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raptor230961

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09.01.2009, 18:20

Songs Und Ihre Hintergründe:

In diesen Thread könnt Ihr die kleinen „Geschichten“, wie die Songs entstanden sind - die Anekdoten zu den Musikstücken oder Background-Infos zu den Liedern schreiben.
Zu Beginn des Threads fange ich mal mit meinem Lieblingslied an:

„Israel Kamakawiwo’ole“: „Somewhere Over The Rainbow/What A Wonderful World”
Jahr: 1993
Hawaii, zwei Uhr morgens. Milan Bertosa, ein junger Toningenieur, wartet in seinem Studio auf einen späten Kunden, jemanden mit einem langen Namen mit vielen Vokalen. Milan ist müde und will nach Hause, aber die Stimme am Telefon hat gesagt, es sei wichtig, und man brauche nur eine halbe Stunde. Es klopft, und vor Milans Studiotür steht ein sehr fetter Mann mit einer sehr kleinen Ukulele.

Der fette Mann beugt sich zum Mikrophon hin und sagt: »’Kay, this one’s for Gabby.« Und singt: »Oooooo - somewhere over the rainbow...« aus »The Wizard of Oz«. Der Toningenieur hinter seinem Studiofenster spitzt schon nach den ersten Takten die Ohren: der riesige Mann mit der winzigen Ukulele und der wunderschönen Stimme singt diese alten Hollywood-Showtune, ganz zärtlich, traurig und melancholisch, und optimistisch, voller Hoffnungen und Möglichkeiten. Mittendrin wechselt der fette Mann zu »What a Wonderful World«, dem Song, den Louis Armstrong berühmt gemacht hat, pfuscht ein bißchen beim Text, ändert ein paar Akkorde, aber es macht nichts, es passt. Dann steht der Mann auf, sagt »Ich bin müde«, nimmt seine Ukulele und geht nach Hause. Eine Stimme, eine Ukulele, ein Take.

Der fette Mann hat diesen Song nur einmal aufgenommen, in jener Nacht im Studio von Milan Bertosa. Der Song wandert aus dem Studio in die Radiosender, in die Bars von Hawaii. Viele hörten darin einen anderen, verborgenen Song, der von der Traurigkeit und der Hoffnung der Hawaiianer erzählt nach der illegalen Annektierung ihres Landes durch die USA im Jahre 1898. Eines Tages spielt der Radiosender Santa Monica KCRW den Song, der Filmroduzent Martin Brest kauft die Rechte für »Meet Joe Black«. Andere Produzenten benutzen ihn, für »Finding Forrester«, »The Big Bounce«, für Emergency Room«, »Providence«, »Charmed« oder »50 Erste Dates«

So kam er dann nach Europa, zu uns. Karl brachte ihn mit und sagte »Wenn du davon keine Gänsehaut bekommst, bist du klinisch tot«. Weihnachten 2002 taucht er zum ersten Mal bei IT&W auf, hilft Dr. Green ins Jenseits, rutscht mit uns in das Jahr 2004, erobert die Old Fart MP3 Competition, den iTunes Music Store, geht verloren und wird wiedergefunden und taucht schließlich Anfang diesen Jahres in Steve Jobs’ Keynote auf.

Der fette Mann endete jedes seiner Live-Konzerte mit den Worten »My name is Israel Kamakawiwo’ole, I am Hawai’ian«. Er starb am 26. Juni 1997, im Alter von 38 Jahren. Aloha, Iz, »Somewhere over the Rainbow«.

Quelle: Industrial Technology & Witchcraft
http://www.industrial-technology-and-wit....php/ITW/14978/
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09.01.2009, 19:30

“Kanye West”: “Heartless”

Jahr: 2008
„Kanye West besingt in `Heartless` seine Liebe zu einer Frau – vermutlich seine Ex-Feundin die Designerin Alexis Pfeifer – die ihn herzlos im Stich ließ. Seine Aktuelle LP `808's & Heartbreak` bezeichnet er selbst sogar als kompletten Seelen-Strip.

Kanye West: `Ich hatte so viel Schmerz und Liebeskummer zu verarbeiten – ich mußte diese Platte einfach machen. Ich mußte das los werden. Und viele der Songs, wie zum Beispiel auch `Love Lockdown`, habe ich in nicht mehr als 5 Minuten geschrieben, in einem Rutsch.`

In Rekordgeschwindigkeit setzte der Rapper seinen Kummer also in Love-Songs um. Auffällig ist dabei, wie oft er auf dem Album seine Stimme elektronisch verfremdet hat – so auch in Heartless.
Ungewöhnlich auch der Look des Videos: komplett animiert erscheint Kanye wie eine Disney-Figur. Ähnlich märchenhaft ist auch der Erfolg des zehnfachen Grammy-Gewinners. Hat er damit jemals gerechnet?

„Kanye West: ` Schon als ich klein war wußte ich ich werde eines Tages ein großer Star. Aber auch wenn so ein Traum Wirklichkeit wird scheint er Dir irreal.` “

Übersetzung:
In der Nacht höre ich sie erzählen,
von der kältesten Geschichte die je erzählt wurde
irgendwo weit weg, entlang der straße
verlor er seine seele
an eine frau so herzlos
wie konntest du so herzlos sein?

wie konntest du so sein
so kalt wie der winterwind wenn er weht
erinner dich einfach daran dass du zu mir gesprochen hast
ich mein nach allem was wir durchgestanden haben
ich mein nach allem in das wir geraten sind
und ich weiß einige dinge von denen du mir gar nichts gesagt hast
hey, ich habe ein paar dinge getan aber das war ich mal
und jetzt willst dus mir heimzahlen
du wirsts mir zeigen
also läufst du herum als würdest du mich nicht kennen
du hast einen neuen freund, nun, ich habe freunde
aber am ende ist es trotzdem einsam

In der Nacht höre ich sie erzählen,
von der kältesten Geschichte die je erzählt wurde
Irgendwo weit weg, entlang dieser Straße
verlor er seine Seele an eine Frau so herzlos
wie konntest du so herzlos sein?
oh.. wie konntest du so herzlos sein?

Wie konntest du so teuflisch sein,
du machst jemanden aus mir den ich nicht kannte
ich habe entschieden dass wir nicht mehr reden also
warum sind wir um 3 uhr morgens am telefon
warum ist sie so sauer auf mich
ich weiß es nicht, sie ist heiß und kalt
ich werde nicht aufhören,
ich werde mir den Spaß nicht verderben denn ich weiß längst wie das läuft
Du rennst und erzählst deinen freunden dass du mich verlässt,
sie sagen dass sie nicht das in mir sehen was du siehst,
du wartest ein paar monate und dann wirst du sehen,
du wirst nie einen besseren als mich finden

in der nacht höre ich sie erzählen,
von der kältesten geschichte die je erzählt wurde,
irgendwo weit weg, entlang dieser straße
verlor er seine seele an eine frau so herzlos
wie konntest du so herzlos sein?
wie konntest du so herzlos sein?

reden, reden, reden, rede
baby lass uns damit aufhören
sie wissen nicht was wir durchgemacht haben
sie wissen nichts über mich und dich
also habe ich etwas neues
und du wirst mich einfach weiterhin hassen
und wir sind zu feinden geworden
ich weiß du kannst nicht glauben
ich könnte es falsch belassen
und du kannst es nicht richtig machen
ich werde heute nacht abhauen
in der nacht

in der nacht höre ich sie erzählen,
von der kältesten geschichte die je erzählt wurde,
irgendwo weit weg, entlang dieser straße
verlor er seine seele an eine frau so herzlos
wie konntest du so herzlos sein?
oh.. wie konntest du so herzlos sein?


Quelle:
RTLII News 08.01.2009 20:00
http://www.golyr.de/kanye-west/songtext-…ess-685132.html
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09.01.2009, 20:00

"Joachim Witt": "Goldener Reiter"

Jahr: 1980
In dem NDW-Hit "Goldener Reiter" geht es um das Panzeraufklärungslehrbataillon 3 in Lüneburg (das Wappen der Einheit führt den "Goldenen Reiter").
Die Kaserne bezeichnet Joachim Witt als "Nervenklinik", in der man "noch verrückter gemacht wird". (Witt leistete seinen Wehrdienst in der Theodor Körner Kaserne in Lüneburg direkt an einer Umgehungstraße vor der Stadt.)

(Theodor Körner wird als nächstes ochmals mit einem etwas älteren Lied in Erscheinung treten)
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09.01.2009, 20:32

"Lützows wilde Jagd"

Jahr: 1813
Text: Theodor Körner, 1813
Musik: Karl Maria v. Weber, 1814


1.
Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein?
Hörs näher und näher brausen.
Es zieht sich herunter in düsteren Reihn,
und gellende Hörner erschallen darein,
erfüllen die Seele mit Grausen.
Und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt:
Das ist, |: das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

2.
Was zieht dort rasch durch den finstern Wald
und streift von Bergen zu Bergen?
Es legt sich in nächtlichen Hinterhalt,
das Hurra jauchzt, und die Büchse knallt,
es fallen die fränkischen Schergen.
Und wenn ihr die schwarzen Gesellen (Jäger) fragt:
Das ist, |: das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

3.
Wo die Reben dort glühen, dort braust der Rhein,
der Wüterich geborgen sich meinte;
da naht es schnell mit Gewitterschein
und wirft sich mit rüst'gen Armen hinein
und springt ans Ufer der Feinde.
Und wenn ihr die schwarzen Schwimmer fragt:
Das ist, I: das ist Lützows wilde, verwegene Jagd!

4.
Was braust dort im Tale die laute Schlacht,
was schlagen die Schwerter zusammen?
Wildherzige Reiter schlagen die Schlacht,
und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht
und lodert in blutigen Flammen.
Und wenn ihr die schwarzen Reiter fragt:
Das ist, |: das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

5.
Wer scheidet dort röchelnd vom Sonnenlicht,
unter winselnde Feinde gebettet?
Es zuckt der Tod auf dem Angesicht,
doch die wackern Herzen erzittern nicht:
das Vaterland ist ja gerettet!
Und wenn ihr die schwarzen Gefallnen fragt:
Das ist, I: das ist Lützows wilde, verwegene Jagd!

