herr," sagte sie, "für das, was sie sagen,
und ich wüsche Ihnen nun einen guten Morgen, ich werde ein anderes Mal vorbeischauen."
Die Spinne drehte sich um, und ging in ihr Heim,
denn Sie wusste, dass die dumme Fliege bald wieder da sein würde:
Also spann Sie ein feines Netz, listig in eine kleine Ecke,
und stellte den Tisch bereit, auf dem Sie die Fliege verspeisen will.
Dann ging Sie wieder aus der Tür heraus und sang fröhlich,
"Komm hierher, hierher, schöne Fliege, mit den perl- und silbernen Flügeln;
Deine Kleider sind grün und lila -- trägst eine Krone auf dem Kopf;
Deine Augen sind hell wie Diamanten, aber meine sind stumpf wie Blei!"
Ach, ach! Kaum hatte die kleine, dumme Fliege
diese gerissenen, schmeichelnden Worte gehört, kam sie langsam herangeflitzt;
mit summenden Flügeln flog sie hoch oben, näher und näher kommend,
nur an ihre strahlenden Augen denkend, and grüne und lila Farbtöne --
nur an ihren gekrönten Kopf denkend -- armes dummes Ding! Schließlich
sprang die gerissene Spinne nach oben, und hielt sie mit aller Kraft fest.
Sie zog sie die Wendeltreppe hinauf, in ihr düsteres Heim,
in ihre kleine Stube -- aber sie kam nie mehr wieder heraus!
Und nun, liebe kleine Kinder, welche diese Geschichte lesen,
unnützen, dummen, schmeichelnden Worten, so bete ich schenkt keine Beachtung:
Bei einem bösem Ratgeber, schließt euer Herz und Ohr und Auge,
und lernt von dieser Erzählung, der Spinne und der Fliege.
Übersetzung von "The Cure": „Lullaby“:
Auf Zuckerstangen dünnen Beinen kommt der Spinnenmann.
Sanft durch die Schatten der Abendsonne
Schleicht vergänglich durch das Fenster des glücklichen Todes
Schaut nach dem im Bett zitternden Opfer
Sucht die Angst in der versammelten Dunkelheit und
Plötzlich!
Eine Bewegung in der Ecke vom Raum
Und es gibt nichts was ich tun kann
Als ich mit Angst realisiere
Dass der Spinnenmann mich heute Nacht als Abendessen haben wird
Er lacht friedlich und schüttelt seinen Kopf
Unheimlich kommt er nun näher
näher ans Bettende
Und sanfter als ein Schatten und schneller als eine Flucht
Seine Arme sind überall um mich hreum und seine Zunge ist in meinen Augen
"Sei still sei ruhig nun mein kostbarer Junge
Kämpfe nicht so sonst werde ich dich nur noch mehr lieben
Es ist viel zu spät um wegzurennen oder das Licht einzuschalten
Der Spinnenmann wird dich heute als Abendessen haben
Und ich fühle mich als wäre ich gegessen worden
Von tausend Millionen zitternden haarigen Löchern
Und ich weiß dass ich morgens aufwachen werde
In der zitternden Kälte
Und der Spinnenmann ist immer hungrig...
"Komm` in meinen Salon ", sagte der Fliege die Spinne ." ich habe hier etwas für Dich"
Quellen:
http://www.lyrix.at/de/text_show/7cd3a52…+Cure_-_Lullaby
http://krass-toll.de/translatedpoems.html