6.
Die wilde Jagd und die deutsche Jagd
auf Henkersblut und Tyrannen!
Drum, die ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt!
Das Land ist ja frei, und der Morgen tagt,
wenn wir's auch nur sterbend gewannen.
Und von Enkeln zu Enkeln sei's nachgesagt:
Das war, |: das war Lützows wilde, verwegene Jagd.

Das Lied wird von Theodor Körner, einem der Soldaten aus dem Freikorps von Lützow geschrieben.

Stark vereinfachter Hintergund:
(nachdem ich ein unveröffentlichtes Buch über dieses Thema geschrieben habe wären in einem Thread wohl 600 Seiten etwas zu viel / zu langweilig - so habe ich diesen Thread sehr stark gekürzt)
Nachdem in Frankreich 1789 der König Ludwig XVI abgesetzt und die erste Republik ausgerufen wird beginnt die Karriere des korsischen Offiziers Napoleon Bonaparte. Dieser Mann steigt in der Hierachie soweit auf, daß er die Republik beenden und und sich zum französischen Kaiser erheben kann. Nach endlosen Erfolgen – er hat bereits beinahe ganz Europa erobert – beginnt 1812 sein Abstieg durch seine Niederlage gegen das zaristische Russland.

Ein einheitliches Deutschland gibt es noch nicht. Das Deutschland, das wir kennen besteht aus zahllosen Herzogtümern, Königreichen, Freistaaten, Bistümern und Hansestädten. Zunächst von großen Teilen des Volkes als Befreier und Erneuerer begrüßt wird Napoleon aber bald als Diktator empfunden. Die hohen Abgaben; die erzwungene Truppenaushebungen für die französische Armee und die Entfernung von wertvollen Beutestücken aus Deutschland (unter anderen die Quadriga des Brandenburger Tores) fördert eine Stimmung gegen den Fremdherrscher. Da die deutschen Kleinstaaten keine ernsthaften Gegner für die fremden Truppen darstellen können entstehen erste zaghafte Anstrengungen, eine „deutsche Nation“ zu werden.

Russische, Britische, preußische und später österreichische Truppen beginnen, die französische Vorherrschaft in Europa zu beenden, bis 1815 Napoleon in Waterloo endgültig besiegt wird.

Lützower Freikorps:
Im Februar 1813 stellt der preußische König nach schwersten Verlusten unter dem preußischen Major Adolf von Lützow eine neue Truppe auf.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Truppen jener Zeit besteht diese Truppe ausschließlich aus Freiwilligen aus allen deutschen Kleinstaaten. Diese sind sogenannte Selbstversorger - sie empfangen keine Löhnung, rüsten sich selbst aus kleiden sich selber ein. Aus der Not - um den Freiwilligen die Kosten niedrig zu halten und da die Zeit drängt einigt man sich für diese Truppe auf eine praktische Uniform:
Die Bevölkerung trägt im Zivil eine farblose – zumeist schwarze Kleidung. Auch andere freiwillige Soldaten aus den deutschen Kleinstaaten tragen höchst unterschiedliche Uniformen. So werden einfach alle Kleidungstücke schwarz gefäbt. Sie erhalten um den Eindruck einer einheitlichen Uniform zu erhalten rote Aufschläge und goldene Knöpfe.

Während die teilweise zwangsrekrutierten oder „gepressten“ Soldaten der Monarchien ständig beaufsichtigt werden müssen – was zur besseren Kontrolle eine geschlossene Gefechtsordnung erfordert – können die Freiwilligen des Lützower Freikorps in offenen Formationen flexibel kämpfen.

Die zeitweise 2 900 Infanteristen, 600 Kavalleristen und 120 Artilleristen starke Freischar operiert im Rücken des weit überlegenen Gegners mit ihren Guerilla-Taktiken unter dem preußischen Major Adolf von Lützow. Trotz weitaus mehr propagandistischem als militärischem Erfolg erweisen sie sich als Schrecken der französischen Truppen. („Die schwarzen Gesellen“, „brigands noir“)

Da die Truppe im Gegensatz zu den damaligen Gepflogenheiten nicht „gepresst“ oder zwangsrekrutiert wird, sondern nur aus unbesoldeten Freiwilligen besteht – und da in jener Truppe auch - wie sich später herausstellt - heimlich 2 Frauen für ein freies Europa kämpfen wird jene Truppe seither gerne als Vorbild für demokratische Werte und ein freies geeinigtes Deutschland (bzw. Europa) genommen. Auch dafür, dass die Mitglieder bei einer Gefangennahme im Gegensatz zu regulären Truppen eine lebenslange französische Galleerenstrafe riskieren ist ein weiterer Bestandteil der Dankbarkeit der Zivilbevölkerung in den Befreiungskriegen.

Sie wird am 17. 6. 1813 bei Kitzen vom Gegner beinahe völlig aufgerieben und wieder neu aufgestellt.

Die deutsche Flagge:
Dieses „Lützower Freiheitskorps“ inspiriert sieben Studenten (ehemalige Mitglieder des „Lützower Freikorps“), mit einigen gleichgesinnten Studenten, die Burschenschaft von Jena zu gründen. („Ehre, Freiheit, Vaterland“) Diese Bestrebung einer deutschen Einheit nimmt die beliebten Farben des Lützower Freikorps (Schwarze Uniform, rote Aufschläge, goldene Knöpfe) und entwickelte daraus die Fahne der „Burschenschaft von Jena“:
Die Fahne war in drei Streifen aufgebaut: Rot, Schwarz, Rot – mit einem goldenen Eichenlaubkranz in der Mitte. Da warscheinlich diese Fahne zu kompliziert war ließ man sich durch die Flagge der „Vereinigten Staaten von Belgien“ (1790) inspirieren (Rot-Schwarz-Gold) und vereinfachte die Flagge zu Schwarz-Rot-Gold.

Erstmals taucht die neue vereinfachte Fahne zum „Hambacherfest“ auf. (27. Mai – 30. Mai 1832 - 30.000 Teilnehmer auf dem Hambacher Fest für nationale und demokratische Ziele.)

Am 13.11.1848 wird diese Fahne im Reichsgesetzblatt als deutsche Fahne verkündet.

Nach Einführung der kaiserlichen Schwarz-Weiß-Roten deutschen Flagge (die Farben „Schwarz-Weiß“ stehen für Preußen, „Rot“ für die freien Hansestädte) taucht die heutige Fahne erst nach dem ersten Weltkrieg wieder auf:

Von 1918 - 1933 steht sie für die „Weimarer Republik“ und (nach der „Hakenkreuzflagge“ und der schwarz-weiß-roten Reichsflagge im dritten Reich) seit 1949 ist sie die Nationalflagge Deutschlands.

(Zur besseren Lesbarkeit einfach die folgenden Bilder anklicken)


Nach dem Zweiten Weltkrieg:
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden von den Besatzungsmächten alle vorherigen Nationalflaggen verboten. Am 12. November 1946 ordnete die Besatzungsmacht an, dass alle deutschen Schiffe zur Identifikation die internationale Signalflagge des Buchstabens „C“ mit einem dreieckigen Ausschnitt zu führen hätten, den so genannten C-Doppelstander. Die C- Flagge steht dabei sowohl als Erniedrigung für „Capitulation“ (die Bedingungslose Kapitulation vom 08.05.1945), als auch als Repräsentation für die Farben Blau, Weiß und Rot, die die Nationalfarben von drei der vier Alliierten (USA, Großbritannien und Frankreich). Dieser Stander durfte auf See nicht gegrüßt werden bzw. es durften ihm keinerlei Ehrenbezeugungen erwiesen werden. Dies war deutlicher Ausdruck des Bestrafungswillens der Alliierten gegenüber dem geschlagenen Deutschland.

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09.01.2009, 21:43

"Boomtown Rats" "I Don't Like Mondays"

Jahr: 1979
I Don’t Like Mondays (deutsch: Ich mag keine Montage) war der größte Hit der Band The Boomtown Rats um Bob Geldof. Inspiriert wurden sie durch den Ausspruch der 16-jährigen Brenda Ann Spencer, die am Montag, dem 29. Januar 1979 aus dem Fenster ihres Schlafzimmers auf dem gegenüberliegenden Schulhof der Grover Cleveland Elementary School in San Diego den Schulleiter Burton Wragg und den Hausmeister Mike Suchar mit einem halbautomatischen Gewehr erschoss, einen Polizisten und acht Schüler verletzte. Sie hatte die Waffe von ihrem Vater zu Weihnachten geschenkt bekommen. Während der Schießerei bekam Spencer einen Anruf von einem Journalisten, dem sie als Begründung für ihre Tat zur Antwort gab: „I don’t like Mondays. This livens up the day.“ Als die Polizei Spencers Schlafzimmer stürmte, wiederholte sie den Satz und gab auch bei ihrer Verhaftung als Motiv an: „Nothing’s happening today. I don’t like Mondays.“
The Boomtown Rats wurden durch dieses Massaker inspiriert und Bob Geldof schrieb daraufhin den Titel, nachdem er während eines Radiointerviews beobachtet hatte, wie die Nachricht über den Amoklauf aus dem Telex-Gerät des Radiostudios herauskam. Das Lied wurde in den 1980er Jahren regelmäßig montagmorgens von Rockradios in den USA gespielt. Im Juli 1979 wurde es ein Nummer-Eins-Hit in Großbritannien, erreichte Platz 6 in Deutschland und Platz 73 in den USA. 2001 erschien eine Coverversion von Tori Amos auf ihrem Album Strange Little Girls.

Übersetzung:
Der Silikonchip in ihrem Kopf
schaltet um auf Überlastung
Und niemand wird heute zur Schule gehen
Sie wird sie dazu bringen, zu Hause zu bleiben
Und Daddy versteht es nicht
Er sagte immer, sie wäre ein Goldstück
Und er kann keine Gründe sehen
Denn es gibt keine Gründe
Welche Gründe, die dir aufgezeigt werden, brauchst du?
Sag mir warum. – Ich Montage hasse
Sag mir warum. – Ich Montage hasse!
Sag mir warum. – Ich Montage hasse!
Ich möchte den ganzen Tag zusammenschießen
Der Fernschreiber wurde so sauber gehalten
und er schreibt zu einer wartenden Welt
Und Mutter fühlt sich so geschockt
Vater’s Welt ist zerrüttet
Und ihre Gedanken verwandeln sich
in ihr eigenes kleines Mädchen
Süße Sechzehn – ist das nicht toll?
Nein, es ist nicht toll eine Niederlage zuzugeben
Sie können keine Gründe sehen
Denn es gibt keine Gründe
Welche Gründe brauchst du?
Sag mir warum. – Ich hasse Montage!
Sag mir warum. – Ich hasse Montage!
Sag mir warum. – Ich hasse Montage!
Ich möchte den ganzen Tag zusammenschießen
Und auf dem Spielplatz wurde aufgehört zu Spielen
Sie möchte ein wenig mit ihren Spielzeugen spielen
Und die Schule ist früh aus und bald werden wir lernen
Und die Lektion heute heißt sterben
Und dann krächzte das Megaphon
Und der Sheriff kämpfte
mit den Problemen und dem Wie und Warum
Und er kann keine Gründe sehen
Denn es gibt keine Gründe
Welche Gründe brauchst du, um zu sterben?
Sag mir warum. – Ich hasse Montage!
Sag mir warum. – Ich hasse Montage!
Sag mir warum. – Ich hasse Montage!
Ich möchte den ganzen Tag zusammenschießen

Quellen:
Diverse Seiten aus Wikipedia,
http://www.bwi2006.com/blog/index.php?/a…ke-Mondays.html
http://www.magistrix.de/lyrics/Boomtown%…ung-230172.html
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09.01.2009, 22:15

"The Lion Sleeps Tonight"

"The Lion Sleeps Tonight" gilt als der erfolgreichste afrikanische Song in der Musikgeschichte. Der Komponist Solomon Linda hatte 1939 zehn Shilling für den Verkauf der Rechte erhalten. Jetzt klagen seine Nachkommen.

Die drei noch lebenden Töchter Lindas erklären, dass ihr Vater keine Ahnung von Copyright und Tantiemen hatte, als er die Rechte an seiner Melodie abtrat. Die Schwestern - Lindas Frau und seine Söhne sind verstorben - leben in einem armseligen Haus im Johannesburger Township Soweto. Die Wände sind wacklig, das Dach undicht, doch das Geld für Reparaturen fehlt. Ihr einziger Schatz sind ein paar Kühe. Nun hat sich der südafrikanische Anwalt Hanro Friedrich der Solomon-Familie angenommen. Er will sich durch den Paragraphen-Dschungel des Urheberrechts schlagen. Friedrich erklärt: "Afrikas Künster werden auch heute noch sehr oft übers Ohr gehauen, und bekommen nicht, was ihnen zusteht. Viele kennen ihre Rechte gar nicht."

Die Töchter stimmen ihm zu: "Unsere Mutter unterzeichnete damals Papiere, die sie nicht mal lesen konnte, weil sie nie zur Schule gegangen ist. Wir haben keine Ahnung, wieviel Geld uns eigentlich zusteht." Etwa 20 Millionen US-Dollar sind mit "The lion sleeps tonight" weltweit eingenommen worden. Kaum zu glauben, dass der Komponist der Melodie in Armut starb.

Hirtenjunge erfindet Hit

Solomon Linda war Sänger der Evening Birds. 1938 wurde die Band von einem Talentsucher entdeckt und in den oberen Stock eines Bürohauses in der Innenstadt von Johannesburg gebracht. Dort sahen sie das erste Aufnahmestudio im Afrika südlich der Sahara. Aus England importiert hatte es Eric Gallo, Besitzer der später einflussreichen Gallo Records.

Unter seiner Anleitung spielten Solomon Linda und seine Evening Birds mehrere Lieder ein - unter anderem den Nummmer-Eins-Hit "Mbube" - Zulu für "der Löwe". "Mbube" war ein einfaches Lied mit drei Akkorden und einem Text, der in etwa auf "Löwe! Ha! Du bist ein Löwe!" hinauslief. Die Worte gingen auf ein gemeinsames Kindheitserlebnis der Evening Birds im Tal der Zulus zurück: Sie hatten mit diesen Rufen Löwen verjagt, die den Herden ihrer Väter zu nahe gekommen waren. In Südafrika schlug das Lied ein wie eine Bombe. Die Platte wurde so oft nachgepresst, dass das Original schließlich auseinanderfiel. Bis 1948 verkaufte sich "Mbube" ungefähr 100.000 Mal. Da Schwarze damals in Südafrika keine Gewinnanteile bekamen, hatte Linda leider nichts davon.

Siegeszug eines Songs

Seitdem eroberte die Melodie die weltweiten Charts, und zwar immer wieder, unter neuem Namen und neuer Aufbereitung. Der amerikanische Folk-Musiker Pete Seeger war der erste, dem der Song vom schlafenden Löwen auffiel. Nur: Er verstand die Zulu-Worte nicht richtig und änderte den Text in "Wimoweh". Seine Band "The Weavers" landete 1952 damit einen Hit. Pete Seeger war übrigens der Einzige, der Jahre später Lindas Familie einen Scheck über ein paar tausend Dollar schickte - aus schlechtem Gewissen.

1961 schrieb US-Komponist George David Weiss den englischen Text "The Lion Sleeps Tonight". Das Lied - gespielt von der Band "The Tokens" - wurde ein Welterfolg. Auf seiner Homepage erklärt Weiss, der schon viele weltberühmte Lieder für Elvis ("I Cant Help Falling In Love"), Nat King Cole, Frank Sinatra und viele andere komponiert hat, dass er zusammen mit zwei anderen Amerikanern das Lied geschrieben habe. Der Name Solomon Linda taucht nicht auf. In einem Schiedsverfahren in New York waren Weiss 1991 die Urheberrechte zugestanden worden. Der Amerikaner hatte argumentiert, er habe mit dem englischen Text ein neues Lied geschaffen, somit sei er juristisch der Eigentümer.

Seit dreißig Jahren ohne Unterbrechung im Radio


Es wird vermutet, dass es knapp 200 Coverversionen von "The Lion Sleeps Tonight" gibt - zum Beispiel von R.E.M, Brian Eno oder auch Bert Kaempfert. Hollywood verbriet es in "Ace Ventura" und Disney in "Der König der Löwen". Die neueste Version von "The Lion Sleeps Tonight" stammt von Dschungel-Held Daniel Küblböck. Ob dem 1962 verstorbenen Solomon Linda diese Interpretation seines Ohrwurms gefallen hätte, ist fraglich. Ob seine Familie jemals Geld für diese Coverversion bekommen wird, ist noch fraglicher.

Quelle:
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1104753,00.html


Solomon Linda, 1962 im Apartheidstaat Südafrika gestorbener Gelegenheitskomponist, hat jetzt seinen drei Töchtern zu einem Geldsegen verholfen. Sechs Jahre lang kämpften die drei verarmten Damen vor Gericht um die Tantiemen für den Song "The Lion Sleeps Tonight", den Linda 1939 komponiert hatte. In den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als die Apartheidgesetze der schwarzen Bevölkerung jegliche Vertragsverhandlungen untersagten, verkaufte Linda die weltweiten Rechte an Gallo Records für 10 Schillinge, heute rund 15 Euro. Das Lied wurde zum weltbekannten Schlager, zugeschrieben den Komponisten George Weiss, Hugo Peretti und Luigi Creatore. Wie viele Millionen das Schwesterntrio erhält, ist unbekannt, zugesprochen wurde ihm ein Viertel aller zukünftigen sowie aller in der Vergangenheit angefallenen Tantiemen.

Quelle: Spiegel / April 2006
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09.01.2009, 22:23

"Rocco Granata": "Marina"

Jahr 1959
Rocco Granata
Rocco Granata wurde 1938 in Italien geboren. Die Nachkriegszeit war auch für viele Italiener kein Zuckerschlecken. Als Gastarbeiter irgendwo im Norden zu arbeiten - das wär’s. Das sagte sich wohl auch der Vater des kleinen Rocco Granata. Der war Bergarbeiter und fand im Ruhrpott nichts passendes - deshalb zog es ihn nach Belgien. Dort wuchs Rocco Granata auf. Ein musisch begabter Junge, der schnell ein herausragender Akkordeonspieler wurde. Und: Lieder konnte er schreiben. Knapp 20jährig lief er von Plattenfirma zu Plattenfirma mit einer Eigenkomposition, die niemand haben wollte. Rocco ließ sich nicht davon abbringen, diesen Song zu veröffentlichen, mietete sich kurz entschlossen mit seiner Band ein Studio und nahm den Titel in eigener Regie auf. Rocco und seine Freunde verteilten die Single in einigen Musikläden in ihrer Nachbarschaft. Die Melodie war eingängig. Der Refrain ebenso: "Marina, Marina, Marina ..." Es begann ein Run auf diese Aufnahme, es kamen Angebote für Plattenverträge, und angeblich sollen insgesamt zehn Millionen Singles dieser Platte verkauft worden sein, was durchaus möglich ist. Das alles fand im Jahre 1959 statt. Die Platte wurde Platz 1 in der deutschen Hitparade, fast in ganz Europa ein Hit, und selbst in den USA kam der Titel bis auf Platz 31.
(Frank Laufenberg)
Quelle:
http://www.hitparade.ch/showitem.asp?int…el=Marina&cat=s

Marina
Als Rocco Grananta noch unbekannt ist und er seine Auftritte noch mit Cover-Versionen bekannter Künstler bestreitet ist eines Abends sein Repertoire erschöpft. Um die verbliebene Zeit zu füllen beginnt er vor sich hinzusummen – die Band fällt dazu ein. Da sieht er an der Wand eine Reklame für „Marina“ - eine italienische Zigarettenmarke, daß er gedankenversunken am Mikro aus Versehen laut liest. Um nicht weiter aufzufallen imrovisiert er das Lied. Heute sind bei den meisten Leuten seine Lieder vergessen – bis auf sein improvisiertes Lied: „Marina“.

Rocco Granata: „… und ich bin angefangen, zu improvisieren – und da habe ich mein Auge aufgemacht – und dann hatte ich an der Wand so eine Reklame gesehen von der Zigarrettenmarke „Marina“ – und dann bin ich angefangen, zu improvisieren „Marina“ badabada Marina

Das Lied hält sich 13 Wochen auf Platz 1 der deutschen Charts.Mit „Marina“ hat der Itaiener bis heute über 10 Millionen Platten verkauft.

Lyrics:
Mi sono innamorato di Marina
una ragazza mora ma carina
ma lei non vuol saperne del mio amore
cosa faro' per conquistarle il cuor.
Un girono l'ho incontrata sola sola,
il cuotre mi batteva mille all'ora.
Quando le dissi che la volevo amare
mi diede un bacio e l'amor sboccio'...

Marina, Marina, Marina
Ti voglio al piu' presto sposar
Marina, Marina, Marina
Ti voglio al piu' presto sposar

O mia bella mora
no non mi lasciare
non mi devi rovinare
oh, no, no, no, no, no

Übersetzung:
Bei Tag und Nacht denk ich an dich, Marina,
du kleine, zauberhafte Ballerina,
o wärst du mein, du süße Caramia,
aber du, du gehst ganz kalt an mir vorbei.

Doch eines Tages traf ich sie im Mondschein,
ich lud sie ein zu einem Glase Rotwein,
und wie ich fragte, Liebling, willst du mein sein?
Gab sie mir einen Kuß und das hieß : Ja!

Marina, Marina, Marina,
dein Chic und dein Charme, der gefällt.
Marina, Marina, Marina,
du bist ja die Schönste der Welt.

Wunderbares Mädchen,
bald sind wir ein Pärchen,
komm und laß mich nie alleine,
oh nononono no.

Wunderbares Mädchen,
bald sind wir ein Pärchen,
komm und laß mich nie alleine,
oh nononono no.

Quellen:
RTL: Die Ultimative Chart Show - 50 Jahre deutsche Charts (08.05.2009)
http://www.magistrix.de/lyrics/Rocco%20G…ung-183216.html
http://www.lyricsdownload.com/rocco-gran…ina-lyrics.html
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raptor230961

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09.01.2009, 22:41

"Bachman-Turner Overdrive": "You Ain't Seen Nothing Yet"

Jahr: 1974
Die kanadische Gruppe Bachman-Turner-Overdrive. - Es spielten die Brüder Randy, Robbie und Tim Bachman sowie der Bassist Fred Turner. „Overdrive“ war ein bekanntes LKW-Magazin.

- Die 3 Bachman-Brüder hatten noch einen vierten Bruder - Gary. Gary, der erste Manager von Bachman-Turner Overdrive war bekannt
für seine Stotterei. Nur, um ihn ein wenig zu ärgern schrieb Randy rein privat den Song "You Ain’t Seen Nothing Yet". Als die Gruppe ihr drittes Album produzierten fehlte ihnen ein letztes Lied. Nach langem Hin und Her waren sie gezwungen das Stotterlied zu verwenden. Heute wird die Gruppe mit dem „Notnagel“ zu allererst in Verbindung gebracht.

( ;) Quellenangabe existiert leider nicht, da ich den Artikel bereits so lange in meiner Sammlung habe - da gab es noch keine privaten Computer)
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raptor230961

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09.01.2009, 22:47

"Dire Straits": "Money For Nothing"

Man hört Sting am Anfang und Schluss des Songs mit der kurzen, ein paar Mal wiederholten Phrase "I want my MTV", die melodisch ein Zitat aus einem alten Sting-Song ist; aus "Don't stand so close to me", den Sting noch mit seiner Band "The Police" aufgenommen hatte. Auch die Überstimme zum Refrain Mark Knopflers wird von Sting gesungen.
Diese Textzeile, die den Song eröffnet, ist der Grund dafür, dass das Stück beim Musiksender MTV eine Art Kultstauts erhalten hat. Der führte soweit, dass der erste ausgestrahlte Song bei der Eröffnung der europäischen MTV-Depandance 1987 eben genau dieses "Money for nothing" war.
Dabei wird gerne übersehen, dass der Liedtext das Musikbusiness und die Vermarktung von Popstars über MTV und ähnliche Kanäle kritisch sieht. Gesungen wird der Song aus der Perspektive eines Elektrohändlers, der sich darüber beklagt, dass die von MTV hochgespülten Stars Witzfiguren seien, die ihr Geld durch "Nichtstun" verdienen, während Leute wie er hart für ihr Geld arbeiten müssen.
Mark Knopfler kam die Idee zu dem Song, als er in New York in einem Elektroladen stand, und einen Verkäufer beobachtete, der sich über die im Hintergrund auf den vielen Fernsehern laufenden Musikvideos ausließ. Er benutzte dabei Sätze, die von Knopfler gleich aufgeschrieben wurden, und sich wörtlich im Lied wiederfinden.
"The lead character in "Money for Nothing" is a guy who works in the hardware department in a telvision/custom kitchen/refrigerator/m i c r o w a v e appliance store. He's singing the song. I wrote the song when I was actually in the store. I borrowed a bit of paper and started to write the song down in the store. I wanted to use a lot of the language that the real guy actually used when I heard him, because it was more real. It just went better with the song, it was more muscular. I actually used "little faggot," but there are a couple of good "motherfuckers"in there."
Dass Knopfler den "motherfucker" nicht für den Song übernahm, mag im politisch so korrekten, und prüden Amerika eine gute Idee gewesen sein. Aber auch der Begriff "faggot", eine abfällige Bezeichnung für einen Schwulen, ruft die Sittenwächter immer wieder auf den Plan, zuletzt die GLAAD, die "Allianz der Schwulen und Lesben gegen Diffamierung". Sie verlangte von einer Radiostation in Atlanta im November 2002, nur noch eine zensierte Version ohne das Wort "faggot" zu spielen. Sie drohte mit rechtlichen Schritten, worauf die Radiostation den Titel aus dem Programm nahm.

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/moneyfornothing.html
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09.01.2009, 23:12

„The Beatles“: „A Day In The Life“

Jahr: 1967
A Day in the Life ist ein Lied von John Lennon und Paul McCartney, das 1967 auf der Beatles-LP Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band veröffentlicht wurde. Die Aufnahmen fanden am 19. und 20. Januar sowie am 3., 10. und 22. Februar 1967 in den Abbey Road Studios statt. Das Lied setzt sich aus zwei Fragmenten zusammen, die Lennon und McCartney unabhängig voneinander schrieben. Durch seinen impressionistischen Text und die innovative Produktionstechnik wurde dieses Lied ein Höhepunkt in der Karriere der Beatles und ein Meilenstein in der Geschichte der Pop Musik.

Zum Inhalt:
Lennon schrieb den Hauptteil und bezog seine Inspiration dabei aus einem Artikel der Daily Mail vom 17. Januar 1967. In der ersten Strophe bezieht er sich auf einen Bericht über den Tod von Tara Browne, einem jungen Millionär, der mit den Beatles und anderen britischen Bands befreundet war. Er starb bei einem Verkehrsunfall am 18. Dezember 1966, als er mit seinem Lotus Elan gegen einen geparkten Kleinbus prallte. In der zweiten Strophe zeigt sich Lennon als teilnahmsloser Betrachter, der zusieht, wie die englische Armee den Krieg gewinnt. Mit ziemlicher Sicherheit bezieht er sich dabei auf Richard Lesters Film Wie ich den Krieg gewann, in dem Lennon drei Monate zuvor mitgewirkt hatte. Ob er damit auch auf den Vietnamkrieg eingehen wollte, ist nicht geklärt. In der dritten Strophe greift er einen Zeitungsbericht über Schlaglöcher in Blackburn, Lancashire auf. Diese wurden aufgrund einer Anweisung gezählt und die Schätzung aufgestellt, dass es zirka 4000 Löcher waren, wonach ein Loch auf 26 Bewohner des Landkreises kam. Diesen absurden Vergleich verstärkte Lennon, in dem er sagte, jetzt wisse man, wie viele Löcher man brauche, um die Royal Albert Hall zu füllen.

Zwischen Strophe zwei und drei befindet sich eine kleine musikalische Skizze von Paul McCartney über ein von Routine beherrschtes Leben: Aufwachen, frisieren, den Bus erwischen, eine Zigarette rauchen, etc. McCartney dachte dabei an seine Schulzeit. Dieser Bezug zur Banalität des Alltags kann als ergänzender Gegenpol zu Lennons Teil gesehen werden, der eher moralisch-gesellschaftliche Probleme anspricht.

Zu den Aufnahmen:
Bei der Aufnahme der Basisspuren hatten die Beatles noch keine Idee, wie Lennons und McCartneys Teile verbunden werden sollten. Deshalb ließen sie zunächst 24 Takte frei, die später gefüllt werden sollten. In der endgültigen Aufnahme ist noch die Stimme von Mal Evans zu hören, der die 24 Takte mitzählt und am Ende einen Wecker klingeln lässt, eine passende Einleitung für McCartneys Teil.

Schon bald entwickelten sie die kostspielige Idee, die Überleitung von einem Symphonieorchester spielen zu lassen. Dabei sollten die Musiker auf der tiefsten Note ihrer Instrumente beginnen, und zwar ganz leise, und auf dem höchsten Ton, einem E-Dur-Dreiklang, in voller Lautstärke enden. George Martin kümmerte sich um die Umsetzung und Anweisungen. Er reduzierte das Orchester allerdings von den gewünschten 80 auf 40 Musiker.

Musiker der Londoner Philharmoniker kamen dann am 10. Februar 1967 für die Aufnahmen ins Studio. Die Gruppe wollte aus der Session eine Party machen und lud allerlei Freunde ein, darunter auch Mick Jagger und Marianne Faithfull. Es wurden Pappnasen und Luftballons verteilt und man hielt das Ereignis auf 16-mm-Film fest.

Der vorgesehene Soundcluster wurde in fünf Durchgängen aufgenommen. Die Aufnahme des Orchesters wurde zweimal gedoppelt, so dass man insgesamt 160 Instrumente auf der Aufnahme hört.

Für den Schluss wollten die Beatles einen überwältigenden Akkord, der lange nachklingt. Eine erste Idee, das Lied mit einem gesprochenen „Hummmmmm“ zu beenden, wurde verworfen und statt dessen wurde ein E-Dur-Akkord auf dem Klavier favorisiert. Lennon, McCartney, Starr, Mal Evans und George Martin spielten diesen, so laut wie möglich, gleichzeitig auf drei Klavieren. Dies erwies sich bei der Aufnahme allerdings als kompliziert, da die fünf Akteure mehrere Anläufe brauchten, um exakt gleichzeitig „in die Tasten zu hauen“. Um den Nachklang optimal aufzunehmen, musste die Aufnahmelautstärke auf konstantem Niveau gehalten werden. Gegen Ende des Akkords war der Aufnahmepegel so hoch, dass man das Rascheln von Papier und das Quietschen eines Stuhls hört. Jemand gibt ein „Shhh!" von sich, als wäre es die Anweisung, möglichst still zu sein. Es gibt Behauptungen, man könne auch die Klimaanlage des Studios hören, was allerdings außer Acht lässt, dass die Aufnahme im Februar gemacht wurde.

Insgesamt benötigte man etwa 36 Stunden Produktionszeit.

Das Lied wurde vorläufig von der BBC nicht im Radio gespielt, weil man dort der Meinung war, das Lied würde Drogen verherrlichen. Wahrscheinlich bezog sich das auf die Textzeile „I'd love to turn you on…“. Jedenfalls war zu Beginn nicht klar, dass dieses Lied den perfekten Abschluss für Sgt. Pepper bilden würde.

Quelle: Wikipedia

Übersetzung:
Ich habe die Zeitung gelesen, Oh Junge!
Über einen glücklichen Mann, der es geschafft hat
Und obwohl die Nachricht eher traurig war
Musste ich einfach lachen als
Ich das Foto gesehen habe

Er löschte sein Bewusstsein in einem Auto aus
Er nahm nicht wahr, dass die Ampellichter gewechselt haben
Ein Haufen Leute standen rum und gafften
Sie haben sein Gesicht vorher gesehen
Niemand war wirklich sicher, ob er aus dem Oberhaus kam

Ich habe heute einen Film angeschaut
Die englische Armee hat gerade den Krieg gewonnen
Eine Haufen Leute wendeten sich ab
Aber ich musste einfach hinschauen
Weil ich das Buch gelesen habe
Ich würde euch gerne anmachen...

Ich wachte auf, fiel aus dem Bett,
mit 'nem Kamm durchfuhr ich mein Haar,
fand' den Weg nach unten und trank ne' Tasse,
beim aufschauen bemerkte ich, es war schon spät,
fand meinen Mantel und schnappte meinen Hut,
schaffte den Bus so gerade eben noch,
fand' meinen Weg treppauf und rauchte eine,
jemand sprach und ich fing an zu träumen...

Ah

Ich habe die Zeitung gelesen, Oh Junge!
Viertausend Löcher in Blackburn, Lancashire
Und obwohl die Löcher eher klein waren
Mussten sie sie alle zählen
Nun wissen sie wie viele Löcher notwendig sind, um die Albert Hall zu füllen
Ich würde euch gerne anmachen ...

Quelle:
http://www.magistrix.de/lyrics/The%20Bea…ung-278889.html
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09.01.2009, 23:35

"Green Day": "'Wake Me Up When September Ends"

Jahr: 2004
Worum's in den Radio-Ohrwürmern wirklich geht!
Wieso bitteschön will da einer erst aufwachen, wenn der September rum ist? Der Song hat einen traurigen Hintergrund: Green Day-Sänger BILLIE JOE ARMSTRONG hat ihn im Gedenken an seinen Vater Andrew geschrieben, der im September 1984 an Krebs starb. Kurz vor seinem Tod hatte Andrew seinem Sohn noch eine Gitarre geschenkt, auf welcher der kleine Billie fortan unaufhörlich spielte. Er wurde Musiker und Sänger einer der berühmtesten Bands der Welt, doch erst 20 Jahre nach dem Tod seines Vaters schaffte er es, seine Trauer in Worte zu fassen. Das Resultat ist die traurige Green Day-Single: "Obwohl meine Erinnerung verblasst, werde ich nie vergessen, was ich verloren habe. Weck mich, wenn der September zu Ende ist!"

Übersetzung:
Der Sommer ist gekommen und gegangen
Das Unschuldige kann sich nie halten

Weck mich auf, wenn der September endet

Wie meine Väter gekommen sind, um vorbei zu gehen
Sieben Jahre sind so schnell vorbei gegangen

Weck mich auf, wenn der September endet

Hier kommt wieder der Regen
Von den Sternen fallend

Durchnässt wieder meinen Schmerz
Wird zu denen, die wir sind

Als sich mein Gedächtnis ausgeruht hat,
Habe ich trotzdem nie vergessen, was ich verloren habe

Weck mich auf, wenn der September endet

Der Sommer ist gekommen und gegangen
Das Unschuldige kann sich nie halten

Weck mich auf, wenn der September endet

Läute wieder die Glocken
Wie wir, als der Frühling begann

Weck mich auf, wenn der September endet

Hier kommt wieder der Regen
Von den Sternen fallend

Durchnässt wieder meinen Schmerz
Wird zu denen, die wir sind

Als sich mein Gedächtnis ausgeruht hat,
Habe ich trotzdem nie vergessen, was ich verloren habe

Weck mich auf, wenn der September endet

[Solo]

Wie meine Väter gekommen sind, um vorbei zu gehen
Zwanzig Jahre sind so schnell vorbei gegangen

Weck mich auf, wenn der September endet

Weck mich auf, wenn der September endet

Weck mich auf, wenn der September endet

Quellen:
http://www.woodz-mag.com/cms/woodz.jsp?c...e=3&art=article
http://www.magistrix.de/lyrics/Green%20D…zung-31718.html
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09.01.2009, 23:45

"Elvis Presley": "Wooden Heart"

Jahr: 1960
Am 01.10.1958 legt in Bremerhaven am Columbuskai der amerikanische Truppentransporter „USS General G.M. Randall“ an. Mit den neuen US-Truppen betritt der wehrpflichtige Elvis Presley mit geschultertem Seesack deutschen Boden. Vom 01.10.1958 bis 02.03.1960 verbringt er beim 1. Bataillon der 3.
Panzerdivision in Friedberg/Hessen seinen Wehrdienst in Deutschland. Außerhalb seiner Dienstzeit ist er im ersten Jahr in der „Villa Grunewald“ in Bad Nauheim einquartiert. Im zweiten Jahr bewohnt Elvis ein privat angemietetes Haus in der Goethestraße 14. Elvis Presley nutzt seine Freizeit ständig um neue Songs zu produzieren, damit das Interesse in den USA nicht abebbt. Dabei lernt er auch die einheimischen deutschen Lieder kennen. Besonders fällt ihm die
deutsche Weise „Muß I Denn, Muß I Denn Zum Städtele Hinaus“ auf. Er begeistert sich dermaßen für das Lied, daß er es in sein Repertoire mit neuem Text übernimmt: „Wooden Heart“ ist geboren.
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10.01.2009, 00:39

„Kim Wilde“: „Kids In America“

Kim Wilde und ihr Bruder lebten noch zu Hause. Ihr Vater, der Rock’n’Roll-Sänger Marty Wilde und ihr Bruder Ricky begannen ein Lied zu schreiben. Da Kim Wilde am nächsten Tag einen wichtigen Termin bei RAK Records hatte schrieb ihr Bruder die ganze Nacht am Synthesizer das Lied zu Ende. Kim Wilde konnte die Nacht durch das "geklimpere"nicht schlafen und hätte ihren Bruder am liebsten gekillt. Aber genau dieser Song änderte ihr Leben - sie wurde ein Super-Star.
(Inhalt entnommen aus einem Kim Wilde Interview)
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10.01.2009, 09:09

"Uriah Heep": "Lady In Black"

Jahr: 1971
Nur zwei Harmonien, beide auch von Hobbygitarristen problemlos spielbar, dazu ein Refrain sozusagen ohne Worte (ah!), der sofort ins Ohr geht und auch noch drin bleibt - der garantierte Hit? Ja, denn Uriah Heeps "Lady in Black" gehört heute zu den unsterblichen Rocksongs, die fast jeder kennt und die auch in nächster Zukunft nichts von ihrem Bekanntheitsgrad verlieren dürften.
Der Erfolg diese Stücks dürfte allerdings nicht nur in der Tatsache der einfachen Spielbarkeit liegen. Sicherlich spielt auch der etwas rätselhafte Liedtext, der Spielraum für Interpretation lässt, dazu bei.
Auf der Suche nach der Frage, wer die rätselhafte Lady in Black ist, soll zuerst Uriah Heep selbst zu Wort kommen: Zitat aus den Linernotes der LP "Salisbury", auf der "Lady in Black" 1971 erschien: "Lady in Black, written early in November in Bradford, was inspired by the vision of an unknown girl." Genaueres lässt sich von offizieller Seite nicht erfahren.
Doch stößt man bei der Recherche im Internet oder anderen Pulikationen auf mögliche Inspirationsquellen. So wird aus dem englischen Cheltenham berichtet, dass zwischen 1882 und 1889 zwanzig Menschen eine mysteriöse "Lady in Black" gesehen hätten, die stets übereinstimmend beschrieben wurde.
Auch in die Kategorie der übersinnlichen Erscheinungen gehört die Geschichte, die aus dem amerikanischen Bundesstaat Texas erzählt wird. Die Lady in Black war demzufolge die Frau eines spanischen Gutsbesitzers, die, des Ehebruchs beschuldigt, an einem Baum gehängt wurde und seitdem die Gegend dort heimsucht. Wer diese Erscheinung selbst erleben will, dem sei der Highway 281 bei Alice, Texas empfohlen, wo Lastwagenfahrer sie schon des öfteren gesehen haben wollen.
Das einzige was hier sicher ist, ist die Herkunft des Bandnamens der Gruppe Uriah Heep. Der wurde dem Roman "David Copperfield" des viktorianischen englischen Schriftstellers Charles Dickens entnommen.

Quelle.
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/ladyinblack.html
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10.01.2009, 09:13

"Elton John": Candle In The Wind"

Jahr 1973 / 1997
Candle in the Wind ist ein populärer Song aus dem Jahr 1973 von Elton John (Musik) und Bernie Taupin (Text).

Das ursprünglich in Elton Johns Album Goodbye Yellow Brick Road erschienene Stück setzt sich mit dem Leben von Marilyn Monroe auseinander, auf deren bürgerlichen Namen sich auch die Anfangsworte „Goodbye Norma Jean“ beziehen. Der Text verurteilt die kommerzielle Ausbeutung des Stars durch seine Umgebung, indem er die Metapher einer vorzeitig verlöschenden Kerze benutzt. Die Single-Einspielung des Originalsongs erreichte Anfang 1974 Platz 11 der britischen Charts, eine Live-Aufnahme aus dem Jahr 1988 sogar Platz 5.

Am 6. September 1997 sang Elton John „Candle in the Wind“ bei der Beerdigung seiner Freundin Diana, der Prinzessin von Wales, in der Westminster Abbey unter Verwendung eines von Taupin eigens zu diesem Anlass geschriebenen neuen Textes. Er begann nun mit den Worten „Goodbye England’s Rose“ und zog Parallelen zwischen Dianas Leben und dem von Marilyn Monroe.

Am 13. September kam diese Version in Großbritannien als Single mit dem Untertitel „In loving memory of Diana, Princess of Wales“ in den Handel, verkaufte sich allein am ersten Tag 658.000 mal und blieb fünf Wochen lang die Nummer eins in den Charts. Auch in vielen anderen Ländern war das Lied Nummer 1, so in der Schweiz und Deutschland, in den USA 14 und in Österreich sogar 18 Wochen lang. In Kanada, wo ansonsten wenig Singles verkauft werden, war das Lied 46 Wochen lang auf Platz 1 und drei Jahre lang in den Top 20 der Charts. Mit weltweit knapp 33 Millionen verkauften Exemplaren (davon 5 Millionen in Großbritannien und 11 Millionen in den USA) gilt sie als erfolgreichste Single aller Zeiten. Sämtliche Tantiemen und Erlöse wurden dem Diana Princess of Wales Memorial Fund gestiftet.

Elton John hat die 1997er Version von Candle in the Wind seither niemals wieder aufgeführt. Nach eigenen Angaben würde er die Emotionen, die bei diesem Stück in ihm aufleben, nicht verkraften. Er lehnte den ausdrücklichen Wunsch von Dianas Söhnen ab, das Lied auf dem Gedenkkonzert Concert for Diana zu spielen. Bei Konzerten spielt er stets die ursprüngliche Fassung von 1973. Für Kontroversen sorgte Nevio Passaro im Jahr 2006, der im Rahmen der Castingshow Deutschland sucht den Superstar Candle in the Wind interpretierte und dabei die Worte „Goodybe England’s Rose“ verwendete.
(Quelle: Wikipedia)
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10.01.2009, 09:16

"16 Bit": "Changing Minds"

Jahr 1987
Hinter “16 Bit” verbergen sich sich niemand geringerere als “Sven Väth”, Michael Münzing und Luca Anzilotti. Sven Väth ist vielen auch bekannt als „Off“ (Electica Salsa), Michael Münzing und Luca Anzilotti wurden später die Gruppe "Snap", die in den 90ern viele Chart-Hits hatte.
In der heutigen Zeit würde sich eine Band nicht mehr so nennen. Aber 1987 waren 16-Bit-Computer aber eine absolute Neuheit. Mit "16 Bit" schlug auch das Herz von AMIGA 500. Genauer gesagt ist es ein 32/16-Bit-Mikroprozessor, der diesen Homecomputer seinerzeit so lebendig gemacht hat. Wer es exakt wissen will: Intern "rechnet" der Prozessor, ein Motorola 68 000, mit 32 Bit, was ihn ungeheuer schnell macht, die übrigen Computerbausteine dirigiert er aber mit 16 Bit.
Charakteristisch für diese Band, oder besser gesagt dieses Projekt, war, dass die komplette Musik mit damals aktuellen Heimcomputern erzeugt wurde. Schon 1986 erschien die erste Single "Where Are You". Ihre zweite (mindestens gleich erfolgreiche) Single "Changing Minds" ist vom Stil her ganz anders. Während bei "Where Are You" (und auch wieder beim Nachfolgehit "Too Fast To Live" von 1988 ) die elektronischen Beats im Vordergrund standen, war "Changing Minds" ruhiger gehalten und vom Tempo her auch langsamer. Der Text ist ein Sprechgesang von einem Mann, der Refrain (nur "Changing, changing, changing minds") von einer Frau, beide Stimmen wurden mit dem Computer verfremdet. Der Text ist nichts anderes als eine Anleitung zur Bedienung eines Computers! Dabei muß man bedenken, daß das Lied bereits 19 Jahre alt ist, und damals war es eine Neuheit, dass Computer in Privathaushalten standen. Auf dem Plattencover ist auch ein Commodore Amiga zu sehen. Mit diesem Computer (u.a.) wurde auch dieses Lied aufgenommen.
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10.01.2009, 09:19

"Johnny Cash": "Folsom Prison Blues"

Jahr: 1956
J. R. Cash war der Sohn des mittellosen Farmers Ray Cash und dessen Frau Carrie Rivers Cash. Sein Vorname lautet tatsächlich „J. R.“, erst mit Eintritt in die US Air Force wurde aus dem „J.“ ein „John“. Drei Jahre nach seiner Geburt zog die Familie auf eine Farm in Dyess, Arkansas, die der Familie im Rahmen des New Deal unter Präsident Franklin D. Roosevelt günstig zur Verfügung gestellt worden war. Schon im Alter von fünf Jahren arbeitete Cash auf den Baumwollfeldern.

Johnny Cash hatte sechs Geschwister: Roy, Louise, Jack, Reba, Joanne und Tommy. Sein zwei Jahre älterer Bruder Jack starb im Mai 1944 im Alter von 14 Jahren bei einem Unfall mit einer Kreissäge.

Cash begann früh Gitarre zu spielen und Lieder zu schreiben. In seiner Zeit auf der High School trat er bereits bei einem lokalen Radiosender auf. 1950 ging Cash zur Air Force und wurde ein Jahr später als Funker auf einem Abhörposten in Landsberg am Lech in Bayern stationiert. Hier gründete er seine erste Band, die „Landsberg Barbarians“ (die Landsberger Barbaren, eine Verfremdung der „Landsberg Bavarian“ (Landsberger Bayern). Nachdem Cash hier den Film „Inside the Walls of Folsom Prison“ gesehen hatte ging ihm das Thema Strafgefangene nicht mehr aus dem Kopf. So schrieb er „Folsom Prison Blues“.

Der Legende nach soll Johnny Cash in Landsberg der erste Mensch im Westen gewesen sein, der vom Tod Stalins erfuhr. Tatsächlich hatte seine Einheit lediglich die Aufgabe, die russischen Funksprüche aufzuzeichnen.
(u.a. aus Wikipedia)
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10.01.2009, 09:24

"The Rolling Stones": "Sympathy For The Devil"

Jahr: 1968
Literarische Quelle des Songs: "Der Meister und Margarita"
Autor: Michail Bulgakow | Jahr: 1929 - 1939
Der satirische Roman des russischen Schriftstellers Michail Bulgakov, der von 1891 - 1940 lebte, erschien wegen der russischen Zensur erst im Jahr 1966. Von den Rolling Stones übernommen wurde der Beginn, als sich der Teufel, im Buch Voland genannt, zwei Moskauer Bürgern vorstellt und ihnen seine Verantwortung und Beteiligung an verschiedenen historischen Ereignissen mitteilt. Der Roman ist sehr komplex und verwebt verschiedene Handlungsfäden miteinander.

Der Inhalt des Buches:
Moskau in den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts: Berlioz, der Chefredakteur einer Literaturzeitschrift und der Lyriker Iwan Ponyrew, genannt Besdomny, diskutieren auf offener Straße darüber, ob Jesus je gelebt hat. Da mischt sich ein Fremder in das Gespräch, der behauptet, er wisse genau, daß Jesus gelebt hat, denn er sei bei der Passion Christi dabeigewesen, übrigens habe er auch mit Kant gefrühstückt und Berlioz würde noch heute abend der Kopf vom Rumpf getrennt. Offensichtlich haben es Berlioz und Besdomny mit einem Irren zu tun. Doch als am gleichen Abend Berlioz tatsächlich seinen Kopf verliert, weiß Besdomny, daß der Unbekannte keineswegs verrückt ist. Er versucht, die Miliz zu alarmieren, was zur Folge hat, das Besdomny in die Psychiatrie eingeliefert wird, da ihm natürlich kein Mensch glaubt. Dort trifft er auf den Meister, der gerade seinen Roman über Pontius Pilatus verbrannt hat. Währenddessen treibt der Teufel höchstpersönlich sein Unwesen in Moskau und verwandelt die ganze Stadt in ein Tollhaus.
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10.01.2009, 09:34

"TNN": "La Cucamarcha"

Jahr: 1993
(Im Original “La Cucaracha”, von unzähligen Interpreten immer wieder gesungen und von Text immer wieder verändert)
"La Cucaracha" (span. Für Küchenschabe“) ist ein mexikanisches Volkslied spanischen Ursprungs. Es stammt vermutlich aus der Zeit der Reconquista, dem Kampf zwischen Christen und Muslimen in Spanien vor 1492. Die immerzu vierzeiligen Strophen sind ironisch-satirischer Art.
Verschiedene Quellen schreiben dem mexikanischen Autor José Joaquín Fernández de Lizardi die Behauptung zu, dass ein spanischer Marinekapitän neben anderen Liedern auch "La Cucaracha" nach Mexiko gebracht habe (natürlich ließe sich hier anmerken, dass "damals" der gesamte Transport zwischen Mexiko und Spanien über Schiffe erfolgte). Jedenfalls fand das Volkslied in verschiedenen Abhandlungen rasche Verbreitung in ganz Mexiko. Eine erhebliche inhaltliche Ausweisung erfuhr "La Cucaracha" zu Zeiten der Mexikanischen Revolution.
Man nimmt an, dass sich die letzte Zeile auf den drogensüchtigen Präsidenten Victoriano de la Huerta (1913-1914) bezieht, den man aufgrund seines Alkohol- und Drogenkonsums la cucaracha nannte und der ohne Marihuana angeblich nicht gehen konnte. In gewissen Strophen werden die Regierungstruppen von Venustiano Carranza, die Gegner der Truppen von Pancho Villa, ins Lächerliche gezogen.

Es existieren unzählige abweichende Textvarianten, in denen auf verschiedenste Personen Bezug genommen wird. Darüber hinaus gibt es eine Version im 3/4-Takt und eine etwas unbekanntere im 4/4-Takt.

Refrain:
La cucaracha, la cucaracha,
Ya no puede caminar;
Porque no tiene, porque le falta
Marijuana que fumar


(Übersetzung des Refrains:
Die Küchenschabe, die Küchenschabe
Sie kann nicht mehr gehen;
Denn sie hat kein, denn ihr fehlt
Marihuana zum Rauchen.)

Strophen:
Ya se van los Carrancistas,
Ya se van para Perote,
Y no pueden caminar,
Por causa de sus bigotes.

Con las barbas de Carranza
Voy (a) hacer una toquilla
Pa(ra) ponérsela (a)l sombrero
Del señor Francisco Villa
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10.01.2009, 09:36

"Bruce Springsteen": "Born In The USA"

Jahr: 1984
Im selben Jahr machte Ronald Reagan bei seinem Präsidentschaftswahlkampf diesen Song zur Wahlkampfhymne, sicherlich in der Überzeugung, einen patriotischen Song vor sich zu haben. Vielleicht hat sich im Wahlkampfteam auch nur niemand die Mühe gemacht richtig hinzuhören. Denn das leicht genuschelte "Born in the USA" ist keine vaterlandsverherrlichende Hymne. Im Gegenteil. Deshalb beharrte der damals nicht um Erlaubnis gefragte Springsteen auch darauf, dass die Verwendung von "Born in the USA" wieder eingestellt werden musste. Was peinlich genug war.
Dass Springsteens "Born in the USA" nicht nur ein patriotischer Song ohne Message ist, hätte sich eigentlich jeder denken können, der auch nur ein bisschen etwas über ihn weiß. Springsteens Songs sind oft politisch, und seine Herkunft aus der einfachen Arbeiterklasse lässt ihn zum Anwalt des kleinen Mannes und der Benachteiligten werden.
Oft wird der von George W. Bush gestartete Irakkrieg mit dem Vietnamkrieg verglichen. Dieser war 1984 schon fast ein Jahrzehnt vorbei, dennoch kämpfte die amerikanische Gesellschaft noch sehr mit den Folgen des Kriegs, nämlich den traumatisierten Kriegsveteranen, die es nicht schafften, das Erlebte zu verarbeiten und sich in das normale Leben wieder einzugliedern.
Um einen solchen Veteranen geht es auch in "Born in the USA", von Bruce Springsteen in der Ich-Form erzählt. In einem trostlosen Provinzkaff geboren ("dead man's town"), von Geburt an symbolisch getreten ("the first kick I took when I hit the ground"), verbringt er seine Jahre mit ständig eingezogenem Kopf ("you spend your half life just covering up"), bis er eines Tages nach Vietnam eingezogen wird. Wieder zurück erntet er nur Unverständnis ("son, don't you understand") und ist auch nach zehn Jahren ("I'm ten years down the road") mit seinen Erinnerungen und der perspektivenlosen Gegenwart ("nowhere to run, ain't got nowhere to go") noch alleine.
Musikalisch ist der Song äußerst minimalistisch. Er besteht nur aus zwei Harmonien und benutzt für die Strophen und den Refrain die gleiche Melodie. Es ist wie ein Drehwurm, wie ein ständiges Rotieren des selben Gedankens im Kopf. Der Beginn mit den hohlen Synthesizer-Fanfaren über einer einsamen Snare-Drum, die den Backbeat markiert, zeigt die Falschheit; dies kann keine glorreiche Hymne, kein glanzvoller militärischer Auftakt sein, sondern nur die pure Desillusion, das was bleibt wenn die harte Realität Einzug hält.
Vietnam war ein Trauma für die Vereinigten Staaten, das in vielen Songs und Filmen verarbeitet wurde. Stellvertretend seien hier folgende Songs zur Thematik genannt: Billy Joel: "Goodnight Saigon", Kenny Rogers: "Ruby, don't take your love to town", Paul Hardcastle: "Nineteen" oder Huey Lewis and the News: "Walking On A Thin Line".

(gekürzter Text aus: )
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/bornintheusa.html

Zusatz: Selbst als die amerikanische Autofirma Chrysler ein Angebot von 12 Millionen Dollar für die Verwendung in der Werbung bot lehnte Bruce Springsteen dankend ab.
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10.01.2009, 09:37

"The Beatles": "Lucy In The Sky With Diamonds"

Jahr: 1967
"Lucy in the sky with diamonds" ist sicher eines der umstrittensten Stücke der Beatles. Es erschien 1967 auf dem Album "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band". Anstoß erregte allerdings nicht die Musik, sondern der surrealistische und bilderreiche Text, der verdächtig an Halluzinationen erinnert. An den Namen einer damals populären Modedroge LSD, die solche Halluzinationen erzeugt, erinnert dann auch der Titel des Stücks: Lucy in the Sky with Diamonds.
LSD wurde von den Blumenkindern der späten 60er Jahre recht ungeniert konsumiert und gehört zu den sogenannten bewußtseinserweiternden oder psychedelischen Drogen. Als man Ende der 60er psychische und Erbschäden durch LSD-Genuß nachgewiesen hatte, verschwand die Droge.
Auch die Beatles hatten zugegeben, LSD konsumiert zu haben. So war es nicht weiter verwunderlich, dass man den Titel als kryptische Anspielung auf die Droge verstand. Die Beatles leugneten dies aber hartnäckig und präsentierten eine komplett andere Version:
"Das ist schon witzig mit diesem Song. Die Leute kamen her und meinten, "Ja, ja, wir verstehen schon, LSD", und es war ja auch gerade die Zeit, als die Zeitungen über LSD schrieben, aber daran haben wir nie gedacht. In Wirklichkeit war es so: Johns Sohn Julian geht mit einem Mädchen namens Lucy in die Schule. Dort hatte er ein Bild gemalt und er brachte es mit nach Hause. "Was soll das darstellen?" fragte John, und Julian sagte: "Lucy in the sky with diamonds"."
Jeder darf sich nun überlegen, ob er den Beatles diese Geschichte abnimmt. Sie sind auf jeden Fall bis heute hartnäckig dabei geblieben...

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/lucy.html

Zusatz:
Am 30.November 1974 entdeckt der Archäologe Donald Johanson den Fund seines Lebens:
das Skelett eines Australopithecus afarensis, dessen wissenschaftliche Bezeichnung AL 288-1 lautet („AL“ steht für „Afar Locality“). Als man am Abend dieses Tages die zusätzlichen Funde im Forschercamp katalogisierte, wurde wiederholt eine Beatles-Tonkassette vom Kassettenrecorder abgespielt, auf der u.a. der bekannte Song Lucy in the sky with diamonds enthalten war. Zunächst spaßhaft gemeint, wurde die Bezeichnung Lucy rasch auch außerhalb des Camps zur üblichen Abkürzung für den Sensationsfund.
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10.01.2009, 09:39

"Serge Gainsbourg & Jane Birkin": "Je t'aime (moi non plus)"

Jahr: 1969
Der französisches Sänger Serge Gainsbourg hatte ein zusammen mit einer britischen Schauspielerin Jane Birkin aufgenommenes Stück Popmusik veröffentlicht. Allerdings kein gewöhnliches, sondern in den Ohren vieler Zeitgenossen unglaubliches, skandalöses Stück. Auch wenn der Text französisch war, brauchte man nicht viel Fantasie, um bei dem Gestöhne, das da aus den Lautsprechern drang, festzustellen worum es ging.
Daraufhin sah sich der damalige Papst Paul VI. sich genötigt, einzuschreiten was er mittels eines Artikels in der amtlichen vatikanischen Zeitung L'Osservatore Romano dann auch tat. Die Regierung in Italien gab dem Drängen des Vatikan bald nach und setzte das Stück auf den Index. Weder im Radio noch im Fernsehen durfte es gespielt werden. Auch die von jeher konservative BBC in London zog bald nach. Spanien, Schweden und Brasilien folgten. Dem Papst mag das eine Genugtuung gewesen sein, aber es hatte, wie so oft, einen völlig gegenteiligen Effekt.
Die Erkenntnis, dass solche Verbote die Neugier erst recht entfachen, ist eigentlich keine Neue, und sollte sich doch auch damals schon herumgesprochen haben. Es ist also kein Wunder, dass den Händlern die Platte regelgerecht aus den Händen gerissen wurde. Die erste Million war schnell erreicht, und im August 1969 war "Je t'aime" trotz nicht vorhandenem Radioeinsatz auf Platz 1 der Singlecharts in England.
Sein selbstgeschriebenes Lied hatte Serge Gainsbourg allerdings schon zwei Jahre zuvor, im Jahre 1967 aufgenommen. Allerdings nicht für Jane Birkin als Partnerin, denn die kannte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die Angebetete damals war niemand Geringeres als die Filmlegende Brigitte Bardot. Mit Brigitte Bardot hatte Gainsbourg eine leidenschaftliche Affaire, obwohl sie seit 1966 mit dem Millionär und Playboy Gunther Sachs verheiratet war. Es existierte sogar schon eine fertige Aufnahme mit den beiden, die allerdings auf Drängen Bardots nicht veröffentlicht wurde.
In der Zwischenzeit hatte Gainsbourg die britische Schauspielerin Jane Birkin kennen- und liebengelernt, und mit ihr nahm er den Titel neu auf, der dann im Januar 1969 auf eine staunende Öffentlichkeit traf.
Eigentlich ist es ja nicht wichtig, trotzdem gibt es einen Liedtext, und der hat es in der Tat in sich!
"Je t'aime - moi non plus"
("Ich liebe dich - ich dich auch nicht"),

"Comme un vague irrésolue je vais et je viens entre tes reins"
"Wie eine unentschlossene Welle komme und gehe ich zwischen deinen Lenden,"

„et je me retiens"
"und ich halte mich zurück"

"tu es la vague, moi l'île nue"
"du bist die Welle, ich die nackte Insel"

"je te rejoins"
"ich vereine mich wieder mit dir"

"oh mon amour"
"oh meine Liebe"

"Non! Maitenant, viens!"
"Nein! Jetzt, komm!"

Quelle:
http://www.jochenscheytt.de/popsongs/jetaime.html
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10.01.2009, 09:42

"Deep Purple": "Smoke On The Water"

Jahr: 1971
;) Deep Purple ist ein Synonym für LSD

Der Text erzählt eine wahre Geschichte: Am 4. Dezember 1971 waren Deep Purple in Montreux, um ein neues Album mit einem mobilen Tonstudio, das sie von den Rolling Stones gemietet hatten, aufzunehmen. Sie bezogen Quartier in einem Gebäude, das zum Casino von Montreux (das gambling house, auf das der Text sich bezieht) gehörte. An diesem Abend gaben Frank Zappa und The Mothers of Invention ein Konzert im Casino, während dessen ein Feuer ausbrach. Angeblich hatte ein Schweizer Fan mit einer Signalpistole an die Decke des Konzertsaals („some stupid with a flare gun“ heißt es im Text) geschossen. Der gesamte Gebäudekomplex mitsamt dem Equipment der Mothers wurde zerstört. Der „Funky Claude“, der im Lied erwähnt wird, ist Claude Nobs, der Direktor des Montreux Jazz Festivals, der den Besuchern half, sich vor dem Feuer zu retten („Funky Claude was running in and out/Pulling kids out the ground“). Der Titel des Songs bezieht sich auf den Rauch, der sich über dem Genfersee ausbreitete und der von den Musikern von Deep Purple in ihrem Hotel beobachtet wurde. Es gibt sogar ein Bootleg des Zappa-Konzerts mit dem Titel Swiss Cheese/Fire!.

Deep Purple hatten nun das teure Tonstudio, aber keinen Ort mehr, an dem sie ihre Aufnahmen machen konnten. Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten fand Nobs für die Band das Theater The Pavilion, aber nachdem Deep Purple mit den Aufnahmen begonnen hatten, beschwerten sich die Nachbarn über den Lärm und die Polizei sorgte für eine Beendigung der Session. Schließlich, nach einer Woche des Suchens, mietete die Band das fast leerstehende Montreux Grand Hotel, wo die Gänge und Treppenhäuser zum Aufnahmestudio umgewandelt wurden. Nahezu alle Aufnahmen für das erfolgreichste Deep-Purple-Album Machine Head erfolgten hier. Smoke on the Water war jedoch das einzige Lied, das nicht im Grand Hotel aufgenommen wurde; es wurde erst später vollendet, nachdem der Basic Track für den Song das einzige Ergebnis der abgebrochenen Pavillon-Session war.

(Quelle: Wikipedia)
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10.01.2009, 09:44

"Iron Butterfly": "In-A-Gadda-Da-Vida"

Jahr: 1968
In-A-Gadda-Da-Vida ist ein 17-minütiges Rock-Stück von Iron Butterfly aus dem Jahr 1968 vom gleichnamigen Album, dessen gesamte zweite Seite es einnimmt. Der Text ist einfach und auch nur am Anfang und Ende des Liedes zu hören.

Über die Namensgebung des Titels liegen widersprüchliche Informationen vor. Eine bekannte Geschichte erzählt, dass der Songtitel in Wirklichkeit In the Garden of Eden (Übersetzt: Im Garten Eden) gewesen sein soll, aber während der Proben und Aufnahmen vernuschelte Sänger Doug Ingle diese Zeile unter dem Einfluss von LSD in die Nonsensphrase In-A-Gadda-Da-Vida. Im Booklet zur Wiederveröffentlichung der gleichnamigen CD im Jahr 1995 (mit einer 18-minütigen Live-Version sowie der Singlefassung des Songs als Bonus-Tracks) heißt es, dass Ingle den Titel nach dem Genuss von zwei Dritteln einer Gallone Wein (= mehr als zweieinhalb Liter) so ausgesprochen habe; der Schlagzeuger Ron Bushy habe den Titel als "eingängig" empfunden und daher niedergeschrieben. Die Wahrheit, bekannt aus den Bemerkungen in der Best-Of-CD der Gruppe, ist, dass Bushy den Track durch Kopfhörer hörte und so einfach nur schlecht verstand, als ihm Doug Ingle den Titel des Songs nannte.

Der Song besteht aus einem bemerkenswerten Gitarren- und Bass-Riff, das auch über beinahe den gesamten Song wiederholt wird. Es wird als Basis für ausführliche Orgel- und Gitarrensoli benutzt, die in der Mitte durch ein ausgedehntes Schlagzeugsolo unterbrochen werden. Dies ist bemerkenswert, da bis zu diesem Zeitpunkt Schlagzeugsoli im Rock nur eine sehr untergeordnete Rolle spielten, somit stellt es eines der ersten Schlagzeugsoli auf einer Rock-Aufnahme dar und ist wahrscheinlich auch eines der bekanntesten in der Rock-Geschichte.

Besonders bemerkenswert in der Rock-Geschichte ist dieser Song vor allem dadurch, dass er zusammen mit Blue Cheer und Steppenwolf den Punkt markiert, an dem sich aus der Psychedelischen Musik der frühe Heavy Metal entwickelte. In den späteren Siebzigern entlehnten viele Heavy-Metal- und auch Progressive-Rock-Künstler, wie auch Deep Purple oder Led Zeppelin, ihren Sound – und noch stärker ihren Live-Sound – aus dieser Aufnahme.

(Quelle: Wikipedia)
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10.01.2009, 09:45

"Bob Dylan": "Knockin' On Heaven's Door"

Jahr: 1973
Cover: Eric Clapton
Jahr: 1978
Cover: Guns'n'Roses
Jahr: 1992
"Knockin' on heaven's door" wurde von Robert Allen Zimmermann, besser bekannt als Bob Dylan, 1973 für den Western "Pat Garrett and Billy the Kid" geschrieben. Dylan spielt in diesem Film auch eine Nebenrolle.
Das Lied beschreibt in einer Filmszene die Gefühle eines sterbenden Hilfssheriffs, der merkt, wie es finster um ihn wird, als er an die Himmelstür klopft, und feststellt, dass er weder sein Sheriffsabzeichen (badge), noch seine Knarre (gun) je wieder brauchen wird.
"Knockin' on heaven's door" wurde schnell zu einem der populärsten Popsongs, was durchaus seine Gründe hat: Einfachheit gepaart mit Eingängigkeit. Mit nur vier Akkorden (G ,D , Am, C), die auf jeder Gitarre problemlos gespielt werden können, einem Melodieumfang von nur einer Quinte (5 Töne) in gut singbarer Lage und der eingängigen kurzen Refrainzeile war das Lied geradezu prädestiniert, nachgespielt und nachgesungen zu werden. Dazu kommt, dass die Strophen melodisch auch dem Refrain entsprechen und sich nur rhythmisch wegen des Textes leicht unterscheiden.
Auch andere Musiker wie Eric Clapton oder Guns'n'Roses hat der Song immer wieder zu Coverversionen angeregt. Das 2000 erschienene "Rise" von Gabrielle ist jedoch eine Besonderheit. Es basiert zwar auf dem Harmoniegerüst von "Knockin' on heaven's door", die Melodie wurde auf diesem Harmoniefundament allerdings ganz neu komponiert und erinnert bewusst nicht mehr an das Original. Diese Technik wurde früh schon im Jazz angewandt, wobei die neuen Melodien hier wohl eher aufgeschriebene Soli waren (z.B. "Ornithology" von Charlie Parker auf dem Harmoniegerüst von "How high the moon"), und lebte neu auf, als das Samplen möglich wurde. Hier begannen die Hip Hopper, kleine Versatzstücke älterer Songs als Grundlage ihrer Raps zu nehmen und kreierten so neue Stücke.
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